Kategorie: Arbeitsmedizin

Arbeitsmedizin

Besser schlafen, besser arbeiten.

Schlaf ist die Grundlage für unsere körperliche Stabilität und psychische Leistungsfähigkeit. Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend, im Idealfall bis zu acht Stunden pro Tag.

Doch immer mehr Menschen klagen über Schlafstörungen und so ist nicht für alle Schlafen mit angenehmen Gefühlen verbunden. Tatsächlich gehören Schlafstörungen – neben Kopfschmerzen – zu den am weitest verbreiteten psychosomatischen Beschwerden.

Aktuelle europäische Daten zeigen, dass sie enorme volkswirtschaftliche Kosten verursachen. Denn nach 48 Stunden ohne Schlaf leidet die Konzentrationsfähigkeit so sehr, dass selbst alltägliche Dinge nur mit Schwierigkeiten erledigt werden können.
Wie erholt wir uns am nächsten Tag fühlen, hängt nicht nur von der Schlafdauer, sondern auch von der Schlafqualität ab.

Aber was macht eigentlich einen guten Schlaf aus?
Was kann ich selbst zu einem guten Schlaf beitragen?
Was sind mögliche Ursachen für Schlafprobleme?

Als Beratungsunternehmen möchten wir Sie dabei unterstützen, das Thema „Gesunder Schlaf“ gezielt in ihre betriebliche Gesundheitsstrategie zu integrieren.
Denn Schlaf ist ein zentraler, oft unterschätzter Faktor für Leistungsfähigkeit, mentale Gesundheit und langfristige Mitarbeiter:innenzufriedenheit 
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Unser Angebot

  • Fachvorträge und Workshops
  • Individuelle Analysen und praxisnahe Trainingsprogramme
  • Führungskräfte-Sensibilisierung
  • Q&A Sessions
  • Handouts, Factsheets und Tipps
  • Langfristige Präventionskonzepte

Vorteile und Nutzen für Ihr Unternehmen

  • Höhere Produktivität und Konzentration
  • Prävention senkt langfristig Fehlzeiten und bringt direkte wirtschaftliche Vorteile
  • Mehr Sicherheit am Arbeitsplatz
  • Besseres Stressmanagement und Resilienz
  • Motivationssteigerung und stärkere Bindung ans Unternehmen

Investitionen in gesunden Schlaf zahlen sich doppelt aus – für die Mitarbeitenden (Gesundheit, Lebensqualität) und für das Unternehmen (Leistung, Kosten, Kultur).

Gerne erstellen wir für Sie ein unverbindliches und individuelles Angebot (je nach Stundenkontingent kann auch die arbeitspsychologische Einsatzzeit herangezogen werden). Kontaktieren Sie dazu bitte unser Kundenservice unter kundenservice@ibg.at oder telefonisch unter 01/524 37 51-14.
Bild: Prostock-studio

brandaktuell

IBG-Arbeitsmediziner und Leiter des Bereiches Gesunde Arbeitszeiten, Helmut Stadlbauer,  warnt im kürzlich erschienene Beitrag auf Brandaktuell: „Wecker und Zeitumstellung stören den circadianen Rhythmus und können Stress, Schlafprobleme und Leistungsabfall verursachen. Er empfiehlt arbeitsmedizinisch sinnvollere, flexible Arbeitszeiten, die sich stärker an der inneren Uhr orientieren.“

Stadlbauer betont, dass abruptes Aufwecken durch den Wecker den Körper in einem unnatürlichen Zustand aus dem Schlaf reißt, was langfristig Stressreaktionen begünstigen kann. Besonders kritisch sieht er die jährliche Zeitumstellung im Frühjahr, die zu einem „Mini-Jetlag“ führt und Schlafdefizite sowie Konzentrationsprobleme verstärkt.  Aus arbeitsmedizinischer Sicht plädiert er daher für gesündere Arbeitszeitmodelle, die stärker auf individuelle Biorhythmen Rücksicht nehmen. Flexible Arbeitszeiten und ein bewusster Umgang mit Schlaf könnten wesentlich zur Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Beschäftigten beitragen.

Experte: Helmut Stadlbauer

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Sicherheit am Arbeitsweg

Österreichweit ist es in den letzten Jahren zu einem Rückgang an Arbeitsunfällen bei gleichem Niveau an Verkehrsunfällen, die ca. jeden 10.  Arbeitsunfall betreffen, gekommen. An der TU Wien standen im Jahr 2021 bei den registrierten Unfällen die Wegunfälle mit ca. 45% im Vordergrund.

Ein sicherer Arbeitstag beginnt schon am Weg dorthin, ob als Fußgänger:in, Radfahrer:in oder E-Scooterfahrer:in. Wege- und Mobilitätsunfälle ereignen sich am Weg zur bzw. von der Arbeit, und auf öffentlichen oder nicht öffentlichen Verkehrsbereichen und Betriebsflächen z.B. bei Nutzung des Fahrrades zwischen den TU Gebäuden.

Beachten Sie die folgenden Hinweise, um Ihre Sicherheit am Arbeitsweg zu erhöhen:

  • Wählen Sie Ihr bevorzugtes Verkehrsmittel (Fahrrad, E-Scooter, U-Bahn) täglich flexibel: Müdigkeit steigert nicht nur während langer Arbeit an Maschinen, sondern auch am Weg nach Hause z.B. mit dem Scooter oft das Unfallrisiko.
  • Prüfen Sie regelmäßig die technische Sicherheit von Fahrrad und E-Scooter gemäß gesetzlichen Vorgaben, v.a. Bremsen und Licht!
  • Starten Sie gut informiert und machen Sie sich mit Vorschriften zur Verkehrssicherheit Ihres Verkehrsmittels wie Vorrangregeln, Verhalten an Kreuzungen vertraut.
  • Tragen Sie am Fahrrad oder E-Scooter stets einen gut passenden Schutzhelm und schützen Sie sich so vor Kopfverletzungen, gerade bei rutschigen Fahrbahnverhältnissen wie bei Regen oder Schneefall.
  • Wählen Sie ergonomische Tragehilfen wie Rucksäcke, um auf unerwartete Ereignisse am Weg schnell und sicher reagieren zu können.
  • Fahren Sie vorausschauend und nehmen Sie Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer:innen.

Kommen Sie sicher an Ihr Ziel!

DiePresse

Wieder einmal sorgt die Zeitumstellung für Schlagzeilen – und für das altbekannte „Raunzen“. Experten warnen regelmäßig vor gesundheitlichen Folgen wie Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen oder einem gestörten Biorhythmus, da schon eine Stunde Verschiebung die innere Uhr aus dem Takt bringen kann.

Experte: Helmut Stadlbauer

Autorin: Rosemarie Schwaiger

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Kurier

Im Interview mit der KURIER-Redakteurin Gabriele Kuhn erklärt der Arbeitsmediziner Helmut Stadlbauer, dass die Zeitumstellung nicht alle Menschen gleich trifft. Vor allem „Spättypen“ und Jugendliche leiden unter zu frühen Startzeiten, da ihre innere Uhr später getaktet ist – mit Folgen wie Müdigkeit, geringerer Konzentration und langfristigem Schlafmangel.

Stadlbauer spricht sich daher für flexiblere Modelle wie spätere Schulbeginne oder Gleitzeit aus. Diese könnten Leistung, Wohlbefinden und Gesundheit deutlich verbessern. Grundsätzlich plädiert er dafür, Arbeits- und Schulzeiten stärker an den biologischen Rhythmus anzupassen.

Experte: Helmut Stadlbauer

Autorin: Gabriele Kuhn

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DerStandard

Im Interview mit Der Standard erklärt IBG-Experte Helmut Stadlbauer gegenüber Redakteurin Anika Dang, dass die Umstellung auf die Sommerzeit den biologischen Rhythmus vieler Menschen erheblich stört. Besonders Spättypen leiden unter dem „sozialen Jetlag“, der durch zu frühe Arbeits- und Schulzeiten verstärkt wird. Stadlbauer warnt vor gesundheitlichen Folgen wie Schlafmangel, Stress und langfristigen Erkrankungen und plädiert für ein Ende der Zeitumstellung sowie für arbeits- und schulpolitische Anpassungen. Provokant formuliert sieht er im Wecker selbst ein Gesundheitsrisiko, da echter Erholungsschlaf nur ohne künstliches Aufwachen möglich sei.

Experte: Helmut Stadlbauer

Autorin: Anika Dang

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Winterzeit Zeitumstellung

Zeitumstellung: Arbeitsmedizin sieht weiterhin gesundheitliche Nachteile

Die wichtigsten arbeitsmedizinischen Aspekte im Überblick:

  • Schlaf und Biorhythmus: Die Umstellung im Frühjahr ist laut Studien mit Schlafmangel und einer Verschiebung der inneren Uhr („sozialer Jetlag“) verbunden.
  • Leistungsfähigkeit: Kurzfristig kann es zu Konzentrationsproblemen und verminderter Leistungsfähigkeit im Arbeitsalltag kommen.
  • Dauerhafte Sommerzeit kritisch: Vor allem im Winter würden viele Menschen dauerhaft in der Dunkelheit in den Tag starten – mit möglichen negativen Folgen für Wohlbefinden und Produktivität.

Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass die Umstellung im Frühjahr den biologischen Rhythmus stört und die Anpassung mehrere Tage in Anspruch nehmen kann.

„Die innere Uhr orientiert sich am Tageslicht. Die Zeitumstellung kann diese natürliche Regulation stören und sich negativ auf Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit auswirken“, erklärt Arbeitsmediziner Helmut Stadlbauer (IBG). Besonders betroffen seien bei der Umstellung im Frühjahr die späten Chronotypen („Eulen“), im Herbst bei der Rückstellung die Frühaufsteher („Lerchen“). Bestehende Schlafstörungen könnten verstärkt werden.

Auch die häufig genannten Vorteile längerer heller Abende würden die gesundheitlichen Effekte nur teilweise ausgleichen. Flexible Arbeitszeitmodelle könnten zwar unterstützen, änderten jedoch nichts an der grundsätzlichen Verschiebung zwischen biologischer und sozialer Zeit.

IBG spricht sich daher weiterhin für die Beibehaltung der Normalzeit (Winterzeit) aus. Diese entspricht eher dem menschlichen Biorhythmus und bietet bessere Voraussetzungen für Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

Cholesterin: Was ist das eigentlich?

Haben Sie gewusst, dass jede/r zweite ÖsterreicherIn zu hohe Cholesterinwerte im Blut hat? Es wird sowohl durch die Nahrung zugeführt, als auch vom Körper selbst in der Leber hergestellt. Cholesterin ist ein Bestandteil der Zellen und ein lebenswichtiger fettähnlicher Stoff, den der Körper für die Produktion anderer Stoffe benötigt, so z.B. für die Gallensäure, Hormone oder Vitamin D. Cholesterin, vor allem das „böse“ LDL-Cholesterin, gehört zu den Hauptrisikofaktoren für Herzkrankheiten, Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Wie können Sie sich vor „schlechten“ Cholesterinwerten schützen?

  • Durch regelmäßige körperliche Aktivität erhöhen Sie das „gute“ HDL-Cholesterin u. schützen Herz und Gefäße.
  • Ersetzen Sie arterienschädigende gesättigte Fettsäuren (z.B. Fleisch, Butter, Käse) gegen arterienfreundliche ungesättigte Fettsäuren (z.B. Olivenöl, Nüsse, Fisch).
  • Essen Sie kaloriengerecht bzw. achten Sie auf Ihr Körpergewicht.
  • Erhöhen Sie den Ballaststoffanteil der Nahrung (z.B. durch Nüsse, Samen oder frisches Obst).
  • Auch Stressreduktion kann sich positiv auf Ihre Cholesterin-Werte auswirken.

Cholesterin hält den Schutzmantel von Zellen flexibel und ist damit ein Grundbaustein des Lebens. Durch bewusste Ernährung können Sie das „böse“ Cholesterin senken und durch regelmäßige Bewegung das „gute“ Cholesterin erhöhen.

 

 

 

Die Wahrheit über Salz

Salz ist  für uns lebensnotwendig, wie z.B. für die Regelung des Wasserhaushalts und die Reizübertragung von Muskel- und Nervenzellen.

Der Körper eines Erwachsenen enthält etwa 150 bis 300 Gramm Speisesalz und benötigt täglich ein bis drei Gramm zum Ausgleich des Verlusts durch  Schweiß und Ausscheidungen.

Der empfohlene Höchstwert der WHO beträgt 5g/Tag, das entspricht einem Teelöffel Salz. In der Regel aber übersteigt der Salzkonsum den Bedarf um ein Vielfaches, wobei anzumerken ist, dass eine aktuell veröffentlichte  Studie vom August 2018 an 95.000 Menschen zeigt, dass ein moderater Verzehr von 5-10g (1-2 Teelöffel) anzustreben und auch realistisch umzusetzen ist. Wer einen hohen Blutdruck hat, soll aber weiterhin salzarm essen.

Hier einige Tipps für die Reduktion von Salz:

  • Achten Sie auf „verstecktes Salz“, dieses findet sich z.B. in Fertiggerichten, Fleisch- und Wurstwaren, Brot und Käse; Instantsuppen enthalten besonders viel Salz.
  • Versuchen Sie so oft es geht, Ihre Speisen selbst zuzubereiten und sparsamer zu salzen.
  • Salz verstärkt zwar den Geschmack, was aber nicht bedeutet, dass es die Gerichte geschmackvoller macht. Gerichte kann man mit Gewürzen und frischen Kräutern schmackhafter machen.

 

 

Ärzt:innenteam im Meeting

Ärztliche Leitung Arbeitsmedizin (Linz)

Offene Stelle: Ärztliche Leitung Arbeitsmedizin (m/w/d)


Einsatzort

Linz, Oberösterreich

Beginn
ab sofort

Vertrag
Anstellung (30-40 Wochenstunden)

Es erwartet Sie ein Einstiegsgehalt von mindestens EUR 130.000 (Vollzeit brutto p.a.).
Die tatsächliche Bezahlung ist von der jeweiligen Qualifikation bzw. Berufserfahrung abhängig.

Ihre Aufgaben

  • Gesamtverantwortung für die medizinische und organisatorische Leitung des
    arbeitsmedizinischen Zentrums
  • Weiterentwicklung bestehender Leistungen sowie Mitgestaltung strategischer Schwerpunkte
  • Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen arbeitsmedizinischen Betreuung von
    Unternehmen unterschiedlicher Branchen
  • Schnittstellenfunktion zu Kund:innen, Kooperationspartner:innen und Behörden
  • Repräsentation des Zentrums nach innen und außen

Ihr Anforderungsprofil

  • Abgeschlossene Ausbildung als Arzt/Ärztin mit Jus Practicandi
  • Arbeitsmedizin-Diplom von Vorteil
  • Mehrjährige Berufserfahrung
  • Erfahrung in der Führung von Teams wünschenswert
  • Sehr gute organisatorische und kommunikative Fähigkeiten
  • Hohe soziale Kompetenz sowie wertschätzender Führungsstil

Wir bieten Ihnen

  • Eine verantwortungsvolle Leitungsfunktion mit langfristiger Perspektive
  • Strukturierte Übergabe und schrittweise Übernahme der Verantwortlichkeiten
  • Geregelte Arbeitszeiten ohne Nacht- und Wochenenddienste
  • Gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben
  • Zusammenarbeit mit einem engagierten und qualifizierten Team
  • Ein interessantes Arbeitsumfeld mit verschiedensten Branchen
  • Sozialleistungen wie z.B. eine 6. Urlaubswoche, Prämien, etc.

Über uns
Derzeit sind über 80 Ärztinnen und Ärzte im Dienste von IBG an fünf Standorten
für mehr als 315 Betriebe in Österreich tätig.

Für nähere Details und Informationen zu allen IBG Benefits
besuchen Sie bitte unsere Karriereseite.

Wenn Sie Interesse an einer leitenden Funktion mit medizinischer und organisatorischer Verantwortung haben und die Weiterentwicklung eines arbeitsmedizinischen Zentrums aktiv mitgestalten möchten, freuen wir uns über Ihre aussagekräftige Bewerbung.

Kontakt
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung mit Lebenslauf
an Frau Mandy Sandhu, personal@ibg.at


Angina Pectoris: Wenn die Brust schmerzt

Brustschmerzen, Engegefühl und Atemnot können Anzeichen für eine Erkrankung des Herzens sein.  Der medizinische Begriff für diese Symptome lautet Angina Pectoris und bedeutet – aus dem Lateinischen übersetzt – „Enge in der Brust“.

Welche Ursachen und Folgen hat eine Angina Pectoris?

Angina Pectoris ist häufig der erste spürbare Hinweis auf eine koronare Herzkrankheit. Verkalkte Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen, sogenannte Arteriosklerose, verursachen Engstellen, die den Blutfluss behindern. Diese Minderversorgung des Herzens von Blut und Sauerstoff ist zu Beginn der Erkrankung nur bei körperlicher Belastung spürbar, die Schmerzen und das Engegefühl lassen in Ruhe wieder nach. Man spricht dann von einer „stabilen Angina Pectoris“.

Bei einer „instabilen Angina Pectoris“ treten die Beschwerden bereits im Ruhezustand auf. In diesem Fall ist ein Herzkranzgefäß deutlich verengt und die Versorgung des Herzens mit Blut und Sauerstoff ist stark beeinträchtigt.

Ist ein Herzkranzgefäß durch Ablagerungen vollständig verschlossen, ist die Folge ein Herzinfarkt. Durch die Minderversorgung mit Sauerstoff stirbt der entsprechende Bereich des Herzmuskels ab. Übersteigt dieses Areal eine kritische Größe, kann der Herzmuskel seine erforderliche Pumparbeit nicht mehr leisten und die Sauerstoffversorgung der Organe ist nicht mehr möglich – eine lebensbedrohliche Situation entsteht.

Wie wird eine Angina Pectoris festgestellt?

  • Belastungs-EKG: Die erste Untersuchung bei Verdacht auf Angina Pectoris ist die Ergometrie, ein EKG unter körperlicher Belastung, z. Bsp. Fahrradfahren. So lässt sich feststellen, ob der Herzmuskel unter Anstrengung ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.
  • Echokardiographie: Im Ultraschall kann die Funktion des Herzmuskels, der -kammern und der -klappen beurteilt werden.
  • Stress MRT: durch Verabreichung von Medikamenten wird die Herzfrequenz gesteigert, also Stress induziert und mittels MRT Aufnahme werden Durchblutungsstörungen des Herzens sichtbar gemacht.
  • Koronar-Angiographie: Über eine Vene wird Kontrastmittel in die Herzkranzgefäße injiziert, so kann mit der Röntgenkontrastaufnahme der Gefäßstatus mit Verengungen exakt dargestellt werden.
  • Myokardszintigraphie: Radioaktive Substanzen werden über das venöse Gefäßsystem injiziert, so werden mit einer speziellen Kamera minderdurchblutete Areale sichtbar gemacht.

Wie kann eine Angina Pectoris behandelt werden?

Medikamente (Betablocker, Kalziumkanalblocker und Nitrate) können bei einer stabilen Angina Pectoris die Beschwerden im Alltag verringern. Sollte diese medikamentöse Therapie nicht ausreichen, wird mit einem operativen Eingriff – sog. Herzkatheter – versucht, das verengte Herzkranzgefäß mittels Ballonkatheter oder „Stent“ (röhrenförmiges Gitternetz aus Kunststoff oder Metall) zu erweitern. Eine Bypass-Operation ist erforderlich, wenn ein Gefäß langstreckig verengt ist oder mehrere Gefäße betroffen sind. Bei diesem operativen Eingriff wird ein Gefäß von einer anderen Stelle des Körpers entnommen und als „Umgehung“ für das verengte Herzkranzgefäß implantiert.

Was Sie für Ihre Herzgesundheit tun können

Studien belegen eindeutig, dass ein gesunder Lebensstil das Risiko für Herzerkrankungen deutlich reduziert. Folgende Risikofaktoren können Sie durch Änderung Ihres Lebensstils beeinflussen:

  • Bluthochdruck
  • Rauchen
  • Starkes Übergewicht
  • Erhöhte Blutfette
  • Diabetes
  • Stress

In der Vorsorgeuntersuchung liegt ein Schwerpunkt im Screening von Herz-Kreislauf-Risikofaktoren. In Österreich sind Herz-Kreislauferkrankungen mit 34% noch immer führend in der Statistik der Todesursachen. Sorgen Sie mit Ihrer regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung vor!

Einen sehr hohen Stellenwert in der Herzgesundheit hat das Ausdauertraining. Moderates Ausdauertraining ist begleitend zur medikamentösen Therapie eine fixe Behandlungssäule bei Herz- Kreislauferkrankungen.

Die Vorteile des Ausdauertrainings für Ihr Herz:

  • der Ruhepuls sinkt und bewirkt höhere Leistungsfähigkeit des Herzmuskels
  • Bessere Durchblutung des Herzes bewirkt eine optimale Sauerstoffversorgung der Herzmuskelzellen
  • Senkt den Blutdruck
  • Senkt die Blutfettwerte
  • Verringert Übergewicht – weniger Fettgewebe verringert Entzündungsbotenstoffe im Körper, die Herz-Kreislauferkrankungen begünstigen.

Nehmen Sie Ihre Herzgesundheit in Ihre Hand! Studien zeigen, dass Sie mit der Änderung Ihres Lebensstils und regelmäßigem Ausdauertraining Ihre Lebensqualität steigern können und Ihr Risiko für Erkrankungen wie Hypertonie, koronare Herzerkrankung und Herzinfarkt deutlich sinkt.