Kategorie: 04 Presseinfo

Pressemeldungen

Zeitumstellung: Eine Stunde mehr Schlaf löst das Problem nicht

Wien, 21. Oktober 2026 – In der Nacht auf Sonntag, den 25. Oktober, werden die Uhren um 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Österreich kehrt damit von der Sommerzeit zur Normalzeit zurück. Was zunächst nach einer willkommenen zusätzlichen Stunde Schlaf klingt, lenkt aus arbeitsmedizinischer Sicht den Blick auf ein grundsätzliches Problem: Unser Alltag orientiert sich häufig stärker an der Uhr als an unserer inneren Zeit. Aktuelle Forschung unterstreicht, welche wichtige Rolle Licht, Schlafrhythmus und Chronotyp dabei spielen, wie gut Menschen mit vorgegebenen Arbeitszeiten zurechtkommen.
 
§  Normalzeit unterstützt den natürlichen Rhythmus:
Mehr Morgenlicht hilft der inneren Uhr und spricht aus arbeitsmedizinischer Sicht für eine dauerhafte Normalzeit.
§  Arbeitszeiten passen nicht zu jedem Chronotyp:
Besonders Spättypen können durch frühe Beginnzeiten benachteiligt sein. Flexible Arbeitszeiten können Gesundheit und Leistungsfähigkeit unterstützen.
§  Die Zeitumstellung ist nur ein Teil des Problems:

Schlafmangel, zu wenig Tageslicht und dauerhaftes Arbeiten gegen die innere Uhr sind für die Gesundheit relevanter als eine Stunde Zeitverschiebung.

Herbstumstellung meist leichter für die innere Uhr

Die Zeitumstellung im Herbst gilt als weniger belastend als jene im Frühjahr. Für die innere Uhr ist es grundsätzlich leichter, den Tagesrhythmus nach hinten zu verschieben als ihn vorzuverlegen. Dennoch bedeutet auch die Herbstumstellung eine abrupte Verschiebung zwischen äußerer und innerer Uhr.

„Wir diskutieren zweimal im Jahr über eine Stunde Zeitverschiebung. Dabei leben viele Menschen das ganze Jahr über gegen ihre innere Uhr“, sagt Dr. Helmut Stadlbauer, Arbeitsmediziner und Leiter des Bereichs Gesunde Arbeitszeiten bei IBG. „Aus arbeitsmedizinischer Sicht ist deshalb nicht nur die Zeitumstellung relevant. Entscheidend ist, wie gut Arbeitszeiten, Tageslicht und der individuelle Schlaf-Wach-Rhythmus zusammenpassen.“

Tageslicht als Taktgeber der inneren Uhr

Licht ist der wichtigste äußere Taktgeber unserer inneren Uhr. Gleichzeitig gibt es individuelle Unterschiede: Nicht jeder Mensch passt seinen Schlaf-Wach-Rhythmus gleich schnell an veränderte Zeiten an.

Für die Arbeitswelt ist das besonders relevant. Viele Beschäftigte verbringen einen Großteil des Tages in Innenräumen und bekommen insbesondere in den Wintermonaten morgens wenig natürliches Licht. Die Rückkehr zur Normalzeit hat hier einen Vorteil: Das Tageslicht steht morgens wieder früher zur Verfügung. „Morgenlicht ist für unsere innere Uhr besonders wertvoll“, erklärt Stadlbauer. „Wer morgens Tageslicht bekommt, unterstützt die Synchronisation des eigenen Tag-Nacht-Rhythmus. Das klingt banal, ist aber gerade bei Büroarbeit, Homeoffice und langen Arbeitstagen ein wichtiger Gesundheitsfaktor.“

Eulen haben im Arbeitsleben einen Nachteil

Menschen unterscheiden sich darin, wann sie biologisch am leistungsfähigsten sind. Frühtypen – „Lerchen“ – werden früher müde und sind morgens schneller leistungsfähig. Spättypen oder „Eulen“ schlafen später ein und erreichen ihre Leistungsfähigkeit entsprechend später am Tag.
Schule und Arbeitswelt orientieren sich jedoch stark an frühen Beginnzeiten. Für ausgeprägte Spättypen kann daraus ein dauerhafter „sozialer Jetlag“ entstehen – eine Diskrepanz zwischen der biologisch bevorzugten Schlafzeit und den gesellschaftlich vorgegebenen Zeiten.

„Wer regelmäßig zu einer Zeit Höchstleistung erbringen soll, zu der der Körper biologisch noch auf Schlaf eingestellt ist, startet mit einem strukturellen Nachteil in den Arbeitstag“, so Stadlbauer. „Flexible Arbeitszeiten sind deshalb nicht nur ein Benefit für Mitarbeiter. Richtig eingesetzt sind sie eine Maßnahme für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Prävention.“

IBG empfiehlt Normalzeit und mehr Flexibilität

Aus arbeitsmedizinischer Sicht spricht sich IBG weiterhin für eine dauerhafte Normalzeit (umgangssprachlich Winterzeit) aus. Sie orientiert sich stärker am natürlichen Hell-Dunkel-Rhythmus und sorgt insbesondere im Winter für mehr Licht in den Morgenstunden. Eine ganzjährige Sommerzeit würde hingegen bedeuten, dass Menschen im Winter noch länger in Dunkelheit aufstehen müssten.

Mindestens ebenso wichtig ist die Gestaltung des Arbeitsalltags. Wo es betrieblich möglich ist, können flexible Beginnzeiten helfen, unterschiedliche Chronotypen besser zu berücksichtigen. Auch ausreichend Tageslicht am Arbeitsplatz, Bewegung im Freien und ein bewusster Umgang mit sehr frühen Arbeitsbeginnzeiten sollten Teil der betrieblichen Gesundheitsvorsorge sein.

Tipps für die Tage rund um die Zeitumstellung

Die Umstellung auf die Normalzeit fällt den meisten Menschen leichter als jene im Frühjahr. Trotzdem kann es einige Tage dauern, bis sich der Schlaf-Wach-Rhythmus angepasst hat. IBG empfiehlt, die gewohnte Schlafdauer möglichst beizubehalten und die zusätzliche Stunde nicht durch einen deutlich späteren Schlafbeginn „aufzubrauchen“.

Besonders hilfreich ist Tageslicht am Morgen – etwa bei einem Spaziergang oder auf dem Arbeitsweg. Bewegung tagsüber unterstützt zusätzlich einen stabilen Schlaf-Wach-Rhythmus. Abends sollte sehr helles Licht möglichst reduziert werden. Wer Schichtarbeit leistet oder empfindlich auf Veränderungen des Schlafrhythmus reagiert, sollte besonders auf ausreichend Schlaf und Erholungszeiten achten.

Gesunde Arbeitszeit orientiert sich auch an der Biologie

Die Stunde, die wir Ende Oktober zurückbekommen, ist aus arbeitsmedizinischer Sicht nur ein kleiner Teil einer viel größeren Frage: Passen unsere Arbeitszeiten zu unserer Biologie?

„Gesunde Arbeitszeit bedeutet nicht, dass alle Menschen zur gleichen Uhrzeit beginnen und enden müssen“, fasst Stadlbauer zusammen. „Wir sollten Arbeitszeit dort flexibilisieren, wo es möglich ist, Tageslicht bewusster nutzen und Schlaf als wesentliche Voraussetzung für Leistungsfähigkeit verstehen. Die innere Uhr lässt sich schließlich nicht per Knopfdruck umstellen.“

 

Dr. Helmut Stadlbauer, IBG-Arbeitsmediziner und Leiter des Bereichs „Gesunde Arbeitszeiten“
 
IBG Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement GmbH, gegründet 1995, ist mit über 200 Mitarbeiter:innen, davon 80 Arbeitsmediziner:innen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

Ansprechpartnerin:
Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 676 38 49 022
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Welttag für psychische Gesundheit: Erste Hilfe für die Seele muss in Unternehmen selbstverständlich werden

IBG: Psychologische und psychische Erste Hilfe stärken Beschäftigte und Führungskräfte – und werden angesichts steigender psychischer Belastungen zum betrieblichen Erfolgsfaktor

Wien, 2026 10 07 – Bei einem medizinischen Notfall am Arbeitsplatz ist klar, was zu tun ist: Ersthelfer greifen ein, setzen erste Maßnahmen und organisieren professionelle Hilfe. Doch was passiert, wenn die Seele in Not gerät? Anlässlich des Welttages der Psychologie macht IBG auf die wachsende Bedeutung von Notfallpsychologie und psychischer Erster Hilfe im betrieblichen Alltag aufmerksam. Denn Überlastung, Erschöpfung, Angstzustände, persönliche Krisen oder plötzlich eintretende belastende Ereignisse können Beschäftigte ebenso aus der Bahn werfen wie körperliche Erkrankungen. Unternehmen brauchen daher Strukturen, Wissen und geschulte Ansprechpersonen, um frühzeitig und angemessen reagieren zu können.

  • Psychische Krisen früh erkennen: Geschulte Mitarbeiter und Führungskräfte können Warnsignale besser wahrnehmen, Betroffene ansprechen und frühzeitig Unterstützung ermöglichen.
  • Sicherheit statt Hilflosigkeit: Psychologische bzw. psychische Erste Hilfe bedeutet nicht Therapie. Es geht darum, Sicherheit und Orientierung zu geben, zuzuhören, zu stabilisieren und bei Bedarf professionelle Hilfe zu organisieren.
  • Psychische Gesundheit ist ein Erfolgsfaktor: Prävention, psychologische Sicherheit und eine vertrauensbasierte Führungskultur stärken Arbeitsfähigkeit und Mitarbeiter und tragen zu einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung bei.

Wenn die Seele in Not gerät

Ein schwerer Unfall, der plötzliche Tod eines Menschen, eine persönliche Krise oder eine akute psychische Überforderung: Außergewöhnliche Situationen können Menschen innerhalb kürzester Zeit an ihre Belastungsgrenzen bringen. Reaktionen wie Erstarrung, Fluchtimpulse, Angst oder starke innere Unruhe sind dabei zunächst normale Reaktionen des Körpers und der Psyche auf eine außergewöhnliche Situation. Die Notfallpsychologie setzt genau in diesen Situationen an. Anders als eine längerfristig angelegte Psychotherapie konzentriert sie sich auf die akute Situation und darauf, Betroffenen möglichst rasch Sicherheit, Orientierung und Stabilität zu vermitteln.

„Psychische Krisen machen vor dem Werkstor oder der Bürotür nicht Halt. Unternehmen sollten deshalb genauso selbstverständlich auf psychische Ausnahmesituationen vorbereitet sein wie auf körperliche Notfälle. Entscheidend ist, dass Beschäftigte und Führungskräfte wissen, was sie im Ernstfall tun können – und auch, wo die Grenzen ihrer eigenen Rolle liegen“, sagt Regina Nicham, Leiterin des Bereichs Arbeits- und Organisationspsychologie bei IBG.

Psychologische Erste Hilfe kann jede und jeder leisten

Um einem Menschen in einer akuten Krise beizustehen, braucht es nicht zwingend eine psychologische Ausbildung. Schon das Dableiben, Zuhören und Vermitteln von Sicherheit kann einen wichtigen Unterschied machen.

Eine einfache Orientierung bieten die „3 Ls“: Look, Listen, Link.

Zunächst gilt es, die Situation und mögliche Bedürfnisse wahrzunehmen („Look“), anschließend aufmerksam zuzuhören und der betroffenen Person Raum zu geben („Listen“). Im dritten Schritt geht es darum, Verbindung zu weiterer Unterstützung herzustellen („Link“) – etwa zu Angehörigen, internen Anlaufstellen oder professioneller psychologischer Hilfe.

Für akute Situationen lässt sich das Vorgehen zudem mit der SOS-Formel zusammenfassen:
Sicherheit schaffen,
Orientierung geben,
Stabilisierung ermöglichen.

„Psychologische Erste Hilfe bedeutet nicht, dass KollegInnen zu TherapeutInnen werden sollen. Es geht vielmehr darum, hinzusehen, zuzuhören und einen Menschen in einer Ausnahmesituation nicht allein zu lassen. Oft sind es sehr einfache Handlungen, die Sicherheit vermitteln und den Weg zu professioneller Unterstützung erleichtern“, erklärt Regina Nicham.

Mentale Ersthelfer schaffen eine wichtige Brücke

Ähnlich wie bei klassischen Erste-Hilfe-Kursen können Beschäftigte gezielt auf den Umgang mit psychischen Belastungs- und Krisensituationen vorbereitet werden. In Schulungen zur psychischen Ersten Hilfe lernen sie, Warnsignale zu erkennen, schwierige Situationen anzusprechen und Betroffenen Orientierung zu geben. Mentale Ersthelfer übernehmen dabei eine niederschwellige Brückenfunktion. Sie sind vertrauliche erste Ansprechpersonen im Unternehmen, hören zu und unterstützen dabei, bei Bedarf rechtzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Davon profitieren auch Führungskräfte. Gerade sie werden häufig mit Situationen konfrontiert, in denen Mitarbeiter verändert, erschöpft oder psychisch stark belastet erscheinen. Fehlendes Wissen kann zu Unsicherheit, Überforderung oder auch ungewollt verletzenden Reaktionen führen. Gesprächsführungskompetenz und klare Handlungsleitlinien geben Führungskräften Sicherheit, ohne ihnen eine therapeutische Rolle zuzuschreiben.

Psychische Belastungen werden zum Wirtschaftsfaktor

Die Bedeutung solcher Angebote geht weit über die unmittelbare Krisenintervention hinaus. Psychische Erkrankungen zählen zu jenen Erkrankungen, die besonders lange Krankenstände verursachen. Nach den vorliegenden Daten liegt die durchschnittliche Dauer psychisch bedingter Ausfälle bei über 36 Tagen pro Fall, bei Langzeitkranken-ständen sogar bei rund 68 Tagen. Gleichzeitig erhöhen Arbeitsverdichtung, permanenter Leistungsdruck, Präsentismus und eine „Always-on“-Kultur das Risiko für chronische Überlastung, fehlende Regeneration, emotionale Erschöpfung und Burnout. Psychische Gesundheit ist damit nicht allein eine individuelle Angelegenheit. Sie beeinflusst Zusammenarbeit, Führung, Arbeitsklima, Leistungsfähigkeit und letztlich die Stabilität einer Organisation. „Investitionen in psychische Gesundheit sind Investitionen in die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens. Wer frühzeitig Präventionsstrukturen aufbaut, Führungskräfte qualifiziert und Beschäftigten niederschwellige Unterstützung bietet, stärkt nicht nur einzelne Menschen, sondern die gesamte Organisation“, betont Regina Nicham.

Von der Krisenhilfe zur Präventionskultur

Psychische Erste Hilfe sollte deshalb nicht als isolierte Einzelmaßnahme verstanden werden. Sie ist Teil einer umfassenden betrieblichen Gesundheitsstrategie, die Prävention, gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen, psychologische Sicherheit und eine vertrauensbasierte Führungskultur miteinander verbindet. Ein wichtiger Effekt entsprechender Schulungen ist zudem die Enttabuisierung psychischer Erkrankungen. Je selbstverständlicher in Unternehmen über psychische Belastungen gesprochen werden kann, desto größer ist die Chance, dass Betroffene frühzeitig Unterstützung suchen und annehmen.

„Unser Ziel muss eine Arbeitskultur sein, in der es normal ist, nicht nur körperliche, sondern auch psychische Warnsignale ernst zu nehmen. Niemand muss alle Probleme lösen können. Aber wir können lernen, hinzusehen, richtig anzusprechen und Unterstützung in die Wege zu leiten. Genau darin liegt die Stärke psychischer Erster Hilfe“, so Arbeitspsychologin Regina Nicham abschließend.

IBG Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement GmbH, gegründet 1995, ist mit über 200 Mitarbeiter:innen, davon 80 Arbeitsmediziner:innen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

Mag.a Regina Nicham ist Leiterin der IBG-Arbeits- und Organisationspsychologie. Mit dem Schwerpunkt auf der Förderung einer gesunden Arbeitsumgebung unterstützt sie Unternehmen dabei, eine positive Mental-Health-Kultur zu schaffen.

 

Flexiblere Arbeitsbeginnzeiten für unterschiedliche Chronotypen

Frühtyp, Normaltyp oder Spättyp: Unsere Schlaf- und Aktivzeiten sind genetisch geprägt. Arbeits- und Schulzeiten sollten das stärker berücksichtigen – für mehr Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit.

Es geht um die Tageszeiten, an denen wir am besten schlafen bzw. am aktivsten sind. Diese Zeiten können sich individuell stark unterscheiden. Was kaum jemand weiß: Das ist eine genetische Prägung und somit auch kaum veränderbar. Danach richtet sich die Bezeichnung unseres Chronotyps (Zeittyps).

  • Chronotypen: Frühtypen stehen auch am Wochenende um 6 Uhr auf und gehen gern früh schlafen. Normaltypen gehen gegen Mitternacht zu Bett und wachen ohne Wecker etwa um 8 Uhr auf. Spättypen schlafen nach ihrem inneren Rhythmus bis 10 Uhr oder länger und sind bis in die Nacht aktiv.
  • Sozialer Jetlag: Unsere üblichen Arbeitszeiten bevorzugen Frühtypen, die aber weniger als 10 % der Menschen ausmachen. Bei Normaltypen und mehr noch bei Spättypen führen frühe Arbeitszeiten häufig zu verkürztem Schlaf und Müdigkeit am Tag.
  • Flexiblere Beginnzeiten: Flexiblere Arbeitszeiten sowie spätere Schulbeginnzeiten können dazu beitragen, Schlaf, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit zu verbessern und unterschiedliche Chronotypen besser zu berücksichtigen.

Wenn die Arbeitszeit nicht zum Chronotyp passt

Unsere üblichen Arbeitszeiten bevorzugen Frühtypen, welche aber weniger als 10 % der Menschen ausmachen. Schon bei Normaltypen – gut 50 % – und mehr noch bei Spättypen (bis zu 40 %) führen frühe Arbeitszeiten zu verkürztem Schlaf und Müdigkeit am Tag. Das Phänomen wird als „sozialer Jetlag“ bezeichnet, angelehnt an Beeinträchtigungen, die durch längere Flugreisen entstehen. Der soziale Jetlag reduziert Konzentration, Motivation und Leistung, erhöht die Unfallgefahr und fördert Nikotin- und Alkoholkonsum. Damit beeinträchtigt er auch die Gesundheit und Lebensqualität.

Für Jugendliche beginnt die Schule oft zu früh

Analog zu den Arbeitszeiten sind auch Schulzeiten für viele Kinder zu früh angesetzt. Gerade im jugendlichen Alter verschiebt sich die Schlafenszeit noch um ein bis zwei Stunden nach hinten. Späte Chronotypen müssen dann „mitten in der Nacht“ für die Schule aufstehen und sind entsprechend müde. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass bei späterem Schulbeginn die Leistungen deutlich steigen. Schon eine Stunde späterer Beginn führt zu messbaren Verbesserungen. Dass es auch anders geht, zeigen spätere Beginnzeiten in anderen europäischen Ländern.

Arbeitszeiten stärker an der inneren Uhr ausrichten

Wir können die Stärken unterschiedlicher Chronotypen bewusst nutzen. Flexiblere individuelle Arbeitszeiten, zum Beispiel durch mehr und bessere Möglichkeiten für Gleitzeit und Homeoffice, machen Arbeitende ausgeschlafener, zufriedener und leistungsfähiger. Auch die Arbeitsorganisation könnte insofern angepasst werden, dass notwendige Besprechungen, welche die Anwesenheit möglichst aller Beschäftigten erfordern, in den Mittagsstunden angesetzt werden. Damit entsteht mehr Flexibilität in den Randzeiten, um den individuellen Bedürfnissen nach Schlaf, Erholung bzw. auch Kinderbetreuung entgegenzukommen. Auch für Schichtbetriebe gibt es Möglichkeiten, die Chronotypen der Arbeitenden in die Schichtplanung einzubeziehen.

Späterer Schulbeginn für mehr Wohlbefinden und Leistung

Spätere Schulbeginnzeiten sind für unsere Kinder dringend notwendig. Die Umsetzung erfordert die Flexibilisierung der Arbeitszeiten der Eltern bzw. einen Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Es sind gestaffelte Beginnzeiten in unterschiedlichen Klassen denkbar, die sich nach den Chronotypen der Kinder richten. Für solche „Lerchen- und Eulen-Klassen“ gibt es schon Pilotprojekte. Ein höheres Wohlbefinden unserer Kinder und verbesserte Schulleistungen wären das erfreuliche Ergebnis.

Dr. Helmut Stadlbauer

Arbeitsmediziner
IBG Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement
h.stadlbauer@ibg.at

IBG Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement GmbH, gegründet 1995, ist mit über 200 Mitarbeiter:innen, davon rund 80 Arbeitsmediziner:innen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

Ansprechpartnerin: Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 676 38 49 022 |
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Hitze am Arbeitsplatz wird zum Gesundheitsrisiko

Der österreichweite Hitzeaktionstag am 9. Juni 2026 macht auf die steigenden Belastungen durch Hitze aufmerksam. IBG ist Partnerin des Aktionstags und unterstützt Unternehmen dabei, wirksame Hitzeschutzmaßnahmen umzusetzen.

  • Hitze belastet Gesundheit und Leistungsfähigkeit
    Steigende Temperaturen führen zu gesundheitlichen Risiken, Konzentrationsproblemen und höherer Unfallgefahr – besonders an Arbeitsplätzen im Freien oder in schlecht gekühlten Innenräumen.
  • Hitzeschutz braucht klare Maßnahmen
    Wirksam sind unter anderem angepasste Arbeitszeiten, ausreichende Trinkmöglichkeiten, Pausenregelungen und Sensibilisierung von Führungskräften und Teams.
  • Unternehmen stehen zunehmend in der Verantwortung
    Der Klimawandel verändert Arbeitsbedingungen nachhaltig. Betriebe sind gefordert, Hitzeschutz in ihre Gesundheits- und Präventionsstrategien zu integrieren.

Wien, 09.06.2026. | Hohe Temperaturen am Arbeitsplatz werden zunehmend zur Herausforderung für Unternehmen und Beschäftigte. Der österreichweite Hitzeaktionstag am 9. Juni 2026 steht daher unter dem Motto „Coole Lösungen am Arbeitsplatz“ und rückt die gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze im Arbeitsalltag in den Mittelpunkt. IBG beteiligt sich als Partnerin des Hitzeaktionstags und unterstützt Unternehmen mit fachlicher Expertise.

Hitze ist längst nicht mehr nur ein Thema einzelner Sommertage. Steigende Temperaturen führen zu zunehmenden Belastungen und betreffen immer mehr Arbeitsbereiche. Besonders gefährdet sind Beschäftigte im Freien, in Produktionsbetrieben, im mobilen Außendienst oder in schlecht gekühlten Büroumgebungen. Müdigkeit, Kreislaufprobleme, Erschöpfung und sinkende Konzentration können nicht nur die Gesundheit beeinträchtigen, sondern auch das Unfallrisiko erhöhen.

Hitzeschutz braucht konkrete Maßnahmen

Steigende Temperaturen stellen Unternehmen zunehmend vor die Aufgabe, Arbeitsbedingungen entsprechend anzupassen. Hitzeschutz ist daher ein wichtiger Bestandteil moderner betrieblicher Gesundheitsförderung. Im Fokus stehen praktikable und langfristige Lösungen, die sich wirksam in den Arbeitsalltag integrieren lassen.

Dazu zählen unter anderem:

  • Anpassung von Arbeitszeiten und Pausenregelungen
  • ausreichende Trinkmöglichkeiten
  • Kühl- und Rückzugsräume
  • Sensibilisierung von Führungskräften und Teams
  • Evaluierung hitzebedingter Gesundheitsrisiken

IBG  unterstützt Unternehmen beim Umgang mit Hitzebelastung am Arbeitsplatz durch arbeitsmedizinische Beratung, Sensibilisierung und praxisnahe Präventionsansätze.

Klimawandel verändert die Arbeitswelt

Mit zunehmenden Hitzeperioden gewinnt das Thema auch arbeitsschutzrechtlich und organisatorisch an Bedeutung. Der Nationale Hitzeschutzplan Österreich sowie aktuelle Empfehlungen aus Arbeitsmedizin und Prävention schaffen hierfür wichtige Grundlagen.

Frühzeitige Maßnahmen gegen Hitzebelastung am Arbeitsplatz tragen dazu bei, die Gesundheit der Mitarbeiter:innen zu schützen sowie Leistungsfähigkeit und Sicherheit im Betrieb zu stärken.

Der Hitzeaktionstag 2026 bringt Unternehmen, Institutionen und Organisationen zusammen, um Bewusstsein zu schaffen und konkrete Lösungen sichtbar zu machen. Alle Partner:innen und weitere Informationen finden sich unter www.hitzeaktionstag.at.

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit über 200 Mitarbeiter:innen, davon 80 Arbeitsmediziner:innen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

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PRIDE – together we rise

Der Juni steht weltweit im Zeichen von Vielfalt, Respekt und Sichtbarkeit: Der Pride Month erinnert an die Geschichte der LGBTIQ+-Bewegung und setzt zugleich ein kraftvolles Zeichen für Gleichberechtigung und gesellschaftlichen Fortschritt. Auch bei IBG ist klar: Vielfalt ist kein Trend, sondern ein zentraler Bestandteil einer gesunden, modernen Unternehmenskultur.

Der Begriff „Pride“ steht für einen selbstbewussten und offenen Umgang mit der eigenen Identität und sexuellen Orientierung. Es geht darum, sich nicht zu verstecken, sondern authentisch zu leben – frei von Angst, Vorurteilen und Diskriminierung. Dieses Verständnis deckt sich mit den Grundwerten von IBG: Wertschätzung, Respekt und die Förderung individueller Potenziale stehen im Mittelpunkt unseres Handelns.

Historische Wurzeln und gesellschaftliche Verantwortung

Der Pride Month hat seinen Ursprung in den Ereignissen rund um den Stonewall-Aufstand. Am 28. Juni 1969 führte eine Polizeirazzia in der Schwulen-Bar „Stonewall Inn“ zu tagelangen Protesten – ein Wendepunkt im Kampf für Gleichberechtigung. Diese Ereignisse markieren bis heute den Beginn einer globalen Bewegung für Menschenrechte, Sichtbarkeit und Akzeptanz.

Pride in Wien: Sichtbarkeit und Zusammenhalt

In Wien findet der Pride Month mit der Regenbogenparade seinen Höhepunkt. Als größte Demonstration Österreichs bringt sie jährlich tausende Menschen zusammen, die gemeinsam ein starkes Zeichen für Vielfalt, Gleichberechtigung und Solidarität setzen.

Trotz vieler Fortschritte bleibt noch viel zu tun: Die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ist in Österreich erst seit 2019 möglich, verbale oder physische Übergriffe sind dennoch immer noch traurige Realität. In anderen Ländern Europas bestehen weiterhin Einschränkungen, und weltweit sind Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung noch immer Diskriminierung und sogar lebensbedrohlichen Strafen ausgesetzt.

IBG Haltung: PRIDE – together we rise

IBG steht für ein Arbeitsumfeld, in dem sich alle Menschen sicher, respektiert und wertgeschätzt fühlen. Diversity, Equality & Inklusion sind feste Bestandteile unserer Unternehmenskultur und unseres betrieblichen Gesundheitsmanagements. Denn nur wer sich angenommen fühlt, kann langfristig gesund, leistungsfähig und motiviert bleiben.

Unter dem Motto „PRIDE – together we rise“ setzt IBG ein klares Zeichen:

  • für gelebte Vielfalt im Arbeitsalltag
  • für Chancengleichheit und Fairness
  • für eine Unternehmenskultur, die alle Menschen miteinschließt

Wir sind überzeugt: Gemeinsam wachsen wir über uns hinaus – als Organisation und als Gesellschaft.

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit über 200 Mitarbeiter:innen, davon 80 Arbeitsmediziner:innen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

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Wenn Grenzen überschritten werden

Gewalt, Belästigung und Machtmissbrauch am Arbeitsplatz sind keine Einzelfälle. Entscheidend ist, dass Organisationen hinschauen, Betroffene schützen und klare Verfahren etablieren. Ina Lukl, IBG-Expertin für Arbeitspsychologie, erklärt, worauf es ankommt.

  • Grenzüberschreitungen sind oft Machtmissbrauch
    Hierarchien, Abhängigkeiten und informelle Machtpositionen spielen bei Übergriffen eine zentrale Rolle.
  • Nicht die Absicht zählt, sondern die Wirkung
    Sexuelle Belästigung beginnt nicht erst bei körperlichen Übergriffen. Auch Bemerkungen, Nachrichten, „Witze“ oder unerwünschte Berührungen können die Würde verletzen.
  • Prävention braucht Konsequenz
    Wirksam sind klare Leitfäden, Ansprechpersonen, transparente Verfahren und sichtbare Konsequenzen – nicht bloße Symbolpolitik.

Wien, 12.05.2026. | Gewalt am Arbeitsplatz ist weit verbreitet

Fast jede vierte Person weltweit hat laut einer Erhebung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) bereits Gewalt oder Belästigung im Arbeitskontext erlebt – in psychischer, physischer oder sexueller Form. Besonders betroffen sind junge Menschen, Migrant:innen und Frauen. Auch in Österreich zeigen Studien, dass Herumschreien, Beleidigungen, Drohungen und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz verbreitet sind. Mehr als jede vierte Frau hat laut Statistik Austria sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erlebt.

„Ich glaube nicht, dass es heute mehr Fälle gibt – aber sie werden glücklicherweise öfter aufgezeigt“, sagt Ina Lukl, Arbeitspsychologin bei IBG. Unternehmen würden zunehmend erkennen, dass sie handeln müssen: „Arbeitgeber:innen haben die Pflicht, ein diskriminierungsfreies Umfeld sicherzustellen.“

Grenzüberschreitungen entstehen oft schleichend

Grenzüberschreitungen entstehen häufig nicht zufällig. Sie entwickeln sich oft schrittweise: ein unangemessener Kommentar, ein scheinbar harmloser „Witz“, eine unerwünschte Nachricht, ein Übergriff bei einer Feier. „Es kommt nicht darauf an, wie etwas gemeint war, sondern wie es bei der betroffenen Person angekommen ist“, betont Lukl. Gerade Machtgefälle verschärfen die Situation: Wer abhängig ist, neu im Unternehmen, jung, in Ausbildung oder sozial isoliert, hat oft größere Hemmungen, Vorfälle zu melden.

Das Gleichbehandlungsgesetz definiert sexuelle Belästigung klar: Entscheidend ist, ob ein Verhalten der sexuellen Sphäre zugehörig ist, die Würde verletzt und für die betroffene Person unerwünscht, unangebracht oder anstößig ist. Flirten am Arbeitsplatz ist erlaubt – aber nur, wenn sich beide Personen wohlfühlen und einverstanden sind. Grenzüberschreitendes Verhalten ist kein Flirt.

Klare Regeln statt Wegschauen

Für Organisationen bedeutet Gewaltprävention vor allem: klare Haltung zeigen. „Was tatsächlich wirkt, sind Leitfäden, klare Verfahren und klare Konsequenzen“, sagt Lukl. Dazu zählen definierte Ansprechpersonen, transparente Meldewege, geschulte Führungskräfte, Betriebsvereinbarungen, externe Beratungsmöglichkeiten und eine Kultur, in der Betroffene ernst genommen werden. IBG unterstützt Unternehmen dabei mit Sensibilisierung, Workshops, Webinaren und auf Wunsch auch durch moderierte Gespräche.

Zivilcourage kann Betroffene schützen

Auch Zeug:innen spielen eine wichtige Rolle. Wer Grenzüberschreitungen beobachtet, sollte nicht wegsehen, sondern Betroffene stärken, Hilfe anbieten und Maßnahmen mit ihnen abstimmen. „In vielen Fällen könnte eine einzige Person durch beherztes Eingreifen viel Schaden verhindern“, so Lukl.

Betroffenen rät sie, sich Unterstützung zu holen – intern oder extern. Neben betrieblichen Ansprechpersonen können auch Präventivfachkräfte, die Gleichbehandlungsanwaltschaft oder spezialisierte Beratungsstellen erste vertrauliche Anlaufstellen sein. „Es ist Aufgabe der Arbeitgeber:innen, gegen Diskriminierung vorzugehen. Betroffene müssen damit nicht allein bleiben.“

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IBG erneut mit BGF-Gütesiegel ausgezeichnet

Wien (APA)  IBG – Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement ist 2026 erneut mit dem Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ausgezeichnet worden. Die Verleihung durch die Österreichische Gesundheitskasse bestätigt das kontinuierliche Engagement des Unternehmens für die Gesundheit seiner Mitarbeiter:innen.

Das Gütesiegel wurde für die Periode 2026 bis 2028 zuerkannt. Nach der Erstverleihung (2017–2019) sowie weiteren Wiederverleihungen unterstreicht die aktuelle Auszeichnung die nachhaltige Verankerung von betrieblicher Gesundheitsförderung bei IBG.

Zentrales Element ist das betriebliche Gesundheitsmanagement „Ich bleib Gesund“, das Maßnahmen auf Verhaltens- und Verhältnisebene umfasst. Schwerpunkte liegen unter anderem auf der Optimierung von Arbeitsabläufen, Digitalisierung sowie der persönlichen Weiterentwicklung. Ein besonderer Fokus gilt der Reduktion psychischer Belastungen, unter anderem durch den Einsatz des unternehmenseigenen Psychosozialen Belastungsmoduls (PBM2).

Die Auszeichnung wurde von Geschäftsführer Gerhard Klicka und Bereichsleiterin Ina Lukl entgegengenommen und steht stellvertretend für das Engagement der gesamten Belegschaft.

IBG Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement GmbH, gegründet 1995, ist mit über 200 Mitarbeiter:innen, davon rund 80 Arbeitsmediziner:innen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

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Zeitumstellung: Arbeitsmedizin sieht weiterhin gesundheitliche Nachteile

Mit der Zeitumstellung am kommenden Sonntag (29. März) beginnt erneut die Sommerzeit. Eine einheitliche EU-Regelung zur Abschaffung steht weiterhin aus. Aus arbeitsmedizinischer Sicht bleibt die Kritik bestehen.

Die wichtigsten arbeitsmedizinischen Aspekte im Überblick:

  • Schlaf und Biorhythmus: Die Umstellung im Frühjahr ist laut Studien mit Schlafmangel und einer Verschiebung der inneren Uhr („sozialer Jetlag“) verbunden.
  • Leistungsfähigkeit: Kurzfristig kann es zu Konzentrationsproblemen und verminderter Leistungsfähigkeit im Arbeitsalltag kommen.
  • Dauerhafte Sommerzeit kritisch: Vor allem im Winter würden viele Menschen dauerhaft in der Dunkelheit in den Tag starten – mit möglichen negativen Folgen für Wohlbefinden und Produktivität.

Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass die Umstellung im Frühjahr den biologischen Rhythmus stört und die Anpassung mehrere Tage in Anspruch nehmen kann.

„Die innere Uhr orientiert sich am Tageslicht. Die Zeitumstellung kann diese natürliche Regulation stören und sich negativ auf Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit auswirken“, erklärt Arbeitsmediziner Helmut Stadlbauer (IBG). Besonders betroffen seien bei der Umstellung im Frühjahr die späten Chronotypen („Eulen“), im Herbst bei der Rückstellung die Frühaufsteher („Lerchen“). Bestehende Schlafstörungen könnten verstärkt werden.

Auch die häufig genannten Vorteile längerer heller Abende würden die gesundheitlichen Effekte nur teilweise ausgleichen. Flexible Arbeitszeitmodelle könnten zwar unterstützen, änderten jedoch nichts an der grundsätzlichen Verschiebung zwischen biologischer und sozialer Zeit.

IBG spricht sich daher weiterhin für die Beibehaltung der Normalzeit (Winterzeit) aus. Diese entspricht eher dem menschlichen Biorhythmus und bietet bessere Voraussetzungen für Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit über 200 Mitarbeiter:innen, davon rund 80 Arbeitsmediziner:innen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements und in ganz Österreich vertreten.

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Schlafstörungen: 10 Tipps gegen durchwachte Nächte

Immer mehr Menschen klagen über Schlafstörungen. Dabei verbringen wir rund ein Drittel unseres Lebens schlafend. Hier finden Sie 10 Tipps der IBG-Arbeitspsychologin Regina Nicham für einen besseren Schlaf.

▪ Schlaf ist aktive Regeneration

▪ Schlafqualität vor Schlafdauer
Entscheidend für Erholung und Leistungsfähigkeit ist nicht die Anzahl der Stunden, sondern die Qualität der Schlafzyklen mit ausreichend Tief- und REM (Traumschlaf)-Phasen.

▪ Schlafhygiene bewusst gestalten
Regelmäßige Zeiten, Rituale, ein ruhiges Umfeld und der bewusste Umgang mit Stress und störenden Gedanken können Durchschlafprobleme deutlich reduzieren und den natürlichen Rhythmus stabilisieren.

Wien, 24.02.2026. Schlaf ist kein passiver Zustand, sondern ein hochkomplexer Regenerationsprozess. Während wir schlafen, werden zentrale Körperfunktionen heruntergefahren, Zellerneuerung und Immunabwehr laufen auf Hochtouren. Gleichzeitig verarbeitet das Gehirn Eindrücke des Tages und speichert sie im Langzeitgedächtnis. „Schlaf ist die Grundlage für unsere körperliche Stabilität und psychische Leistungsfähigkeit“, erklärt Regina Nicham, Leiterin der IBG-Arbeits- und Organisationspsychologie.

Aktuelle europäische Daten zeigen, dass Schlafstörungen weit verbreitet sind und enorme volkswirtschaftliche Kosten verursachen. Rund zehn Prozent der Erwachsenen sind von Insomnie betroffen (Bassetti et al., European Journal of Neurology, 2026). Dennoch wird die Bedeutung von Schlaf im öffentlichen Gesundheitsdiskurs häufig unterschätzt.

Ein gesunder Schlaf verläuft in etwa 90-minütigen Zyklen mit unterschiedlichen Tief- und REM (Rapid Eye Movement, „Traumschlaf“) -Phasen. Mehrmaliges nächtliches Aufwachen ist dabei normal. Tiefschlaf findet vor allem in der ersten Nachthälfte statt, in der REM-Phase steigt die Gehirnaktivität, es wird intensiv geträumt. Entscheidend für die Erholung ist nicht nur die Schlafdauer (individuell unterschiedlich), sondern auch die Qualität des Schlafs. „Wer versucht, Schlaf zu erzwingen oder starren Normen zu entsprechen, setzt sich unnötig unter Druck“, betont Nicham. Da das Tagesbefinden von vielen Faktoren abhängt – Stress, Bewegung, Ernährung oder soziale Belastungen – ist ein schlechter Schlaf nicht immer die Ursache, wenn man sich unwohl fühlt.

Mit zunehmendem Alter verändert sich die Schlafstruktur. Müdigkeitsphasen treten häufiger auch tagsüber auf, die Gesamtschlafdauer kann sinken. Regelmäßigkeit, ausreichend Tageslicht und eine bewusst gestaltete Übergangsphase vom Arbeits- in den Ruhemodus stabilisieren den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus.

Zehn Tipps für besseren Schlaf

  1. Regelmäßige Schlafzeiten
    Gehen Sie möglichst täglich zur gleichen Zeit zu Bett und stehen Sie zur gleichen Zeit auf.  Viel natürliches Tageslicht hilft ebenfalls, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu stabilisieren.
  2. Müdigkeit ernst nehmen
    Nutzen Sie den Zeitpunkt, an dem Sie tatsächlich müde sind. Wer sich zu früh ins Bett legt, riskiert langes Wachliegen.
  3. Eine Pufferzone schaffen
    Beenden Sie fordernde Tätigkeiten rechtzeitig vor dem Schlafen. Die letzte Stunde sollte bewusst der Entspannung gewidmet sein. Lassen Sie vor dem Einschlafen den Tag noch einmal nur mit seinen schönen, positiven Momenten Revue passieren.
  4. Gedanken „abgeben“ statt grübeln
    Schreiben Sie wichtige Gedanken oder Sorgen vor dem Zubettgehen auf, um sie gedanklich abzulegen. Das entlastet und verhindert nächtliches Gedankenkreisen.
  5. Das Bett als Erholungsort nutzen
    Fernsehen, Arbeiten oder Essen im Bett stören die Schlafassoziation. Das Schlafzimmer sollte Ruhe und Entspannung signalisieren.
  6. Für ein gutes Raumklima sorgen
    Ideal sind 16–18 °C, regelmäßiges Lüften und ausreichend Dunkelheit (Dunkelheit regt die Produktion des Schlafhormons Melatonin an). Für Lichtquellen im Schlafzimmer gilt: warmes, indirektes Licht fördert die Entspannung.
  7. Lärm und Licht reduzieren
    Vermeiden Sie nächtliches Uhrenschauen. Störquellen wie Smartphones oder Straßenlärm sollten minimiert werden.
  8. Bewegung – aber richtig dosiert
    Regelmäßige körperliche Aktivität verbessert den Schlaf. Intensive sportliche Einheiten kurz vor dem Schlafengehen sind jedoch ungünstig.
  9. Leicht essen, Alkohol vermeiden
    Die letzte Mahlzeit sollte spätestens zwei Stunden vor dem Zubettgehen erfolgen. Alkohol, Nikotin und koffeinhaltige Getränke beeinträchtigen die Schlafqualität.
  10. Gelassen bleiben
    Wachphasen gehören zu einem normalen Schlafverlauf. Wer nicht schlafen kann, sollte die Situation jetzt einmal so annehmen, statt gegen sie anzukämpfen.

Fakten und Tipps rund ums Schlafen

Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend. Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 75 Jahren sind dies immerhin 25 Jahre! Während wir schlafen, kann sich unser Körper erholen und neue Energie tanken. Wie erholt wir uns am nächsten Morgen fühlen, hängt jedoch nicht nur von der Schlafdauer, sondern auch von der Schlafqualität ab.

WOFÜR brauchen wir den Schlaf

  • Geistige und körperliche Erholung, Energie tanken.
  • Zellerneuerungsprozesse, Regeneration des Immunsystems. Es werden sämtliche Körperfunktionen runtergefahren und es ist mehr Kraft dafür da, ungeliebte Erreger und Keime zu bekämpfen.
  • Verarbeitung und Speicherung von untertags erworbenen Eindrücken. Alle Dinge die der Mensch über den Tag verteilt gelernt und aufgenommen hat, werden während des Schlafens zunächst in den sogenannten Hippocampus zwischengespeichert. Im Anschluss erfolgt dann die Übertragung der Informationen in das Langzeitgedächtnis.
  • Durch die schlafbedingte Ausschüttung von Wachstumshormonen regenerieren sich die Muskeln und Zellen quasi über Nacht.

 Weitere Fakten zum Schlaf

  • Schlaf verläuft in 90-Minuten-Zyklen mit 5 Phasen. Der leichte Schlaf (1. Phase) ist kurz nach dem Einschlafen und wird bis zur 4. Phase (Tiefschlaf) immer tiefer. Die 5. Phase ist die REM-Phase (Rapid Eye Movement) – diese unterscheidet sich von den anderen Schlafphasen dadurch, dass hier die Muskeln völlig entspannt sind, mit Ausnahme der Augenlider. Herz- und Atemfrequenz steigen an, es wird am häufigsten geträumt. Tiefschlaf findet nur in der 1. Hälfte des Schlafes statt (15-20%).
  • Mehrmaliges Aufwachen gehört zu einem gesunden Schlaf.
  • Der Körper reguliert ein Schlafdefizit durch Schlafqualität nicht –quantität.
  • Regelmäßiger Schlaf ist wichtig, aber verpasster Schlaf ist für kurze Zeit unschädlich.
  • Das Tagesbefinden ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Schlechter Schlaf ist nicht immer die Ursache, wenn man sich unwohl fühlt.
  • Frühes Zubettgehen führt in der Regel zu frühem Erwachen. Der Tiefschlafanteil ist einschlafunabhängig.
  • Schlafdauer ist individuell unterschiedlich. Auch Langschläfer können die Schlafdauer für eine kurze Zeit unproblematisch verkürzen.
  • Schlafforscher:innen empfehlen eine durchschnittliche Schlafdauer von 7 Stunden. Bei langen Bettzeiten und geringer Schlafdauer ist es empfehlenswert die Bettzeiten insgesamt zu verkürzen (später zu Bett, früher aufstehen).
  • Das Schlafzimmer sollte eher kühl (16-18° C), gut gelüftet und nicht zu trocken sein (etwa 50% Luftfeuchtigkeit).
  • Kalte Füße sind nicht förderlich: scheuen Sie sich nicht, im Bett Socken zu tragen, warme Füße (und Hände) verkürzen die Zeit bis zum Einschlafen, wie Forschungsergebnisse belegen.

Selbst-Check, Tipps & Tricks

  1. Wie viele Stunden schlafen Sie durchschnittlich pro Nacht?

___ Stunden

Schlafdauer
SchlafforscherInnen empfehlen eine durchschnittliche Schlafdauer von 7 Stunden. Bei langen Bettzeiten und geringer Schlafdauer ist es empfehlenswert die Bettzeiten insgesamt zu verkürzen (später zu Bett, früher aufstehen).

  1. Um welche Uhrzeit gehen Sie für gewöhnlich zu Bett?
  • Um ca. _____ Uhr
  • Verschieden

Regelmäßigkeit
Versuchen Sie täglich zur selben Zeit schlafen zu gehen und zur selben Zeit aufzustehen – so bleibt Ihr persönlicher Schlaf-Wach-Rhythmus gut aufrecht. Viel natürliches Licht am Tag hilft ebenfalls, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu stabilisieren. Bei wechselnden Schichten bzw. Nachtarbeit versuchen Sie auch an arbeitsfreien Tagen zu festen Zeiten schlafen zu gehen.

Pufferzone schaffen
Rechtzeitig vor dem Zubettgehen sollten fordernde Aktivitäten (wie z.B. Arbeitsschritte, Planung des kommenden Tages, anstrengende Gespräche etc.) nach Möglichkeit abgeschlossen und der Rest der Zeit der Erholung gewidmet sein.

Den Tag positiv beenden
Lassen Sie vor dem Einschlafen noch einmal den Tag mit seinen schönen Momenten Revue passieren und verstärken Sie diese, indem Sie bewusst die Freude darüber spüren.

  1. Wie müde sind Sie abends vor dem Schlafengehen?
  • Sehr müde
  • Eher müde
  • Mittelmäßig müde
  • Wenig müde
  • Meistens hellwach

Selbstwahrnehmung schärfen
Die abendliche auftretenden subjektiven Ermüdungserscheinungen sollten wahrgenommen und zeitgerecht genutzt werden. Tipp: Gehen Sie dann zu Bett, wenn Sie ausreichend müde sind.

Bewegung
Regelmäßige körperliche Aktivitäten halten Sie gesund und fit und wirken sich auch positiv auf Ihren Schlaf aus. Sport vor dem Schlafengehen ist allerdings nicht förderlich, weil der Kreislauf dadurch aktiviert wird. Besser Bewegung untertags, Abendstunden ruhig gestalten.

  1. Wie lange dauert es normalerweise bis Sie einschlafen?
  • Bis zu 10 Minuten
  • Bis zu 30 Minuten
  • Bis zu einer Stunde
  • länger

Gedankenkreisen beim Einschlafen
Wenn Gedanken wichtig sind (eine gute Idee, etwas was Sie morgen unbedingt erledigen müssen, eine Lösung für ein Problem), oder Sorgen und Grübeleien nicht losgelassen werden können, ist es oft hilfreich, diese vor dem Zubettgehen aufzuschreiben und damit (gedanklich) abzulegen. Ebenso kann helfen, die Füße besser durchbluten zu lassen (z.B. Füße unter den kalten Wasserstrahl halten), um Energie aus dem Kopf abzuziehen.

Selbst auferlegter Zeitdruck beim Einschlafen
Bereits Faust stellte fest „Wer den Schlaf erzwingt, verscheucht ihn automatisch durch diese Anstrengung.“ Ersetzen Sie negative Gedanken über den schlechten Schlaf und seine Konsequenzen wie auch überzogene Vorstellungen über Schlafnormen durch alternative, realistische Gedanken.

Ernährung
Nehmen Sie die letzte Mahlzeit nicht später als zwei Stunden vor dem zu Bett-Gehen ein. Zu Empfehlen sind leichte Mahlzeiten mit frischem Fisch, gekochtem Gemüse, Blattsalaten, Kartoffeln sowie Kompott. Anstelle von aufputschenden Getränken, Alkohol und Nikotin nehmen Sie lieber ein Glas warmer Milch mit Honig zu sich oder einen schlaffördernden Tee. Die Inhaltsstoffe tragen zur nervlichen Beruhigung und zur Bildung des Schlafhormons Melatonin bei. Wenn Sie nachts aufwachen, essen Sie nichts. Regelmäßiges Essen in der Nacht führt nämlich innerhalb kurzer Zeit dazu, dass Ihr Körper von selber nachts wach wird, weil er erwartet, von Ihnen „gefüttert“ zu werden.

  1. Als wie tief würden Sie ihren Schlaf beschreiben?
  • Sehr tief
  • Mittelmäßig tief
  • Wenig tief, ich wache leicht auf

Schutz vor (Tages-)Lärm und (Tages-)Licht
Achten Sie darauf, dass das Schlafzimmer in einem möglichst ruhigen Teil des Hauses/der Wohnung liegt, schalten Sie Telefon und Türklingel ab und verwenden Sie evtl. Ohrstöpsel. Versuchen Sie, Ihr Schlafzimmer so gut wie möglich zu verdunkeln, um keine wach haltenden Lichtreize an Ihre Augen zu lassen. Je dunkler der Raum, umso mehr wird die Produktion des Schlafhormons Melatonin angeregt.

Für die Lichtquellen im Schlafzimmer selbst gilt: Indirektes Licht, warmes, nicht zu helles Licht (unter 3.000 Kelvin) signalisiert dem Körper „Zeit zum Entspannen“. Für alle, die im Bett noch lesen wollen, reicht auch ein kleiner Spot, der sich auf das Buch richten lässt.

Ideales Schlafklima
Das Schlafzimmer sollte eher kühl (16-18° C), gut gelüftet und nicht zu trocken sein (etwa 50% Luftfeuchtigkeit).

  1. Schlafen Sie nachts durch?
  • In der Regel schon
  • Ich wache üblicherweise 1-2 Mal pro Nacht auf
  • Ich wache üblicherweise öfter als 2 Mal pro Nacht auf

Durchschlafstörungen
Wenn Sie nachts aufwachen und nach einigen Minuten nicht mehr einschlafen können, versuchen Sie die Augen bewusst offen zu halten und einen Punkt im Dunkeln zu fixieren. Wenn das nicht hilft, ist es am besten ohne Ärger oder Panik die Situation jetzt einmal anzunehmen. Manche Menschen beruhigt auch ein Schluck Milch, Wasser (ohne Kohlensäure!) oder ein schlafanstoßender Tee.

Mit dem Alter
Die Schlafqualität verändert sich – Müdigkeitsphasen treten auch am Tag öfter auf. Vorteilhaft für den Schlaf ist es, wenn auch im hohen Alter soziale Kontakte gepflegt und Dinge getan werden, die den Geist anregen.

  1. Wenn Sie nachts aufwachen, fällt es Ihnen schwer wieder einzuschlafen?
  • Nein
  • Ja, ich liege oft lange wach

Vermeiden Sie es, nachts auf die Uhr zu schauen
Der Blick zur Uhr löst zumeist direkt entsprechende gedankliche („3 Uhr – die Nacht kann ich mal wieder vergessen“) und körperliche Reaktionen (Anspannung, Erregung) aus und raubt den letzten Rest an Unbefangenheit gegenüber dem Schlaf. Drehen Sie am besten den Wecker so, dass Sie die Zeit nicht sehen können.

Aufstehen oder liegen bleiben?
Wenn Sie nachts nicht schlafen können und das Wachliegen als unangenehm oder sogar quälend erleben, sollten Sie besser aufstehen und an einem anderen Ort einer ruhigen Beschäftigung nachgehen. Wenn Sie hingegen entspannt und ruhig liegen bleiben können, bleiben Sie im Bett und genießen Sie bewusst die Erholung.

  1. Nehmen Sie Schlaftabletten?
  • Nein, noch nie
  • Ab und zu, Anlassgegeben
  • Regelmäßig
  • Ohne sie kann ich nicht einschlafen
  1. Schnarchen Sie?
  • Ja
  • Nein
  1. Wie gut schlafen Sie in stressigen Zeiten?
  • Eher gut
  • Mittelmäßig
  • Eher schlecht

Belastende Probleme
Probleme im Beruf oder im familiären Umfeld können zu einem erhöhten Stresspegel führen und Schlafstörungen hervorrufen. Es muss nicht alles alleine bewältigt werden. Es gibt viele Hilfen, die in Anspruch genommen werden können z.B. Psychologische Beratung, Coaching, Hausarzt, Schlaflabor, Psychotherapie, bei Bedarf Eheberatung oder Schuldnerberatung.

  1. Fühlen Sie sich nach dem Aufwachen frisch und munter?
  • Ja, relativ unmittelbar nach dem Aufwachen
  • Ja, innerhalb einer halben Stunde / nach dem Frühstück
  • Nur mittelmäßig bzw. erst im Laufe des Vormittags
  • Nein, ich fühle mich meist müde und energielos
  1. Im Bett
  • schlafe ich
  • lese ich
  • esse/trinke ich
  • sehe ich fern
  • arbeite/lerne ich

Entspannung
Das Bett sollte zu nichts anderem als zum Schlafen genutzt werden. Es ist nicht empfehlenswert dort fernzusehen, zu lernen oder zu essen. Nehmen Sie keine Probleme und auch keine Arbeitsunterlagen mit ins Bett. Ihr Bett sollte exklusiv für schöne Dinge reserviert sein! Darüber hinaus können Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation, Autogenes Training etc. hilfreich sein. Nicht zu empfehlen sind daher im Schlafzimmer Unordnung, Belastendes, Dinge, die bei einem selbst Aktivität, Anstrengung oder Arbeit suggerieren bzw. dafür stehen.

Schlafritual
Um sich auf das Schlafen vorzubereiten, kann es hilftreich sein sich vor dem Zubettgehen nach einem Arbeitstag noch etwas Zeit für ein persönliches Einschlafritual zu nehmen – z.B. ein nettes Buch, beruhigende Musik, ein kleiner Spaziergang oder ein Entspannungsbad.

Entspannungsübungen als Empfehlung

5-4-3-2-1-Übung

5 Dinge die Sie hören, 5 Dinge die Sie sehen, 5 Dinge die Sie spüren
4 Dinge die Sie hören, 4 Dinge die Sie sehen, 4 Dinge die Sie spüren (können auch dieselben sein)
3 Dinge die Sie hören, 3 Dinge die Sie sehen, 3 Dinge die Sie spüren
2 Dinge die Sie hören, 2 Dinge die Sie sehen, 2 Dinge die Sie spüren
1 Dinge die Sie hören, 1 Dinge die Sie sehen, 1 Dinge die Sie spüren
Atmen Sie nun drei Mal ganz bewusst ein und aus.

Oder

„Es geht mir gut.“ – „Alles ist ok.“ – „Ich bin in Ordnung.“
Mit den Füßen aufstampfen und sich strecken.

Tresorübung

Bei ihr geht es darum, etwas, was einen belastet, erst einmal wegzupacken. Da man aber weiß, dass man es doch noch einmal betrachten will, gibt man es in den Tresor. Dort ist es sicher aufbewahrt und kann so lange dort bleiben, bis man sich damit beschäftigen kann und will. Man stellt sich also einen Tresor vor, und dort kann man dann Bilder, innere Filme, alles Unangenehme, mit dem man im Moment nicht fertig wird, erst einmal deponieren. Man kann sie jederzeit wieder ganz bewusst herausnehmen – eigene Kontrolle.

Manchmal gelingt es nicht auf Dauer, die Dinge in den Tresor zu packen, dann muss man es wiederholen. Es ist aber immerhin schon ein Gewinn, die Erfahrung zu machen, dass es für eine Weile geht. Man bekommt damit auch die Erfahrung, etwas tun zu können.

Wolken Übung

Es hilft manchmal die Gewissheit, dass ein Gedanke kommen darf und wieder geht so wie Wolken auch am Himmel weiterziehen, die Vorstellung davon, dass eine Wolke eben kommt und auch wieder geht.

Dem Gedanken eine Farbe zu geben, soll eine Unterbrechung bewirken und somit auf eine andere Ebene führen. Der Ansatz lautet: „Geben Sie dem störenden Gedanken eine Farbe.“

Bauchatmung (im 4/4 Takt)

Die Bauchatmung stellt ein besonders schnelles und effektives Entspannungsverfahren dar, dessen entspannender Effekt in der Biofeedbackkontrolle (z.B. Hautleitwert, Puls, Temperatur) bereits nach 1-2 Atemzügen nachgewiesen werden kann.

Folgende Punkte sind bei der Bauchatmung zu berücksichtigen:

  1. Es wird nicht in die Brust geatmet, sondern in den Bauch.
  2. Der aktive Teil der Atmung ist die Ausatmung (Verminderung des CO2-Drucks).
  3. Einatmung ist Anspannung, Ausatmung ist Entspannung (bei einem Verhältnis von 1/4 Einatmen und 2/4 Ausatmen dominiert die Entspannung).
  4. Kurz und zügig einatmen und sofort übergehen in die langsame und entspannende Ausatmung.
  5. Eine Atempause wird nur nach dem Ausatmen, in der Entspannungsphase, gemacht.
  6. Entspannungsatmen: 7-8 Atemzüge pro Minute
  7. Achten Sie auf die Regelmäßigkeit der Atmung!

 1/4 kurz und zügig Einatmen -> 1/4/ Atempause -> 2/4 langsam und entspanntes Ausatmen

Die Bauchatmung stützt den Parasympathikus, der dem aktivierenden Sympathikus entgegenwirkt und für eine Verlangsamung des Herzschlages, Senkung des Blutdruckes, Erschlaffung der Skelettmuskulatur etc. sorgt.

 

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit über 200 Mitarbeiter:innen, davon 80 Arbeitsmediziner:innen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

Ansprechpartnerin: Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 (676) 38 49 022
E-Mail: presse@ibg.at

 

 

Sitzen – die Chance zur regelmäßigen Bewegung

Warum langes Sitzen im Arbeitsalltag keineswegs harmlos ist – und was Unternehmen jetzt tun sollten.

  • Bewegungsmangel durch langes Sitzen zählt heute zu einem der unterschätzten Gesundheitsrisiken in der modernen Arbeitswelt. Es klingt paradox, aber jedes lange Sitzen bietet uns die Chance uns zwischendurch zu bewegen.
  • Denn wir wissen es alle: ein langes Verharren in einer starren Haltung ist ein Bewegungsmangel und widerspricht unserer Veranlagung, wir sind bewegte Wesen und dem müssen wir Rechnung tragen.
  • Eine regelmäßige Bewegung, sprich ein Wechsel der (Arbeits-) Haltung, ist für uns so essenziell wie das Atmen.
  • Die Bewegung zwischendurch bzw. der Haltungs-/Tätigkeitswechsel und somit das Wechselspiel von Be- und Entlastung aktiviert nicht nur unsere Muskeln, sondern hat allgemein einen positiven Einfluss auf unser Wohlbefinden.

Sitzen – mehr als nur unbequem

Moderne Erwerbsarbeit, Home-Office-Modelle und digitale Gewohnheiten führen dazu, dass Beschäftigte oft acht, neun oder mehr Stunden täglich im Sitzen verbringen. Zudem gibt es auch keinen Arbeitsstuhl , der allen unseren Bedürfnissen gerecht wird. Die Bewegung hingegen ist als All-Inclusive Medikament anzusehen – einzigartig, kostenlos, effektiv und ohne Nebenwirkungen: Studien beweisen, dass die regelmäßige Bewegung nicht für unseren Stürz- und Bewegungsapparat wesentlich ist, sondern generell eine sowohl kurative als auch präventive Wirkung hat:  Stressabbau, Gewichtsreduktion, Erhöhung der Knochendichte, bessere Schlafqualität, vermindertes Risiko für Bluthochdruck, Schlaganfall, Brust- und Darmkrebs sowie Diabetes Mellitus Typ2.

Expertenwarnung: nicht  auf die ersten Beschwerden warten, sondern vorher aktiv werden

„Die Konsequenzen eines überwiegend sitzenden Arbeitsalltags können gravierend sein. Das Sitzen bietet uns zwar Halt und Stabilität und die Möglichkeit uns zurückzulehnen aber verleitet uns auch zu einem statischen Arbeitstag in einer Zwangshaltung.“, erklärt Matthias Welkens, Gesundheitsexperte bei IBG. „Für Betriebe ist dies die Chance aus einem statischen einen dynamischen Arbeitsplatz zu machen, die Mitarbeitenden zu sensibilisieren und einzuladen sich trotz sitzendem Beruf regelmäßig zu bewegen. Für viele ist Bewegung nicht nur eine körperliche Wohltat, sondern auch ein Turbo für neue Ideen.“

Handlungsempfehlungen für Unternehmen

IBG empfiehlt Betrieben Bewegung sowohl im Bereich der Verhältnis- als auch der Verhaltensergonomie in ihre Unternehmensstrategie und betriebliche Gesundheitsmanagement zu integrieren:

  • Aktive Arbeits- und Pausenroutine: regelmäßig die Arbeitshaltung wechseln, kurze Bewegungseinheiten – idealerweise alle 2-3-mal pro Tag für wenige Minuten – anbieten und fördern, eventuell können diese auch von geübten Mitarbeitenden angeboten werden
  • Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung: Stehpulte, elektrisch höhenverstellbare Arbeitstische, bewegungsfreundliche Sitzmodelle und Mikro-Aktivitätsangebote (z. B. Besprechung im Stehen oder Gehen, Bewegungszonen, aufzugsfreie Tage, Stehecken, …), ergonomische Arbeitsplatzberatungen, …
  • Bewegungs-Kultur verbessern: Sensibilisierungskampagnen, Workshops mit unterschiedlichsten Bewegungsangeboten zum Kennenlernen, Vorbildwirkung der Führungskräfte, um Mitarbeitende zu mehr Alltagsbewegung zu motivieren,
  • Betriebliche Angebote forcieren: Bewegungseinheiten wie Yoga- oder Stretching-Einheiten, flexible Arbeitsroutinen die die Bewegung fördern, Job-/Firmenrad, gemeinsame Teilnahme an Laufevents o.ä.

„Gesundheit im Betrieb darf nicht erst dann relevant werden, wenn Menschen krank werden“, so Welkens weiter. „Wir müssen präventiv denken und organisieren – damit das Sitzen nicht zur Belastung, sondern als positive Unterstützung wahrgenommen wird.“

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, davon 80 Arbeitsmedizinern und Arbeitsmedizinerinnen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

 

Betriebliche Arbeitspsychologie braucht gesetzliche Verankerung

Arbeitspsychologische Betreuung der Mitarbeiter:innen ist ein strategischer Erfolgsfaktor für Unternehmen. Arbeitspsycholog:innen unterstützen Betriebe, Leistungsfähigkeit, Motivation und Stabilität ihrer Belegschaft nachhaltig zu sichern.

  • Arbeitspsychologie steigert Produktivität und beugt Überlastung vor, indem sie Arbeitsbedingungen gesünder und effizienter macht.
  • Das Arbeitnehmer:innenschutzgesetz verpflichtet Unternehmen zur systematischen Erhebung psychischer Belastungen und zur Umsetzung geeigneter Maßnahmen.
  • Die Beiziehung von Arbeitspsycholog:innen kann bereits heute im Rahmen der Präventionszeiten umgesetzt werden.
  • Die gesetzliche Integration der Arbeitspsychologie in das betriebliche Gesundheitsmanagement ist künftig notwendig, um eine nachhaltig gestaltete und produktive Arbeitswelt zu sichern.

 (Wien, am 11.12.2025)  Arbeitspsychologische Betreuung der Mitarbeiter:innen ist ein wesentlicher Bestandteil moderner Unternehmensführung. Sie schafft die Voraussetzungen, dass Beschäftigte ihre Arbeit motiviert, konzentriert und gesund ausüben können. Die Herausforderungen sind für alle Betriebe gleich: hoher Zeitdruck, zunehmende Informationsflut, unklare Zuständigkeiten und eine Arbeitswelt, die sich durch Digitalisierung und neue technologische Entwicklungen ständig verändert.

Zwischenmenschliche Konflikte, Mobbing und übermäßiger Stress verschlechtern das Arbeitsklima, erhöhen Krankenstände und verringern die Produktivität. Für Gerhard Klicka, selbst Arbeitspsychologe und Geschäftsführer von IBG, macht „arbeitspsychologische Betreuung Belastungen in Unternehmen sichtbar, stärkt Ressourcen und schafft Strukturen, die sowohl Mitarbeiter:innen als auch Führungskräften Stabilität bieten.“ Psychisch gesunde Beschäftigte arbeiten effizienter, sind belastbarer, treffen klarere Entscheidungen und identifizieren sich stärker mit ihrem Arbeitsplatz. Arbeitspsychologie wirkt damit gleichzeitig präventiv und leistungssteigernd. Ihr Einsatz reduziert Fehlzeiten, stärkt die Einsatzfähigkeit von Teams und verbessert die Qualität der Zusammenarbeit.

Die Methoden der Arbeitspsychologie helfen, Überlastung und Reibungsverluste zu minimieren, die sich in vielen Betrieben in Form von Zeitdruck, Kommunikationsproblemen oder unnötigen Schleifen bemerkbar machen. Eine professionelle Analyse der Arbeitsbedingungen schafft Transparenz und liefert Antworten: Wo entstehen Belastungsspitzen? Welche Abläufe erzeugen vermeidbare Fehlerquellen? Welche Anforderungen sind unklar? Wo bremst schlechte Abstimmung die Leistung? Wenn diese Fragen strukturiert beantwortet sind, können Unternehmen Maßnahmen setzen, die unmittelbar wirken. Die Folgen sind geringere Fehlzeiten, ein stabiles Arbeitsklima, bessere Entscheidungsprozesse und eine höhere Produktivität.

Zentrales Werkzeug: Evaluierung psychischer Belastungen

In der Praxis umfasst arbeitspsychologische Betreuung mehrere Ebenen. Zunächst werden Arbeitsbedingungen analysiert – etwa Abläufe, Zusammenarbeit, Anforderungen oder Führung. Darauf aufbauend werden konkrete Maßnahmen entwickelt, die auf die jeweilige Organisation zugeschnitten sind: Workshops zu Zusammenarbeit und Kommunikation, Begleitung von Führungskräften, Unterstützung bei Veränderungsprozessen, Maßnahmen zur Stressreduktion oder Trainings zur Stärkung psychischer Gesundheit.
Die Evaluierung der psychischen Belastungen ist dafür das zentrale Tool: IBG führt diese Erhebungen seit vielen Jahren im Rahmen von Begehungen und Mitarbeiter:innenbefragungen mit dem Psychosozialen Belastungs-Modul2 (PBM2) durch. Ergänzend dazu erstellen die Arbeitspsycholog:innen von IBG objektive Arbeitsplatzbeurteilungen. Die Evaluierung erfolgt in zwei Schritten:

Mitarbeiter:innenbefragung mit PBM2

Alle Mitarbeiter:innen werden mit dem Modul zur Evaluierung psychischer Belastungen befragt. In den vergangenen fünf Jahren wurde das Verfahren von IBG bei mehr als 15.000 Personen eingesetzt, weshalb umfangreiche Benchmarks vorliegen. Bei Bedarf können spezifische Zusatzmodule – etwa zu Stress, Burnout, Führung, Schichtarbeit, Sicherheit, Mobbing oder Alternsgerechtigkeit – integriert werden.

Objektive Beurteilung gefährdeter Arbeitsbereiche

Auf Basis der Befragungsergebnisse werden jene Bereiche identifiziert, in denen erhöhte Belastungen bestehen. Diese Arbeitsplätze beurteilen Arbeitspsycholog:innen anschließend mit objektiven Verfahren (REBA). Aus den detaillierten Analysen lassen sich gezielte Maßnahmen ableiten. Vergangene Maßnahmenevaluierungen zeigten beispielsweise Verbesserungen von rund 10 % beim Zeitdruck, 6 % bei Überlastung oder 11 % im Umgang mit Gefahrenstoffen – jeweils für alle Mitarbeiter:innen eines Unternehmens

Vorgaben noch nicht umgesetzt

Trotz der klaren Vorteile nutzen viele Unternehmen das Potenzial arbeitspsychologischer Betreuung noch nicht. Häufig wird erst reagiert, wenn Belastungen spürbar sind oder Fehlzeiten steigen. Dabei zeigt die Erfahrung, dass frühzeitige, systematische Maßnahmen deutlich wirksamer sind – sowohl für Beschäftigte als auch für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Die Beiziehung von Arbeitspsychologen und Arbeitspsychologinnen ist im Rahmen der Präventionszeiten möglich. Das bedeutet, sie werden während der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestzeiten tätig, die Unternehmen laut ASchG für Präventionsarbeit aufwenden müssen.

Das Arbeitnehmer:innenschutzgesetz (ASchG) liefert die gesetzlichen Vorgaben. Unternehmen sind verpflichtet, Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass Beschäftigte ihre Tätigkeit ohne körperliche oder psychische Gesundheitsgefährdung ausüben können. Seit 2013 ist die Evaluierung psychischer Belastungen ein verpflichtender Bestandteil des gesetzlichen Arbeitsschutzes. Betriebe müssen Belastungsfaktoren erheben, dokumentieren, Maßnahmen ableiten und deren Wirksamkeit überprüfen. Ziel ist eine Arbeitsumgebung, die Überforderung reduziert, Klarheit schafft und gesunde Leistungsfähigkeit ermöglicht.

Klare gesetzliche Verankerung

IBG fordert in diesem Zusammenhang gemeinsam mit dem Berufsverband der Österreichischen Psycholog:innen eine stärkere gesetzliche Verankerung arbeitspsychologischer Expertise im betrieblichen Alltag. Dazu gehören eine konsequentere Umsetzung der Evaluierung psychischer Belastungen, verbindlichere Standards bei der Gestaltung gesunder Arbeit sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung im gesamten Prozess.

Arbeitspsychologie soll keine optionale Zusatzleistung im Rahmen der arbeitsmedizinischen Grundbetreuung sein, sondern muss als integraler Bestandteil der betrieblichen Prävention verankert werden. Ziel ist eine Arbeitswelt, in der psychische Gesundheit systematisch geschützt wird und Unternehmen durch klar strukturierte Rahmenbedingungen unterstützt werden, die Qualität ihrer Arbeitsplätze kontinuierlich zu verbessern. IBG-Geschäftsführer Gerhard Klicka: „Eine Steuerung der psychischen Belastungen im Unternehmen senkt Krankenstände, verbessert die Mitarbeiter:innenbindung und erhöht die Produktivität.“ Arbeit muss für Mitarbeiter:innen sinnhaft sein.

 

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, davon 80 Arbeitsmedizinern und Arbeitsmedizinerinnen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

Ansprechpartnerin: Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 (676) 38 49 022, Email presse@ibg.at I office@fabelhaft.biz

 

IBG erhält staatliches Gütezeichen „Familienfreundliches Unternehmen“

Wien, 12. November 2025 – Die IBG GmbH (Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement) GmbH) wurde mit dem staatlichen Gütezeichen „Familienfreundliches Unternehmen“ ausgezeichnet. Die Verleihung fand im feierlichen Rahmen der Aula der Wissenschaften in Wien statt, gemeinsam mit mehr als 100 weiteren Organisationen. Überreicht wurde die Auszeichnung von Familienministerin Claudia Plakolm, die die Bedeutung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen für die Zukunft Österreichs hervorhob.

IBG beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit der Frage, wie sich Familie und Beruf bestmöglich vereinbaren lassen. Dabei versteht das Unternehmen „Familie“ bewusst weit – als Verantwortung für alle Menschen, die Beschäftigten nahestehen. Mit der Zertifizierung „berufundfamilie“ setzt IBG nun einen wichtigen strukturierten Schritt, um familienfreundliche Maßnahmen weiterzuentwickeln und nachhaltig im Unternehmen zu verankern.

Der Zertifizierungsprozess startete im Frühjahr 2025 mit einer Analyse bestehender Angebote, gefolgt von Workshops mit Mitarbeiter:innen und Führungskräften. Das abschließende Audit durch den TÜV Austria im Herbst bestätigte die Erfüllung aller Kriterien. Die definierten Maßnahmen werden nun innerhalb eines dreijährigen Verbesserungsprozesses umgesetzt.

Das Audit „Beruf und Familie“ ist ein staatlich anerkanntes Instrument zur strategischen Weiterentwicklung familienfreundlicher Unternehmenspolitik. Österreichweit wurden bereits über 800 Unternehmen, Hochschulen sowie Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen zertifiziert – insgesamt profitieren mehr als 676.000 Beschäftigte davon.

IBG versteht die Auszeichnung als Auftrag: Die kommenden Jahre sollen genutzt werden, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu stärken und die Arbeitsbedingungen kontinuierlich zu verbessern.

Weitere Informationen: www.familieundberuf.at | www.ibg.at

Foto: @ Harald Schlossko vlnr.  IBG-Bereichsleiter Matthias Welkens, MBA,IBG-Prokuristin Mag. Claudia Drescher-Braun, IBG-Geschäftsführer Dr. Gerhard Klicka, Claudia Plakolm, Bundesministerin für Europa, Integration und Familie

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, davon 80 Arbeitsmedizinern und Arbeitsmedizinerinnen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

Ansprechpartnerin: Renate Ruhaltinger-Mader
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