Wer kennt es nicht, wenn der Stapel an zu erledigenden Aufgaben immer weiter wächst oder eine Deadline immer näher rückt und man sich dennoch nicht überwinden kann endlich anzufangen oder vielleicht stattdessen sogar weniger wichtige Dingen anfängt zu bearbeiten?
Wir finden auf einmal Zeit, die erstaunlichsten Dinge zu tun, nur um nicht das, was gerade ansteht erledigen zu müssen. Genau dann spricht man von Prokrastination oder umgangssprachlich auch von „Aufschieberitis“ – dem Vermeiden unliebsamer, unangenehmer oder aufwendiger Aufgaben.
Es folgen ein paar gängige Situationen, in denen es zu Prokrastination kommt, sowie mögliche Wege, um wieder herauszukommen:
„Ich mach mir schnell noch eine Liste“
ist eine beliebte Ausrede. Vor lauter Listenschreiben verzettelt man sich allerdings in Kleinkram und Nebensächlichkeiten. Hier lohnt es sich mit dem Unangenehmsten zu beginnen und eine unliebsame Aufgabe am besten morgens, wenn man noch frisch ist, hinter sich zu bringen.
„Was ist denn so in den sozialen Medien los?“
ist eine Standardausrede bei jenen Prokrastinierer:innen, die den Versuchungen im Internet nicht gut widerstehen können oder die sich leicht von PopUp-Fenstern ablenken lassen. Hier sollte die Zeit in den sozialen Medien bewusst begrenzt, wichtige Aufgaben offline erledigt und dabei mögliche Störquellen ausgeschaltet werden.
„Das ist sowieso nicht zu schaffen.“
Häufig steckt ein Gefühl der Überforderung hinter unserer Aufschieberitis. Wir sind in einem ersten Moment vom Umfang einer Aufgabe übermannt und anstatt loszulegen, widmen wir uns anderen Dingen, die schneller und leichter von der Hand gehen. Hier kann es hilfreich sein eine große Aufagbe in kleinere Teilaufgaben zu zerlegen und sich bei Erledigung selbst zu belohnen.
„Hach, das hat ja noch Zeit“
– bei einem schlechten Zeitmanagement oder dem Unterschätzen eines Arbeitsaufwandes kann es helfen sich Prioritäten zu setzen. Besonders gut eignet sich dafür die Eisenhower-Methode zur Einteilung wirklich wichtiger und dringlicher Aufgaben und jener, die noch Zeit haben oder delegiert werden können.
In diesem Sinne: Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!
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