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Autor: Renate Ruhaltinger-Mader

Human Works mit Themenschwerpunkt Künstliche Intelligenz

02. Juli 2019. Heute erscheint die neue Ausgabe der Human Works mit dem Themenschwerpunkt  „Künstliche Intelligenz“.

Wir sollten nicht zu klein denken und uns ruhig Visionen erlauben. Intelligente Maschinen könnten uns monotone, körperlich überfordernde Arbeit abnehmen und uns die Chance auf ein sinnerfülltes und selbstbestimmtes Leben eröffnen. Menschliche Arbeit machen wir dann vorwiegend aus Freude am Tun. Lesen Sie im Leitartikel dieser Ausgabe über die Potenziale von künstlicher Intelligenz in der Arbeitswelt.

Best Practice Beispiele aus Österreich. In dieser Ausgabe wollen wir Ihnen wieder unterschiedlichste Best Practice Beispiele aus Österreich präsentieren, die sich nachhaltig mit Themen aus dem betrieblichen Gesundheitsmanagement beschäftigen.

 

Mehr zum Thema

Zur Human Works-Ausgabe

Hitzewelle: So können Arbeitgeber ihre MitarbeiterInnen schützen

Wien, 19.6.2019 „Für den Sommer 2019 liegt die Wahrscheinlichkeit für überdurchschnittliche Temperaturen bei fast 70%. In etwa 20% der Fälle kommt es zu durchschnittlichen Temperaturen und die verbleibenden 5% entfallen auf unterdurchschnittliche Temperaturen“, heißt es in der Saisonprognose des ZAMG bis August 2019.

  • Die Leistungsfähigkeit und die Konzentration lassen an heißen Tagen deutlich nach.
  • Die Qualität der Arbeit sinkt.
  • ArbeitgeberInnen können Gesundheit und Produktivität ihrer MitarbeiterInnen durch leicht durchführbare Maßnahmen stärken.

In der Baubranche können ArbeitgeberInnen ihren MitarbeiterInnen seit 1. Mai 2019 ab 32,5 Grad freigeben. Die dabei entstehenden Kosten werden von der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse BUAK übernommen (« 60er »). Aus arbeitsmedizinischer Sicht sollte es diese Regelung für alle Branchen geben. Denn Hitze hat starke Auswirkungen auf Gesundheit und Sicherheit der arbeitenden Person. Das Verhalten von Menschen bei hohen Temperaturen ist sehr unterschiedlich. Die Auswirkungen können bei ein- und derselben Person von einem Tag zum anderen schwanken.

Anbei ein paar Tipps, wie Gesundheit und Produktivität an Hitzetagen geschützt werden können:
Was der Dienstgeber bei großer Hitze tun kann

  • Bereitstellung geeigneter alkoholfreier Getränke
  • Abschattung vor direkter Sonneneinstrahlung
  • Abkühlung in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden nützen
  • Lockerung eventueller Bekleidungsvorschriften
  • Bereitstellen von Ventilatoren
  • Organisatorische Maßnahmen – zusätzliche Pausen, Verlagerung der Arbeitszeit,
    Mittagshitze meiden

Für Büros mit Klimaanlage

  • Sollte die Raumtemperatur in Büros zwischen 19° und 25° betragen.
  • Muss eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40% und 70% gewährleistet sein.
  • Bei Arbeiten mit normaler körperlicher Belastung, wie bei häufigem Stehen, sollte die Raumtemperatur zwischen 19° und 24° liegen.

Stehen keine Klimaanlagen zur Verfügung, müssen vom Dienstgeber alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die Raumtemperatur abzusenken, wie beispielsweise durch nächtliches Lüften, Beschatten der Fenster, Bereitstellen von Ventilatoren sowie von gekühlten Getränken.

  • Bei Belüftung muss auf eventuelle Zugluft geachtet werden.
  • Besonderes Augenmerk ist auf werdende oder stillende Mütter, Frauen an Steharbeitsplätzen und ältere sowie gesundheitlich gefährdete DienstnehmerInnen zu legen.
  • ArbeitsmedizinerInnen, Sicherheitsfachkräfte und Betriebsräte sind ggf. zu Rate zu ziehen.

Auch Hitze kann als Schlechtwetter gelten

Nach dem Bauarbeiter-Schlechtwetterentschädigungsgesetz (BSchEG) gilt für Bauarbeiter, Zimmerer, Gipser, Dachdecker, Pflasterer und Gerüster auch Hitze als Schlechtwetter. Die Kriterien der BUAK wurden mit 1.5.2019 geändert:

  • Stunden, in denen 32,5° (gemessen im Schatten) überschritten werden
  • Folgen drei Stunden mit mehr als 32,5° (im Schatten gemessen), so bedeutet dies Schlechtwetter für den Rest des Tages.
  • Für diese entfallenen Stunden gebührt eine Schlechtwetterentschädigung
  • Die Entscheidung, ob bei Schlechtwetter gearbeitet wird oder nicht, obliegt dem Dienstgeber.

Bei längeren Arbeiten im Freien sind zusätzliche Maßnahmen notwendig

  • Tragen von Kopfbedeckung
  • Zurverfügungstellung von Duschgelegenheiten
  • Bereitstellen von Sonnenschutzmittel, Sonnenschutzbrillen

Ohne Gegenmaßnahmen sind gesundheitliche Probleme zu befürchten. Zu hoffen ist, dass sich der diesjährige Sommer auf Normaltemperatur einpendelt.


IBG GmbH
, gegründet 1995, ist mit über 165 MitarbeiterInnen, davon 70 ArbeitsmedizinerInnen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagement. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

Ansprechpartnerin: Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 676 38 49 022, Email presse@ibg.at | office@fabelhaft.biz

Rudi Karazman in der Denkwerkstatt St. Lambrecht

Interview mit der Furche und dem Kooperationspartner KFJ, aufgenommen anlässlich der Denkwerkstatt St. Lambrecht. Die Generation 50plus und ihre Stellung in der Arbeitswelt – Arbeitsmediziner Rudolf Karazman ist der Experte, wenn es um diese Thematik geht. Er ist Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Psychotherapeut (Existenzanalyse), Unternehmensberater und Gründer der IBG Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement GmbH. Im Interview im Rahmen der Denkwerkstatt St. Lambrecht nimmt er zu diesem umfangreichen und kontroversiellen Thema Stellung.

Die Furche: Was verstehen Sie unter Älterwerden als Wachstumsprozess? Inwiefern ist Älterwerden ein strategisches Potential?

Rudi Karazman: Wir haben Unternehmen wie die Erste Bank dabei begleitet, wie Produktivität und Erfahrung zusammenhängen und es hat sich gezeigt, dass die Deckungsbeiträge, die Gewinnmöglichkeiten und auch die Erträge mit dem Alter der Belegschaft wachsen. Bei der Analyse der Deckungsbeiträge nach Altersgruppen, die bis dato in dieser Form nicht durchgeführt wurde, stellten wir fest, dass der größte Erfolg bei der Altersgruppe 50plus lag. Sie erwirtschaftete durch die größere Anzahl und die tieferen Kundenbeziehungen die besten Ergebnisse. Bei der Voestalpine gibt es ein ähnliches Beispiel: Die Strategie war nicht mehr Stahl, sondern mehr aus Stahl und hier hat sich gezeigt, dass ältere und erfahrene Mitarbeiter in Wirklichkeit unersetzlich waren, weil sie das Wissen und die Erfahrung um das Stahlhandwerk am besten beherrschten. Älterwerden heißt auch klüger werden, mehr wissen, in einem größeren Horizont denken, weniger Fehler machen und Beziehungen tiefer pflegen können. Ältere Menschen bringen die qualitative Kompetenz mit, während Jüngere eher quantitativ orientiert sind. Daher sind die älteren Mitarbeiter die Stars. Sie sollten gut gehegt und gepflegt werden. Sie brauchen eine tolle Bühne und auch anspruchsvollere Aufgaben, die sie herausfordern.

Welche Arbeitsbedingungen finden Ältere in der gegenwärtigen Arbeitswelt vor? Gibt es für sie eine soziokulturelle Exklusionstendenz?

Karazman: Arbeit ist die Grundlage für menschliche Entwicklung. Menschengerechte Arbeit fördert nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch unsere Fähigkeiten und unsere Persönlichkeit. Drei Qualitäten sind hier wichtig: Hohe Sinnfindung, gute Zusammenarbeit und optimale Beanspruchung. Sinnfindung und Zusammenarbeit sollten maximal entwickelt sein, die psychobiologische Beanspruchung aber optimal. Die meisten Unternehmenswelten sind aber Prime Age Companies, das bedeutet, sie orientieren sich an den Mehrheitsbelegschaften der 50er und 60er Jahre und das waren jungen, inländische Männer. Zielvereinbarungsgespräche, Strukturen und Arbeitsbedingungen – wie Tempo, Takt, Höhe, Gewicht, Geschwindigkeit und Arbeitszeit – sind damals wie heute an die Bedürfnisse und Gegebenheiten von jungen Männern im Alter zwischen zwanzig und vierzig Jahren gekoppelt. In erster Linie quantitativ ausgerichtet, nicht qualitativ. Dies führt implizit zur Verdrängung oder Exklusion älterer Mitarbeiter.

Was sind die Ursachen warum viele 50plus Menschen frühzeitig aus dem Arbeitsleben ausscheiden oder ausgeschieden werden, obwohl sie sich noch „jung und fit“ fühlen?

Karazman: Aus betriebswirtschaftlicher Sicht spielt der Headcount und das Senioritätsprinzip eine große Rolle, wonach ältere Erwerbstätige frühzeitig in die Pension geschickt werden – leider aus Kosten.

Eine weitere Ursache hat damit zu tun, dass ältere Menschen tendenziell quantitative und nicht qualitative oder komplexe Aufgaben erledigen müssen. Dies führt häufig zur körperlichen Überforderung bedingt durch Druck und längere Arbeitszeiten und auf der anderen Seite zur geistigen Unterforderung. Dazu kommen noch die äußeren historischen und inneren Defizit- und Altersbilder, die die Sicht auf ältere Menschen verfälschen. Die Konsequenzen sind oft eine innerliche Pensionierung als Folge der äußeren Pensionierung. Wir schreiben ältere Mitarbeiter ab, damit beginnen sie, zu stagnieren und dies ist die Grundlage für Krankheit, Widerwillen, Konflikte oder Kündigungen. Einen positiven Beitrag zu dieser Dynamik leistet auch die nach wie vor vorhandene Pensionsvorstellung der 70er Jahre: Wenn die Arbeit langweilig wird oder einem überfordert, entsteht die Phantasie und Sehnsucht nach Frühpension. Der optimale Lösungsweg wäre hier eine Flexibilisierung aller Prozesse und Instrumente zugunsten der Mitarbeiter. Wir nennen das dann Drei Generationen Unternehmen – mit Synergien zwischen den einzelnen Generationen, die es aktiv zu nutzen gilt.

Stichwort Burnout: Ist das eine Modekrankheit, eine Zeitgeist-Erscheinung, ein anderes Wort für Depression oder tatsächlich Folge der Erfolgsgesellschaft?

Karazman: Wichtig ist hier, den Begriff Burnout wissenschaftlich zu definieren. Burnout ist ein berufsbedingtes Erschöpfungssyndrom bei Mensch-zu Mensch-Berufen, wenn es zu einem Contact-Overload (=“Kontakt-Überlastung“) kommt. Das Problem tritt auf bei zu viel Mensch-Kontakt im Beruf verbunden mit wenig oder kaum Weiterentwicklung und körperlicher Überforderung. Beispiele für Risiko-Burnout-Berufsgruppen sind Psychotherapeuten, Geriatrie-Beschäftigte, Pädagogen, Bewährungshelfer und Führungskräfte. Sie alle müssen viel Empathie für das Gegenüber – ihre Kunden oder Patienten – aufbringen und dies strengt sehr an. Wenn dann noch eine autoritäre oder laissez-faire Unternehmenskultur dazukommt, erhöht sich das Burnout-Risiko. Aber nicht jeder, der erschöpft oder müde ist, hat Burnout. Meistens handelt es sich um eine chronische Müdigkeit oder Stress, die zur Depression führen kann.

Was verstehen Sie unter humanökologischer und menschengerechter Unternehmensführung? Was muss diese erfüllen, damit Menschen produktiv und gesund bis zum Pensionsantritt arbeiten können und auch möchten?

Karazman: Eine menschlich nachhaltige Arbeitsdynamik fördert Menschen gesundheitlich wie persönlich. Dabei steht die einzigartige Verwirklichung des Menschen in Beziehung zu anderen im Vordergrund. Wir sind Gemeinschaftswesen und in dem Maße, wie wir eingehängt sind in Beziehung zu anderen, können wir uns auch optimal entfalten. „Love und Work“, meinte schon Sigmund Freud, sind die beiden Bestandteile und Grundvoraussetzungen eines balancierten Daseins. Die Gesundheit und die Ressourcen, die wir dazu benötigen, kommen von außen in den Körper. Das ist der humanökologische Ansatz. Daraus ergeben sich drei Behandlungsebenen, die in der Arbeitswelt zu berücksichtigen sind: die Schwere der Arbeit muss mit dem Alter zurückgehen – beispielsweise durch weniger Druck, Stress und Arbeitszeitverkürzung. Im gleichen Maße sollten die Arbeitsinhalte für Ältere interessanter und die Arbeitsschwierigkeit erhöht werden. Die dritte Ebene ist die soziale Ebene, die bei älteren Mitarbeitern stärker ausgeprägt ist und sich daher gut für die Gestaltung oder Übernahme von Rationalisierungs- oder Umstrukturierungsprozessen, schwierigen Projekten oder Kunden eignet. Darüber hinaus wäre es wichtig, Fortbildungen und Ausbildungen für die Altersgruppe 50plus anzubieten. Dies kommt einem Anerkennen der Potentialität gleich und ist eine Form der Wertschätzung diesen Menschen gegenüber. Meistens wird in Menschen ab 40plus nicht mehr investiert. Dies ist jedoch kontraproduktiv.

Welche Faktoren beeinflussen den langen und gesunden Verbleib im   Arbeitsleben?

Karazman: Aus einer umfangreichen Studie des Finnish Institute of Health weiß man mittlerweile, dass der stärkste Faktor für den gesunden und langen Verbleib im Arbeitsleben das Wissen der Führungskräfte über das Älterwerden der Mitarbeiter ist. Als mächtigster Faktor für ein langes und gesundes Erwerbsleben gelten die sozialen Kontakte und Beziehungen. An zweiter Stelle kommt die Monotonie der Arbeit, an dritter Stelle körperliche Faktoren. Der größte Vertreibungsgrund ist mangelnde Anerkennung und Abwertung der Mitarbeiter.

Im Herbst letzten Jahres wurde der umstrittene 12-Stunden-Tag eingeführt: Wie stehen Sie dazu als Arbeitsmediziner und Psychotherapeut? Was sind die gesundheitlichen und volkswirtschaftlichen Folgen dieser Maßnahme?

Karazman: Dieser Schritt war denkbar schlecht, da 75% der Bevölkerung bereits an jetzt an hohem oder sehr hohem Stress leidet und ab der 8.ten Arbeitsstunde das Unfallrisiko massiv ansteigt. Gleichzeitig sinkt die Produktivität, je länger die Arbeitszeit ist. Wenn man beispielsweise 12 Stunden arbeitet, beginnt man intuitiv ab den ersten Arbeitsstunden zu haushalten, um den Arbeitstag gut zu bewältigen. Diese Maßnahme wird daher die Frühpension und die Krankenstände fördern. Wir haben tendenziell eine ältere Belegschaft und ein Kippen der Alterspyramide. Eigentlich wäre in dieser Konstellation eine Verkürzung der Arbeitszeit angebracht. In jedem Fall ist eine Wahlmöglichkeit der Arbeitszeit zu präferieren. Wir sind verschieden und befinden uns in verschiedenen Lebensphasen. Daher sollten Mitarbeiter ihre Arbeitszeiten auch flexibel wählen können. Dies bringt insgesamt viel mehr.

 

Selbstmanagement

Selbstmanagement: Wir suchen TeilnehmerInnen für unsere Studie

Nutzen Sie die Gelegenheit und werden Sie Teil dieser Studie, die in Zusammenarbeit der Universitäten Wien und Graz gemeinsam mit IBG durchgeführt wird und erfahren Sie mehr über Ihre  Fähigkeiten zum Selbstmanagement!

Untersucht wird u.a. wieweit Flexibilität am Arbeitsplatz: Fluch und Segen zugleich sind. Wir helfen Ihnen mittels eines kurzen Online-Trainings Ihre Arbeitsziele zu erreichen, Ihre Fähigkeiten zum Selbstmanagement zu verbessern und Ihr Wohlbefinden zu steigern. Alles was wir dabei von Ihnen benötigen ist etwas Neugierde für wissenschaftliche Forschung und Motivation Ihre Arbeitsweise zu optimieren. Als TeilnehmerIn erhalten Sie als Dankeschön für Ihre Teilnahme eine individuelle Rückmeldung über Ihren Arbeitsalltag und den Erfolg des Trainings.

Wie funktioniert es?

Das Training geht über 7 Wochen, dabei interessiert uns Ihre aktuelle Arbeitssituation. Dazu bitten wir Sie in den ersten 2 Wochen jeweils freitags einen kurzen Fragebogen (Dauer ca. 10 Minuten) auszufüllen. Anschließend findet das Online-Training statt. Neben dem Training bitten wir Sie wie auch in den ersten beiden Wochen kurze Fragebögen auszufüllen. Die Teilnahme ist kostenlos,  alle Angaben werden ausschließlich in anonymisierter Form für wissenschaftliche Zwecke verwendet.

Da es nur begrenzt Plätze gibt, bitten wir Sie, sich möglichst rasch bei uns zu melden. Anschließend werden Sie von uns kontaktiert und wir erläutern Ihnen den Ablauf sowie die Aufgaben im Detail.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, freuen wir uns auf Ihre Anmeldung oder per E-Mail an die Arbeitspsychologin und Projektverantwortliche Frau Mag. Baumgartner unter vera.baumgartner@univie.ac.at 

 

 

 

 

 

 

 

Winterzeit

Es bleibt dabei: Die ständige Beibehaltung der Winterzeit ist am gesündesten

IBG Arbeitsmediziner Dr. Helmut Stadlbauer spricht sich aus medizinischen Gründen entschieden für eine Beendigung der Zeitumstellung aus. Dabei befürwortet er die Beibehaltung der Winterzeit. 

EU-Parlament stimmt gegen Zeitumstellung

Die Abstimmung des EU-Parlaments am 26. März endete eindeutig: Die EU-Parlamentarier sprachen sich mit 410 gegen 192 Stimmen für ein Ende der Zeitumstellung ab 2021 aus. Generell sollen die Mitgliedstaaten künftig selbst entscheiden, ob sie dauerhaft die Sommer- oder die Winterzeit = Normalzeit anwenden wollen. Eine EU-weite Koordination wird dabei empfohlen. Die österreichische Bundesregierung hat sich für eine permanente Sommerzeit ausgesprochen.

Sozialer Jetlag

Dr. Helmut Stadlbauer ist bei IBG Experte für gesundheitsoptimierte Arbeitszeitgestaltung: »Die innere Uhr wird vom Tageslicht vor- und zurückgestellt. Sie arbeitet selbstständig und tickt bei einer Zeitumstellung zunächst unverändert weiter.« Schlaf- und Wachrhythmus passen nicht zu den Tages- und Nachtzeiten (Sozialer Jetlag). Die innere Uhr bleibt die maßgebliche Instanz. Sozialer Jetlag belastet die Gesundheit und führt zu weniger Leistungsfähigkeit.

Kehrseiten der Medaille

Viele Menschen empfinden die Sommerzeit als eine Verbesserung ihrer Lebensqualität – vor allem ihrer Freizeitqualität. Gesundheitlich ergibt sich dabei allerdings ein Belastungspotential: Gerade späte Chronotypen schlafen durch die Sommerzeit noch weniger. Dabei nimmt die Schlafdauer während der letzten hundert Jahre ohnehin ab. Immer mehr Aktivität wird in immer mehr Wachzeit gepackt: Die Zeit für Arbeit, Kinder, Freunde, Freizeit wird meist von der Ruhezeit abgezweigt. Job und Lebensstil haben direkten Einfluss auf die Schlafqualität – und damit die Gesundheit.

Freizeit erhält erhöhtes Augenmerk

Gesundheitlich problematisch ist dabei die weitverbreitete Einstellung, in der die Qualität der Arbeitszeit hinter der Qualität der Freizeit gereiht wird. Die Konsequenzen sind für den arbeitenden Menschen langfristig negativ. Eine permanente Sommerzeit hat im Winter fatale Auswirkungen. Das Aufstehen und Arbeiten bei Finsternis hemmt Wohlbefinden und Produktivität. Schulkinder kämpfen am stärksten mit den Auswirkungen der längeren Dunkelheit am Vormittag.

Arbeiten gegen die innere Uhr

Generell beginnen aus medizinischer Sicht mitteleuropäische Arbeitszeiten zu früh. Dies gilt auch für die Schulzeiten. Es entspricht dem chronobiologische Normaltyp, von 24 bis 8 Uhr zu schlafen, wenn er könnte. Dieser Rhythmus ist aus gesundheitlichen Gründen anzustreben. Der frühere Start in den Tag bedeutet Arbeiten gegen die innere Uhr. Also sind Arbeitsbeginnzeiten vor 9 oder 10 Uhr völlig unphysiologisch für den Großteil der Bevölkerung, die Frühtypen ausgenommen. Von den Spättypen ist dabei noch nicht die Rede.

Winterzeit ist Normalzeit

Die Sommerzeit verschärft diese Problematik. Die innere Uhr richtet sich in erster Linie nach der Sonne, und nicht nach der gesellschaftlich festgelegten Uhrzeit. Daher plädiert der IBG-Arbeitsmediziner Dr. Stadlbauer für eine dauernde Normalzeit („Winterzeit“): Die von der Regierung bestimmte Sommerzeit ist eine „falsche Normalzeit“ mit geringem Erholungspotential.“

Zeitumstellung: Gesundheitlich ist eine ständige Winterzeit am besten

Wien/Linz 29.3. 2019. IBG Arbeitsmediziner Dr. Helmut Stadlbauer spricht sich aus medizinischen Gründen entschieden für eine Beendigung der Zeitumstellung aus. Dabei befürwortet er die Beibehaltung der Winterzeit. 

  •  Viele Menschen erleben die Sommerzeit als eine Verbesserung der Lebensqualität
  •  Gesundheitlich ergibt sich dabei allerdings ein Belastungspotential – immer mehr Aktivitäten werden in immer mehr Wachzeit gepackt => Schlafmangel
  • Fazit: IBG-Arbeitsmediziner plädieren für Winterzeit als Normalzeit mit einer Flexibilisierung der Arbeitsbeginnzeiten nach individuellen Veranlagungen

EU-Parlament stimmt gegen Zeitumstellung

Die Abstimmung des EU-Parlaments am 26. März endete eindeutig: Die EU-Parlamentarier sprachen sich mit 410 gegen 192 Stimmen für ein Ende der Zeitumstellung ab 2021 aus. Generell sollen die Mitgliedstaaten künftig selbst entscheiden, ob sie dauerhaft die Sommer- oder die Normalzeit anwenden wollen. Eine EU-weite Koordination wird dabei empfohlen. Die österreichische Bundesregierung hat sich für eine permanente Sommerzeit ausgesprochen.

Sozialer Jetlag

Dr. Helmut Stadlbauer, Bereichsleiter Arbeitsmedizin von Österreichs größtem privaten betrieblichen Gesundheitsberater IBG, ist Experte für gesundheitsoptimierte Arbeitszeit-gestaltung: »Die innere Uhr wird vom Tageslicht vor- und zurückgestellt. Sie arbeitet selbstständig und tickt bei einer Zeitumstellung zunächst unverändert weiter.« Schlaf- und Wachrhythmus passen nicht zu den Tages- und Nachtzeiten ( Sozialer Jetlag). Die innere Uhr bleibt die maßgebliche Instanz. Sozialer Jetlag belastet die Gesundheit und führt zu weniger Leistungsfähigkeit.

Kehrseiten der Medaille

Viele Menschen empfinden die Sommerzeit als eine Verbesserung ihrer Lebensqualität – vor allem ihrer Freizeitqualität. Gesundheitlich ergibt sich dabei allerdings ein Belastungspotential: Gerade späte Chronotypen schlafen durch die Sommerzeit noch weniger. Dabei nimmt die Schlafdauer während der letzten hundert Jahre ohnehin ab. Immer mehr Aktivität wird in immer mehr Wachzeit gepackt: Die Zeit für Arbeit, Kinder, Freunde, Freizeit wird meist von der Ruhezeit abgezweigt. Job und Lebensstil haben direkten Einfluss auf die Schlafqualität – und damit die Gesundheit.

Freizeit erhält erhöhtes Augenmerk

Gesundheitlich problematisch ist dabei die weitverbreitete Einstellung, in der die Qualität der Arbeitszeit hinter der Qualität der Freizeit gereiht wird. Die Konsequenzen sind für den arbeitenden Menschen langfristig negativ. Eine permanente Sommerzeit hat im Winter fatale Auswirkungen. Das Aufstehen und Arbeiten bei Finsternis hemmt Wohlbefinden und Produktivität. Schulkinder kämpfen am stärksten mit den Auswirkungen der längeren Dunkelheit am Vormittag.

Arbeiten gegen die innere Uhr

Generell beginnen aus medizinischer Sicht mitteleuropäische Arbeitszeiten zu früh. Dies gilt auch für die Schulzeiten. Es entspricht dem chronobiologische Normaltyp, von 24 bis 8 Uhr zu schlafen, wenn er könnte. Dieser Rhythmus ist aus gesundheitlichen Gründen anzustreben. Der frühere Start in den Tag bedeutet Arbeiten gegen die innere Uhr. Also sind Arbeitsbeginnzeiten vor 9 oder 10 Uhr völlig unphysiologisch für den Großteil der Bevölkerung, die Frühtypen ausgenommen. Von den Spättypen ist dabei noch nicht die Rede.

Winterzeit ist Normalzeit

Die Sommerzeit verschärft diese Problematik. Die innere Uhr richtet sich in erster Linie nach der Sonne, und nicht nach der gesellschaftlich festgelegten Uhrzeit. Daher plädiert der IBG-Arbeitsmediziner Dr. Stadlbauer für eine dauernde Normalzeit („Winterzeit“): Die von der Regierung bestimmte Sommerzeit ist eine „falsche Normalzeit“ mit geringem Erholungspotential.“

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit über 165 MitarbeiterInnen, davon 70  ArbeitsmedizinerInnen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagement. IBG ist in ganz Österreich  vertreten.

Ansprechpartnerin:

Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 (676) 38 49 022,
Email presse@ibg.at I office@fabelhaft.biz

 

 

 

 

Karazman veröffentlicht neue CD

Gerade rechtzeitig zum  Internationalen Frauentag, kommt  und Rudi Karazmans neuestes Projekt, die CD „Gradiscanski- Funeral & Wedding Songs“ in den Handel. 15 Lieder über Freude, Liebe, Liebeskummer und freies Frau-Sein sind auf der Love & Wedding-CD zu hören.

„Viele der burgenländisch-kroatischen Lieder auf dieser CD handeln von Selbstbestimmung und Stärke der Frauen – und auf ihr Recht auf Liebe. Trotz des Patriarchats hatten und haben die Frauen und Mädchen in unserer Community eine starke Position,“ erzählt Produzent und Projektleiter Rudolf Karazman, Arbeitsmediziner und Firmengründer von IBG aus Nikitsch/Filez im Mittelburgenland.

Rudolf Karazman stellt Konzept, Auswahl und politische Vision. Gemeinsam mit dem Komponisten und Musiker Peter Vieweger wurden die Lieder neu arrangiert und von Falco’s Bandleader Peter Vieweger instrumentiert. Die Lieder sind von Sängerinnen und Chören gesungen, die aus den kroatischen Enklaven Europas wie Rumänien, Kroatien oder Gradišće/Burgenland kommen.

Hochzeitslieder und Begräbnisgesänge

Auf „Gradiscanski Funeral- & Wedding Songs“ (2 CDs und Booklet) werden uralte Volks-, Liebes-, Hochzeitslieder und Begräbnisgesänge der burgenländischen Kroaten in Rock-, Pop und Reggae-Songs verwandelt und in die politische und kulturelle Geschichte des Burgenlands und deren kroatischer Community gestellt: Besonderes Merkmal der Hrvati, der bgld. KroatInnen, ist gemeinsames Singen! Wunderschöne, lustige, freche, mitunter schon feministische, aber auch traurige Lieder. Lieder der Liebe und des Abschieds.

Als Mitschüler debütierten Rudolf Karazman und Peter Vieweger bei Stefan Webers Drahdiwaberl. Rudolf Karazman wurde Facharzt für Psychiatrie & Neurologie, Arbeitsmediziner und Psychotherapeut. Thematisch beschäftigt er sich intensiv mit dem Thema Arbeit und Work-Life Balance. 1995 gründete er die Firma IBG (Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement). R.Karazman ist Autor diverser arbeitswissenschaftlicher Bücher sowie Laien-Saxofonist. Peter Vieweger arbeitet als Komponist, Musiker und Produzent. Seit Juni ist er Präsident der AKM. Er war Falcos erster Bandleader und Begleiter. Gemeinsam haben sie die CD Bolschoi Beat „Kosmonauten der Liebe“ mit Georg Siegl und Erwin Schuh produziert sowie das Video „Vater unser“ mit Hubsi Kramar als Gott gestaltet.

Doppel-CD und Booklet schreiben politische und kulturelle Geschichte des Burgenlands und deren kroatischer Volksgruppe neu. Hier können Sie schon mal reinhören. Erhältlich bei Hoanzl, itunes, Amazon

In Linz wurde gefeiert

Das Team des »IBG Arbeitsmedizinischen Zentrums« im Chemiepark Linz, unter der Leitung von Standortleiter  Dr. Manfred Lindorfer,  feierte am 1. März 2019 sein 20jähriges Bestehen. Zum Auftakt des Festtags gab es Kaffee und Kuchen. Die Stimmung war gut. Viele Gratulanten fanden sich im Laufe des Tages ein, mit vielen guten Gesprächen. Auch IBG-Gründer Rudi Karazman und Inge Karazman-Morawetz, sowie Geschäftsführer Gerhard Klicka gratulierten. Wir freuen uns auf weitere erfolgreiche Jahre.

20 Jahre IBG am Chemiepark Linz

Eine der großen Herausforderungen in der Medizin ist es, Menschen an ihrem Arbeitsplatz gesund zu halten. Dieses Ziel verfolgt IBG seit nunmehr 20 Jahren im Chemiepark Linz.

1999 wurde die Betreuung der Ambulanz am Chemiepark durch IBG übernommen und unter der ärztlichen Leitung von Dr. Manfred Lindorfer zum arbeitsmedizinischen Zentrum erweitert. Seit dieser Zeit wird die ständig wachsende Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Chemiepark Linz von einem Team aus ÄrztInnen, diplomiertem medizinischen Personal und Arbeitspsychologen betreut.

Umfassendes medizinisches Service

Damals unter dem Namen „worklab“ und seit 2004 als „IBG“ gewährleisten die Ambulanz-MitarbeiterInnen ein umfassendes medizinisches Service für alle Mitarbeiter am Chemiepark Linz. Durch die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Betriebsfeuerwehr am Chemiepark wird auch eine optimale Versorgung bei medizinischen Notfällen sichergestellt.

Mehrfach prämiert

Seit 2008 gibt es zusätzlich die Möglichkeit einer MitarbeiterInnenberatung. Die Gesundheitsprogramme einiger betreuter Betriebe wurden mehrfach mit dem Gütesiegel für betriebliche Gesundheitsförderung prämiert. Doch auch die Ambulanz selbst hält einen hohen Standard und ist nach ISO 9001 zertifiziert.

Unsere Angebote am Chemiepark Linz 

  • Ambulanz- Arzt 7:30 bis 17:00, Rezepte, Überweisungen, Labor (Blut, Harn)
  • Reihenuntersuchungen, Sehtest, Hörtest
  • Vorsorgeuntersuchungen (Schwerpunkt Sport, Schwerpunkt Herz-Kreislauf)
  • Reisemedizinische Beratung und Impfungen
  • Beratungen zu arbeitsmedizinischen Themen: Ergonomie, Bildschirmarbeit, Bildschirmbrille, Hautschutz usw.

Die kommenden 20 Jahre widmen wir weiter unserem Ziel: zufriedene und gesunde MitarbeiterInnen.