Kategorie: Allgemein

Postvirale Arbeitswelt: Das lernen Unternehmen aus ihren Corona-Erfahrungen

  • Die Pandemie drängt Unternehmen zu flexiblen und ortsungebundenen Arbeitskonzepten. Die neue Arbeitswelt (Homeoffice, Videokonferenzen, etc…) finden in der betroffenen Belegschaft hohe Zustimmung.
  • Die Entscheidungsträger in den Unternehmen bleiben gegenüber flexibler Arbeit weiterhin skeptisch. Viele Unternehmen haben mit Anfang Mai die Phase von Homeoffice beendet.
  • Die Betriebe müssen die Corona-Erfahrungen in Bezug auf Produktivität und Zusammenarbeit evaluieren und Entscheidungsgrundlagen schaffen. Eine Rückkehr zu alten Formen ist wenig versprechend.

Wien, 7.5.2020. Die Pandemie hat digitale Arbeitsformen binnen Wochen in den Mittelpunkt gerückt. Für viele Arbeitnehmer wird „New Work“ mit einem Schlag Realität. Über die Nachhaltigkeit der erzwungenen Einführung von Homeoffice und Videokonferenzen wird – nach Corona – deren Effizienz entscheiden: Können digitale Arbeitsformen für das Unternehmen eben so viel leisten wie Großraumbüro und Gruppenbesprechung? Österreichs größter betrieblicher Gesundheitsdienstleister IBG evaluiert die Effizienz von digitalen Arbeitsprozessen und untersucht die Nachhaltigkeit von Arbeit 4.0.

Mag. Roland Polacsek-Ernst, IBG-Bereichsleiter sowie Arbeits- und Organisationspsychologe, beobachtet eine starke Verunsicherung in den Unternehmen: „Viele Entscheidungsträger verfügen bei den neuen Arbeitsmodellen über eine gehörige Portion Skepsis. Jetzt geht es darum, Veränderungen festzuhalten und Erfahrungen zu evaluieren, bevor diese wieder im Business-as-usual verschwinden.“

Vom Zwang zum Neuen

Der Tag der Arbeit wurde 2020 per Videobotschaften und Online-Versammlungen begangen. Die Pandemie befördert das symbolträchtige Datum des 1. Mai auf ihre ganz eigene Weise ins digitale Zeitalter. Der Arbeitswelt bleibt keine Wahl: Covid -19 drängt die Menschen schneller als gedacht in eine neue Ära: In Europa ersetzen Videochats zahllose Businessflüge und auf der ganzen Welt verlagert sich ein Gutteil von Arbeitsvolumen ins Homeoffice. Unzählige neue Formen der Zusammenarbeit wurden angestoßen. Keine Gesellschaft kann dem Druck widerstehen: Covid-19 erzwingt neue digitale Umgangsformen für alle menschlichen Beziehungswelten.

Flexible Arbeitswelt

Die Verlagerung von Arbeit in die eigenen vier Wände ist eine der breitenwirksamsten Effekte von Corona. Laut einer Umfrage von TQS Research & Consulting arbeiten seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen 24 Prozent der ÖsterreicherInnen von zu Hause aus. Das Feedback seitens der MitarbeiterInnen ist dabei sehr gut: 7 von 10 Beschäftigten, die jetzt im Homeoffice tätig sind, wollen diese Möglichkeit künftig auch verstärkt nutzen. Sie schätzen ihre Produktivität im Homeoffice sogar als höher ein als im Unternehmen.

Grundlagen für „New Work“

IBG-Analyst Roland Polacsek-Ernst beobachtet „eine einmalige Chance für Unternehmen, den Stärken und Schwächen von flexiblen und eigenverantwortlichen Arbeitskonzepten auf den Grund zu gehen.“ Die Idee von „New Work“ mit variabler Präsenz, hoher digitaler Vernetzung, starker Anpassungsfähigkeit und weitreichender Selbständigkeit wird derzeit – gleichsam im Echtversuch – in vielen Unternehmen umgesetzt. Jetzt sei es an der Zeit, „über Evaluierungen die richtigen Schlüsse zu ziehen.“ Geeignete Messinstrumentarien liefern den Führungskräften die Fakten für notwendige Weichenstellungen. Roland Polacsek-Ernst und IBG können bei online-gestützten Produktivitäts-Evaluierungen auf einen weiten Erfahrungsschatz verweisen. Denn eines ist gesichert: Die Arbeitswelt wird nach Corona nicht mehr dieselbe sein. Roland Polacsek-Ernst rät zu Entscheidungen ohne Vorurteile: „Unternehmen sammeln derzeit einzigartige Erfahrungen. Sie müssen sie festhalten, um daraus zu lernen.“

Skepsis nicht beseitigt

Offen bleibt, wie weit die Zurückhaltung von breiten Kreisen unter den Führungskräften gegenüber der Arbeit im Homeoffice beseitigt werden konnte. Erste Anzeichen deuten darauf hin, dass die Erfahrungen der Pandemie den Hang zur Präsenzarbeit nur teilweise ersetzen konnten. Laut einer Umfrage des ÖPWZ hat die Mehrheit von 75 befragten Unternehmen das Abenteuer Homeoffice mit 4. Mai beendet.

 

Zum Unternehmen

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit über 165 MitarbeiterInnen, davon 70 ArbeitsmedizinerInnen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagement. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

Ansprechpartnerin: Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 (676) 38 49 022, Email presse@ibg.at I office@fabelhaft.biz

 

 

 

 

IBG erhält erneut das BGF Gütesiegel

IBG wurde am 2. April 2020 zum zweiten Mal das BGF Gütesiegel für Leistungen rund um die Gesundheit aller Mitarbeiter*innen verliehen.

Im Jänner startete das IBG-Team zusätzlich das Projekt »IBG_digital: ICH BLEIB GESUND in der Arbeitswelt 4.0 – digitale Herausforderungen gemeinsam meistern«.  Dieses Vorhaben widmet sich verstärkt der fortschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt und wird vom Fonds Gesundes Österreich gefördert.

Leitziele des Projekts:

  • Wohlbefinden und digitale Kompetenzen der IBG Mitarbeiter*innen erhöhen
  • Reduktion von Belastungen sowie Erhalt gesunder Arbeitsbedingungen mit Fokus auf Arbeitswelt 4.0/ Digitalisierung
  • Mitarbeiter*innen-Bindung, Identifikation mit IBG und Wissen um IBG Leistungen
  • Hohes Gesundheitsbewusstsein und -verhalten

Mit dem ICH BLEIB GESUND Gesundheitsportal wurden 2019 bereits wichtige Schritte hinsichtlich Digitalisierung umgesetzt, denn das Gesundheitsportal bietet, neben allgemeinen und aktuellen Informationen zum betrieblichen Gesundheitsmanagement bei IBG, laufend Gesundheitstipps und Gesundheitsinformationen aus den Bereichen Arbeitsmedizin, Arbeitspsychologie, Ergonomie und Sicherheit sowie die Möglichkeit sich für diverse Gesundheitsangebote anzumelden.

Ergänzend zu den Gesundheitsangeboten, die unter anderem Schulungen, Workshops, Untersuchungen und Begehungen beinhalten, werden auf Basis der Ergebnisse der im 2-Jahres-Rhythmus durchgeführten Mitarbeiter*innen-Befragungen bereits seit 2013 auch zahlreiche Verhältnismaßnahmen österreichweit an allen Standorten umgesetzt.

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Mehr Informationen

Covid19: Wie kann ich mit sozialer Isolation umgehen?

Das neuartige Corona-Virus fordert immer mehr Einschränkungen in unserem täglichen Leben und aufgrund der rasanten Ausbreitung, nun auch soziale häusliche Isolation. Was zunächst für den einen wie Urlaub klingen mag, kann und ist für viele beängstigend und besorgniserregend. Dem kann man entgegenwirken, indem man aktiv bleibt und seine Tage durchstrukturiert. Hier ein paar Tipps für Aktivitäten, um sich positiv abzulenken und die Zeit für sich sinnvoll zu nutzen:

Einen Plan machen

Erstellen Sie sich zunächst einen Plan für die kommende Woche. Wenn Sie im Home-Office tätig sind, ist der Großteil des Tages vermutlich schon durchorganisiert. Ist dies nicht der Fall, versuchen Sie dennoch eine Tagesstruktur beizubehalten und sich gewisse Dinge vorzunehmen, um beschäftigt zu sein. Planen Sie ein Highlight pro Tag, auf das Sie sich freuen können.

Frühjahrsputz

Nutzen Sie die gewonnene Zeit und nehmen Sie den Frühjahrsputz in Angriff. Gerade jetzt ist es sinnvoll alles möglichst sauber zu halten. Putzen Sie auch Ihre Fenster und nutzen Sie die Gelegenheit frische Luft zu tanken.

Dokumente sortieren

Über das Jahr sammeln sich viele Dokumente und Unterlagen an, die häufig ohne sich Gedanken zu machen, wie man sie später wieder findet, in einer Schublade oder einem Kasten verschwinden. Jetzt wäre die Gelegenheit Ordnung zu schaffen.

Sich fit halten

Gerade wenn man viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbringt und auch der Weg in die Arbeit wegfällt, ist es wichtig sich fit zu halten, auch wenn die Möglichkeiten begrenzt sind. Bewegung hilft erwiesenermaßen Stress und Anspannung abzubauen. Es gibt viele Übungen, die sich sehr gut mit dem eigenen Körpergewicht machen lassen (Liegestütz, Sit-ups, Kniebeugen, Burpees,…), aber auch im Internet lassen sich viele Videos mit Anleitungen für z.B. Yoga finden.

Bilden Sie sich weiter

Vielleicht gibt es ein Sachbuch, das Sie schon längst lesen wollten, aber nie die Zeit dafür gefunden haben oder eine Sprache, die Sie schon immer gerne lernen wollten. Neue Medien machen es möglich, dass wir uns in verschiedenen Bereichen jederzeit weiterbilden können – sei es über Apps, E-Books oder Workshops und Vorträge auf YouTube.

Andere unterstützen

Wenn Sie nicht selbst zu der gefährdeten Gruppe zählen, bieten Sie gefährdeten Nachbarn Ihre Unterstützung an und übernehmen Sie Erledigungen wie den Einkauf oder das Besorgen von notwendigen Medikamenten – dies sollte selbstverständlich möglichst ohne direkten Kontakt und unter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen geschehen.

Brettspiele ausprobieren

Sollten Sie die Isolation nicht alleine verbringen, greifen Sie auf die vielleicht schon lange verstaubten Brettspiele zurück und vertreiben Sie sich die Zeit gemeinsam. Gerade Kinder brauchen jetzt auch viel Beschäftigung.

Lesen, Musik und Kultur

Wie viele Bücher stehen noch in Ihren Regalen und warten darauf gelesen zu werden? Oder hören Sie mal wieder Musik, schauen Sie sich ein Konzert oder Theaterstück online an. Vieles wird mittlerweile schon im Internet zur Verfügung gestellt.

Bleiben Sie in Kontakt

Nutzen Sie Skype, Whats-App, Telefon und andere soziale Medien, um mit Ihrer Familie und Ihren Freunden in Kontakt zu bleiben und sich auszutauschen. Wählen Sie bewusst auch andere Gesprächsinhalte und fokussieren Sie sich auf Positives.

Fit im Home-Office

IBG-Partner »FitnessGoesOffice« bietet online kostenlose Trainingseinheiten an.

Home-Office und Ausgangsbeschränkungen machen es uns manchmal nicht leicht uns fit durch den Alltag zu bringen. Die IBG-Kooperation mit „FitnessGoesOffice« macht dies aber einfacher. Alle  Mitarbeiter*innen unserer Kunden können sich täglich mehrmals über einen eigenen Link einloggen. Dort zeigen professionelle Trainer*innen vor, wie man sich auf kleinstem Raum anhand eines vorgezeigten täglich neuem Übungsprogramm fit und beweglich halten kann.

Der Tag beginnt mit Vikis »good morning show«, geht dann zu Mittag weiter mit Philipps »active lunch«, um so eine etwaige Mittagsmüdigkeit zu vertreiben. Wer tagsüber keine Zeit findet oder vielleicht auch keine Lust hatte, kann sich noch immer am Abend mit dem »functional fit« Programm auspowern oder mit „mobility“ dehnen und entspannen. Alle Videos sind auch als Upload verfügbar. Ein offenes Fenster sorgt dabei für genügend Frischluft. Mehr als 500 Teilnehmer*innen nutzen dieses kostenlose Service bereits.  Probieren Sie es einfach aus und machen Sie mit.

 

COVID19: Keine Schule – Was nun?

Die aktuelle Situation stellt viele Eltern vor neue Herausforderungen. Im ganzen Land wurden die Schulen geschlossen und Eltern sind aufgefordert ihren Kindern zu vermitteln, dass sie zwar nun schulfrei haben, aber keine Ferien. Kinder und Jugendliche können also nicht ihren üblichen Hobbies und Beschäftigungen nachgehen, wie sie es sonst an schulfreien Tagen tun – sie müssen zuhause bleiben. Da es derzeit nicht absehbar ist, wie lange dieser Zustand andauern wird, ist es ratsam für den eigenen Nachwuchs ein paar Überlegungen anzustellen, damit das Familienleben in den nächsten Wochen in gewohntem Gleichgewicht verläuft. IBG-Expertin und Psychologin Regina Nicham gibt Tipps für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen in der häuslichen „Isolation“

Strukturierter Tagesablauf

Versuchen Sie auch in dieser ungewöhnlichen Zeit für einen strukturierten, gewohnten Tagesablauf zu sorgen – planen Sie nach Möglichkeit feste Schlaf- und Essenszeiten, Zeit zum Lernen und zum Spielen ein. Dies gibt Kindern und Jugendlichen Halt. Erstellen Sie diesen Plan gemeinsam mit Ihren Kindern, das verhilft zu mehr Akzeptanz. Auch klar abgegrenzte Stunden, in denen sich jede/r alleine beschäftigt sind hilfreich.

Positive Haltung

Bewahren Sie sich eine positive Grundhaltung. Kinder spüren, wenn Sie unter Stress stehen und übernehmen diesen teilweise. Ruhe und Struktur vermittelt Kindern hingegen Sicherheit und Zuversicht.

Situation ansprechen und zuhören

Sprechen Sie die Situation dem Alter des Kindes entsprechend an und erklären Sie die Hintergründe für die schulfreie Zeit. Hören Sie geduldig zu, wenn Ihnen Ihr Kind seine Eindrücke der Situation schildert. Sagen Sie offen, wenn Sie etwas selbst nicht wissen. Gehen Sie gemeinsam die verschiedenen Vorsichtsmaßnahmen für eine Ansteckung durch und erklären Sie kindgerecht, warum dies wichtig ist. Hierzu gibt es bereits verschiedene Videos online, die Sie dabei unterstützen können.

Vermeiden Sie ein Zuviel an Medienberichten

Schützen Sie Ihre Kinder vor einem Zuviel an Medienberichten über das Corona-Virus, dies kann zu einer Aufmerksamkeitsverzerrung führen und beängstigend wirken.

Soziale Kontakte digital aufrechterhalten

Ermöglichen Sie Ihrem Kind beispielsweise über Video-Telefonie mit den Großeltern, anderen Familienmitgliedern und FreundInnen in Kontakt zu bleiben.

Absehen von Erziehungsmaßnahmen

Sehen Sie vorübergehend vor großen Erziehungsmaßnahmen ab. Für Ihr Kind ist die Situation auch neu und schwer zu verstehen. Motivieren Sie Ihr Kind zu gewünschtem Verhalten, indem Sie es positiv verstärken. Nehmen Sie es an, wenn Ihr Kind in dieser Zeit anhänglicher ist. Was es jetzt braucht ist Halt und Geborgenheit.

Bewegung

Auch wenn momentan die Möglichkeiten eingeschränkt sind und Sie nicht ins Freie können, ermöglichen Sie Ihren Kindern sich zu bewegen. Bewegung baut Stress und überschüssige Energie ab. Versuchen Sie verschiedene Bewegungsübungen mit Ihrem Kind gemeinsam, graben Sie die Springschnur wieder aus, spielen Sie verstecken oder bedienen Sie sich der Möglichkeiten moderner Technik (Wii, Playstation etc.).

Gemeinsam kochen

Eine weitere Möglichkeit das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, ist gemeinsam zu kochen und zu backen. Die Kinder sind beschäftigt und unterstützen Sie außerdem bei dem ohnehin Notwendigen.

Brettspiele und basteln

Greifen Sie auf die vielleicht schon lange verstaubten Brettspiele zurück oder basteln Sie gemeinsam. Haben Sie keine Bastelbücher zuhause, finden Sie über das Internet heraus, wie Sie mit einfachen Dingen, die Sie zuhause zur Verfügung haben, für Ablenkung sorgen können.

Hörspiele, Fernsehen, Computer

Auch Hörspiele können Kinder stundenlang beschäftigen, noch bevor Sie zum Bildschirm-Joker greifen. Aber auch dieser kann zum Einsatz kommen, um auch einmal ein bisschen Zeit für andere Dinge zu gewinnen. Begrenzen Sie mit ihrem Kinde gemeinsam die „Bildschirm-Zeiten“ für Fernsehen, Handy oder Computer.

Langeweile darf sein

Aber auch Langeweile darf sein, Sie sind nicht Eventmanager für Ihre Kinder. Sie werden sehen, dass gerade Langeweile große Kreativität in Ihren Kindern wecken kann. Denken Sie daran, wie lange sich kleine Kinder mit einem Stock und einem Stein beschäftigen.

Young Woman Waking Up From Sleep And Smiling

Energiequelle Schlaf

IBG beschäftigt sich nicht nur mit der Gestaltung von gesunden Arbeitsplätzen, sondern auch mit der Wechselwirkung zwischen betrieblichem und persönlichem Wachstum. IBG will eine humane und wirtschaftliche Arbeitswelt gestalten.

Eine wichtige Voraussetzung für einen energiegeladenen (Arbeits-)tag ist eine erholsame Nachtruhe. Da wir etwa ein Drittel unseres Lebens schlafen und der Schlaf eine wesentliche Energiequelle für uns darstellt – nicht nur geistig, sondern auch körperlich – ist dieses Thema besonders wichtig für ein gesundes Leben.

Jeder von uns kennt es – wir haben schlecht geschlafen, aus welchem Grund auch immer, der nächste Tag gestaltet sich mühsam und ist schwerer zu bewältigen.

Ziel eines erholsamen Schlafes ist es einerseits die Muskulatur zu entspannen und andererseits die Bandscheiben möglichst zu entlasten.

Um dies zu erreichen, gibt es drei Grundregeln:

  • In der Rückenlage soll die Wirbelsäule ihre Doppel-S-Form beibehalten
  • In der Seitenlage soll die Wirbelsäule eine gerade Linie bilden
  • In der Früh soll jede/r das Gefühl haben, dass er ohne Schmerzen und erholt aufwacht.

Das optimale Schlafsystem: Es kommt nicht auf das Modell oder den Preis an. Wir haben das Glück, dass es im Bereich Lattenrost/Matratze/Kopfpolster sehr viele unterschiedliche Modelle gibt, die auch unterschiedliche Bedürfnisse abdecken. Das macht natürlich die Auswahl durch den Nutzer/die Nutzerin nicht einfacher, aber erhöht die Chance die geeignete Schlafkombination zu finden. Diese besteht immer aus einer Kombination von Lattenrost UND Matratze UND Kopfpolster.

Wichtig bei der Auswahl ist, dass wir uns entsprechend Zeit zum Ausprobieren nehmen, schließlich verwenden wir eine Matratze etwa zehn Jahre, der Zeitaufwand zahlt sich damit auf jeden Fall aus.

Unsere Empfehlung – gehen Sie mit Ihrem Partner/Partnerin oder einer Person Ihres Vertrauens in ein Möbelgeschäft und testen Sie die unterschiedlichen Angebote und Varianten mit den unterschiedlichsten Einstellmöglichkeiten. Lassen Sie sich nicht von Angeboten oder „Weltneuheiten“ locken, versuchen Sie auf sich und Ihr Gefühl zu hören.

Achten Sie auf eine optimale Schlafposition:

  • Ist die Wirbelsäule in der Seitenlage gerade? Lassen Sie wirklich ihre Wirbelsäule entlang der Dornfortsätze abtasten.
  • In der Rückenlage soll überall entlang der Wirbelsäule der gleiche Druck vorhanden sein, es sollen keine Hohlräume spürbar sein.
  • Nutzen Sie auch die Umtauschmöglichkeiten.
  • Die Einstellungen sollten in der hauptsächlichen bzw. beliebteren Schlafposition vorgenommen werden, die anderen Schlafpositionen werden so zum Großteil auch abgedeckt.
  • In der Seitenposition können zur Unterstützung zwischen den Knien auch ein Polster oder ein Teil der Decke platziert werden, dies verhindert ein Eindrehen des Beckens.
  • Kopfpolster:
  • In der Seitenlage soll der Kopfpolster die Distanz zwischen Ohr und Schulter abdecken
  • In der Rückenlage soll der Kopfpolster den Bereich zwischen Hinterhaupt und Matratze ausfüllen und ist somit natürlich deutlich dünner
  • Wir unterscheiden zwischen zwei Modellen – vorgeformte Polster und Polster mit Füllmaterial. Hier kommt es ganz stark auch auf die individuelle Vorliebe an, manche mögen das „Stopfen“ des Polsters, manche kommen mit den vorgeformten Polstern gut zurecht.
  • Übrigens: Polster auch in den Urlaub mitzunehmen erhöht die Erholung und somit die Lebensqualität.

Je höher der Leidensdruck, umso wichtiger ist es noch genauer auf die richtige Einstellung zu achten und die Kombination Matratze/Lattenrost/Polster in die richtige Ebene zu bekommen – hier hilft zum Beispiel auch das Einlegen von Handtüchern (gerollt unter die Matratze zur Stabilisierung jener Stellen, wo der Körper absinkt).

Bauchschlafen hat durch die notwendige Drehung in der Halswirbelsäule eine hohe Belastung ebendort, besonders natürlich, wenn ein Beruf ausgeübt wird, der diesen Bereich den ganzen Tag fordert,  vor allem bei sitzenden Berufen. Hier kommt die Halswirbelsäule den ganzen Tag nicht zur Ruhe und durch das Bauchschlafen erholt sich der Körper auch nicht in der Nacht. Als Variante zur Verbesserung der Situation ist ein Seitenschläferpolster sinnvoll, der den Körper ein wenig aufkippt und die Drehung in der Halswirbelsäule reduziert.

Schlafen ist lebensnotwendig, daher ist es wichtig, dass wir unsere Erholungsphase für Körper und Geist entsprechend gut gestalten.

 

Empfehlungen im Umgang mit dem Coronavirus

Kürzer arbeiten wäre doch eigentlich besser

Geld oder Leben? Vor diese lebenswichtige Frage aus dem Gaunermilieu werden wir im »normalen« Arbeitsleben kaum gestellt. Dennoch wäre es gesund, darüber ein wenig nachzudenken. Oder vernünftig. Oder vielmehr: träumen wird man ja noch dürfen …

Was ist für uns in Bezug auf Dauer und Intensität unserer Arbeit normal geworden? In den letzten Jahren, Jahrzehnten? Kaum wer, der bestreitet, dass die Aufgaben mehr und dichter geworden sind. Produktivitätssteigerung heißt das, wohlwollend formuliert. Formal ist die Normalarbeitszeit eher gleich geblieben. Überstunden vielleicht, die mehr wurden? Aber deren Abgeltung rechnen wir ja in unser laufendes Monatsbudget ein, womit wir beim Geld sind. Eigentlich brauchen wir das Ausmaß unserer Arbeit für unseren Lebensstandard.

Wirtschaftswachstum – bzw. dessen Gefährdung – ist das Argument des letzten Jahres gewesen, um bei den Arbeitszeiten noch »flexibler« zu werden. Der 12-Stunden-Tag wurde allen Branchen ohne große Hürden zugänglich gemacht. Freiwillig natürlich … Wird unsere durchschnittliche Wochenarbeitszeit dadurch gleich bleiben? Oder doch ansteigen? Belastbare Zahlen fehlen dazu noch.

Zeitdruck, Stress, fehlende Pausen, ständiger Druck über das ganze Jahr hin – steigendes Burnout-Risiko ist nach wie vor für viele ein Thema. Immer bessere Studien zeigen den erschreckend hohen Anteil derer, die schon gefährdet oder beeinträchtigt sind. Die wissenschaftlich belegbaren Folgen von längerer Wochenarbeitszeit sind erdrückend klar: Gesundheitsbeschwerden in alle Richtungen – Muskeln, Gelenke, Psyche, Schlaf – alles wird mit steigender Arbeitszeit kontinuierlich mehr belastet. Wir spüren es ohnehin, wenn wir ehrlich sind.

Immer mehr, immer intensiver?

War da nicht etwas, von wegen Digitalisierung und Automatisierung? Sollten uns nicht die Maschinen von unserer Arbeit entlasten? Wir sollten doch weniger arbeiten müssen, wenn die Computer und Automaten für zunehmenden Produktivitätszuwachs sorgen? Wo ist hier der Denkfehler? In der Realität verschwinden die Arbeitsplätze eher, die automatisiert wurden – die verbleibende Arbeit verteilt sich nicht auf alle. Es gibt sie, jene die »abgebaut« werden – häufig Ältere, oder die, die nicht mehr ohne Einschränkung mitkönnen. Ja, sozial abgefedert, aber trotzdem oft demotiviert, und eines wichtigen Sinns ihres Lebens beraubt. Wie lange können wir uns aber Frühpensionierungen und Arbeitslosigkeit als Gesellschaft noch leisten?

Wie viel Arbeit braucht der Mensch?

Wie viel Arbeit brauchen wir eigentlich mindestens, um gesund zu bleiben? Da gab es neulich eine Untersuchung der Universität Cambridge: es sind 8 (in Worten: acht!) Wochenstunden. Das ist das Ausmaß, nachdem vorher Arbeitslose wieder das gleiche Gesundheitsniveau von Arbeitenden erreichen. Wäre es also nicht gesünder, deutlich weniger zu arbeiten, als die derzeitigen 38 bis 40 Stunden, oder 42 – durchschnittliche Überstunden eingerechnet. Ein überwiegender Teil der Vollzeit-Arbeitenden wünscht sich das (Teilzeit-Arbeitende umgekehrt, aber das ist eine andere Geschichte). Gesünder wäre es jedenfalls, sagen alle Studien! Also liegt es wohl nur daran, dass wir es uns finanziell nicht leisten können?! Das betrifft vor allem die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens – in einer Höhe, bei der man auch ohne Arbeit ein menschenwürdiges Leben führen kann, also deutlich höher angesiedelt als derzeitige Sozialhilfe-Modelle. Wer könnte das bezahlen?

Es gibt interessante Denkansätze:
Zum Beispiel die steigenden Kapitalgewinne von Unternehmen nicht über Steuern der Allgemeinheit zugänglich zu machen – die Nachteile kennen wir: Umgehungskonstruktionen und Abwürgen von unternehmerischer Motivation. Eine Alternative: Staaten beteiligen sich in einem relevanten Ausmaß an verschiedensten privaten Unternehmen, und kommen damit direkt in den Genuss von Gewinnausschüttungen. Das hat nichts mit alten verstaatlichten Modellen zu tun, ganz im Gegenteil. Die Allgemeinheit profitiert von Globalisierung, Effizienzsteigerung und Kapitalgewinn. Der Staat wird zum Shareholder.

Nicht nur Sozialtheoretiker halten diesen Ansatz für interessant, inzwischen auch gestandene Wirtschaftswissenschafter. Zugegeben, es klingt visionär. Einzelne praktische Umsetzungen gibt es, z.B. Staatsfonds wie in Norwegen. Ein anderer Weg: eine Finanztransaktionssteuer in verblüffend geringer Höhe würde reichen.

Die Vision der sinnstiftenden Arbeit

Jedenfalls ist die Vision der selbstgewählten, sinnstiftenden Arbeit ohne den Zwang der Sorge für den Lebensunterhalt für sich und die Familie recht verlockend. Apropos: im November lief die Eintragungsfrist für das Volksbegehren »Bedingungsloses Grundeinkommen«.

Trends wie der Fachkräftemangel verstärken das momentane Ungleichgewicht. Auch die immer öfter beklagte laxe Arbeitsmotivation der sehr jungen Generationen, die »uns Alten« unverständlich erscheint und die wir glauben kompensieren zu müssen. Aber ist nicht genau diese Einstellung der Jungen die vernünftigere und gesündere – die uns Hoffnung geben darf? Oder auch das Beispiel der Firma eMagnetix in OÖ: 30 statt 38,5 Wochenstunden bei gleichem Gehalt – die Arbeitsabläufe wurden sinnvoll verkürzt ohne Pausen zu streichen, und alle fühlen sich gesünder und wohler.

Vielleicht ist Änderung der politischen Stimmung ein erster zaghafter Schritt hin zu neuen Möglichkeiten? Nachhaltigkeit nicht nur in Sachen Umwelt, auch was eine menschlichere Arbeitswelt angeht? Träumen wird man ja noch dürfen …

AUTOR: HELMUT STADLBAUER

Vorsätze und der innere Schweinehund 1

Vorsätze und der innere Schweinehund

Georg Hafner, Arbeits- und Sportpsychologe im Gespräch mit Schau-TV über Vorsätze, Ziele und den inneren Schweinehund

Meist sind es die – kurz vor Mitternacht zum Jahreswechsel, oder Geburtstag getätigten Vorsätze für das nächste Jahr. Solche, wie »ich höre zum Rauchen auf, ich möchte schnell mal 10 kg abnehmen, oder ich mache mehr Bewegung«. Aber warum weiß man meist drei Tage später nichts mehr davon?

Vorsätze sind gut, aber es macht Sinn zu planen. Je konkreter man plant, desto besser kann sich das Gehirn darauf einstellen. Wichtig ist es, sich Zwischenziele zu setzen, sie motivieren.

Beim Rauchen geht es nicht nur um Gewohnheiten, sondern auch um den Suchtfaktor. Deswegen kann es zwar manches Mal funktionieren von heute auf morgen damit aufzuhören. Aber gerade beim Rauchen hilft es, psychologische Hilfe anzunehmen. Wichtig ist, Rückfälle niemals als ein Scheitern zu verurteilen, sondern als Restart -ok ich bin wieder bereit und starte wieder durch.

Wenn wir uns weiterentwickeln wollen braucht es einen konkreten Plan um schrittweise etwas zu verändern. Wichtig ist, dass der Wille zur Veränderung von innen kommt. Also wenn ICH etwas verändern will, ist das der erste Schritt. So eine Verhaltensveränderung dauert sechs bis acht Wochen um das neue Muster zu etablieren. Wir wünschen viel Erfolg.

Zum Beitrag

Arbeit und Alter: Warum Unternehmen nicht länger ohne Ü50 auskommen

  • Unternehmen müssen umdenken: Die demografische Entwicklung, Facharbeitermangel  sowie der Druck zu einem höheren Pensionseintrittsalter steigern die Bedeutung älterer ArbeitnehmerInnen für Betriebe.
  • Der Führungsstil des Managements hat großen Einfluss auf die Gesundheit der MitarbeiterInnen. So beeinflusst Führungsverhalten die Gesundheit eines Mitarbeiters um 3,6-mal mehr als gesunde Ernährung.
  • Humanökologische Flexibilisierung bedeutet: Das Management passt das Einsatzprofil der MitarbeiterInnen dem sich verändernden Stärke-Schwächen-Profil der älteren Belegschaft an.

Wien, 14.1.2020. Die Diskussion um ein höheres Pensionsantrittsalter in Österreich wird intensiver. Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte jüngst an, die erst im September 2019 beschlossene neue Hacklerregelung im Laufe des Jahres wieder „reparieren“ zu wollen und den Eintritt in die Pension erst mit einem höheren Lebensalter zu ermöglichen.

Nur gesunde Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen können länger im Erwerbsleben gehalten werden. Das Regierungsübereinkommen der türkis-grünen Koalition schreibt in der Präambel zum Thema „Pensionen“: „Menschen sollen in ihrer Arbeit gesund bis ins Pensionsalter kommen. Um das zu erreichen, schaffen wir ein betriebliches Gesundheitsmanagement, das den Erhalt der Gesundheit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern besonders in den Vordergrund stellt.“

Die Realität in Österreich steht diesen Plänen noch entgegen. MitarbeiterInnen über 50 werden zunehmend gekündigt. Laut AMS betrug 2010 der Anteil der über 50jährigen an den heimischen arbeitslos Gemeldeten 21 Prozent. 2019 lag der Ü50-Anteil bereits bei hohen 33 Prozent.  Gleichzeitig wachsen die Klagen der Wirtschaft, mangels FacharbeiterInnen den Marktbedarf nicht mehr decken zu können. Der demografische Wandel erhöht den Druck auf die Betriebe, Mitarbeiter auch jenseits der 50 im Unternehmen zu halten.

IBG-Geschäftsführer Dr. Gerhard Klicka spricht sich für die Flexibilisierung von Arbeit aus: «Modernes Unternehmensmanagement zeichnet sich heute durch die generationengerechte Differenzierung der Arbeitsanforderungen aus. So wie sich Stärken und Schwächen der MitarbeiterInnen im Laufe der Zeit verändern, so muss sich auch des Jobprofil verändern. Dies bedeutet nicht leichtere, sondern andere Arbeit für ältere Mitarbeiter.» Der IBG-Beratungsansatz spricht dabei von humanökologischer Flexibilisierung von Arbeit.

Umdenken in Unternehmen

Christine Mayrhuber ist WIFO-Expertin für Fragen des Arbeitsmarktes und des heimischen Pensionssystems sowie Mitglied der Alterssicherungskommission. Das Gremium erstellt Gutachten für die Regierung, wie sich die Pensionen mittel- und langfristig entwickeln und wie sie finanzierbar bleiben. In einem Interview mit dem Ö1-Morgenjournal[1] sieht die Wissenschaftlerin keine Notwendigkeit, das gesetzliche Pensionsalter noch höher zu setzen: “Wenn man es einmal schafft, dass die Menschen wirklich bis 65 arbeiten, dann wäre zur Sicherung des Pensionssystems sehr viel erreicht,“ so Mayerhuber. Dafür brauche es aber – unter anderem – ein neues MitarbeiterInnenbild in den Unternehmen: „Die Betriebe müssen umdenken, um die Menschen länger in Beschäftigung zu halten; und um auch gesundheitlich Beeinträchtigte in Beschäftigung zu halten.“

Moderne Führung fördert Gesundheit

Betriebliches Gesundheitsmanagement bringt Mensch und Arbeit in eine – aus Gesundheitssicht – bestmögliche Beziehung. Dies gilt auch für die Etablierung generationengerechter Arbeit: Führungskräfte spielen dabei eine entscheidende Rolle: Denn der Führungsstil hat einen bedeutenden Einfluss auf die Gesundheit und somit auf die Produktivität der Mitarbeiter. Der Einfluss des Führungsverhaltens auf die Gesundheit eines Mitarbeiters ist um 3,6-mal größer als der Einfluss von gesunder Ernährung (Ilmarinen/Tempel, 2002). Führungskräfte prägen das Klima im gesamten Unternehmen. Daher muss das Unternehmensmanagement im Bemühen um altersgerechte Arbeit eine zentrale Führungsrolle übernehmen.

Beratung aus Erfahrung

IBG berät Unternehmen beim Aufbau generationengerechter Arbeitsweilten. IBG-Geschäftsführer Gerhard Klicka: „. In diversen IBG-Projekten wurde erkannt, dass der Umsatz, der Deckungsbeitrag, die Qualität, die Fehlerlosigkeit, die Kundenbeziehung mit dem Berufsalter tendenziell steigen. Diese betrieblichen Analysen waren ausschlaggebend dafür, dass Unternehmen mit der Golden-Handshake-Tradition gebrochen haben.“

Optimale Verwendung nach Stärken

Aufbauend auf dem vom IBG-Gründer Rudolf Karazman entwickelten Konzept der „humanökologischen Führung“ ist Älter werden kein Abbau-Prozess, sondern ein Umbau. Management nach humanökologischen Prinzipien nützt die Stärken jeder im Unternehmen beschäftigten Generation und vermeidet deren Schwächen.

So verändert sich die Leistungsfähigkeit des Menschen:

  • Im Alter schwinden die körperlichen Kräfte. Aufgaben, die mit Stehen, Gehen, Heben, Tragen zu tun haben, fallen mit dem Älterwerden viel schwerer. Auch die Stress-Toleranz sinkt.
  • Gedächtnis-Leistungen und Lernfähigkeit bleiben bei richtiger Didaktik gleich.
  • Die beruflichen und sozialen Kompetenzen hingegen wachsen mit dem Lebensalter. Empathie, Überzeugungskraft und Entschiedenheit nehmen mit dem Älterwerden zu.

Werden KollegInnen entsprechend ihrer veränderbaren Eignungen eingesetzt, entwickeln sich Generationenunterschiede zu Quellen für nachhaltige Produktivitätszuwächse und Teamentwicklung: Der Ältere kann in einer Filiale nicht mehr sechs Stunden stehen, dafür aber schwierige Kundengespräche führen. Die Jüngere kann noch 20 Kunden betreuen, der Ältere nicht mehr, dafür kann dieser aber Spezialaufgaben übernehmen.

Fünf Tipps für generationengerechtes Arbeiten

  1. Katalysator-Funktion: Mensch-zu-Mensch-Arbeiten wie Kundenarbeit, Führung, Entwicklung oder Aufbau von Teams fallen mit dem Älterwerden leichter. Im Gegensatz dazu zeigt sich, dass das höchste Burn-out-Risiko für jüngere Kolleginnen in Mensch-zu-Mensch-Berufen in den ersten Jahren besteht, in denen Fachwissen vorhanden ist, aber die Kompetenz im Umgang mit dem Klienten noch nicht ausgeprägt ist. Die Einbeziehung Älterer in das Team senkt den Stress der Jüngeren.
  2. Berater-Funktion: Die erfahrenen Kräfte werden dazu eingeladen, ihr Wissen an die Jungen weiterzugeben. Es werden Produktionsabläufe im Unternehmen diskutiert, Workflows bei Dienstleistern konkretisiert, Erfahrung geteilt. So werden künftig Doppelgleisigkeiten vermieden.
  3. Mentoren-Funktion: Ältere MitarbeiterInnen wurden als MentorInnen für jüngere eingesetzt. Damit wird im Sinne von Wissensmanagement der Know-how-Fluss gesichert. Die Wertschätzung führt zu einer verbesserten Wahrnehmung älterer KollegInnen im Unternehmen. Gleichzeitig unterstützt das Verfahren neue MitarbeiterInnen bei der Integration in das Unternehmen.
  4. Weiterbildung für Ältere spezialisieren: Ältere MitarbeiterInnen sind unverändert lernbereit. Sie haben nur verlernt zu lernen. Dies kann mit langsamem Anlernen bei langer Lernentwöhnung gemildert oder gar beseitigt werden. Lerntechniken müssen angeboten werden – dies unterstützt besonders Menschen, die schon lange nicht mehr gelernt haben.
  5. Arbeitsplatz-Gestaltung: Die ergonomischen Gegebenheiten der Arbeitsplätze von älteren KollegInnen werden untersucht. Die Anschaffung ergonomisch optimierter Bürostühle allein schafft Wunder.

Sichtbarkeit von Wertschätzung

Unternehmensführung, aber auch MitarbeiterInnen selbst müssen das Potenzial von erfahrenen Kräften erkennen. Eine humanökologische Flexibilisierung von Arbeit bedeutet, dass es keiner teuren Umstrukturierungen bedarf, um ein Unternehmen zum angenehmen Arbeitsplatz für mehrere Generationen zu machen. Am Ende gewinnen Führungskräfte, MitarbeiterInnen und das Unternehmen selbst.

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit über 165 MitarbeiterInnen, davon 70  ArbeitsmedizinerInnen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagement. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

Ansprechpartnerin: Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 (676) 38 49 022, Email presse@ibg.at I office@fabelhaft.biz

Experte Tobias Glück sorgt für mehr Achtsamkeit im Straßenverkehr

Dr. Tobias Glück, IBG Arbeitspsychologe und Achtsamkeitsexperte, hat im Auftrag der Kreativagentur Vice Virtue für Renault das erste In-Car-Meditationstraining der Welt entwickelt.

Der Podcast „CLIO YOUR MIND” ist unterteilt in fünf Übungen, die auf unterschiedliche Verkehrssituationen abgestimmt sind. Das Training kann ganz einfach vor oder nach jeder Autofahrt absolviert werden. Es soll AutofahrerInnen dabei helfen, ihren gedanklichen Ballast abzulegen, um sich voll und ganz auf ihr Umfeld und den Straßenverkehr konzentrieren zu können.

Assistenzsystem fürs Bewusstsein

Täglich sitzen Millionen ÖsterreicherInnen in ihren Autos. Sie sind dabei häufig abgelenkt. Unbeantwortete E-Mails, WhatsApp-Nachricht oder ein bevorstehender Termin kapern die Aufmerksamkeit. Die Gedanken schwanken zwischen dem Organisieren der Familie und Stress im Job. Mit einer wachsenden Flut an Informationen und Ablenkungen konfrontiert, ist es immer schwieriger, bewusst im Moment zu sein​. ​​Was fehlt, ist ein neuartiges Assistenzsystem: eines fürs Bewusstsein.

Miteinander im Straßenverkehr

Ein zentraler Aspekt im Umgang mit anderen Menschen und unserer Umwelt ist Achtsamkeit. Achtsam zu handeln, bedeutet aufmerksam hinzusehen, zuzuhören, dadurch den Moment und die Bedürfnisse anderer zu erkennen und bewusst darauf zu reagieren. Im Hier und Jetzt zu sein kann aber nicht nur zwischenmenschliche Beziehungen positiv beeinflussen, sondern auch das Miteinander im Straßenverkehr.

Wenn Sie CLIO YOUR MIND testen möchten, können Sie gleich hier in den Podcast starten​.

https://www.renault.at/kampagnen/clio-your-mind.html