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Kategorie: Betriebliches Gesundheitsmanagement

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Schau TV

Vorsätze, Ziele und der innere Schweinehund.

Georg Hafner, Arbeits- und Sportpsychologe im Gespräch mit Schau-TV über Vorsätze, Ziele und den inneren Schweinehund. Weshalb Vorsätze zwar gut sind, aber es Sinn macht, einen Plan zu haben. Je konkreter man plant, desto besser kann sich das Gehirn darauf einstellen. Will man etwas verändern, ist das der erste Schritt.

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Ich Bleib Gesund 2020

Ich Bleib Gesund 2020

Internes Betriebliches Gesundheitsmanagement bei IBG

Im April 2020 wird IBG bereits zum zweiten Mal das BGF Gütesiegel für ihre Bemühungen rund um die Gesundheit aller MitarbeiterInnen verliehen. Gleichzeitig widmet sich das ICH BLEIB GESUND Team 2020 verstärkt der fortschreitenden Digitalisierung in der Arbeitswelt 4.0, und zwar im Rahmen des vom Fonds Gesundes Österreich geförderten Projekts „IBG_digital: ICH BLEIB GESUND in der Arbeitswelt 4.0 – digitale Herausforderungen gemeinsam meistern“.

Leitziele des Projekts:

  • Wohlbefinden und digitale Kompetenzen der IBG MitarbeiterInnen erhöhen
  • Reduktion der Belastungen sowie Erhalt gesunder Arbeitsbedingungen mit Fokus auf AW 4.0/ Digitalisierung
  • MA-Bindung, Identifikation mit IBG und Wissen um IBG Leistungen
  • Hohes Gesundheitsbewusstsein u. -verhalten

Mit dem ICH BLEIB GESUND Gesundheitsportal wurden 2019 bereits wichtige Schritte hinsichtlich Digitalisierung umgesetzt, denn das Gesundheitsportal bietet, neben allgemeinen und aktuellen Informationen zum betrieblichen Gesundheitsmanagement bei IBG, laufend Gesundheitstipps und Gesundheitsinformationen aus den Bereichen Arbeitsmedizin, Arbeitspsychologie, Ergonomie und Sicherheit sowie die Möglichkeit sich für diverse Gesundheitsangebote anzumelden.

Ergänzend zu den Gesundheitsangeboten, die unter anderem Schulungen, Workshops, Untersuchungen und Begehungen beinhalten, werden auf Basis der Ergebnisse der im 2-Jahres-Rhythmus durchgeführten MitarbeiterInnen-Befragungen bereits seit 2013 auch zahlreiche Verhältnismaßnahmen an allen Standorten umgesetzt.

IBG Team Jubiläum 20 Jahre
Foto: IBG Team zum 20-jährigen Jubiläum
Medical Tribune | Klicka

Medical Tribune

Arbeitsmedizin: Ein Fachgebiet braucht Nachwuchs.

Autor: Josef Ruhaltinger

Experte: Gerhard Klicka

IBG-Geschäftsführer Gerhard Klicka im Gespräch mit  Medical Tribune über das österreichweite Versorgungsproblem im Bereich der Arbeitsmedizin, über den massiven Nachwuchsmangel, die Situation in der BGM-Branche, über die Versorgungslücken, aber auch über die Vorzüge des Berufsstandes und den Weg dorthin.

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Ergonomie findet in jedem Arbeitsumfeld statt

Kleine Ursachen – große Wirkung. Ergonomisch optimierte Arbeitsplätze verringern das Risiko von Rückenleiden dramatisch

  • Jeder Österreicher und jede Österreicherin verbringt 11,5 Stunden täglich im Sitzen
  • Verspannungen und chronische Rückenleiden gelten als typische Folgen falsch gestalteter Arbeitsplätze.
  • Rund 24 Prozent aller Krankenstandstage sind auf Rückenproblem zurückzuführen.
  • Verhältnismäßig einfache Maßnahmen im betrieblichen Umfeld können die Anzahl der Krankenstände drastisch senken.

Ergonomie findet in jedem Arbeitsumfeld statt: Büroarbeitsplatz, Produktion, Baustelle, …

Rund acht Stunden am Tag: So viel Zeit etwa sitzen BüromitarbeiterInnen in ihrem Berufsleben – in vielen Büros nicht einmal an ergonomisch eingerichteten Arbeitsplätzen. Im Durchschnitt verbringt jeder Erwachsene 11,5 Stunden pro Tag im Sitzen. Die Folgen sind umfassend. Schmerzhafte Verspannungen, Rückenleiden bis hin zum Bandscheibenvorfall entstehen durch zu viel und falsches Sitzen. Rund 24 Prozent aller Fehltage sind auf schmerzende Rücken zurückzuführen.

Aber wenn schon sitzen, dann sollte dies zumindest richtig erfolgen, durch ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze. Vor allem das Sitzen vor dem Bildschirm – hier ist es die Kunst aus dem statischen Arbeitsplatz einen dynamischen zu entwickeln. Ob jemand richtig an seinem Arbeitsplatz sitzt, ist für den geschulten Blick der ArbeitsmedizinerInnen bzw. ErgonomInnen ein Einfaches. Die positiven Auswirkungen  sind enorm.

Produktionsbetriebe sind von den Belastungen für den Stütz- und Bewegungsapparat nicht ausgenommen – hier bereiten oftmals Zwangshaltungen, unergonomische Arbeitsmittel oder belastende Arbeitsvorgänge, wie zum Beispiel fehlende Hebehilfen und schlechte Handhabbarkeit der Lasten, weite und unübersichtliche Arbeitswege, zu schnelle Taktung, unpassendes Werkzeug, dieselben Schmerzen und Probleme.

Wie eine Schildkröte

Vorgestreckter Hals und starrer Blick auf den Bildschirm – Matthias Welkens spricht von Schildkrötenhaltung. Sie führt oft zu Beschwerden in der Lendenwirbelsäule, im oberen Rücken und im Nacken. „Viele Beschäftigte merken gar nicht, dass sie stundenlang in einer Zwangshaltung verbringen und dies ist unabhängig davon ob der Mitarbeitende am Bildschirm sitzt oder in der Produktion tätig ist“, sagt IBG Experte und Ergotherapeut Matthias Welkens. Er berät Unternehmen, wie sie dafür sorgen können, dass und wie MitarbeiterInnen gesund arbeiten.

Abwechslung tut gut

Wenn schon Bildschirmarbeit, dann sollten nur 50 Prozent der Zeit sitzend verbracht werden, 25 Prozent  im Stehen und 25 Prozent  in Bewegung. Das ist durchaus realisierbar.

Stehungen statt Sitzungen, Balancebretter für mehr Abwechslung und unbedingt regelmäßige „bewegte“ Pausen – oft hilft es auch sich mehrmals am Tag ein Glas Wasser oder einen Kaffee zu holen oder beim Telefonieren aufzustehen, ein persönliches Gespräch zu führen statt ein Email zu schreiben oder die Treppen anstelle des Aufzugs zu nehmen.

In der Produktion ist oftmals der Arbeitsrahmen ausschlaggebend: welche Alternativen sind bei schwerer körperlicher Arbeit möglich, gibt es Hilfsmittel oder kann die Umgestaltung eines Arbeitsschrittes hilfreich sein? Welche Bewegung und Entlastung wirkt meiner Beanspruchung effektiv entgegen?

Fehlende Bewegung macht müde

Auch werden Stresshormone nicht abgebaut. Schließlich stellt sich der Körper bei Stress auf Bewegung ein. Bleibt diese aus, kann der Körper die Stresshormone ab einem bestimmten Level nicht mehr gut kompensieren – „ich bewege mich, um zur Ruhe zu kommen“ ist hier eine wichtige Kernaussage von Matthias Welkens.

Ergonomie wirkt effektiv

Die Arbeitsplatzanalysen und somit die Feststellung von den Belastungen und Beanspruchungen werden im Rahmen von vielfältigen Ansätzen und Methoden durchgeführt:

  • Begehungen der Arbeitsplätze und Beratung von ArbeitnehmerInnen, Betriebsrat und Arbeitgeber
  • Erarbeitung des Handlungsbedarfs durch z.B. Foto- und Videoanalyse mit entsprechenden Maßnahmenempfehlungen
  • objektive Messmethoden
  • Fokusgruppen und MitarbeiterInnengespräche
  • Implementierung praxisnaher Gestaltungsvorschläge und Begleitung bei der Umsetzung sowie Evaluierung

Oftmals führen schon kleine Veränderungen des Arbeitsplatzes oder einer Verhaltensweise zu großer Wirkung. Denn es geht um die

  • Reduktion der Beanspruchung für den Bewegungsapparat
  • Vermeidung von physischen wie psychischen Gefährdungen zur Steigerung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz
  • Verbesserung der Motivation und Leistungsfähigkeit der MitarbeiterInnen durch ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze
  • Individuelle und praxisnahe Lösungen und Maßnahmenpakete für ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen

Matthias Welkens, MBA leitet die Bereiche Ergonomie und Arbeitssicherheit bei IBG (Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement), Österreichs größter Unternehmensberatung im Gesundheitsbereich. Bereits seit 2001 beschäftigt er sich mit den unterschiedlichsten Facetten des ArbeitnehmerInnenschutzes und der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung. Sein Arbeitsfokus gilt der praxisorientierten und ausgewogenen Erfassung, Bearbeitung, Umsetzung und Evaluierung verhaltens- und verhältnisorientierter Maßnahmen im Bereich Arbeitssicherheit und Ergonomie.


IBG Leistungen im Bereich Ergonomie & Bewegung

  • Arbeitsplatzanalysen und -beratungen
  • Beratung bei Planung und Gestaltung von Arbeitsplätzen und -stätten
  • Analyse und Besprechung von Bewegungsabläufen
  • Individuelle Rückenworkshops für jeden Arbeitsbereich
  • Wirbelsäulen-Screening
  • Muskelfunktionstest
  • Multiplikatorenausbildung
  • Vorträge, Seminare und Workshops
  • Verschiedenste Bewegungsangebote


IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit über 165 MitarbeiterInnen, davon 70 ArbeitsmedizinerInnen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagement. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

Ansprechpartnerin: Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 (676) 38 49 022, Email presse@ibg.at I office@fabelhaft.biz

Zeitumstellung: Ständige Winterzeit ist für den Menschen am schonendsten

Wien/Linz 23.10. 2019. IBG Arbeitsmediziner Dr. Helmut Stadlbauer spricht sich aus medizinischen Gründen entschieden für eine Beendigung der Zeitumstellung aus. Dabei befürwortet er die Beibehaltung der Winterzeit. 

  • Viele Menschen erleben die Sommerzeit als eine Verbesserung der Lebensqualität
  • Gesundheitlich ergibt sich dabei allerdings ein Belastungspotential – immer mehr Aktivitäten werden in immer mehr Wachzeit gepackt => Schlafmangel
  • IBG-Arbeitsmediziner plädieren für Winterzeit als Normalzeit mit einer Flexibilisierung der Arbeitsbeginnzeiten nach individuellen Veranlagungen

EU-Parlament stimmt gegen Zeitumstellung

Am Sonntag (27. Oktober 2019) endet die Sommerzeit: In der Nacht wird die Uhr um eine Stunde – von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr – zurückgestellt. 2021 wird nach Entscheid des Europaparlaments Schluss sein mit der zweimal jährlichen Zeitumstellung. Was dann kommt, ist völlig offen. Laut dem Beschluss des EU-Parlaments kann theoretisch jedes Land autonom bestimmen, ob es ab 2021 dauerhaft Sommerzeit oder Winterzeit (also Normalzeit) will.

Sozialer Jetlag
Dr. Helmut Stadlbauer, Bereichsleiter Arbeitsmedizin von Österreichs größtem privaten betrieblichen Gesundheitsberater IBG, ist Experte für gesundheitsoptimierte Arbeitszeit-gestaltung: »Die innere Uhr wird vom Tageslicht vor- und zurückgestellt. Sie arbeitet selbstständig und tickt bei einer Zeitumstellung zunächst unverändert weiter.« Schlaf- und Wachrhythmus passen nicht zu den Tages- und Nachtzeiten ( Sozialer Jetlag). Die innere Uhr bleibt die maßgebliche Instanz. Sozialer Jetlag belastet die Gesundheit und führt zu weniger Leistungsfähigkeit.

Kehrseiten der Medaille
Viele Menschen empfinden die Sommerzeit als eine Verbesserung ihrer Lebensqualität – vor allem ihrer Freizeitqualität. Gesundheitlich ergibt sich dabei allerdings ein Belastungspotential: Gerade späte Chronotypen schlafen durch die Sommerzeit noch weniger. Dabei nimmt die Schlafdauer während der letzten hundert Jahre ohnehin ab. Immer mehr Aktivität wird in immer mehr Wachzeit gepackt: Die Zeit für Arbeit, Kinder, Freunde, Freizeit wird meist von der Ruhezeit abgezweigt. Job und Lebensstil haben direkten Einfluss auf die Schlafqualität – und damit die Gesundheit.

Freizeit erhält erhöhtes Augenmerk
Gesundheitlich problematisch ist dabei die weitverbreitete Einstellung, in der die Qualität der Arbeitszeit hinter der Qualität der Freizeit gereiht wird. Die Konsequenzen sind für den arbeitenden Menschen langfristig negativ. Eine permanente Sommerzeit hat im Winter negative Auswirkungen. Das Aufstehen und Arbeiten bei Finsternis hemmt Wohlbefinden und Produktivität. Schulkinder kämpfen am stärksten mit den Auswirkungen der längeren Dunkelheit am Vormittag.

Arbeiten gegen die innere Uhr
Generell beginnen aus medizinischer Sicht mitteleuropäische Arbeitszeiten zu früh. Dies gilt auch für die Schulzeiten. Es entspricht dem chronobiologische Normaltyp, von 24 bis 8 Uhr zu schlafen, wenn er könnte. Dieser Rhythmus ist aus gesundheitlichen Gründen anzustreben. Der frühere Start in den Tag bedeutet Arbeiten gegen die innere Uhr. Also sind Arbeitsbeginnzeiten vor 9 oder 10 Uhr völlig unphysiologisch für den Großteil der Bevölkerung, die Frühtypen ausgenommen. Von den Spättypen ist dabei noch nicht die Rede.

Winterzeit ist Normalzeit
Die Sommerzeit verschärft diese Problematik. Die innere Uhr richtet sich in erster Linie nach der Sonne, und nicht nach der gesellschaftlich festgelegten Uhrzeit. Daher plädiert der IBG-Arbeitsmediziner Dr. Stadlbauer für eine dauernde Normalzeit („Winterzeit“): Die von der Regierung bestimmte Sommerzeit ist eine „falsche Normalzeit“ mit geringem Erholungspotential.“

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit über 165 MitarbeiterInnen, davon 70  ArbeitsmedizinerInnen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagement. IBG ist in ganz Österreich  vertreten.

Ansprechpartnerin: Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 (676) 38 49 022,
Email presse@ibg.at I office@fabelhaft.biz

hr-inside-summit-2019

IBG Vortrag bei Österreichs größtem HR Kongress

IBG Gesundheitsökonom Roland Polacsek-Ernst spricht gemeinsam mit BOREALIS-HR-Leiterin Barbara Hofer auf dem HR Inside Summit, dem größten Personaler-Event Österreichs.

Seit 20 Jahren begleitet IBG das Gesundheitsmanagement von BOREALIS Linz. Verantwortung für die Gesundheit der MitarbeiterInnen, nachhaltiges Human-Resource-Management und organisches Wachstum haben Tradition bei einem der größten Linzer Chemieunternehmen. Mit einer durchschnittlichen Verbesserung von sieben Prozent im Workplace Survey konnten zuletzt nicht nur die psychischen und gesundheitlichen Belastungen reduziert werden, sondern auch die Sinnfindung der MitarbeiterInnen gesteigert werden. Damit wurde die Unternehmenskultur des oberösterreichischen Leitbetriebs auf ein neues Level gehoben.  In einem halbstündigen Workshop berichten IBG Gesundheitsökonom Roland Polacsek-Ernst und Borealis HR-Leiterin Barbara Hofer aus dem Erfahrungsschatz innovativer Personalmanagementansätze und gesunder Wege zur Produktivität.

Wann: Donnerstag, 10. Oktober, 13:00 Uhr
Wo: Wiener Hofburg, Wintergarten
Mehr Info:  www.hrsummit.at

ReferentInnen:

Mag. Roland Polacsek-Ernst, Bereichsleiter Befragung und Analyse, IBG Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement GmbH

 

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Barbara Hofer, HR Business Partner, Borealis Polyolefine GmbH

 

 

Rudi Karazman | IBG Gründer

Großes Interview mit Rudi Karazman

In diesem großen Interview spricht IBG Gründer Rudi Karazman mit Razgovarala Snjezana Herek, von Večernji list,  Kroatiens führender Zeitung. Es geht um IBG, die Arbeitsweltprojekte, seine Kroatien-Initiativen, um das Projekt „Der Mensch zuerst – Spitalspersonal gegen Ausländerfeindlichkeit“ bis hin zu seiner musikalischen Leidenschaft.

ÖPWZ | Lukl

Weiterbildung mit IBG Expertin

IBG Expertin Ina Lukl, Leitung Generationenbalance und Betriebliche Gesundheitsförderung, gibt ihre Erfahrung und ihr Wissen im Rahmen der ÖPWZ-Personal-Akademie sowie des Universitätslehrgangs Master of Public Health Vienna, weiter.

Am 13. September 2019 leitet Ina Lukl ein halbtägiges Seminar zum Thema »Produktivität aus Unterschieden– erfolgreiches Generationenmanagement«.

 

Sie behandelt dabei folgende Themen:

  • Productive Ageing®: Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Arbeitsvermögen der Generationen und Leistungswandel während eines Arbeitslebens
  • Generationenbalance®: Produktivität aus Unterschieden durch aktives Generationenmanagement
  • Human Work Index©: Prognose- und Steuerinstrument für nachhaltiges Arbeitsvermögen und Unternehmenswachstum
  • Unternehmensbeispiele erfolgreichen Generationenmanagements.
    Mehr dazu

ÖPWZ Lehrgänge

Am 13.10.2019 veranstaltet die Expertin im Rahmen des Universitätslehrganges Master of Public Health Vienna einen ganztägigen, postgraduellen Lehrgang zu
»Konzepterstellung, Planung und Durchführung von Gesundheitsförderungsprogrammen in Betrieben«

Dabei geht es neben der Vermittlung der Grundlagen zu BGM mit Schwerpunkt Implementierung um Erkenntnisse aus Best Practice Beispielen. Das Programm bietet zudem Raum für Übungen zur praktischen Umsetzung. Mehr dazu

Postgraduate MedUni
Karazman und Hundstorfer

Zum Tod von Rudolf Hundstorfer

Liebe IBG-KollegInnen und alle, die sich angesprochen fühlen,

mit dem Tod von Rudolf Hundstorfer hat uns ein Mensch verlassen, dem IBG und auch ich persönlich viel zu verdanken haben. Ich danke Rudi für die Unterstützung wichtiger Projekte und politischer Anliegen. Und ich danke ihm für viele andere Dinge, die hier unausgesprochen bleiben. Hier unsere Geschichte.

Grassierende Ungerechtigkeit

Als Jung-Arzt an der Uniklinik im AKH und im Krankenhaus des KAV erlebte ich, wie das Gift des Rassismus die Arbeitswelt vieler Kolleginnen und Kollegen zu belasten begann. In unseren Spitälern arbeiten Menschen aus mehr als 80 Ländern zusammen, egal in welcher Berufsgruppe. Dank der einsetzenden „Österreich zuerst-Stimmung“ häuften sich diskriminierende Ereignisse, die bis dahin nie oder nur in wesentlich geringerer Intensität vorkamen: Da wollten Angehörige für die Ihren nur österreichische Pfleger, dort lehnten sie eine dunkelhäutige Schwester ab.

Eine aus China stammende Krankenschwester musste ihr Kind aus einem Sandkasten in einem öffentlichen Park nehmen, weil die lieben Wienerinnen keine Ausländer-Kinder in „ihrem“ Sandkasten wollten. Am Wohnungsmarkt wurde es für Schwestern, Pfleger und alle anderen KollegInnen, die nicht aus Österreich stammen, sehr teuer. Der Jugoslawienkrieg brachte zusätzlich so manchen Keil ins Team und zeigte uns, wie schnell Rassismus zu Tausenden Toten führen kann. Ich halte es für inakzeptabel, dass Menschen, die für die Gesundheit der Wiener sorgen, von den Wienern ausgegrenzt und gekränkt werden.

Die erste Begegnung

Die überwiegende Mehrheit der „inländischen“ KollegInnen litt mit, wir hatten aber nichts, um Gemeinsamkeit und Solidarität zu zeigen. Ich gründete die Initiative „Der Mensch zuerst – Spitalspersonal gegen Ausländerfeindlichkeit“.  Zum Lichtermeer wollten wir mit einem Plakat in den Spitälern starten und mobilisieren. Mit welchem Geld? Ich selbst und viele bei uns an der Klinik waren Gastärzte ohne Honorar. Da die meisten Mitarbeiter Gemeindebedienstete waren, sprach ich beim Vorsitzenden der Gewerkschaft, Rudolf Hundstorfer, vor.

Ich bat ihn, das Plakat zu finanzieren. Wir kannten uns nicht. Rudolf Hundstorfer verstand die Wichtigkeit Solidarität und Zusammenhalt in dieser Situation zu fördern und die GdG finanzierte das Plakat. „Hände weg von unseren Kolleginnen und Kollegen“. Erwin Schuh fotografierte, Karl Berger designte und Max Wachter druckte. Das Plakat küsste eine mehrjährige Entwicklung im KAV wach, an ihre Diversity kreativ und human und zum Wohl aller zu arbeiten.

Love Parade und Preise

Immer wieder unterstützte Rudi Hundstorfer als Gewerkschafts-Obmann und Landtagspräsident die Initiative MZE. Plakate, Broschüren, Feste, Filme, Veranstaltungen, T-Shirts oder einen MZE-Truck bei der Love Parade. Zehn Jahre lang. Bis zum Preis der Pharmazeutischen Industrie für Soziales Engagement.

Unterstützung trotz Gegenwind

1996 beauftragte die GdG über Rudi Hundstorfer und die Generaldirektion des KAV die junge IBG mit einer Studie zu den Arbeitszeiten im Pflegeberuf. Die Dienstdauer lag in Wien bei 12,5 Stunden und wurde von den Personalvertretern inbrünstig verteidigt. Wir kamen zu einem anderen Schluss: diese langen Dienste beeinträchtigen Gesundheit und psychische wie physische Leistungsfähigkeit. Damit zogen wir uns den Zorn vieler Personalvertreter zu. Rudolf Hundstorfer als ihr Obmann hielt das aus und blieb loyal zu IBG und zum Inhalt. Wahlmöglichkeiten zwischen normalen und langen Diensten wurde Kompromiss.

Suche nach einer besseren Arbeitswelt

Die GdG und Rudi Hundstorfer unterstützten auch das bahnbrechende Projekte „Meisterhafte Pflegekunst – Horizontale Karriere im Pflegeberuf“, welches eine neue Qualität der Personal- und Teamentwicklung eröffnete und den frühen Abgang kompetenter Pflegepersonen aus dem patientennahen Dienst beenden sollte. Es ging immer um eine neue Arbeitswelt mit nachhaltiger Entwicklung der Teams und Mitarbeiter und damit auch der Gesundheitsleitungen.

Meister des aufrechten Ganges

Ich fand immer Gehör. Oft ging es um Fälle von Mobbing oder Ungerechtigkeiten gegenüber Menschen im Gemeindedienst, die ich abseits von IBG und meiner Praxis mit Rudi besprechen konnte. Er war ehrlich bemüht zu helfen. Wir sahen uns gern und er schätzte meine Haltung.

Später trafen wir uns in der voestalpine bei der Sitzung des dortigen Betriebsrates. Dies war zu einem Zeitpunkt, an dem die ÖGB-Führung angesichts ihres skandalösen Treibens in der BAWAG auseinandergefallen war, und Rudi plötzlich ÖGB-Präsident wurde. Das Amt galt unter diesen Umständen als unannehmbar. Rudi machte es trotzdem und durchlitt im voest-Betriebsrat einen Spießrutenlauf. Ich kam nach ihm an die Reihe und hatte die Aufgabe, die mögliche Schichtplanreform für 6.000 Mitarbeiter von Stahl Linz vorzustellen.

Begleiter der ersten Stunde

Für die Entwicklung der IBG war das voest-Projekt ein Meilenstein. Zu dieser Kooperation mit dem bedeutendsten Industrieunternehmen Österreichs wäre es ohne Rudi Hundstorfer nie gekommen. Seine Beauftragung, die Arbeitszeiten in der Pflege zu evaluieren und zu überdenken, machte IBG zum Kompetenzzentrum für gesündere Arbeitszeiten und Flexibilisierung – was IBG zum Ansprechpartner für die voest machte. Heute arbeiten in Linz 6.000 Mitarbeiter nach diesen Schichtplänen. Rudi Hundstorfer hat es gewagt, mit uns in einer heiklen Frage innovative Wege zu gehen.

Zuhörer

Er wurde Minister für Soziales. Wiederholt konnte ich bei Reform- und Projekt-Wünsche vortragen. Er freute sich immer mich zu sehen, freute sich, was aus IBG geworden ist, und dass Gerhard Klicka IBG-Geschäftsführer wurde. Und er konnte auch ein Stück Belastung bei mir abladen.

Danke für Laudatio

Ohne mein Wissen fädelte das Team von IBG meine Ernennung zum Professor ein. Als das Wissenschaftsministerium meine Berufung entschied, hielt Sozialminister Rudi Hundstorfer fest, die Rede zu meiner Ernennung halten zu wollen. Danke dafür.

Rudi war ein Sozial-Demokrat der besten Prägung. Die Gesellschaft braucht solche Menschen. Jetzt erst recht!