Kategorie: Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)

Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)

In der Atmung liegt die Kraft

Beim tiefen Durchatmen dehnt sich Ihr Zwerchfell durch die Bewegung von Brustkorb und Bauch. Ihr Zwerchfellnerv – der Vagusnerv wird aktiviert.

Der Vagusnerv ist Ihr Selbstheilungsnerv

  • Als Teil des Parasympathikus ist der Vagusnerv ein wichtiger Bereich des vegetativen Nervensystems. Er sorgt dafür, dass sich das Gleichgewicht zwischen Anspannung (Sympathikus) und Entspannung (Parasympathikus) immer wieder aufs Neue einpendelt.

Durch Ihre tiefe Atmung und Aktivierung Ihres Vagusnervs entsteht im Körper ein harmonischer Ausgleich – Ihr Herzschlag und Ihre Atemfrequenz stellen sich auf Entspannung und Ruhe ein, die Ausschüttung der Stresshormone wird gedrosselt, Ihr Körper erholt sich.

Nehmen Sie sich im Arbeitsalltag bewusst Zeit für mehrere Atempausen am Tag:

  • Aufstehen, Schuhe ausziehen, Füße in leichter Grätsche auf den Boden stellen und bewusst den Untergrund spüren.
  • Strecken und schütteln Sie sich durch.
  • Augen schließen, denken Sie an einen schönen Ort, an dem Sie sich wohl fühlen.
  • Legen sie ihre linke Hand auf den Brustkorb, ihre rechte Hand unter den Brustkorb und los geht’s.
  • Atmen sie tief durch die Nase ein, zählen sie dabei langsam bis vier, bis sie spüren, dass sie den Brustkorb bis zum Bauch mit Luft füllen.
  • Dann atmen sie durch die Nase wieder aus und zählen dabei bis sechs.
  • Machen sie insgesamt sechs Atemzüge, das dauert ca. eine Minute.

Übrigens: Lachen aktiviert ebenso den Vagusnerv!

Einfach mal tief durchatmen und es kehrt Ruhe ein!

Bild: Vlada Karpovich

Gesundheit fördern, Klima schützen

Gesundheit fördern – Klima schützen

»Klima und Gesundheit« ist das Motto, unter dem die 24. Gesundheitsförderungskonferenz des Fonds Gesundes Österreich am Dienstag, den 21.Juni 2022, im Design Center Linz stattfindet. Mit dabei, IBG-Expertin, Ina Lukl, Leitung des IBG-Bereichs BGF-Projekte. Sie hält, gemeinsam mit Sandra Wegener von der BOKU Wien und Anika Harb vom Institut Weitblick, einen Workshop zum Thema »Aktive Mobilität als Beitrag für nachhaltige betriebliche Gesundheitsförderung – was braucht’s?« Dabei geht es um die Frage, wie aktive Mobilität in Organisationen vorangetrieben werden kann, gleichzeitig werden im Vortrag des Instituts für Verkehrswesen der BOKU Wien Erfahrungen aus aktuellen Projekten von Betrieblichem Mobilitätsmanagement (BMM) und Betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF) präsentiert.

Klimaschutz ist eine der aktu­ellen Herausforderungen unserer Zeit. Der Schutz unserer Umwelt ist von großer Bedeutung für unser Leben und unsere Gesundheit.

Viele Umweltbedingungen sind zunehmend menschengemacht und eine Bedrohung für unsere Gesundheit: Hitze­wellen, Unwetter, schlechte Luftqualität, dazu kommen Über­ernährung und bewegungsarme Lebensstile auf der Verhaltensebene. Das verlangt konkrete Gesundheitsför­derungsmaßnahmen auf vielen Ebenen. Zum einen durch zielgruppenorientierte Aktivitäten und einer Anpassung von Verhaltensweisen, zum anderen durch eine gesundheitsförder­liche und klimafreundliche Gestaltung unserer Lebenswelt(en).

In Hinblick auf die Verknüpfung der Themen Klima und Gesundheitsförderung erscheint die gemeinsame Arbeit, insbesondere in den Bereichen Mobilität, Ernährung, Wohnen und Raumplanung, besonders vielversprechend. Diese Bereiche beeinflussen in außerordent­lichem Maße unsere Lebensbedingungen und bieten daher die Möglichkeit für umfassende Verbesserungen sowohl für die Gesundheit als auch für das Klima. Dies spiegelt sich auch in den Themenforen und Workshops der Konfe­renz wider und soll hinsichtlich verschiedener Settings und Zielgruppen diskutiert werden. Ziel dieser jährlich stattfindenden Konferenz ist die Vernetzung von Teilnehmer:innen aus der Gesundheitsförderung mit Akteur:innen aus anderen Handlungsfeldern, um so eine gute Basis für Zusammenarbeit und Wissenstransfer zu schaffen.

Nachstehend finden Sie das detaillierte Tagesprogramm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung.

Ina Lukl, Leitung BGF Projekte und Generationenbalance
 

Sandra Wegener, Institut für Verkehrswesen an der BOKU Wien Foto: Schuster

Anika Harb, Arbeitspsychologin und Coach, Institut Weitblick Foto: Ulf Thausing

Forum Prävention in Innsbruck

Das Forum Prävention, das heuer erstmalig hybrid abgehalten wird, findet vom 17.- bis 19.5.2022 in Innsbruck statt.

Die  diesjährigen Schwerpunktthemen sind:

  •  Wie können wir Lehrlinge und junge Arbeitnehmer:innen für Sicherheit und Gesundheit begeistern?
  •  Welche (Gesundheits-)Folgen haben Homeoffice, Mobile Office, etc. und welche präventiven Ansätze gibt es?

Diese beiden Themenschwerpunkte werden in den Plenarsitzungen und in den Sitzungen der einzelnen Arbeitsgruppen näher behandelt. Mit dabei am Podium sind die IBG-Expert:innen Manfred Lindorfer zum Thema Arbeitsmedizin, weiters Arbeitsmedizinische Fachkraft Manuela Smetana, sie stellt das Berufsbild der Arbeitsmedizinischen Fach-Assistent:innen vor, sowie Helmut Stadlbauer mit einem Good-Practice-Beispiel »Gesundheitsworkshop für Lehrlinge der Lenzing AG zum Einstieg in die Schichtarbeit«

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Arbeitnehmer:innenschutz: für einen gesunden und produktiven Betrieb

Wien, 27.04.2022.  Der 28. April ist der Tag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Betriebliche Sicherheit und Gesundheitsschutz sind Bestandteile eines »sozialmoralischen« Wirtschaftsverständnisses. In Österreich liefert der Arbeitnehmer:innenschutz die gesetzliche Grundlage. IBG begleitet bereits seit 1995 Betriebe und Organisationen auf gesunden Wegen zur nachhaltigen Produktivität.

  • Gesundheit braucht gewollte Anstrengung.
  • Aktiver Arbeitsschutz reduziert Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle und damit Fehlzeiten.
  • Mit der Covid-Pandemie hat die Arbeitsmedizin einen neuen Stellenwert erlangt. Sie hat einmal mehr bewiesen, dass sie einen großen Beitrag für den unternehmerischen Erfolg leistet.

Neue Belastungen

Heutzutage geht es kaum mehr um Staublungen. Die »alten« Gefahren wie Hitze, Kälte, Gefahrenstoffe und physische Belastungen treten zunehmend in den Hintergrund. Die aktuellen Herausforderungen liegen im psychomentalen Bereich. Die neue Arbeitswelt kämpft mit Burnout, Stressbewältigung und fehlendem Erholungsmanagement.

Die Arbeit hat sich verändert, die Grenzen zwischen Beschäftigung und Freizeit verschwimmen. Homeoffice wird von der Ausnahme zum Standard, Zeitarbeit und prekäre Beschäftigungen schaffen neue herausfordernde Arbeitsbedingungen.

Die Folge sind neue arbeitsbedingte Beschwerden und Erkrankungen. Arbeitsmediziner: innen sind daher weiterhin ein wichtiges Bindeglied zwischen Beschäftigten und Arbeitgeber:innen.

Als Expert:innen für betriebliche Präventionsarbeit verfügen sie außerdem über Praxiswissen durch ihre Präsenz direkt vor Ort in den Unternehmen.

Erhalten. Beleben. Begeistern

Ausschließlich Anstrengung macht krank, keine Anstrengung auch. Gesundheit braucht aber auch Anstrengung, sonst sinken die eigenen Kapazitäten und selbst kleine Anforderungen werden zu viel.

Entscheidend ist der Wechsel von Anstrengung und Regeneration. Biologisch brauchen wir für die beste Leistung optimale Anforderungen. Maximale Anforderungen schaden hingegen.

Durch die Zusammenarbeit mit IBG profitieren Unternehmen von der strategischen Vernetzung sämtlicher Maßnahmenfelder und Expertisen, um diese Balance zu finden.

Dafür analysieren IBG Berater:innen die subjektive und objektive Mitarbeiter:innenbelastung, optimieren leistungsverträgliche Schicht- und Arbeitspläne oder sichern die Mitarbeiter:innen-Kompetenzen durch entsprechende Maßnahmen zur Reduktion von Belastungen am Arbeitsplatz.

Lange gesund arbeiten

Unsere Gesellschaft steht vor der großen Herausforderung, den demographischen Wandel bei einer gleichzeitig zunehmenden Zahl psychischer Erkrankungen zu bewältigen. Beschäftigte sollen möglichst lange gesund arbeiten. Das wird nur gelingen, wenn die Arbeitsfähigkeit durch vorbeugenden Gesundheitsschutz erhalten bleibt – physisch wie psychisch.

Gesunde Arbeitswelt

Eine bessere, weil gesündere Arbeitswelt zu schaffen, bedeutet, ohne Druck und durch mehr Kompetenz Leistungen zu steigern und so mehr Produktivität zu schaffen. Dabei hilft uns das Modell der humanökologischen Unternehmensführung. Körperlich und seelisch gesunde Mitarbeiter:innen sind produktive Mitarbeiter:innen. Wenn Arbeit menschengerecht und damit auch gesundheitsförderlich gestaltet wird, ist das auch aus wirtschaftlicher Sicht optimal. Gesunde Führung bringt das nachhaltige Leistungsvermögen der Belegschaft in Übereinstimmung mit den Unternehmenszielen.

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit über 200 Mitarbeiter:innen, davon 80 Arbeitsmediziner:innen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagement. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

Ansprechpartnerin: Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 (676) 38 49 022 | presse@ibg.at I office@fabelhaft.biz

Bewegung am Arbeitsplatz

Computerarbeit ist oft nur statisch. Wir bewegen uns wenig und versinken im Bildschirm. Die Auswirkungen sind meist Verspannungen, Schmerzen und  Konzentrationsschwierigkeiten. Dabei kann mit wenig Aufwand aus der statischen Bildschirmarbeit ein dynamischer Arbeitsplatz werden:

  • Zum Telefonieren aufstehen
  • Die Sitzposition verändern
  • Zwischendurch ein Glas Wasser oder einen Kaffee holen
  • Statt des Aufzugs die Stufen nehmen
  • Zum Drucker gehen
  • Zum Steharbeitsplatz wechseln
  • Besprechungen im Stehen durchführen
  • Bewegungsübungen am Arbeitsplatz durchführen

Einfache Übungen für Ihre Gesundheit

  • Nehmen Sie sich 3x täglich fünf Minuten Zeit für sich!

Becken mobilisieren

Grundstellung: Auf der vorderen Hälfte des Sessels aufrecht sitzen.
ACHTUNG: der Oberkörper bleibt bei allen Übungen möglichst ruhig.

  • Becken nach vorne und hinten rollen
  • Becken kippen: Pobacke links anheben – Wechsel – Pobacke rechts anheben
  • Becken kreisen
  • Ein Knie abwechselnd nach vorne schieben

Schulterrollen und -kreisen

Kreisen Sie mit Ihren Schultern – 10-mal nach vorne, 10-mal nach hinten, 10-mal gegengleich nach vorne, 10-mal gegengleich nach hinten. Lassen Sie die Schultern hängen und ziehen Sie beide weit nach oben – 5 Wiederholungen. Versuchen Sie das volle Bewegungsausmaß auszunutzen.

Bewegen der Nackenmuskulatur

  • Neigen Sie den Kopf auf die Seite und rollen Sie ihn langsam auf die andere Seite – und wieder vorne zurück – das Kinn zeigt immer Richtung Brustbein.
  • Drehen Sie den Kopf zur Seite und nicken Sie 5-mal – Seitenwechsel
  • Schauen Sie gerade aus – ziehen Sie den Kopf gerade nach hinten und wieder weit nach vorne (Doppelkinn)
  • Gerade Kopfhaltung – bewegen Sie Ihre Nasenspitze entlang eines kleinen liegenden Achters – Richtungswechsel

Dehnen der Nackenmuskulatur  

Stehen Sie aufrecht – neigen Sie den Kopf zur Seite bis Sie eine Dehnung spüren, drücken Sie dann mit der gegenüberliegenden Handfläche nach unten und halten die Spannung für 20 Sekunden. Kopf nicht nach vorne neigen!!

Kräftigen der Nackenmuskulatur 

Halten Sie Ihre Wirbelsäule gerade und erzeugen Sie zwischen Ihrer Hand und dem Kopf einen Druck für etwa 10 Sekunden – es findet keine Bewegung statt! Links – Rechts – Vorne und Hinten

 

 

 

Weltgesundheitstag: Der beste Gesundheitsschutz ist Prävention

Es gibt ihn bereits seit 1954: Der Weltgesundheitstag erinnert jedes Jahr am 7. April an die Gründung der Weltgesundheitsorganisation WHO. Dieses Jahr steht er unter dem Motto Klimawandel und Gesundheitsschutz.

Alles ist miteinander verbunden. Lebensqualität und das Wohlbefinden des Menschen sind ohne Schutz von Gesundheit und Klima undenkbar.

Hitze

Die Folgen des Klimawandels sind in Österreich deutlich spürbar. Die Anzahl der Hitzetage haben sich in den vergangenen drei Jahrzehnten verdoppelt. Vor allem in den Städten sind Gesundheitsprobleme aufgrund langandauernder Hitze bemerkbar. Zwischen 2017 und 2019 weist die Agentur für Gesundheit & Ernährungssicherheit (Ages) für Österreich insgesamt 1.123 Hitzetote aus. Hitze senkt die Konzentration, Leistungsfähigkeit und Produktivität des Einzelnen. Die Qualität der Arbeit lässt nach. Gleichzeitig steigen Fehlerhäufigkeit und Unfallrisiko.

Psyche

Ein weiterer Bereich, der die Auswirkungen des Klimawandels zeigt, ist die mentale Gesundheit. Untersuchungen zeigen, dass extreme Wetterereignisse auch psychische Belastungen mit sich bringen. Zukunftsängste bescheren schlaflose Nächte. Schlafmangel ist leistungsmindernd und macht krank.

Ernährung

Gesunde Ernährung hilft nicht nur dem Körper, sondern auch der Umwelt. Ein höherer Anteil pflanzlicher Kost anstelle weniger tierischer Lebensmittel beugen einer Fehlernährung und Übergewicht vor und senken gleichzeitig die Treibhausemission.

Bewegung

Mobilitätskonzepte, die das Gehen und Radfahren fördern, schützen die Umwelt und fördern die Gesundheit. Bewegung bringt das Gehirn auf Touren und gönnt ihm eine Entspannungspause, unter anderem verbessert körperliches Training die Durchblutung und den Stoffwechsel und wirkt sich somit positiv auf die eigene Leistungsfähigkeit und das körperliche Wohlbefinden aus.

Das Ziel

ist eine humane und wirtschaftliche (Arbeits)welt. Und wir unterstützen Sie und Ihre Belegschaft dabei.

IBG übernimmt Betriebsambulanz am Technology Campus in Kundl/Tirol

IBG expandiert. Mit Jahresanfang 2022 hat IBG (Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement) die Betriebsambulanz am Campus Kundl/Schaftenau der Firma Novartis übernommen. Künftig können hier auch Mitarbeitende von Unternehmen betreut bzw. versorgt werden, die sich im Rahmen des Technology Campus Tirol in Kundl bzw. Schaftenau ansiedeln.

IBG stellt für diese Betriebsambulanz (mit ausgebildeten Notärzten) neben dem Know-how sowohl das Personal als auch das Inventar und sorgt so für die arbeitsmedizinische und Akutversorgung der Mitarbeitenden. Primär werden vor Ort arbeitsmedizinische Untersuchungen laut dem Arbeitnehmer:innenschutzgesetz und Arzneimittelgesetz durchgeführt. Rund 6.800 Untersuchungen erfolgen pro Jahr.

Weitere Leistungen:

  • Rechtlich vorgeschriebene Untersuchungen gemäß Arbeitnehmer:innenschutzgesetz
  • Pandemieberatung
  • Mutterschutzberatungen
  • Ergonomieberatungen
  • Beratungen bei Bildschirmarbeitsplätzen
  • Notfallversorgung
  • Organisation Erste Hilfe
  • Ärztliche Beratung
  • Impfberatungen und Durchführung von Impfungen
  • Wiedereingliederung nach längerem Krankenstand
  • Ernährungsberatung
  • Psychologische Unterstützung: Employee Assistance Program (EAP) Mitarbeiterberatung
    sowie Betreuung in Krisen und Akutfällen

Dr. in Sigrun Märk-Zeindl
Leitung Betriebsambulanz Campus Kundl/Schaftenau
Ärztin für Allgemeinmedizin, Arbeitsmedizinerin

 

 

 

Dr. Benedikt Kreuzer
Stellvertretende Leitung Betriebsambulanz Campus Kundl/Schaftenau
Arzt für Allgemeinmedizin, Arbeitsmediziner

 

 

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit 200 Mitarbeiter:innen, davon 80 Arbeitsmediziner:innen,
Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagement. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

Ansprechpartnerin: Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 676 38 49 022, Email  presse@ibg.at

Fotos: Novartis, IBG

Fit fürs Schifahren

Die Leute wollen raus, wollen in den Urlaub. Damit die Freude am Skifahren durch etwaige Verletzungen nicht getrübt wird, sollten Sie sich vor dem Skiurlaub ein paar Trainingseinheiten gönnen: Skifahren beansprucht vor allem Muskeln, Bänder sowie Gelenke und stellt hohe Anforderungen an unsere Kraft, Koordination und Gleichgewicht. Daher eignet sich ein regelmäßiges Ausdauertraining wie Radfahren, Laufen, Inline-Skaten und Walking hierfür besonders gut. Ein trainiertes Herz-Kreislaufsystem und ein gestärkter Bewegungsapparat sind die perfekte Grundlage für schöne und entspannte Schneesporttage.

Einfache Koordinationsübungen:

  • Um den Körper an die Belastungen zu gewöhnen ist eine kurze Aufwärmphase bei jedem Training wichtig: Laufen Sie für ein paar Minuten am Stand!
  • Laufen Sie nun weiter am Platz und ziehen Sie die Knie im Wechsel zum Ellenbogen der anderen Seite. Wiederholen Sie jede Seite ca. 6-12 Mal. Diese Übung dient zur Förderung Ihrer Koordination, Kraft und Reaktionsfähigkeit. Beachten Sie dabei, dass Sie Dauer und Intensität der Übung nur langsam steigern!
  • Stellen Sie sich nun auf das rechte Bein. Das linke malt eine Acht in die Luft. Führen Sie diese Übung mehrmals mit beiden Beinen für 10-20 Sekunden durch. Wer das schafft, sollte es auch mal mit geschlossenen Augen und auf den Zehenspitzen stehend probieren.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen – in jeder Hinsicht -eine sichere Skisaison!

Foto: Foto von Volker Meyer von Pexels

Bildschirmarbeit: Belastung der Augen reduzieren

Beobachten Sie bei sich selbst oder Ihren KollegInnen, wie Sie nach vorne gebeugt in den Computerschirm zu „kriechen“ scheinen? Die Rückenlehne wird nicht oder nur kaum verwendet, die Stirn legt sich in Falten und die Augen werden zusammengekniffen. Auf Dauer ist diese Körperhaltung extrem belastend für Nacken und Rücken.

Gehen Sie deshalb der Ursache nach:

  • Ist die Zeichengröße und Distanz zum Bildschirm richtig eingestellt?
  • Sind Sie Reflexionen und Blendungen ausgesetzt, wenn Sie richtig sitzen?
  • Ist die Bindehaut feucht genug? Denn ausreichend bzw. zu wenig Tränenflüssigkeit beeinflusst die Sehleistung!
  • Haben Sie eine verspannte Schulter-/Nackenmuskulatur? Machen Sie Bewegungspausen?
  • Ist Ihre Brille auf Ihre aktuelle Sehleistung eingestellt?

Bildschirmarbeit verursacht eine hohe Beanspruchung für das Auge. Lassen Sie Ihr Auge daher regelmäßig von fachkundigen Personen kontrollieren. Nähere Informationen über die Bildschirmbrille finden Sie unter den FAQ`s im Gesundheitsportal

Die neue Human Works

Die aktuelle Human Works, Zeitung für nachhaltiges Arbeitsvermögen, steht ab sofort zum Download zur Verfügung. Diese Ausgabe beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema Hybrid-Office, der neuen Arbeitsform, bei der trotz Homeoffice der soziale Kontakt und Austausch nicht auf der Strecke bleiben.

Weitere Beiträge:

  • Die Arbeit auf einer COVID-Station – ein Erfahrungsbericht
  • Brustkrebsvorsorge, sollte trotz Pandemie und Lockdown nicht vernachlässigt werden
  • Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung hilft Belastungen im Stützapparat reduzieren
  • Humor, eine Kraftquelle, die man nicht genug schätzen kann
  • Lehrlingsprogramme: Persönlichkeitsentwicklung von Lehrlingen
  • praktische Tipps für das Immunsystem
  • Best Practice Beispiel aus Österreich diesmal:
    UniCredit Bank Austria, Stadtgemeinde Baden

Beleuchtung am Arbeitsplatz

Für die Sehaufgabe ist eine gleichmäßig abgestufte und angemessene Beleuchtungsstärkeverteilung im gesamten Arbeitsbereich notwendig, da andernfalls das Auge eine ständige Umstellung auf die unterschiedlichen Lichtsituationen vornehmen muss – dies ist eine Zusatzbelastung für unsere Augen und führt damit zu einer schnelleren Ermüdung.

Anforderungen an eine gute Beleuchtung am Bildschirmarbeitsplatz:

  • Bildschirmaufstellung mit Blickrichtung parallel zur Fensterfront (Vermeidung von Reflexionen und Blendung)
  • Lichtbalkenanordnung möglichst seitlich vom Bildschirm (geringere Helligkeit beim Bildschirm, Vermeidung von Reflexionen der Lichtquelle am Bildschirm)
  • Im Umfeld sollen die „Helligkeitsabstufungen“ gleichmäßig sein, das Arbeiten am Bildschirm in extrem dunklen und sehr hellen Räumen oder Bereichen mit großen Helligkeitsunterscheiden ist für das Auge sehr anstrengend und ermüdend.
  • Büroarbeitsplätze mit Bildschirm benötigen im unmittelbaren Arbeitsbereich eine Beleuchtungsstärke von ~ 500 Lux
  • Bei zu großen Blendungen und Spiegelungen von außen ist ein Sonnen- und Blendschutz notwendig.

Bei Problemen und Fragen zum Thema Beleuchtung kontaktieren Sie bitte Ihre Präventivfachkraft.

Foto: Foto von Andrea Piacquadio von Pexels

Depressiv oder schon Depression?

Eine Depression zu haben heißt nicht – wie im täglichen Sprachgebrauch oft verwendet – „deprimiert“ zu sein. Depression ist nicht gleichzusetzen mit Traurigkeit, Unlust, Müdigkeit, Sorgen oder Erschöpfung. Es ist eine Erkrankung, die möglichst frühzeitig behandelt werden sollte, um eine Verschlechterung oder sogar einen chronischen Verlauf zu vermeiden.

Wie erkennt man eine depressive Erkrankung?

Menschen, die an einer Depression leiden, weisen eine Reihe von Symptomen auf, und zwar fast täglich und über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen in einem ungewöhnlichen Ausmaß und unbeeinflusst von äußeren Umständen.
Z.B.: Niedergeschlagenheit, weniger Interesse an Hobbies oder Arbeit, weniger Tatkraft, verringertes Selbstwertgefühl, verringertes Konzentrationsvermögen, innere Unruhe, Abnahme von sexuellem Interesse, Schlafstörung, oder Gedanken an Selbstmord.

Diagnose

Wenn man mehrere dieser Symptome bei sich entdeckt wäre es wichtig, mit einem Arzt über diese Probleme zu sprechen, da nur so abgeklärt werden kann, ob eine krankhafte Depression vorliegt oder die Beschwerden auf eine andere Erkrankung zurückzuführen sind. Zusammen mit einer Depression treten häufig auch körperliche Beschwerden auf, wie beispielsweise Kopf-schmerzen, Herzbeschwerden, Übelkeit, Durchfall, Verstopfung oder Gewichtsverlust.

Mögliche Ursachen

Eine Depression wird nicht durch einen einzigen Faktor verursacht, sondern durch eine Kombination von körperlichen, psychischen und sozialen Faktoren erklärt.
Bestimmte belastende Lebensumstände können bei einer depressiven Veranlagung zum Ausbruch bzw. Wiederauftreten der Erkrankung führen. Manche Menschen leiden jedoch auch unter Depressionen, wenn die Lebensumstände zufriedenstellend sind.
Eine Depression wird nicht durch persönliche Schwäche oder fehlende Willensstärke verursacht. Sie ist eine Erkrankung, die behandelt werden kann!

Behandlungsmöglichkeiten                            

Die Behandlung erfolgt meist durch Kombination von medikamentöser und Psychotherapie.
Wie bei anderen Erkrankungen kann es erforderlich sein, zunächst ein oder mehrere Behandlungsmethoden zu erproben, bevor die geeignetste Methode gefunden wird.
Es ist daher wichtig, sich nicht entmutigen zu lassen, wenn die erste Behandlungsmethode nicht gleich erfolgreich ist.

Bei Fragen zu diesem Thema wenden Sie sich gerne an Ihre(n) Arbeitsmediziner(in)!

Quelle: Initiative Arznei & Vernunft;