Kategorie: Arbeitsmedizin

Arbeitsmedizin

Bildschirmarbeit: Belastung der Augen reduzieren

Beobachten Sie bei sich selbst oder Ihren KollegInnen, wie Sie nach vorne gebeugt in den Computerschirm zu „kriechen“ scheinen? Die Rückenlehne wird nicht oder nur kaum verwendet, die Stirn legt sich in Falten und die Augen werden zusammengekniffen. Auf Dauer ist diese Körperhaltung extrem belastend für Nacken und Rücken.

Gehen Sie deshalb der Ursache nach:

  • Ist die Zeichengröße und Distanz zum Bildschirm richtig eingestellt?
  • Sind Sie Reflexionen und Blendungen ausgesetzt, wenn Sie richtig sitzen?
  • Ist die Bindehaut feucht genug? Denn ausreichend bzw. zu wenig Tränenflüssigkeit beeinflusst die Sehleistung!
  • Haben Sie eine verspannte Schulter-/Nackenmuskulatur? Machen Sie Bewegungspausen?
  • Ist Ihre Brille auf Ihre aktuelle Sehleistung eingestellt?

Bildschirmarbeit verursacht eine hohe Beanspruchung für das Auge. Lassen Sie Ihr Auge daher regelmäßig von fachkundigen Personen kontrollieren. Nähere Informationen über die Bildschirmbrille finden Sie unter den FAQ`s im Gesundheitsportal

Wärmende Lebensmittel für kalte Wintertage

Handschuhe, Haube, Schal und Rollkragenpulli… und Sie frieren trotzdem noch? Wenn es draußen kühl und nass ist und der Winter seinen Höhepunkt erreicht, können wir kalten Fingern und Zehen den Kampf ansagen, indem wir Nahrungsmittel zu uns nehmen, die uns von innen heraus wärmen.

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) ordnet sämtliche Lebensmittel in Anlehnung an das Prinzip von Yin (Kälte) und Yang (Hitze), sowie in Bezug auf ihre Thermik in fünf Gruppen ein. So werden kühlende, erfrischende, neutrale, wärmende und heiße Lebensmittel unterschieden, um unseren Wärmehaushalt, je nach Jahreszeit, entsprechend zu regulieren.

Wärmende Lebensmittel

Dabei spielen nicht nur das Aroma und der Geschmack eine Rolle, sondern auch die richtige Zubereitungsart. Kochen, dünsten und braten ist der Rohkost vorzuziehen. Im Winter zählen Suppen, Currys und Eintöpfe nicht zufällig zu den beliebtesten Speisen. Mit den richtigen Zutaten und Gewürzen versehen, helfen sie, die dunkle Jahreszeit gut zu überstehen und trotz niedriger Temperaturen gesund und fit zu bleiben.

Zum Glück feiern die traditionellen Wintergemüse wie Petersilienwurzel, Kohlsprossen, Rote Rüben, Pastinaken, diverse Kohl- und Krautsorten und natürlich Kürbis ein glänzendes Comeback.

Laut TCM empfehlenswert

  • Chili, Ingwer, Koriander, Zimt, Pfeffer, Muskat
  • Gegrilltes rotes Fleisch und Fisch, wie Kabeljau, Scholle, Sardellen, Thunfisch und Garnelen
  • Walnüsse, Pistazien, Pinienkerne, Erdnüsse
  • Zwiebel, Kürbis, Lauch, Kohlsprossen, Petersilienwurzel, Granatapfel, Kumquat, Dörrobst
  • Diverse Tees, heiße Getränke

Laut TCM weniger empfehlenswert

  • Estragon, Kresse, Salbei, Salz, Sojasauce
  • Ente, Gans, Pute, Truthahn, Austern, Tintenfisch
  • Cashewnüsse, Sonnenblumenkerne, Mungbohnen
  • Avocado, Brokkoli, Karfiol, Gurke, Tomate, Spargel, Spinat, Pilze, Ananas, Banane, Kiwi, Beeren

 Wärmende Getränke

Trotz der Verlockungen auf den Adventmärkten, Alkohol zur inneren Erwärmung zu trinken, sollte in der kalten Jahreszeit eher darauf verzichtet werden. Denn Beerenpunsch, Glühwein & Co sorgen nur kurzfristig für ein wohlig warmes Gefühl. Die durchblutungsfördernde Wirkung von Alkohol sorgt nämlich dafür, dass sich die Blutgefäße erweitern und der Körper die Wärme schneller wieder abgibt. Günstiger zur inneren Erwärmung sind hingegen Tee und heiße Schokolade, optimaler Weise mit speziellen Kräutern und Gewürzen versetzt. In China galt Tee lange Zeit als Arzneimittel, bis man begann, ihn rund um die Welt als Genussmittel zu trinken.

Auch heute noch spielt Tee eine wichtige Rolle in der TCM. Viele verschiedene Teesorten sind wunderbare Wärmespender, wie z.B. Ingwertee, die gerade im Winter zum Wohlbefinden beitragen und gesunden Genuss versprechen: Schwarz- und Grüntee ebenso wie Kräuter- und Früchtetees. Bei Trinkschokolade auf dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil achten, dann tun Sie zusätzlich Ihrer Gesundheit etwas Gutes. Die Kakaobohne enthält weit über 500 wertvolle Inhaltsstoffe. z.B. sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe (Flavonoide, Antioxidantien).

Sie wirken stark antioxidativ, sodass sie den Körper vor der zerstörerischen Wirkung der freien Radikale schützen können. Sie stärken und entlasten somit das Immunsystem. Aber auch beachtliche Mengen an Mineralstoffen wie Magnesium, Calcium, Kalium, Phosphor, Eisen und Kupfer finden sich in den kleinen Bohnen mit großer Wirkung.

Magnesium wirkt beispielsweise entzündungshemmend, fördert die Herzgesundheit, aktiviert über 300 Enzyme, entspannt unsere Muskulatur, lindert Kopfschmerzen etc.

Kräuter gegen die Kälte

Hautcremes, Körperöle und Lotionen mit wärmenden Inhaltsstoffen z.B. Chili-, Zimt- oder Rosmarinextrakt führen unserer Haut Wärme von außen zu. Kräuter wie Baldrian, Hopfen und Johanniskraut, aber auch duftende ätherische Öle, wirken wie Balsam auf unsere Seele und erwärmen unser Gemüt von innen. Im Winter lassen Hektik, Stress und das graue, kalte Wetter viele Menschen in ein Tief fallen. Diese melancholische Verstimmung samt dem konstanten Gefühl der Überforderung und Kraftlosigkeit wird in der Medizin als „Saisonal Abhängige Depression“ (SAD) bezeichnet und ist umgangssprachlich als „Winterdepression“ bekannt.

Doch auch dagegen bietet die Natur Abhilfe: zahlreiche Kräuter spenden dem Körper Wärme von innen und wirken so stimmungsaufhellend und können innere Unruhe und Nervosität vermindern. Der Einsatz von Kräutern für die Seele wie etwa Baldrian, Hopfen, Johanniskraut, Melisse und Lavendel hat zudem den Vorteil, dass kaum unerwünschte Wirkungen (z.B. Allergien, Hautreizungen,…) oder Gewöhnungseffekte auftreten. Ebenso kann die gezielte Anwendung von ätherischen Ölen auch bei der Bekämpfung von Stimmungstiefs und Antriebsschwäche äußerst effektiv sein. Öle von Kiefer, Zeder und Zypresse werden zur Entspannung eingesetzt, Zitrusöle von der Zitrone, Orange und Grapefruit wirken wiederum stimmungsverbessernd und stresslösend. Die Aufnahme ätherischer Öle kann wahlweise über Duftlampen, aber auch durch Einreiben, Bäder und Massagen erfolgen. Gerade bei Anwendungen auf der Haut kann man zusätzlich wärmende Inhaltsstoffe wie etwa Zimt, Rosmarin oder auch Chili einsetzen, um sowohl das körperliche wie auch das seelische Wohlbefinden zu steigern.

Beleuchtung am Arbeitsplatz

Für die Sehaufgabe ist eine gleichmäßig abgestufte und angemessene Beleuchtungsstärkeverteilung im gesamten Arbeitsbereich notwendig, da andernfalls das Auge eine ständige Umstellung auf die unterschiedlichen Lichtsituationen vornehmen muss – dies ist eine Zusatzbelastung für unsere Augen und führt damit zu einer schnelleren Ermüdung.

Anforderungen an eine gute Beleuchtung am Bildschirmarbeitsplatz:

  • Bildschirmaufstellung mit Blickrichtung parallel zur Fensterfront (Vermeidung von Reflexionen und Blendung)
  • Lichtbalkenanordnung möglichst seitlich vom Bildschirm (geringere Helligkeit beim Bildschirm, Vermeidung von Reflexionen der Lichtquelle am Bildschirm)
  • Im Umfeld sollen die „Helligkeitsabstufungen“ gleichmäßig sein, das Arbeiten am Bildschirm in extrem dunklen und sehr hellen Räumen oder Bereichen mit großen Helligkeitsunterscheiden ist für das Auge sehr anstrengend und ermüdend.
  • Büroarbeitsplätze mit Bildschirm benötigen im unmittelbaren Arbeitsbereich eine Beleuchtungsstärke von ~ 500 Lux
  • Bei zu großen Blendungen und Spiegelungen von außen ist ein Sonnen- und Blendschutz notwendig.

Bei Problemen und Fragen zum Thema Beleuchtung kontaktieren Sie bitte Ihre Präventivfachkraft.

Foto: Foto von Andrea Piacquadio von Pexels

Pandemie stärkt Stellenwert der Arbeitsmedizin

  • Die Arbeitsmedizin hat während der Pandemie bewiesen, wie groß der Beitrag betrieblicher Gesundheitskonzepte für den unternehmerischen Erfolg ist.
  • IBG-Präventionskonzepte und Impforganisation haben sich durchwegs bewährt. So wird Arbeitsmedizin und betriebliches Gesundheitsmanagement heute von Entscheidungsträgern stärker wahrgenommen als vor COVID-Zeiten.
  • Durch die erhöhte Nachfrage der Unternehmen wird der, seit langem bestehende, Mangel an Arbeitsmediziner*innen dramatisch erhöht. Anlaufende Imagekampagnen wichtiger Stakeholder werden erst langfristig wirksam.

Wien, 18.10.2021. Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner haben im Zuge der  Pandemiebekämpfung ihre Bedeutung für den wirtschaftlichen und gesundheitlichen Unternehmenserfolg unterstrichen. Zahlreiche Gesundheitsexpert*innen von IBG waren Mitglied in betrieblichen Krisenstäben und Arbeitsgruppen, die Präventions- und Impfkonzepte für Unternehmen entwickelten und deren Umsetzung begleiteten. Für IBG-Geschäftsführer Dr. Gerhard Klicka  haben die Erfahrungen der Krisenmonate Langzeitwirkung: „Erst durch die Pandemie haben viele Unternehmen erkannt, was Arbeitsmedizin und betriebliches Gesundheitsmanagement für den unternehmerischen Erfolg leisten können.“

Akuter Expert*innenmangel

Die Perspektiven betrieblicher Gesundheitsvorsorge sind aber nicht nur positiv. IBG-Geschäftsführer Klicka verweist auf ein lange bekanntes, aber immer drängenderes strukturelles Problem: „Wir haben in Österreich deutlich zu wenig Arbeitsmediziner*innen“. Durch den gesteigerten Betreuungsbedarf sei es nicht mehr möglich, der Nachfrage der Unternehmen nachzukommen: „Wir müssen Anfragen ablehnen.“ Die laufende Image-Kampagne von AUVA, Ärztekammer und Ministerien, die um mehr Arbeitsmediziner*innen wirbt, käme „zwar spät. Aber es ist wichtig, den Expert*innen-Mangel nach außen zu tragen.“

INTERVIEW:
„Die Arbeitsmedizin ist aus ihrem Schatten getreten“

Der Geschäftsführer von Österreichs größtem Dienstleister auf dem Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, Dr. Gerhard Klicka, erzählt von seinen Erfahrungen während der Pandemie, der neuen Wertschätzung durch Firmenchefs und den fehlenden Fachkräften in seiner Branche. 

Herr Klicka, wie verlief die Pandemie bisher für IBG und ihre Kunden?

Wir waren selbst betroffen. Der Großteil unserer Mitarbeiter*innen wechselte ins Homeoffice, in den ersten Phasen gab es auch Kurzarbeit, weil auch unsere Kunden ihre Unternehmen schließen mussten. Die Situation hat sich aber sehr rasch gewandelt.

Inwiefern?

Die Nachfrage nach medizinischer Expertise ist in den Unternehmen explosionsartig gestiegen. Vielen Führungsebenen wurde erst mit den Bedrohungsszenarien von Covid bewusst, dass der Arbeitsmediziner und die Arbeitsmedizinerin in seinem Haus über wichtige Kompetenzen für den Erfolg seines Unternehmens verfügen.

Wie hat sich dies im Krisenalltag geäußert?

Es wurden Dinge möglich, die wir seit langem einmahnen: Betriebliche Gesundheit ist Chefsache. Unsere Mediziner*innen waren durch die zu lösenden Probleme auf Augenhöhe mit der Managementebene und wurden gehört. Sie haben wichtige und entscheidende Rollen eingenommen. Und sie haben vor Augen geführt, welche Maßnahmen wichtig sind oder wie Pandemiepläne in den Firmen umgesetzt werden sollen.

Die Krisenstimmung hat sich in der Wirtschaft angesichts guter Konjunkturdaten gelegt. Was bleibt?

Das Problem schafft das Bedürfnis. Aber ich bin überzeugt, dass die positive Rolle, die unsere Arbeitsmediziner*innen in den harten Monaten der ersten, zweiten und dritten Welle gespielt haben, in den Köpfen der Entscheidungsträger bleibt. Betriebliches Gesundheitsmanagement ist für den Erfolg jeden Unternehmens wichtig. Und das wurde mit Corona auf allen Ebenen sichtbar. Die Arbeitsmedizin ist aus ihrem Schatten getreten. Das macht auch das Bild der Arbeitsmedizin attraktiv.

Welche Rolle haben die IBG-betreuten Betriebe in den Impfplänen gespielt?

Ich behaupte eine sehr wichtige. In den Bundesländern haben wir tausende von Menschen in den Betrieben geimpft. In Linz und Lenzing haben die IBG-Gesundheitszentren eigene große Impfstraßen aufgebaut, die rasch und unbürokratisch gehandelt haben. Die Impfstoffe wurden von den Bundesländern geliefert, wir haben die Verabreichung organisiert. Nur in Wien sind die Impfungen zentral von der Stadt geregelt worden.

Wird Corona im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements nachwirken?

Ich gehe fest davon aus, dass sich die neue Wahrnehmung unserer Kompetenzen und Anliegen deutlich verfestigt. Mit Ausklingen der Krise werden Themen wie Fachkräftemangel in vielen Betrieben wieder drängend. Ich bin überzeugt, dass unsere Rezepte für die gesunde Weiterbeschäftigung von Ü50-jährigen und gesundheitsgerechtes Management diese Nöte lindern werden. Aber davor ist es nötig, unseren eigenen Expert*innen-Mangel zu beheben.

Was meinen Sie damit?

In meinem Unternehmen kann ich sofort 5 Arbeitsmediziner*Innen neu aufnehmen. Österreichweit fehlen rund 1000 Ärztinnen und Ärzte, die diesen Bereich abdecken könnten. Ich kann Anfragen von Unternehmen nicht mehr nachkommen, weil ich zu wenige Leute habe. Und dies entwickelt sich in der ganzen Branche zu einem essenziellen Problem: Wir können als Dienstleister nicht mehr dem gesetzlichen Auftrag der Unternehmen im Rahmen des Arbeitnehmer*innenschutz-Gesetzes nachkommen.

AUVA, Ärztekammer und die beiden Ministerien die Bundesministerien für Arbeit sowie für Soziales, Gesundheit, und Konsumentenschutz lancieren soeben eine Kampagne, um Berufseinsteiger und erfahrene Mediziner*innen für die Arbeitsmedizin zu gewinnen. Ihre Meinung dazu?

Natürlich kann ich dies nur begrüßen. Ich hätte mir die Maßnahmen nur früher gewünscht. Ich hoffe sehr, dass sich die Wahrnehmung gegenüber diesem extremen Fachmediziner*innen-Mangel bessert.

Welche Maßnahmen setzt die IBG selbst, um den Personalbedarf zu decken?

Ich pilgere seit Jahren mit dieser Fragestellung von Institution zu Institution. Die Resonanz blieb überschaubar. Jetzt bin ich optimistisch, dass das Problem ernstgenommen wird. Konkret bieten wir Interessenten an, die Ausbildungskosten zum/zur Arbeitsmediziner*in zu übernehmen sowie einen berechenbaren und verlässlichen Arbeitsplatz bei großer persönlicher Unabhängigkeit präsentieren zu können. Und durch den Nachfrageüberhang hat sich auch die Entgeltfrage für Arbeitsmediziner*innen deutlich verbessert.

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit 165 Mitarbeiter*innen, davon 70 Arbeitsmediziner*innen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagement. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

Ansprechpartnerin: Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 (676) 38 49 022, Email presse@ibg.at I office@fabelhaft.biz

Infekte vermeiden

Dank der Corona-Schutzmaßnahmen gab es die letzten eineinhalb Jahre keine Grippewelle. Jetzt sind wieder Erkältungs- und Grippe-Viren unterwegs. Die sollten wir keineswegs unterschätzen.

Häufig fängt es mit Halsschmerzen, Husten und Schnupfen an. Dazu kommen Kopf- und Gliederschmerzen sowie eventuell Fieber.

Ein allgemeines Krankheitsgefühl breitet sich aus. Atemwegsinfektionen gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten und haben insbesondere in der nasskalten Jahreszeit Hochsaison.

Wussten Sie, dass . . .

  • es über 100 verschiedene Virustypen gibt, die eine Erkältung auslösen können und diese nicht mit der echten Grippe (Influenza) zu verwechseln sind, welche durch Influenzaviren verursacht wird?
  • bei einer Erkältung die verstopfte oder rinnende Nase am meisten stört gefolgt von Halsschmerzen, Husten und Gliederschmerzen?
  • durchschnittlich 50 Papiertaschentücher pro Erkältung verbraucht werden?

 Gründe für gehäufte Krankheitsfälle

Die Ansteckungsgefahr nimmt vor allem in der kalten Jahreszeit zu, weil viele Viren die Kälte lieben. Nicht nur in dicht gedrängten U-Bahnen, auch allein schon beim Niesen eines Arbeitskollegen oder des Partners werden Millionen von Viren durch die Luft geschleudert, und es kommt zu einer Übertragung innerhalb von Sekunden.

Sogar beim Sprechen und Husten werden kleinste Tröpfchen gebildet, die Keime enthalten und so von Person zu Person wandern.

Weiterhin sind trockene Schleimhäute durch eine niedrige Luftfeuchtigkeit, nicht entsprechende Kleidung oder unausgewogene Ernährung mögliche Gründe für Infekte.

Gesund in die kalte Jahreszeit

Hand und Fuß

Die Handfläche bietet ideale Lebensbedingungen für Bakterien, die beim Händeschütteln von Hand zu Hand wandern. Ebenso können kalte Füße für eine Erkältung förderlich sein. Waschen Sie Ihre Hände mehrmals täglich mit Seife, auch zwischen den Fingern, Desinfektionsmittel sind in der Regel nicht erforderlich.

  • Niesen und Husten Sie nicht in Ihre Hand, besser in die Ellenbeuge oder in ein Einmaltaschentuch.
  • Führen Sie in Ihrer Abteilung in den „Erkältungsmonaten“ andere wertschätzende Begrüßungsrituale – anstatt Händeschütteln – ein, sofern Sie diese nicht schon seit den letzten Monaten praktizieren.
  • Achten Sie auf warme, trockene Füße.

Handwerkszeug

  • Trinken Sie ausreichend Wasser oder Tee und lüften Sie regelmäßig.
  • Verwenden Sie Einmaltaschentücher statt Stofftaschentücher.

Abwehrkräfte

Stärken Sie Ihre Abwehrkräfte, indem Sie . . .

  • ausreichend Vitamine in Form von Obst und Gemüse zu sich nehmen,
  • sich – angemessen gekleidet – regelmäßig im Freien bewegen.

Husten Sie der Erkältung etwas, lassen Sie sich gegen die echte Grippe impfen und achten Sie in den kalten Monaten gut auf sich.

Und falls es Sie doch erwischt: Gönnen Sie sich ausreichend Ruhe und Flüssigkeit.

10 gute Gründe, warum Impfen sinnvoll ist

Praktisch alle Expert*innen sind sich einig. Die positiven Effekte der Corona-Schutzimpfung sind für die Gesellschaft und für die Individuen höher, als die damit verbundenen Risiken.
Wir haben daher zehn gute Gründe zusammengefasst, warum das Impfen sinnvoll ist:

  1. Sie sind geschützt.
  2. Sie schützen Menschen in Ihrer Umgebung.
  3. Sie schützen die Gesellschaft.
  4. Sie schützen sich vor Long Covid.
  5. Schwere Impfreaktionen sind extrem selten.
  6. Bei der Impfung gibt es keine Langzeitrisiken – die Erkrankung ist voll davon.
  7. Fast alle Menschen können geimpft werden.
  8. Sie haben die Wahl: Infektion oder Impfung.
  9. Die Impfung kostet nichts, die Folgen einer Erkrankung können sehr teuer sein.

Hier finden Sie diese Gründe auch mit etwas längeren Erklärungen

IBG unterstützt die Ziele und Anliegen dieser Initiative nicht zuletzt auch dadurch, dass IBG Arbeitsmediziner*innen bei der Impfung in den Betrieben eine aktive Rolle einnehmen.

 

Kampagne für die Suche nach Arbeitsmediziner*innen

Die Unfallversicherung AUVA, Ärztekammer und die Bundesministerien für Arbeit sowie für Gesundheit haben eine Kampagne gestartet. Das Ziel, mehr Arbeitsmediziner*innen zu finden. Eine Offensive, die Berufseinsteiger*innen ebenso wie erfahrene Mediziner*innen für diese Spezialisierung interessieren soll. Nach Schätzung von Experten der Österreichischen Akademie für Arbeitsmedizin (AAMP) gibt es aktuell rund 1000 aktiv tätige Arbeitsmediziner*innen in Österreich, um rund 500 zu wenig. Ohne Gegenmaßnahmen wächst diese dramatische Lücke jährlich um weitere 100 Arbeitsmediziner*innen. Nun soll bis Ende 2024 über Informationsangebote und Kommunikationsmaßnahmen in ganz Österreich die Zahl ausgebildeter Arbeitsmediziner*innen an den Bedarf herangeführt werden. Mit der Umsetzung dieser Offensive wurde die AAMP beauftragt. Den Startpunkt markiert der Launch des Online-Informationsportals www.arbeitsmedizin-info.at