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Dauerkrisenmodus

Wir befinden uns gefühlt in einem Dauerkrisenmodus. Erst Corona, jetzt der Krieg in der Ukraine, hinzu kommen Klimakrise, die eingeschränkte Energieversorgung, die steigenden Kosten und die hohe Inflationsrate. Man könnte den Eindruck bekommen, dass Krisen der neue Normalzustand sind.

Alles in allem ein Pool an Ausnahmesituationen, denen wir uns nicht entziehen können und bei denen es keine Pause zu geben scheint. Unser Grundbedürfnis nach Sicherheit ist verletzt und Grundannahmen sowie mentale Modelle der Menschen über die Welt sind erschüttert worden. Das  kann zu Angstzuständen, Sorgen, Verunsicherung und Gefühlen der Hilflosigkeit führen. Sei es, weil man selbst existentiell betroffen ist, durch die Medien im Sekundentakt mit besorgniserregenden Nachrichten konfrontiert wird, Angehörige oder Freunde im Krisengebiet hat oder weil diese Ausnahmesituationen und die damit verbundenen Auswirkungen und mögliche Konsequenzen so greifbar sind und uns damit nahe gehen.

Die Reaktionen sind sehr individuell und unterschiedlich. Vielen fällt es schwer einfach so weiterzumachen wie zuvor. Auch Arbeitskräfte sind zunehmend erschöpft von diesem Dauerkrisenmodus.

Unsere Arbeitspsycholog:innen können Sie und Ihre Belegschaft dabei unterstützen trotz anhaltender Krisensituation zuversichtlich und leistungsfähig zu bleiben und Ihre mentale Balance zu stärken.

Das Arbeitspsychologie-Team
v.l.n.r. Reihe 1: Regina Nicham, Lisa Bell, Tobias Glück, Sabine Kastner, Sandra Sarugg, Barbara Amon-Zsaitsits
v.l.n.r. Reihe 2: Karin Brandstetter, Robert Kamenek, Marie Peterseil, Kerstin Kulterer-Prodnik, Miriam Vitzthum, Daniel Gach
v.l.n.r. Reihe 3: Renate Lipp, Christina Hartl-Hörker, Doris Windhager, Judith Blank, Sara Samek-Krenkel, Georg Stuber

DerStandard

Gastkommentar von Tobias Glück, IBG Experte und Arbeitspsychologe, über Prägungen und Muster aus der Kindheit und wie sie das Verhalten und Erleben auch im Arbeitsleben maßgeblich beeinflussen. Er zeigt auf, wie man mit solchen Mustern umgehen kann und mit viel Zeit, Geduld und Freundlichkeit sich selbst gegenüber Lösungen finden kann.

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Autor & Experte: Tobias Glück

 

Entschleunigung

Wir leben in einer Welt und Gesellschaft, wo die Worte schneller, weiter, höher… immer mehr als Lebenswerte einfließen und selbstverständlicher werden. Entschleunigung meint hier, wieder zu mehr Bewusstsein, Genuss und zu einer gewissen Langsamkeit zurückzufinden.

Was können Sie zur Entschleunigung tun?

  • Machen Sie Kurzpausen! Alle 1-1½ Stunden sollten Sie eine 3-5 minütige Pause machen. Stehen Sie kurz auf, holen Sie sich ein Glas Wasser oder machen Sie eine kurze Entspannungsübung.
  • Versuchen Sie bewusst Ihre Entscheidungen zu treffen und sich Ihrer Ziele klar zu sein.
    Was will ich damit erreichen? Was muss ich tun?
  • Unterteilen Sie Aufgaben in einzelne Schritte. So sehen Sie den Fortschritt viel deutlicher als wenn Sie nur auf ein großes Ziel hinarbeiten.
  • Nehmen Sie sich Zeit zum Krafttanken und finden Sie heraus, was Ihnen gut tut!
  • Lassen Sie auch etwas Luft in Ihrer Zeitplanung – sonst geht Ihnen die Luft aus.

Entschleunigung heißt auch mal durchzuatmen und mit seinen Ressourcen sparsamer umzugehen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen gelassenen Tag!

Bild: pixabay.com

 

Vor den Vorhang: Dr. Andreas Stumptner

IBG freut sich, einem ihrer Mitarbeiter zu einem besonderen Geburtstag gratulieren zu dürfen. Wir beglückwünschen den langjährigen Linzer Kollegen und Allgemeinmediziner Dr. Andreas Stumptner zu seinem 70. Jahrestag.

Lieber Andreas, wir dürfen Dir zu Deinem 70. Geburtstag gratulieren. Du bist Allgemeinmediziner und Notarzt am Chemiepark Linz. Und dies bereits seit mehr als 20 Jahren. Beschreibst Du uns Deine Tätigkeit?

Dr. Andreas Stumptner: Der Chemiepark Linz stellt aufgrund seiner Größe und Komplexität einen Sonderfall dar. Mit rund 4.000 Mitarbeiter:innen wird  der Chemiepark nicht nur von Arbeitsmediziner:innen betreut, sondern beheimatet auch eine „normale“ Praxis/Ambulanz für Akutfälle, die von IBG betrieben wird. Dies ist vor allem für Schichtarbeiter von Nutzen, da sie sich extra frei nehmen müssten, um die Ordination eines Arztes aufzusuchen. Sie können sich untersuchen lassen, wir stellen auch Rezepte oder Überweisungen aus. Der eigene Hausarzt bleibt dabei aber der wichtigste Ansprechpartner.

Wie kam es zu Deiner Zusammenarbeit mit IBG?

Die entwickelte sich stufenweise. Als Allgemeinmediziner hatte ich meine eigene Wahlarztpraxis in Linz. Zuerst übernahm ich immer wieder Nachtbereitschaftsdienste, dann Vertretungsdienste in der Ambulanz bei IBG am Chemiepark Linz. Schließlich wurden daraus zwei fixe Tage pro Woche. Seit etwa sieben Jahren bin ich bei IBG als Allgemein- und Notfallmediziner angestellt.

Wie hat sich die Arbeitswelt während Deiner Berufslaufbahn verändert?

In den 80igern, den Zeiten der Vollbeschäftigung war der Druck in der Arbeitswelt nicht so groß. Mit den Jahren ist die Belastung für die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen immer mehr gestiegen. Weniger Leute, weniger Zeit, mehr Arbeit, höhere Produktivität – das heißt für viele noch mehr zu leisten. Das führt zu wachsenden psychischen Belastungen, bis hin zum Burnout. Aber es gibt auch positive Entwicklungen: Ich beobachte, dass die Menschen etwas gesünder leben. Viele hören mit dem Rauchen auf, der Prävention wird mehr Platz eingeräumt. Menschen sind aufgerufen mehr Eigenverantwortung zu übernehmen, wir sensibilisieren sie gesünder zu leben.

Wie hat sich die medizinische Arbeit gewandelt?

Eigentlich bin ich seit fünf Jahren in Pension. Ein Luxus ist es, nur zwei Tage in der Woche zu arbeiten. Das heißt, ich habe genug Zeit zur Regeneration. Erholung von der Belastung ist in jedem Arbeitsleben wichtig. Ich fände es besser, wenn die Arbeitswoche nur vier Tage dauert, weil man in den vier Tagen meist produktiver ist. In einer Fünftagewoche kommt es in erster Linie zu einer Aufteilung der Arbeitskraft. Was mich betrifft: Ich arbeite gerne, fühle mich geistig und körperlich fit. Ich erfahre hier durch das Team viel Wertschätzung und Anerkennung und deshalb gehe ich mit Freuden meiner Tätigkeit als Arzt nach.

Lieber Andreas, wir danken für das Gespräch und wünschen Dir noch einmal alles Gute zum Geburtstag.

Spiegelneuronen und ihre Wirkung

Haben Sie gewusst, dass wir alle Spiegelneuronen besitzen? Durch sie sind wir in der Lage, uns in andere Menschen hineinzuversetzen. Es entstehen Verständnis und Empathie, in unserem Gehirn werden die Bereiche der sozialen Vorstellungen aktiviert und die Emotionen des Anderen richtig „spürbar“. Wir werden zum Teil auch unbewusst durch diese Neuronen beeinflusst.

Das sieht man zum Beispiel beim Gähnen, Juckreiz, Husten, Weinen und Lachen. Ebenso aber ist unser Gehirn darauf programmiert, Stress bei anderen Menschen zu erkennen. Dies löst auch bei uns selbst die Ausschüttung von Stresshormonen aus. Dazu muss sich die Person nicht einmal im selben Raum befinden, Stress überträgt sich z.B. auch über E-Mails und Telefonate.

Wenn Sie auf sich selbst achten, bewusst Pausen einlegen, ausreichend schlafen und sich bewusst erholen, dann geht es also einerseits Ihnen selbst besser, darüber hinaus aber auch Ihrer Familie und Ihren KollegInnen.

Übrigens färben auch Glücksgefühle ab. Wenn Sie vom Glück eines Freundes erfahren, beeinflusst das Ihr Glücksempfinden oft mehr, als wenn Ihnen selbst etwas Tolles widerfährt!

Achten Sie daher darauf, welche Stimmung Sie verbreiten. Sie ist ansteckend.

Zuversicht und Optimismus

Zuversicht und Optimismus sind Kräfte, die es uns möglich machen, trotz widriger Umstände an Vorhaben festzuhalten und den Glauben nicht zu verlieren, dass Herausforderungen und Krisen überwunden werden können. Dabei geht es nicht darum, die Welt durch die rosarote Brille zu betrachten und Negatives zu verdrängen, sondern auch die positiven Seiten und mögliche Chancen zu sehen und dadurch handlungsfähig zu bleiben. Folgende Tipps und Übungen können zu einer zuversichtlicheren Perspektive verhelfen:

  • Vergangene Erfolge: Das regelmäßige Vergegenwärtigen vergangener Erfolge und welche persönlichen Stärken dazu beigetragen haben, können die eigene Widerstandsfähigkeit stärken.
  • Auf Positives konzentrieren: Was waren heute schöne Erlebnisse, positive Erfahrungen für mich? Überlegen Sie sich 3 Wochen lang jeden Abend 3 positive Erfahrungen und beobachten Sie dabei Ihre Stimmung.
  • Grübelzeiten: Legen Sie Zeitfenster fest, um sich Ihren Bedenken und Ihrem mentalen Ballast zu widmen bspw. täglich 15 Min – Das hilft einen freien Geist zu bekommen und das Gefühl der Kontrolle zu behalten.
  • Negative Gedanken relativieren: Stellen Sie sich dazu folgende Fragen: Entspricht dieser Gedanke der Realität? Hilft mir dieser Gedanke mich so zu fühlen oder zu verhalten, wie ich es gerne möchte?
  • Digitaler Notfallkoffer: Richten Sie einen digitalen „Rescue Ordner“ auf Handy, Computer oder Notebook ein mit Songs, Fotos, Bildern, die mit Freude, Erfolg und Zufriedenheit verbunden werden – Diesen Ordner in trostlosen Momenten oder vor Herausforderungen durchzuscrollen hilft beim Auftanken positiver Energie.

DerStandard: Nur einmal gähnen

Ein wenig beachtetes Thema der menschlichen und produktiven Arbeitsgestaltung sind die unterschiedlichen Chronotypen (Zeit-Typen). Es geht um die bevorzugte Schlaf- und Aktivitätszeiten, die individuell genetisch geprägt sind. Helmut Stadlbauer, Arbeitsmediziner und IBG Bereichsleiter Gesunde Arbeitszeiten  im Gespräch mit DerStandard.  Die Ausweitung von Homeoffice in der Coronazeit führte zu einer Reduktion von Tagesmüdigkeit, v.a. bei Normal- und Spättypen, also der überwiegenden Mehrheit der Mitarbeiter:innen. Sie stehen später auf als an Tagen mit Anwesenheit im Büro, die Schlafdauer und -qualität wird an Homeoffice-Tagen besser.
Für die betriebliche Gesundheitsvorsorge wird daher die Berücksichtigung der Chronotypen und Informationsangebote zu gutem Schlafverhalten dringend empfohlen.

Experte: Helmut Stadlbauer

Autorin: Anika Dang

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IBG bei UIMC Kongress in Miami

Vom 4. (bereits Management Committee Meeting) bis 7.10.22 fand nach dreijähriger Covid-bedingter Pause wieder ein internationaler arbeitsmedizinischer Bahnärztekongress in Präsenz mit Teilnehmer:innen aus 15 Ländern weltweit (Asien, Australien, Europa, USA) statt.

Teilnehmer:innen aus 15 Ländern weltweit (Asien, Australien, Europa, USA) trafen sich zum internationalen Austausch und Networking.

Dieses Jahr gab es ca. 30 Teilnehmer:innen, wobei die Gruppe üblicherweise – wenn der Kongress in Europa stattfindet- größer ist (ca. 40-50). Dies entspricht auch in etwa der Mitgliederzahl des UIMC, da es sich doch um ein sehr spezielles Gebiet handelt und somit auch um eine limitierte Zielgruppe.

In Miami trafen sich Kolleginnen und Kollegen, die in Firmen tätig sind, die Transportunternehmen präventivmedizinisch betreuen, zum internationalen Austausch und Networking. Die Vorträge reichten von Covid-assoziierten Themen  wie dem  Einfluss von Übergewicht auf den Verlauf von Covid-Infektion und  neuro-kognitiven Einschränkungen bei Long Covid über erworbene Farbsehschwäche, Schlaf-Atemstörungen, Exoskelette, Schicht- und Nachtarbeit, Einfluss von psychosomatischen Faktoren auf das Ergebnis von  Eignungstests, Drogen- und Alkoholtests und medizinische Problematik bei Verwendung von CBD-Produkten bis hin zur Vorstellung von Projekten zur beruflichen Gesundheitsförderung.

Die beiden Bahnunternehmen „Brightline“ und „Florida East Coast FEC“ ermöglichten mit Betriebsbesichtigungen an verschiedenen Standorten (Werkstätte, Stationen, Züge) auch einen Einblick in die praktische Arbeitswelt.

In der abschließenden Generalversammlung stellten sich dann noch die neuen Mitglieder im UIMC vor, darunter auch IBG, vertreten durch  Dr. Gertraud A. Hedenetz, MSc, Arbeitsmedizinerin und Leiterin des IBG UniCredit Health Centers.

Der internationale fachliche Austausch war für alle Teilnehmer:innen wieder sehr bereichernd und hochinteressant.  Dabei eröffnete sich speziell bzgl. der Betreuung der Bank Austria Creditanstalt eine überraschende Gelegenheit für zukünftigen intensiven Austausch mit der leitenden Kollegin des BACA-betreuenden deutschen arbeitsmedizinischen Zentrums, das wie IBG auch Transportunternehmen zu ihren Kunden zählt und daher Mitglied des UIMC ist.

In der Generalversammlung stellten sich die neuen Mitglieder vor, darunter auch IBG, vertreten durch  Dr. Gertraud A. Hedenetz, MSc.
Betriebsbesichtigungen an verschiedenen Standorten (Werkstätte, Stationen, Züge) geben einen Einblick in die praktische Arbeitswelt.

 

IBG auf Schiene

IBG ist seit kurzem Mitglied des UIMC I UIC – International Union of Railways.  Die UIMC wurde 1948 von einer Gruppe führender Ärzte europäischer Eisenbahnunternehmen gegründet, mit dem Ziel, höchstmögliche Bahnbetriebssicherheit zu erreichen und für bestmögliche Betreuung des Bahnpersonals zu sorgen.

Die Fachkräfte für Arbeitsmedizin, die mit den Arbeitsbedingungen und Belastungen in der Bahn- und Transportbranche vertraut sein müssen, sorgen nicht nur für die Einhaltung der Arbeitsschutzstandards, sondern stellen auch sicher, dass gesundheitliche, psychologische, arbeitsmedizinische und gesundheitsfördernde Leistungen erbracht werden.

Die Arbeitsgruppen der UIMC befassen sich verstärkt auch mit den Themen Alkohol und Drogen sowie psychiatrischen Störungen, die in den letzten Jahren zunehmend anerkannt wurden. Vertreten wird IBG durch Dr. Gertraud A. Hedenetz, MSc, Arbeitsmedizinerin und Leiterin des IBG UniCredit Health Centers, die bereits durch ihre vorhergehende Tätigkeit im Transportwesen, gewähltes Mitglied des Management Committee ist. Dadurch, dass IBG mit den Wiener Linien auch eine Firma im Transportwesen betreut, ist nun auch IBG Mitglied des UIMC I UIC und profitiert von dem Know-how und dem internationalen Erfahrungsaustausch dieser weltweiten Organisation.

Der letzte UIMC Kongress, an dem auch Dr. Hedenetz teilgenommen hat, fand Anfang Oktober in Miami, USA statt. Über die wesentlichen Erkenntnisse werden wir berichten.

25 Jahre IBG. Wie das Thema Gesundheit in die Welt der Arbeit kam 1

Unsere Expert:innen

„Wir sind die Pioniere, wenn es um betriebliches Gesundheitsmanagement geht. Mit unserem großartigen Team aus Expert:innen sämtlicher Professionen, unseren zertifizierten Prozessen und Betriebsambulanzen bringen wir Gesundheit und Arbeit in Übereinstimmung. Wir wissen, dass Produktivität und Wohlbefinden keine Gegensätze darstellen.“

IBG Bereichsleiter

IBG steht für Qualität

Größtmögliche Gesundheit, Sicherheit und Qualität am Arbeitsplatz ist uns nicht nur für unsere Kunden, sondern auch für unsere eigenen Mitarbeiter:innen wichtig.
Mittlerweile ist IBG mit seinem Integrierten Managementsystem ISO 9001 (Qualität) und ISO 45001 (Sicherheit und Gesundheit) seit über 10 Jahren zertifiziert.

Vom 3.-5.Oktober 2022 fand das jährliche Audit durch den TÜV Austria statt – das Audit war nach zwei Überwachungsaudit in den letzten beiden Jahren heuer wieder eine Rezertifizierungsaudit und wurde diesmal an unseren Standorten Linz, Lenzing, der OeNB, im UniCredit-Health Center und in der Zentrale durchgeführt. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass wir als Unternehmen durch die Audits bzw. unser Integriertes Managementsystem sehr viel gelernt und verbessert haben, Aufgaben strukturierter noch angehen und von den von uns selber auferlegten Systematiken profitieren.

Im Sinne unseres kontinuierlichen Verbesserungsprozesses sind uns die Hinweise durch den Auditor immer sehr wichtig, die Sicht von außen ermöglicht uns auch regelmäßig wieder über unsere Kern-, Führungs- und Hilfsprozesse nachzudenken, zu hinterfragen und bei Bedarf zu optimieren.

Natürlich ist es für IBG auch sehr erfreulich und motivierend, wenn uns im Rahmen des Audits bescheinigt wird, dass unsere Mitarbeiter:innen professionell, praxisbezogen und fokussiert ihre Arbeit beim Kunden und im Office verrichten und Arbeitnehmer:innenschutz und Gesundheit nicht nur als Dienstleistungen sehen sondern intern gelebt werden und einen hohen Stellenwert haben.

Körpervielfalt statt Stigma Übergewicht

Während der Pandemie ist die Inzidenz von psychischen Erkrankungen und Übergewicht deutlich angestiegen. Menschen mit Übergewicht und Adipositas werden oft stigmatisiert und automatisch als ungesund, träge, unsportlich und willensschwach betrachtet. Studien zeigen, dass Gewichtsdiskriminierung das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl der Betroffenen beeinträchtigt, zu weiteren Gewichtszunahmen führt und Essstörungen fördert.

Vorurteile gegenüber übergewichtigen Menschen sind nicht nur respektlos, sondern auch in Bezug auf die Gesundheit oftmals falsch: eine Person mit Mehrgewicht, die aber gerne Sport betreibt, kann gesünder sein, als eine schlanke, aber unsportliche Person, die vielleicht auch noch Kettenraucher:in ist.

Unsere Diätkultur mit ihrem Fokus auf Gewichtsreduktion statt auf Wohlbefinden sowie die Tendenz „Schlank sein“ als eine Tugend darzustellen, hilft nicht mit, aus dem Kreislauf Gewichtsreduktion und Gewichtszunahme herauszukommen. Modezeitschriften, Sportwerbung und gefakte Fotos im Internet bieten eine Fülle an Möglichkeiten, unsere Körper zu vergleichen und Unzufriedenheit hervorzurufen-dies endet oft in einem Diät-Teufelskreislauf:

 

Übergewicht ist kein Verhalten

Das Aussehen sagt nichts über das Verhalten oder den Gesundheitszustand eines Menschen aus. Das allgemeine Vorurteil, Übergewicht sei ausschließlich bedingt durch zu viel und ungesundes Essen, zu wenig Bewegung und mangelnde Disziplin, ist in unserer Gesellschaft fest verankert.

Tatsächlich ist das Körpergewicht jedoch von vielen Faktoren abhängig, die wir nicht alle beeinflussen können:

  • das Mikrobiom im Darm
  • Krankheiten
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Stress
  • Hormonelle Einflüsse (z. Bsp. Klimakterium)
  • Genetische Veranlagung
  • Ernährung
  • Bewegung

Health At Every Size©-Gesundheit unabhängig vom Gewicht

Auch in der Medizin und Ernährungsberatung ist die Behandlung oft sehr auf Body-Mass-Index (BMI) und Gewichtsreduktion fokussiert, viele Beschwerden werden mit dem Mehrgewicht in Zusammenhang gebracht. Es gibt allerdings auch andere, „gewichtsneutrale“ Zugänge, die den Menschen als Ganzes wahrnehmen und mehrdimensionale Ansätze berücksichtigen. IBG unterstützt Sie, sich im Dschungel der Angebote zurecht zu finden, einen vernünftigen Überblick zu bewahren und sinnvolles Wissen zu erlangen.

  • Ernährungs-Check
  • Umfeldanalyse
  • Kochkurse
  • Speiseplanoptimierung
  • Gesunde (Mittags-)Pause
  • Genusstraining
  • Stress-Food

Health At Every Size© als ganzheitlicher Ansatz hilft mit, soziale Gerechtigkeit zu fördern, eine integrative und respektvolle Gemeinschaft zu schaffen und Menschen jeder Größe dabei zu unterstützen, mitfühlende Wege zu finden, sich um sich selbst zu kümmern.

In diesem Therapieansatz werden Stresssituationen genauer beleuchtet, unverarbeitete Traumata hinterfragt oder auch Alltagsfaktoren wie Schlafentzug miteinbezogen –eine Veränderung kann bereits die Lebensqualität und Gesundheit verbessern und damit auch die Grundlage für eine nachhaltige Änderung des Ernährungsverhaltens schaffen.

Es wird nicht jedem Menschen möglich sein, ein Normgewicht zu erreichen, aber es ist für jeden Menschen möglich, seine Gesundheit zu verbessern!

Intuitives Essen

„Intuitiv Essen“ ist ein verhaltensbasierter Ansatz als Teil von Health At Every Size©, der anstatt auf kalorien- und nährstoffoptimierter Essenspläne den Fokus auf die innere Wahrnehmung lenkt:

  • Hunger- und Sättigungsgefühl zu spüren und zu akzeptieren
  • Dem Körper vertrauen, der uns sagt, worauf er Lust hat und wann es genug ist
  • So zu essen, dass es dem Körper gut tut und dass man sich wohl fühlt

Altbekannte Diätregeln wie Listen und Verbote von gesundem und ungesundem Essen, einseitige Diäten ohne Kohlenhydrate mit unweigerlichen „Schlemmertagen“ als Folge finden sich nicht in diesem Ansatz. Die uneingeschränkte Erlaubnis, alles essen zu dürfen führt erfahrungsgemäß nicht dazu, dass man nur mehr ungesund isst. Intuitiv Essen bedeutet auch, die eigenen Emotionen und Bedürfnisse wahrzunehmen und Strategien für die Selbstfürsorge zu entwickeln!

Freude an der Bewegung

Bewegung soll Freude machen, sich gut anfühlen und nicht primär betrieben werden, um abzunehmen. Das ist nicht von heute auf morgen möglich, aber die Konzentration auf die eigene Wahrnehmung macht den Unterschied, zum Beispiel: „Wie fühle ich mich nach einem sitzenden Arbeitstag? Wie fühle ich mich während eines Spaziergangs in der frischen Luft nach oder vor der Arbeit und wie fühle ich mich danach?“ Jeder Schritt zählt, auch wenn es nur fünf Minuten sind. Solche achtsame Bewegung baut körperlichen und geistigen Stress ab und dient der Vitalisierung und nicht der Auszehrung. Wenn es beim Sport darum geht, sich gut zu fühlen, und nicht darum, Kalorien zu verbrennen oder sich gar für Essen zu bestrafen, wird Sport nachhaltig Spaß machen und einen Platz im Leben finden.

Achtsamkeit für uns und unsere Mitmenschen

  • Vermeiden von Gesprächen, bei denen sich alles nur um Diäten und Abnehmen dreht
  • Gut gemeinte Ratschläge zur Essenswahl unterlassen
  • Keine Kommentare oder Witze über das Aussehen – direkt oder über andere
  • Kein Posten von Vorher/Nachher-Fotos im Zuge einer Gewichtsreduktion
  • Keine Verherrlichung, wenn jemand abgenommen hat-der Grund könnte auch Stress, eine Erkrankung oder Essstörung sein
  • Keine Kosenamen bezogen auf das Aussehen, z. Bsp. „mein Dickerchen“
  • Vor allem keine abwertenden Bemerkungen über den eigenen Körper – besonders vor Kindern!

Bodyrespekt und Körpervielfalt

Bei Bodyrespekt und Körpervielfalt geht es um mehr als das Gewicht oder die Körperform, nämlich darum, die Unterschiede in Größe, Alter, Rasse, ethischer Zugehörigkeit, Geschlecht, Behinderung, sexueller Orientierung, Religion und anderer menschlicher Attribute wertzuschätzen.

Bodyrespekt steht für die Inklusion der Vielfalt von Körperformen und -größen in Bezug auf das Gewicht und ein Ablehnen der Idealisierung oder Pathologisierung bestimmter Körperformen. Akzeptanz für die von der Natur vorgegebene Diversität unserer Körper schafft Respekt und lässt uns die eigene Schönheit und die unserer Mitmenschen wahrnehmen.

So wie eine Person mit einer Schuhgröße von 40 nicht erwarten würde, sich in eine Schuhgröße 36 quetschen zu können, ist es ebenso sinnlos, einem vom Zeitgeist als Idealbild in Körpergröße und Statur zu entsprechen.

Respekt für die Schönheit des eigenen Körper gibt uns Selbstwertgefühl und macht uns glücklich!

Das Körpergewicht ist kein Indikator für Gesundheit, aber ein Verhalten, dass die Gesundheit fördert sehr wohl. Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, Nichtrauchen und nur mäßiger Alkoholkonsum wirken sich positiv auf unsere Gesundheit und unser Lebensgefühl aus– unabhängig von unserer Körpervielfalt.

Alle Körper in ihrer Vielfalt sind schön und verdienen Wertschätzung!