Kategorie: Allgemein

Sonnenbrand

Der Sommer ist da und viele von uns halten sich wieder öfters in der Sonne auf. Das hat zwar positive Effekte auf unser Gemüt und unseren Vitamin D Haushalt. Ein zu viel des Guten kann aber auch rasch negative Folgen haben. Mythen zum Thema Sonnenbrand:

  1. Sonnenbrand verwandelt sich nach einer gewissen Zeit in gesundes Goldbraun?

Falsch! Sonnenbrand ist keine Vorstufe des Braunwerdens, sondern eine Entzündungsreaktion der Haut, Zellen werden geschädigt, die Blutgefäße weiten sich und die Haut wird rot. Bei schwerem Sonnenbrand sollten Sie immer zum Arzt gehen.

  1. Im Auto kann man keinen Sonnenbrand bekommen?

Falsch! Die Seitenscheiben lassen 60-80% der UV-Strahlung durch, daher besteht hier sehr wohl die Gefahr, einen Sonnenbrand zu bekommen. Die Windschutzscheiben hingegen sind meist laminiert und schützen daher tatsächlich vor der gefährlichen UV-Strahlung.

  1. Sonnencreme doppelt auftragen verdoppelt den Schutz?

Falsch! Egal wie oft sie die Creme auftragen, der Lichtschutzfaktor erhöht sich dadurch nicht. Jedoch sollten sie alle zwei Stunden nachcremen um geschützt zu bleiben. Die Schutzdauer richtet sich nach der Höhe des Lichtschutzfaktors und der Empfindlichkeit der Haut.

 4. Auf After Sun-Produkte kann man verzichten?

Falsch!  In der Sonne verliert die Haut viel Feuchtigkeit, die sollten Sie ihr mit Lotionen zurückgeben.

  1. Im Schatten braucht man keine Sonnencreme?

Falsch! Im Schatten reduziert sich die UV- Strahlung nur um 50%.

  1. Regelmäßige Besuche im Solarium bereiten die Haut auf die Sonne vor?

Falsch! Der Eigenschutz der Haut wird durch Solariumbräune nicht gesteigert.

  1. Selbstbräuner schützt die Haut vor der Sonne?

Falsch! Die oberste Hautschicht wird lediglich eingefärbt, die Sonnenempfindlichkeit der Haut wird dadurch nicht verändert.

Infos zur Eigenschutzzeit der Haut:

Je nach Hauttyp variiert die Zeit, die wir gefahrlos ohne Sonnenschutz in der Sonne verbringen können erheblich. Bei sehr hellhäutigen Menschen beträgt sie nur wenige Minuten, bei sehr dunklen 40min oder mehr. Sie wird standardisiert bei UV-Index 8 (Mittagssonne im Sommer in Mitteleuropa).

Der Lichtschutzfaktor muss mit der Eigenschutzzeit multipliziert werden, um herauszufinden, wie lange man nach Auftragen der Sonnencreme maximal in der Sonne bleiben kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Sicherheitshalber sollte man diese Zeit aber nur zu 2/3 ausreizen. Wichtig ist, die Creme reichlich aufzutragen und ca. alle 2 Stunden nachzucremen.

Klassifikation der Hauttypen nach „Fitzpatrick“

Die Klassifikation des amerikanischen Dermatologen aus den 1970ern von ursprünglich 4 Typen wurde später um Typ V und VI erweitert:

Hauttyp I: der keltische Typ.

Er hat meistens rote bis hellblonde Haare, eine sehr helle Haut, immer Sommersprossen, sehr helle Brustwarzen und wird eigentlich nicht braun. Nach maximal 10 Minuten ohne Schutz bekommt er einen Sonnenbrand.

Hauttyp II: der nordeuropäische Typ.

Mit blonden oder hellbraunen Haaren und hellen Augen. Er hat oft Sommersprossen, mäßig pigmentierte Brustwarzen, bräunt langsam und bekommt häufig einen Sonnenbrand. Sein Eigenschutz hält 10 bis 20 Minuten.

Hauttyp III: der Mischtyp.

Mit braunen Haaren und vorwiegend braunen Augen, kaum Sommersprossen, mäßig braune Brustwarzen, langsam aber fortschreitende Bräunung. Er kann sich gefahrlos 20 bis 30 Minuten in der Sonne aufhalten.

Hauttyp IV: der mediterrane Hauttyp.

Er hat braunes oder schwarzes Haar, schon in ungebräuntem Zustand eine bräunliche Haut und nie Sommersprossen,  braune Augen und dunkle Brustwarzen. Er darf mehr als 30 Minuten ohne Schutz in die Sonne.

Hauttyp V: der dunkle Hauttyp.

Seine Haut ist hellbraun bis dunkelbraun, die Augen sind braun, das Haar schwarz.  Der Eigenschutz beträgt mehr als 1,5 Std.

Hauttyp VI: der schwarze Hauttyp.

Zu ihm zählen Menschen mit dunkelbrauner bis schwarzer Hautfarbe. Sie bekommen nahezu nie Sonnenbrand.

Vermeiden Sie also zu lange Sonnenbäder ohne Sonnenschutz! Dadurch sinkt nicht nur das Sonnenbrandrisiko, sondern auch Ihr Hautkrebsrisiko!

 

 

 

 

IBG Expertin bei der 23. Österreichischen Gesundheitsförderungskonferenz

IBG wird  bei der 23. Österreichischen Gesundheitsförderungskonferenz zum Thema „Gesund bleiben! Aus FGÖ-Initiativen für die Zukunft lernen.“ des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) durch IBG Expertin Ina Lukl, Bereichsleiterin für Generationenbalance und BGF-Projekte vertreten. Sie hält einen Impulsvortrag über „Aktive Mobilität zwischen Betrieblicher Gesundheitsförderung und Betrieblichem Mobilitätsmanagement“.  Die Konferenz findet am 25. 6.2021 als Livestream statt.

Zum Inhalt:

»Bislang erweisen sich die meisten Versuche, das Mobilitätssystem in Organisationen nachhaltiger zu gestalten, als Serie von Einzelmaßnahmen, die positive Effekte im Bereich Gesundheitsförderung und Klimaschutz kaum oder gar nicht berücksichtigen. Oftmals bleiben potenzielle Synergien zwischen Mobilitäts- und Gesundheitsmanagement ungenutzt und Interventionen damit nur bedingt effizient. Auf Grundlage bereits vorliegender Ergebnisse kann die Förderung aktiver Mobilität als Gesundheitsquelle und Beitrag zum Klimaschutz ihre Wirkung entfalten.

Gemeinsames und übergeordnetes Ziel des Mobilitäts- und Gesundheitsmanagements in Unternehmen sollte daher die synergetische Zusammenführung von planungsbasierten Tools, betrieblichem Mobilitäts- und Gesundheits-Management sein, um damit eine nachhaltige und gesundheitsfördernde Mobilitätsverhaltensänderung erreichen zu können. Neben der Analyse hinderlicher und förderlicher Infra- und Organisations-Strukturen wird in einem ganzheitlichen Ansatz auch das individuelle Mobilitätsverhalten adressiert, um Gewohnheiten zu verändern, u.a. indem für den Lebensstil als wesentliche Grundlage zu Gesundheit und Wohlbefinden sensibilisiert wird, im Sinne des Arbeitsweges als Gesundheitsprogramm.«

Referentin: Ina Lukl | IBG Generationenbalance und BGF-Projekte Mag. Ina Lukl
Als Arbeitspsychologin, Unternehmens- und BGF-Beraterin (u.a. für die ÖGK), Diplomierte Systemische Beraterin und Coach mit Zusatzqualifikationen als In-Body-Mind-Trainerin und KörperCoach sowie Dipl. Lebens- und Sozialberaterin seit 2008 im betrieblichen Gesundheitsmanagement für IBG (Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement GmbH) tätig.

Im Rahmen dieser Tätigkeit Leitung und Begleitung zahlreicher Befragungs-, Evaluierungs- und ausgezeichneter Gesundheitsförderungs-Projekte in renommierten Unternehmen diverser Branchen Österreichs. Als Leiterin der Bereiche BGF Projekte und Generationenbalance vielfältige Erfahrung in Moderation, Konzeption und Durchführung von Vorträgen, Workshops und Seminaren zu Themen wie Digitalisierung/ Arbeitswelt 4.0, BGM in Krisenzeiten, Konfliktmanagement,

Gesund & Leben

Wie ticken Sie?

 

Die Titelgeschichte der Juni-Ausgabe von Gesund&Leben behandelt ausführlich das Thema Chronobiologie.  Im Interview auch IBG Experte für gesunde Arbeitszeiten und Arbeitsmediziner Helmut Stadlbauer . Er spricht über Chronotypen, die Auswirkungen eines späteren Unterrichtsbeginns auf die Schulleistungen, welche gesellschaftlichen Störfaktoren wie auswirken u.v.m.

Autorin: Jacqueline Kacetl
Experte: Helmut Stadlbauer

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Fang an anzufangen.

Häufig fällt es uns schwer unsere Vorhaben umzusetzen oder damit überhaupt erst anzufangen. Wir nehmen uns dies und jenes vor, aber noch bevor wir damit loslegen, putzen wir die Wohnung, beantworten Emails, schauen nach, was es neues auf Facebook gibt – Aufgaben, die uns schneller und leichter von der Hand gehen, als die, die wir uns vorgenommen haben, deren Erledigung uns aber dennoch das Gefühl gibt, etwas geschafft zu haben. Das eigentliche Vorhaben haben wir nicht einmal angefangen.

Hier ein paar Tricks, um endlich damit anzufangen:

  • Der Fang-an-bevor-du-anfängst-Trick:

    Fang zumindest 10 Minuten lang mit der Aufgabe an und erteile dir die Erlaubnis dann auch wieder aufzuhören, denk dabei an das Ziel, das du erreichen möchtest.

  • Der Begrenze-die-Zeit-Trick:

    Definiere ein konkretes Zeitfenster, in dem du die Aufgabe erledigst. Haben wir für etwas zu viel Zeit, reiht es unser Gehirn auf der Prioritätenliste automatisch weiter hinten ein.

  • Der Belohnungs-Trick:

    Gib dir das Versprechen dich nach einer Aufgabe mit einer Kleinigkeit zu belohnen – das wird dich motivieren dranzubleiben.

  • Der Wenn-dann-Trick:

    Überlege dir, was dich an der Umsetzung hindern könnte und wie du darauf reagieren könntest. Sprich: Wenn A passiert, mache ich B.

  • Der Fang-an-aufzuhören-Trick:

    Wenn du das Verlangen spürst, etwas anderes zu tun als das, was du eigentlich tun willst/sollst, mache noch zehn Minuten weiter mit der Erlaubnis dann das andere zu tun. Stell dir dabei vor, wie es sich anfühlt die eigentliche Aufgabe erledigt zu haben.

trend

Die psychische Pandemie.

Psychologische Beratung gegen psychische Belastungen: Schlafstörungen, depressive Symptome . . . rund ein Viertel der Österreicher*innen leidet unter psychischen Belastungen. Verstärkt durch die Corona-Krise nehmen die Ausfallsquoten zu, weil Mitarbeiter:innen psychisch zu stark belastet sind. Befragungen zeigen: Immer mehr Führungskräfte geben an, dass sie künftig mehr gesundheitsfördernde Maßnahmen  ergreifen werden. Aber Hilfsangebote machen nur dann Sinn, wenn Sie auch genutzt werden. Das bedarf ein Umdenken. Arbeitspsychologe und IBG Geschäftsführer Gerhard Klicka wird im großen Beitrag über mentale Gesundheit in der Mai Ausgabe des  Wirtschaftsmagazins trend zitiert.

Autorin: Julia Pabst
Experte: Gerhard Klicka

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Aktivierungsübung: Über-Kreuz

Ausreichend Schlaf, abwechslungsreiche Ernährung, Bewegung und frische Luft sind die ideale Voraussetzung für eine gute Konzentrationsfähigkeit.

An besonders stressigen und anstrengenden Tagen reicht das aber oft nicht aus. Abhilfe können Aktivierungsübungen schaffen wie zum Beispiel »Über-Kreuz-Übungen«. Dabei wird das Zusammenspiel von linker und rechter Gehirnhälfte gefördert, weshalb sie auch Brain-Gym bzw. Gehirngymnastik genannt werden. Sie erhöhen Aufnahmefähigkeit und Leistungsvermögen.

Nachfolgend finden Sie vier Übungen, die unabhängig voneinander im Sitzen gemacht werden können:

  • Reiben Sie mit der linken Hand Ihr rechtes Ohr, gleichzeitig reiben Sie mit der rechten Hand Ihr linkes Ohr (auch nacheinander möglich)
  • Folgen Sie mit Ihren Augen einer liegenden Acht ∞
  • Wer doch lieber kurz aufstehen möchte, kann mehrmals abwechselnd mit dem rechten bzw. linken Ellenbogen das gegenüberliegende Knie antippen.
  • Eine andere Übung wäre der Schuhplattler. Berühren Sie hinter Ihrem Rücken den rechten Fuß mit Ihrer linken Hand, dann den linken Fuß mit Ihrer rechten Hand. Wiederholen Sie diese Übung einige Male.

Lassen Sie sich nicht ablenken – oder lieber doch?

Wer kennt es nicht – den Tisch voller Arbeit und dennoch lassen wir uns von allem und jedem ablenken. Der Grund dafür liegt in unserem  Gehirn, welches auf Durchzug stellt, sobald die eintreffende Informationsmenge unser Arbeitsgedächtnis übersteigt.

Ganz nach dem Motto: »Lieber ein wenig Ablenkung als das Risiko einzugehen etwas Wichtiges zu vergessen« Deswegen: immer wieder gezielt kurze Pausen einlegen. Sie ermöglichen es uns, Abstand zur Aufgabe zu gewinnen und uns neu zu strukturieren.

  • Eines ist klar: Die Arbeit wird nicht weniger und erledigt sich nicht von selbst. Doch mit ausreichenden Pausen geht es (Ihnen) besser. Mehrere kurze Pausen sind effektiver, als ein bis zwei längere Pausen.
  • Kurzpausen sind in der Regel 1–5 Minuten lang und sollten nach individuellen Zeiten der Ermüdung – sprich wenn man leichter ablenkbar wird – regelmäßig gehalten werden (etwa alle 60-90 Minuten).
  • Verschieben Sie Ihre Pause nicht nach hinten, weil Sie glauben ansonsten nicht mit der anfallenden Arbeit in der vorgegebenen Zeit fertig zu werden. Man kann am Tag nicht durchgehend 100% leisten. Ihr Gehirn macht automatisch kleine Pausen, indem es sich ablenken lässt. Setzen Sie diese lieber bewusst ein.
  • Gezielt geplante Kurzpausen verhindern ein Anhäufen von Ermüdungserscheinungen im Verlauf eines Arbeitstages. So zeigt sich, dass die Erholung nach einem Arbeitstag ohne Unterbrechungen deutlich länger dauert und schwerer gelingt.

Am Ende könnte aus Ablenkung Inspiration werden und Raum für neue Ideen entstehen.
In diesem Sinne: Lassen Sie sich ablenken.

Das kleine Bewegungs-ABC

Wir sind bewegte Wesen und dem müssen wir Rechnung tragen. Es geht nicht um die Absolvierung eines Marathons, sondern um die tägliche und gesundheitsfördernde Bewegung, die unseren Stütz- und Bewegungsapparat bewegt, dehnt und kräftigt und uns darüber hinaus auch Freude bereitet:

  • Alltagsbewegung
    Jede Bewegung und jeder Haltungswechsel ist wichtig.
  • Atmung
    Atemnot ist meist Zeichen einer zu hohen Belastung – ein „Plaudertempo“ ist wichtig.
  • Aufwärmen und Abwärmen
    sind fixe Bestandteile einer gesunden Bewegung.
  • Keine Schmerzen
    Bewegung soll als gesundheitsförderndes Element empfunden werden und keine Schmerzen verursachen
  • Körpergewicht
    Bewegung ist beinahe mit jedem Gewicht möglich. Aber Achtung bei der Intensität.
  • Motivation
    durch z.B. Aufzeichnungen, Training zu zweit, Spaßfaktor, passende Anforderung . . .
  • Müdigkeit
    soll keine Ausrede für eine Bewegungseinheit sein, eventuell ist es sinnvoll die Intensität oder die Komplexität zu reduzieren.
  • Muskelkater
    ist kein Zeichen für ein besonders wirksames Training.
  • Ruhetag
    Legen Sie nach jedem Trainingstag einen Ruhetag.
  • Schonung
    heißt gezielte Bewegung zur Unterstützung und Aufbau des Stütz- und Bewegungsapparates und NICHT „keine Bewegung“.
  • Schlechtes Wetter
    soll keine Ausrede, sondern nur die Suche nach einer Alternative sein.
  • Wer rastet, der rostet!
Dr. Gerhard Klicka

report+

Besser durch die Krise.

IBG Geschäftsführer und Arbeitspsychologe Gerhard Klicka spricht im Magazin report+ über » Betriebliche Gesundheitsförderung in herausfordernden Zeiten« . Er äußert sich über die wesentlichen Elemente der Arbeitszufriedenheit ebenso wie über soziale Isolation bzw. ständige Erreichbarkeit und deren Auswirkung.

Autorin: Angela Heissenberger
Experte: Gerhard Klicka

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Erlesenes von Rudolf Karazman

IBG Gründer Rudolf Karazman veröffentlicht ein Buch über seinen Heimatort Nikitsch/ Filež, einem kleinen Ort im  mittleren Burgenland. Es ist dies ein liebevoll geschriebenes Buch, mit viel Humor und Geschichtsbewusstsein, das sowohl seine Familie,  als auch die Volksgruppe der Burgenlandkroaten, ihre Eigenarten und ihre Entwicklung beleuchtet. Dem Buch liegen zwei CDs mit kroatischen Hochzeits- und Begräbnisliedern bei, die gemeinsam mit dem Komponisten und Musiker Peter Vieweger  neu arrangiert und instrumentiert wurden. Rock, Pop und Soul, mit den besten Sänger:innen aus den kroatischen Sprachinseln Europas.

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Leise, bitte!

Für eine konzentrierte Tätigkeit wünschen wir uns Ruhe und eine leise Umgebung.  Aber weder in Großraumbüros noch im Homeoffice ist dies immer möglich.

Oft helfen interne Vereinbarungen und Regelungen.  Ausreichend Räumlichkeiten für den Rückzug bei lauteren Tätigkeiten wären zwar von Vorteil, sind aber nicht immer vorhanden. Denn auch das zeitweilige Zurückziehen in einen – noch so kleinen – Ruheraum bringt großen Nutzen für eine bessere Konzentration und reibungsfreie Zusammenarbeit.
Im Homeoffice ist dies mit all seinen Vorteilen aber deutlich komplexer und aufwendiger – denn hier sind nicht nur die unternehmerischen Aspekte sondern auch die familiären Bedürfnisse zu berücksichtigen. Eine gute Mischung aus Feingefühl, Organisationstalent und Durchhaltevermögen ist für eine umsichtige und erfolgreiche Lösungsstrategie sicherlich eine wertvolle Hilfe.

Zwischen Lärm und genussvoll erlebter Geräuschkulisse

Jeder Mensch empfindet die Schwelle zum Lärm anders. Zudem kommt, dass wir in verschiedenen Situationen unterschiedlich für Lärm oder Stille empfänglich sind. In einer Disco sucht man bewusst die laute Musik zum Abschalten und „Entspannen“. In einer Kirche zum Beispiel suchen Menschen einen Ort der Stille, können aber ebenso von einem akustisch raumfüllenden Konzert hingerissen sein.

Manchmal sind wir von Vogelgezwitscher begeistert und lauschen gespannt den Tönen, dann wieder wollen wir uns konzentrieren und der Vogel vor unserem Fenster raubt uns den letzten Nerv. Die Schwelle bzw. die individuellen Grenzen zwischen störendem Lärm und genussvoll erlebter oder gewünschter Geräuschkulisse werden immer vorhanden sein und damit wird eine zufriedenstellende Lösung zur Lärmreduktion bzw. -optimierung sehr komplex und oftmals nur mit einer vielschichtigen Lösungsstrategie und umfassender Einbeziehung der Beteiligten zu erreichen sein.

So muss das Thema Lärm aus vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Nicht nur medizinische und persönliche Aspekte sind relevant, sondern auch die Vorgaben des Arbeitnehmer:innenschutzes.

Geschädigtes Hörvermögen vermindert die Lebensqualität

Wenn man den Lärm auf eine körperliche und psychische Belastung reduziert, so können sowohl langanhaltender Lärm ab einem Dauerschallpegel von 80dB als auch ein kurzer Impulslärm ab 120dB zu Schädigungen im Ohr führen – und diese sind irreversibel, denn die Lärmschwingungen werden im Innenohr von feinen Haaren aufgenommen und weitergeleitet. Ist die Schwingung bzw.  der Lärm zu groß, so bricht das Härchen ab und regeneriert sich auch nicht mehr. Es bleibt ein dauerhafter Schaden, der das Hörvermögen, speziell in vielfältigen Lärmsituationen wie bei Gesprächen in Gruppen in lauter Umgebung, negativ beeinflusst und die Lebensqualität vermindert.

Kollektiver Lärmschutz versus individuellem Gehörschutz

Speziell am Arbeitsplatz muss ab 80bB ein Gehörschutz angeboten werden und ab 85dB verpflichtend verwendet werden, dies ist beim Arbeiten mit Maschinen sehr oft der Fall.  Prinzipiell ist ein kollektiver Lärmschutz, also das Reduzieren von Lärm bzw. das Einhausen der Lärmquelle, dem individuellen Lärmschutz (Gehörschutz)aber vorzuziehen. Wie bereits oben erwähnt, sind speziell in Großraumbüros, neben der Bereitstellung von Rückzugsbereichen und Besprechungsräumen, schalldämmende Maßnahmen und begleitende Verhaltensregeln wichtig. Zusätzlich sind den Mitarbeiter:innen in Lärmbereichen unter bestimmten Voraussetzungen auch regelmäßige Untersuchungen der Hörfähigkeit anzubieten.

Beim erholsamen Schlaf ist erweisen, dass ein permanenter Geräuschpegel die Erholung deutlich reduziert und den Stresslevel kontinuierlich steigert. Das nachhaltige „körperliche und geistige Abschalten ist ohne akustisches Abschalten“ kaum möglich. Ruhe ist hier ein unerlässlicher Baustein für unsere Gesundheit und eine unabdingbare Voraussetzung für erfolgreiche Arbeit.

Dezibel-Tabelle:

Die Lautstärke Einheit wird in Dezibel (dB) gemessen. Der menschliche Hörbereich reicht von absoluter Stille 0dB, über leises Flüstern 30dB, bis hin zum ohrenbetäubenden Lärm eines Düsentriebwerkes 140dB. Zwei gleichgroße Schallquellen erhöhen den Schallpegelzuwachs um 3db, das bedeutet, dass zum Beispiel zwei Bohrhämmer mit je 83dB gemeinsam 86dB (verpflichtendes Tragen eines Gehörschutzes!) ergeben. Daher macht es auch einen enormen Unterschied, ob ein Geschirrspüler mit 40 oder 43dB angeschafft wird.

 

10dB: Blätterrauschen
30dB: ruhige Bibliothek
50dB: Unterhaltung, normale Zimmerlautstärke
75dB: Fahrradglocke, Großraumbüro
80dB: Rasenmäher, Gewitter, Zug
100dB: Disco, Kreissäge
140dB: Düsenflugzeug

meiheimat.at

Ergonomie: Gesund im Homeoffice

Zuhause ist alles anders. Weniger automatische Bewegung, oft nur suboptimale ergonomische Ausrüstung in den eigenen vier Wänden, ständige Ablenkung und Unterbrechung u.v.m. IBG Experte und Ergotherapeut Matthias Welkens gibt Tipps, wie man diesen neuen Herausforderungen mit kleinen Maßnahmen, die leicht in den Arbeitsalltag integrierbar sind, entgegenwirken kann.

Experte: Matthias Welkens

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