Autor: Renate Ruhaltinger-Mader

Brandgefahr durch Akkus

Die Meinungen zu E-Scootern und E-Bikes gehen zwar auseinander, doch sie sind nach wie vor ein fester Bestandteil des aktuellen Mobilitätsmixes in städtischen Gebieten. Sie haben sich rasch zu einer attraktiven Alternative bzw. Ergänzung zu Autos, Fahrrädern und öffentlichen Verkehrsmitteln entwickelt. Genau wie bei Mobiltelefonen gewinnt das Thema Aufladen zunehmend an Bedeutung. Bei unsachgemäßer Handhabung stellen Lithium-Ionen-Akkus jedoch eine erhebliche Brandgefahr dar und sind im Brandfall sehr schwer oder gar nicht zu löschen.

Selbstverständlich sind Akkus und Batterien bei sorgfältiger Handhabung sicher im Gebrauch. Es gibt jedoch einige Regeln und Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:

  • Informieren Sie sich, ob und wo Akkus in Ihrem Unternehmen aufgeladen und gelagert werden dürfen.
  • Achten Sie auf Qualität. Defekte Produkte bergen ein Gefahrenpotenzial.
  • Setzen Sie Batterien keinen extremen Temperaturen (über +40 Grad oder unter -10 Grad) aus.
  • Nehmen Sie Beschädigungen ernst, denn eine Batterie kann leicht herunterfallen oder eingeklemmt werden. Mechanische Beschädigungen bergen ein erhöhtes Risiko.
  • Wenn Sie Verformungen, Erwärmungen, Verfärbungen oder einen ungewöhnlichen Geruch bemerken, lassen Sie die Batterie überprüfen. Verwenden Sie das Gerät nicht!
  • Verwenden Sie zum Laden nur vom Hersteller zugelassene Ladegeräte und Kabel.
  • Stellen Sie das Gerät beim Laden immer auf eine nicht brennbare Oberfläche.
  • Entladen Sie den Akku nicht vollständig und laden Sie ihn anschließend wieder auf. Laden Sie den Akku stattdessen rechtzeitig wieder auf.
  • Ziehen Sie den Stecker von Ladegeräten und Steckdosenleisten (Kippschalter), wenn Sie diese nicht benutzen. So sparen Sie Strom und verringern die Brandgefahr.
  • Verwenden Sie keine defekten, beschädigten, verformten oder aufgeblähten Akkus.
  • Entfernen Sie brennbare Gegenstände aus der unmittelbaren Umgebung der Ladevorrichtungen.
  • Verhindern Sie einen Hitzestau und sorgen Sie stets für ausreichende Luftzirkulation und Wärmeableitung.

Trotz größter Vorsicht und vorbeugendem Brandschutz kann es leider dennoch zu einem Brand kommen. Zögern Sie in diesem Fall nicht, die Feuerwehr unter der Nummer 122 zu rufen. Handfeuerlöscher und Löschdecken sind ebenfalls nützlich zur Brandbekämpfung. Oberste Priorität hat jedoch immer der Schutz und die Rettung von Menschenleben. Sorgen Sie deshalb stets dafür, dass Sie sich aus dem Bereich eines gefährlichen Brandes entfernen. Materielle Gegenstände können ersetzt werden.

(c) Julia Krasnoperova, pexels.com

Mit Nachrichtenflut und negativen Meldungen besser umgehen

in einer Welt, in der uns rund um die Uhr, oft im Minutentakt Nachrichten über Krisen, Konflikte, politische Spannungen und Katastrophen erreichen, fällt es vielen Menschen immer schwerer, innerlich zur Ruhe zu kommen und abzuschalten. Soziale Medien, Push-Mitteilungen und Newsfeeds sorgen für ständige Reizüberflutung – oft mit belastenden Inhalten, schneller und direkter denn je. Viele Menschen fühlen sich dadurch überfordert, ängstlich oder hilflos.

Als Beratungsunternehmen möchten wir Sie dabei unterstützen, das Thema Psychische Gesundheit und Mentale Stärke in ihre betriebliche Gesundheitsstrategie zu integrieren . Denn mentale Gesundheit ist ein zentraler Faktor für Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden und langfristige Mitarbeiter:innenzufriedenheit .

Ziele

  • Mehr Gelassenheit und seelisches Wohlbefinden im digitalen Alltag
  • Gesunder Umgang mit der allgemeinen Informationsflut und
    insbesondere schlechten Nachrichten
  • Trotz negativer Schlagzeilen innerlich stabil und handlungsfähig bleiben

Inhalte

  • Warum wir schlechte Nachrichten nicht ignorieren können und wie wir trotzdem Abstand gewinnen
  • Aufbau von Informationskompetenz und „digitaler Resilienz“
  • Strategien zur emotionalen Abgrenzung und Selbstfürsorge

Unser Angebot

  • Fachvorträge und Workshops
  • Einzel- und Gruppencoachings

Vorteile und Nutzen für Ihr Unternehmen

  • Leistungsfähigkeit sichern, Konzentration stärken
  • Prävention senkt langfristig Fehlzeiten und bringt direkte wirtschaftliche Vorteile
  • Besseres Emotionsmanagement und Resilienz
  • Motivationssteigerung und stärkere Bindung
  • „Corporate Responsibility“

Investitionen in die psychische Gesundheit zahlen sich doppelt aus – für die Mitarbeitenden (Gesundheit, Lebensqualität) und für das Unternehmen (Leistung, Kosten, Kultur).

Gerne erstellen wir für Sie ein unverbindliches und individuelles Angebot (je nach Stundenkontingent kann auch die arbeitspsychologische Einsatzzeit herangezogen werden). Kontaktieren Sie dazu bitte unser Kundenservice unter kundenservice@ibg.at oder telefonisch unter 01/524 37 51-14.

 

Bild: Photocreo Bednarek

PRIDE – together we rise

Der Juni steht weltweit im Zeichen von Vielfalt, Respekt und Sichtbarkeit: Der Pride Month erinnert an die Geschichte der LGBTIQ+-Bewegung und setzt zugleich ein kraftvolles Zeichen für Gleichberechtigung und gesellschaftlichen Fortschritt. Auch bei IBG ist klar: Vielfalt ist kein Trend, sondern ein zentraler Bestandteil einer gesunden, modernen Unternehmenskultur.

Der Begriff „Pride“ steht für einen selbstbewussten und offenen Umgang mit der eigenen Identität und sexuellen Orientierung. Es geht darum, sich nicht zu verstecken, sondern authentisch zu leben – frei von Angst, Vorurteilen und Diskriminierung. Dieses Verständnis deckt sich mit den Grundwerten von IBG: Wertschätzung, Respekt und die Förderung individueller Potenziale stehen im Mittelpunkt unseres Handelns.

Historische Wurzeln und gesellschaftliche Verantwortung

Der Pride Month hat seinen Ursprung in den Ereignissen rund um den Stonewall-Aufstand. Am 28. Juni 1969 führte eine Polizeirazzia in der Schwulen-Bar „Stonewall Inn“ zu tagelangen Protesten – ein Wendepunkt im Kampf für Gleichberechtigung. Diese Ereignisse markieren bis heute den Beginn einer globalen Bewegung für Menschenrechte, Sichtbarkeit und Akzeptanz.

Pride in Wien: Sichtbarkeit und Zusammenhalt

In Wien findet der Pride Month mit der Regenbogenparade seinen Höhepunkt. Als größte Demonstration Österreichs bringt sie jährlich tausende Menschen zusammen, die gemeinsam ein starkes Zeichen für Vielfalt, Gleichberechtigung und Solidarität setzen.

Trotz vieler Fortschritte bleibt noch viel zu tun: Die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ist in Österreich erst seit 2019 möglich, verbale oder physische Übergriffe sind dennoch immer noch traurige Realität. In anderen Ländern Europas bestehen weiterhin Einschränkungen, und weltweit sind Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung noch immer Diskriminierung und sogar lebensbedrohlichen Strafen ausgesetzt.

IBG Haltung: PRIDE – together we rise

IBG steht für ein Arbeitsumfeld, in dem sich alle Menschen sicher, respektiert und wertgeschätzt fühlen. Diversity, Equality & Inklusion sind feste Bestandteile unserer Unternehmenskultur und unseres betrieblichen Gesundheitsmanagements. Denn nur wer sich angenommen fühlt, kann langfristig gesund, leistungsfähig und motiviert bleiben.

Unter dem Motto „PRIDE – together we rise“ setzt IBG ein klares Zeichen:

  • für gelebte Vielfalt im Arbeitsalltag
  • für Chancengleichheit und Fairness
  • für eine Unternehmenskultur, die alle Menschen miteinschließt

Wir sind überzeugt: Gemeinsam wachsen wir über uns hinaus – als Organisation und als Gesellschaft.

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit über 200 Mitarbeiter:innen, davon 80 Arbeitsmediziner:innen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

Ansprechpartnerin: Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 (676) 38 49 022
E-Mail: presse@ibg.at

topnews.at

topnews.at berichtet über die Bedeutung klarer Regeln zur Gewaltprävention am Arbeitsplatz. Gewalt, Belästigung und Machtmissbrauch seien keine Einzelfälle, sondern erfordern konsequentes Hinschauen, den Schutz Betroffener und transparente Verfahren in Organisationen. IBG-Expertin Ina Lukl betont dabei insbesondere, dass Grenzüberschreitungen häufig Ausdruck von Machtmissbrauch sind.

Expertin: Ina Lukl

Zum Beitrag

Wenn Grenzen überschritten werden

Gewalt, Belästigung und Machtmissbrauch am Arbeitsplatz sind keine Einzelfälle. Entscheidend ist, dass Organisationen hinschauen, Betroffene schützen und klare Verfahren etablieren. Ina Lukl, IBG-Expertin für Arbeitspsychologie, erklärt, worauf es ankommt.

  • Grenzüberschreitungen sind oft Machtmissbrauch
    Hierarchien, Abhängigkeiten und informelle Machtpositionen spielen bei Übergriffen eine zentrale Rolle.
  • Nicht die Absicht zählt, sondern die Wirkung
    Sexuelle Belästigung beginnt nicht erst bei körperlichen Übergriffen. Auch Bemerkungen, Nachrichten, „Witze“ oder unerwünschte Berührungen können die Würde verletzen.
  • Prävention braucht Konsequenz
    Wirksam sind klare Leitfäden, Ansprechpersonen, transparente Verfahren und sichtbare Konsequenzen – nicht bloße Symbolpolitik.

Wien, 12.05.2026. | Gewalt am Arbeitsplatz ist weit verbreitet

Fast jede vierte Person weltweit hat laut einer Erhebung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) bereits Gewalt oder Belästigung im Arbeitskontext erlebt – in psychischer, physischer oder sexueller Form. Besonders betroffen sind junge Menschen, Migrant:innen und Frauen. Auch in Österreich zeigen Studien, dass Herumschreien, Beleidigungen, Drohungen und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz verbreitet sind. Mehr als jede vierte Frau hat laut Statistik Austria sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erlebt.

„Ich glaube nicht, dass es heute mehr Fälle gibt – aber sie werden glücklicherweise öfter aufgezeigt“, sagt Ina Lukl, Arbeitspsychologin bei IBG. Unternehmen würden zunehmend erkennen, dass sie handeln müssen: „Arbeitgeber:innen haben die Pflicht, ein diskriminierungsfreies Umfeld sicherzustellen.“

Grenzüberschreitungen entstehen oft schleichend

Grenzüberschreitungen entstehen häufig nicht zufällig. Sie entwickeln sich oft schrittweise: ein unangemessener Kommentar, ein scheinbar harmloser „Witz“, eine unerwünschte Nachricht, ein Übergriff bei einer Feier. „Es kommt nicht darauf an, wie etwas gemeint war, sondern wie es bei der betroffenen Person angekommen ist“, betont Lukl. Gerade Machtgefälle verschärfen die Situation: Wer abhängig ist, neu im Unternehmen, jung, in Ausbildung oder sozial isoliert, hat oft größere Hemmungen, Vorfälle zu melden.

Das Gleichbehandlungsgesetz definiert sexuelle Belästigung klar: Entscheidend ist, ob ein Verhalten der sexuellen Sphäre zugehörig ist, die Würde verletzt und für die betroffene Person unerwünscht, unangebracht oder anstößig ist. Flirten am Arbeitsplatz ist erlaubt – aber nur, wenn sich beide Personen wohlfühlen und einverstanden sind. Grenzüberschreitendes Verhalten ist kein Flirt.

Klare Regeln statt Wegschauen

Für Organisationen bedeutet Gewaltprävention vor allem: klare Haltung zeigen. „Was tatsächlich wirkt, sind Leitfäden, klare Verfahren und klare Konsequenzen“, sagt Lukl. Dazu zählen definierte Ansprechpersonen, transparente Meldewege, geschulte Führungskräfte, Betriebsvereinbarungen, externe Beratungsmöglichkeiten und eine Kultur, in der Betroffene ernst genommen werden. IBG unterstützt Unternehmen dabei mit Sensibilisierung, Workshops, Webinaren und auf Wunsch auch durch moderierte Gespräche.

Zivilcourage kann Betroffene schützen

Auch Zeug:innen spielen eine wichtige Rolle. Wer Grenzüberschreitungen beobachtet, sollte nicht wegsehen, sondern Betroffene stärken, Hilfe anbieten und Maßnahmen mit ihnen abstimmen. „In vielen Fällen könnte eine einzige Person durch beherztes Eingreifen viel Schaden verhindern“, so Lukl.

Betroffenen rät sie, sich Unterstützung zu holen – intern oder extern. Neben betrieblichen Ansprechpersonen können auch Präventivfachkräfte, die Gleichbehandlungsanwaltschaft oder spezialisierte Beratungsstellen erste vertrauliche Anlaufstellen sein. „Es ist Aufgabe der Arbeitgeber:innen, gegen Diskriminierung vorzugehen. Betroffene müssen damit nicht allein bleiben.“

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit über 200 Mitarbeiter:innen, davon 80 Arbeitsmediziner:innen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

Ansprechpartnerin:
Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 676 38 49 022
E-Mail: presse@ibg.at

Vor den Vorhang: Dr. Gertraud Hedenetz – Arbeitsmedizin mit Weitblick

Ein breites medizinisches Spektrum, internationale Vernetzung und ein klarer Blick für die Zukunft der Arbeitswelt: Im Interview gibt Gertraud Hedenetz, Leiterin des IBG UniCredit Health Centers, spannende Einblicke in ihren beruflichen Werdegang, aktuelle Herausforderungen und die Rolle der Arbeitsmedizin im Wandel.

Was hat dich ursprünglich zur Arbeitsmedizin geführt?

Dr. Gertraud Hedenetz:
Eigentlich war es mehr Zufall als ein klarer Plan. Während meines Turnus haben Kolleginnen begeistert von der arbeitsmedizinischen Ausbildung erzählt, die sie parallel absolviert haben. Das hat mich neugierig gemacht. Damals war die berufliche Situation für junge Ärzt:innen noch deutlich unsicherer als heute – man hat versucht, sich möglichst viele Optionen offenzuhalten.

Die Arbeitsmedizin klang spannend: keine Nacht- oder Wochenenddienste, flexible Arbeitsmodelle und vor allem eine gute Vereinbarkeit mit Familie. Also habe ich die Ausbildung begonnen – während meiner Karenzzeiten, was finanziell durchaus herausfordernd war. Aber es hat sich gelohnt: Ich konnte direkt nach dem Turnus in diesem Bereich starten und war Teil eines großartigen Teams, mit dem wir unter anderem den Magistrat Wien betreut haben.

Du hast von Anfang an ein sehr breites Tätigkeitsfeld gehabt – ist das heute noch so?

Absolut! Gerade in der Arbeitsmedizin ist die Vielfalt enorm. Beim Magistrat Wien hatten wir mit ganz unterschiedlichen Berufsgruppen zu tun – von der Verwaltung über Kindergärtner:innen bis hin zur Müllabfuhr oder Feuerwehr. Das war unglaublich spannend, weil man mit verschiedensten Arbeitsbedingungen, Risiken und Anforderungen konfrontiert ist.

Parallel war ich auch als Schulärztin tätig – eine perfekte Ergänzung. Diese Kombination aus Arbeit mit Kindern und Erwachsenen hat meinen Blick auf Medizin insgesamt sehr erweitert.

Welche Themen stehen aktuell im UniCredit Health Center im Fokus?

Da wir es überwiegend mit einem Bürobetrieb zu tun haben, sind ergonomische Themen zentral: viel Sitzen, Bildschirmarbeit, Bewegungsmangel. Gleichzeitig spielt auch die psychische Belastung eine große Rolle – etwa durch Zeitdruck oder wirtschaftliche Unsicherheiten.

Wir setzen aber bewusst breiter an: Ernährung im Büro, Herz-Kreislauf-Gesundheit, Infektionsschutz (nicht zuletzt seit der Pandemie) oder auch Sinnesorgane wie Hören und Sehen. Besonders spannend sind unsere Gesundheitsaktionstage, bei denen Mitarbeitende Dinge selbst ausprobieren können – etwa mit Simulationsbrillen oder Balance-Tests. So wird Gesundheit greifbar.

Ein wichtiges Thema ist auch die Wiedereingliederung nach Krankenständen. Wie gehst du damit um?

Das ist ein sehr zentraler Bereich. Nach längeren Krankenständen – etwa durch schwere Erkrankungen oder Unfälle – geht es darum, den Wiedereinstieg individuell zu gestalten. Ich habe dazu auch einen Master in Arbeitsfähigkeit und Wiedereingliederungsmanagement gemacht.

Wichtig ist die enge Zusammenarbeit zwischen Mitarbeiter:in, Führungskraft und Arbeitsmedizin. Gemeinsam überlegen wir: Wie viele Stunden sind sinnvoll? Welche Tätigkeiten sind möglich? Braucht es Anpassungen am Arbeitsplatz?

Wenn das gut umgesetzt wird, ist es eine klassische Win-win-Situation: Mitarbeitende finden schrittweise zurück in den Alltag, gewinnen Struktur und Selbstwirksamkeit zurück – und Unternehmen profitieren von einer früheren Rückkehr wertvoller Arbeitskraft.

Wie sieht dein typischer Arbeitsalltag aus?

Einen ganz typischen Tag gibt es eigentlich nicht. Natürlich gibt es geplante Termine – Untersuchungen, Beratungen, Impfprogramme. Aber oft kommt spontan etwas dazu: akute Beschwerden, Notfälle oder organisatorische Fragen.

Wir bieten ein breites Spektrum an: von Impfungen über Hörtests bis hin zu ergonomischen Beratungen oder Unterstützung bei Wiedereingliederung. Genau diese Mischung macht den Reiz aus.

Du bist auch international aktiv – unter anderem bei der UIMC. Was bringt dir dieser Austausch?

Die internationale Zusammenarbeit ist unglaublich bereichernd. Die Union Internationale des Médecins du Chemin de Fer (UIMC) vernetzt Arbeitsmediziner:innen aus dem Transportwesen weltweit.

Ich bin über meine Tätigkeit und meine Masterarbeit – in der ich Wien und London verglichen habe – dazu gekommen. Außerdem hatte ich bereits während des Studiums je ein Jahr in Frankreich und Spanien studiert und in Yale Praktika gemacht, was sprachlich nun ein großer Vorteil ist, auch was die Kommunikation mit den vielen internationalen MA unserer Kunden angeht! Der fachliche Austausch zeigt, wie unterschiedlich Systeme funktionieren, aber auch, wie ähnlich viele Herausforderungen sind.

Besonders wertvoll ist die Möglichkeit, voneinander zu lernen und die eigenen Standards einzuordnen. Und es ist schön zu sehen, dass wir in Österreich auf einem sehr hohen Niveau arbeiten.

Blick in die Zukunft: Welche Entwicklungen werden die Arbeitsmedizin prägen?

Ein großes Thema ist der Fachkräftemangel – es gibt nach wie vor zu wenige Arbeitsmediziner:innen. Deshalb wird die Rolle der arbeitsmedizinischen Fachassistenz weiter an Bedeutung gewinnen.

Auch der Klimawandel wird Auswirkungen haben, etwa durch neue Infektionskrankheiten. Dazu kommt das Thema altersgerechtes Arbeiten – gerade mit Blick auf die demografische Entwicklung.

Und natürlich die Digitalisierung: Telemedizin, KI-gestützte Analysen und neue Formen der Beratung werden unseren Arbeitsalltag verändern.

Und was wünschst du dir für die IBG?

Ich wünsche mir, dass die IBG weiterhin so innovativ und engagiert bleibt, neue Themen früh aufgreift und den interdisziplinären Austausch fördert. Gerade in einer sich wandelnden Arbeitswelt ist das wichtiger denn je.

Vielen Dank für das inspirierende Gespräch und die spannenden Einblicke in eine Arbeitsmedizin, die Menschen und Arbeitswelten nachhaltig verbindet.

Workshop und BIA-Messung: Mehr Wohlbefinden im Arbeitsalltag

Die Anforderungen an Mitarbeiter:innen in der modernen Arbeitswelt steigen kontinuierlich. Komplexe Arbeitsprozesse, hohe Informationsdichte und überwiegend sitzende Tätigkeiten prägen den Alltag vieler Beschäftigter. Gleichzeitig nehmen Bewegungsmangel, mentale Belastung und Erschöpfung spürbar zu.

Als Beratungsunternehmen unterstützen wir Sie dabei, die Gesundheitskompetenz Ihrer Mitarbeiter:innen gezielt zu stärken und nachhaltige Maßnahmen für mehr Energie, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden im Arbeitsalltag zu etablieren .

Unser Angebot


Workshop inklusive BIA-Messungen

Im Rahmen eines interaktiven Workshops vermitteln wir praxisorientierte Ansätze, wie Mitarbeiter:innen ihre Energie, Konzentrationsfähigkeit und Belastbarkeit durch gezielte Impulse aus Bewegung und Ernährung nachhaltig verbessern können. Der Fokus liegt auf alltagstauglichen Strategien, die sich ohne zusätzlichen Zeitaufwand in bestehende Routinen integrieren lassen und bereits mit kleinen Anpassungen eine spürbare Wirkung erzielen.

Zur individuellen Vertiefung der Inhalte bieten wir ergänzend Bioelektrische Impedanzanalyse-Messungen (BIA) an. Diese liefern differenzierte Einblicke in die Körperzusammensetzung, einschließlich Muskelmasse, Körperfett und Zellgesundheit und unterstützen die nachhaltige Umsetzung der Workshop-Inhalte auf persönlicher Ebene.

Rahmenbedingungen
Workshop: 60 Minuten
BIA-Messung: ca. 10–15 Minuten pro Person (Einzelmessung im Anschluss an den Workshop)

Ziele des Workshops

  • Ganzheitliches Verständnis von Gesundheit fördern
  • Auswirkungen moderner Arbeits- und Lebensbedingungen reflektieren
  • Zusammenhang zwischen Bewegung, Ernährung und Energiehaushalt vermitteln
  • Konkrete, alltagstaugliche Maßnahmen zur Stärkung persönlicher Ressourcen aufzeigen
  • Sensibilisierung für kleine, wirksame Verhaltensänderungen
  • Individuelle Gesundheitsgewohnheiten analysieren und Entwicklungspotenziale identifizieren

    Inhalte

  • Gesundheit als multidimensionales System (WHO-Ansatz)
  • Herausforderungen der modernen Arbeitswelt: Bewegungsmangel, Reizüberflutung, sitzende Tätigkeiten
  • Bewegung im Alltag: Empfehlungen, Intensitäten und gesundheitliche Effekte
  • Praktische Mikrostrategien: Aktivierungsimpulse, Pausenmodelle und Routinen
  • Grundlagen ausgewogener Ernährung: Makro- und Mikronährstoffe
  • Tellerprinzip, Umgang mit Zucker und Lebensmittelqualität
  • Ableitung individueller Maßnahmen und Reflexion bestehender Gewohnheiten

Nutzen Sie die Möglichkeit, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter:innen gezielt zu stärken.

Gerne erstellen wir für Sie ein unverbindliches und auf Ihr Unternehmen abgestimmtes Angebot.
Kontaktieren Sie dazu bitte unser Kundenservice unter kundenservice@ibg.at oder telefonisch unter 01/524 37 51-14.

Tag der Arbeit: Sinn, Qualität und Win-Win – Arbeiten im IBG-Verständnis

Der 1. Mai – der Tag der Arbeit – ist traditionell ein Anlass, über die Bedeutung von Arbeit in unserer Gesellschaft nachzudenken. Oft wird Arbeit dabei auf Leistung, Produktivität oder Einkommen reduziert. Doch Arbeit kann weit mehr sein. Sie kann sinnstiftend sein, Identität schaffen und sowohl für Unternehmen als auch für Mitarbeiter:innen echte Win-Win-Situationen ermöglichen.

IBG folgt dem Führungsansatz des Human Quality Management (HQM), entwickelt vom IBG-Gründer Rudolf Karazman in den frühen 1990er-Jahren. Als Weiterentwicklung des Total Quality Management stellt HQM den Menschen konsequent in den Mittelpunkt unternehmerischen Handelns. Ziel ist es, Führungs- und Arbeitsqualität so zu gestalten, dass sowohl Organisationen als auch ihre Belegschaften nachhaltig profitieren.

Win-Win als Grundlage moderner Arbeitskultur

Im Zentrum von HQM steht die Überzeugung, dass wirtschaftlicher Erfolg und menschliches Wohlbefinden kein Widerspruch sind. Im Gegenteil: Ein balanciertes Arbeitsumfeld stärkt die Produktivität, erhöht die Loyalität und schafft langfristige Stabilität. Unternehmen profitieren von engagierten Mitarbeiter:innen – und diese wiederum von einem Arbeitsumfeld, das ihre Entwicklung fördert.

Gerade am Tag der Arbeit wird deutlich: Gute Arbeit entsteht dort, wo beide Seiten gewinnen.

Transparenz: Verstehen schafft Vertrauen

Ein wesentliches Prinzip des Human Quality Managements ist Transparenz. Mitarbeiter:innen verstehen die Ziele des Unternehmens und die Bedürfnisse der Kund:innen. Sie wissen, wie ihr Beitrag zum Gesamterfolg aussieht und erhalten regelmäßig Feedback. Dieses Verständnis schafft Vertrauen und stärkt die Identifikation mit der eigenen Tätigkeit.

Dialogbereitschaft: Mitgestalten statt nur ausführen

Arbeit wird dann sinnstiftend, wenn Menschen aktiv eingebunden sind. HQM setzt daher auf Dialog statt Top-down-Vorgaben. Mitarbeiter:innen werden in Zieldefinitionen einbezogen und gestalten mit, wie diese erreicht werden. Dadurch entsteht nicht nur mehr Motivation, sondern auch bessere Lösungen – weil Wissen und Erfahrung aus der Praxis genutzt werden.

Sinnschaffung: Mehr als nur ein Job

Der vielleicht wichtigste Aspekt im Kontext des 1. Mai ist die Sinnschaffung. Arbeit wird dann erfüllend, wenn sie über das reine Geldverdienen hinausgeht. Im IBG-Verständnis bedeutet das: Mitarbeiter:innen entwickeln Selbstwert durch Herausforderungen, durch Mitgestaltung und durch vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten – etwa durch horizontale Karrieren oder projektbezogene Verantwortung.

Dabei wird die Arbeitsfähigkeit ganzheitlich gestärkt: emotional, kommunikativ und fachlich. Entscheidend bleibt jedoch die Balance zwischen Beruf und Privatleben – denn nur ein ausgeglichenes Leben ermöglicht langfristige Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit.

Fazit: Der Tag der Arbeit als Zukunftsimpuls

Der Tag der Arbeit erinnert uns nicht nur an historische Errungenschaften, sondern auch an die Verantwortung, Arbeit neu zu denken. Human Quality Management zeigt, wie moderne Arbeitswelten aussehen können: transparent, dialogorientiert und sinnstiftend.

Arbeit ist dann mehr als Pflicht – sie wird zu einem Raum der Entwicklung, der Zusammenarbeit und des gemeinsamen Erfolgs. Genau darin liegt die eigentliche Kraft des 1. Mai: in der Vision einer Arbeitswelt, in der alle gewinnen.

Foto (c)Jan van der Wolf, www.pexels.com

Salzburger Nachrichten

Gesundheit am Arbeitsplatz: Raus aus der Sitzfalle

Langes Sitzen ist laut IBG (Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement) ein zentrales Gesundheitsrisiko im Arbeitsalltag. Viele Beschäftigte verbringen täglich Stunden in statischen Haltungen – mit negativen Folgen für Körper und Wohlbefinden.

„Die Konsequenzen eines überwiegend sitzenden Arbeitsalltags können gravierend sein“, betont IBG-Experte Matthias Welkens. Bewegung sei daher essenziell und sollte aktiv in den Arbeitsalltag integriert werden.

IBG empfiehlt Unternehmen, auf dynamische Arbeitsplätze, regelmäßige Bewegungspausen und eine bewegungsfördernde Unternehmenskultur zu setzen.

Experte: Matthias Welkens

Zum Beitrag

Bewegungspausen

Um frische Energie tanken zu können und konzentrierter zu werden ist die Pausengestaltung essenziell. Wer bei der Arbeit alle 1-2 Stunden ca. 5-minütige Pausen einlegt, ist am Ende des Tages nicht nur fitter, sondern erbringt auch bessere Leistungen.

Um nicht nur Energie auftanken zu können, sondern auch Körper und Geist etwas Gutes zu tun und für Ausgleich zu sorgen, eignen sich hervorragend bewegte Pausen. Viele verbringen nicht nur ihren Arbeitstag sitzend im Büro, sondern auch ihre Pausen. Wir möchten Ihnen Alternativen aufzeigen, wie Sie mehr Schwung in Ihre Pausen bringen können:

  • Kolleg:innen öfter persönlich besuchen, statt anzurufen oder E-Mail zu schreiben
  • Telefonate im Gehen führen oder auch „bewegte“ Meetings
  • Stehen Sie zwischendurch kurz auf z.B., um ein Glas Wasser zu holen
  • Häufig benötigte Ordner weiter oben ins Regal stellen à Möglichkeit sich zwischendurch zu strecken
  • Nehmen Sie hin und wieder die Treppe statt dem Aufzug bzw. der Rolltreppe (bei der U-Bahn)
  • Mobilitätsübungen wie z.B. Schulterkreisen (vorwärts und rückwärts, jeweils 10–15 Sekunden) oder Nacken dehnen (Kopf langsam zur Seite neigen, Dehnung 15 Sekunden halten – links & rechts)
  • Aktive Stehpausen wie z.B. Kniebeugen am Schreibtisch (10–15-mal), Wadenheben im Stehen (auf Zehenspitzen wippen) oder auch Hampelmann bzw. Gehen am Stand
  • Nehmen Sie sich kurz Zeit für ein paar Schritte an der frischen Luft und/oder nutzen Sie die Mittagspause für einen Spaziergang (ca. 10 Minuten)
  • Tief durchatmen: 3–5 bewusste, tiefe Atemzüge zur Entspannung (z.B. 6 Sek. einatmen, 3 Sek. Atem anhalten und 6 Sek. ausatmen)

Ein kleiner Spaziergang oder Treppensteigen haben zusätzliche Nebenwirkungen – wie das Verbrauchen von Kalorien, Stressprävention oder verbesserte Konzentration.

Viel Spaß beim Ausprobieren Ihrer neuen vielleicht aktiveren Pausengestaltung!

Foto (c) Jan van der Wolf, pexels.com

Salzburger Nachrichten

BewegungsPille statt Zwangshaltung

Im Gespräch mit den Salzburger Nachrichten warnt Matthias Welkens von IBG – Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement: „Sitzen verleitet zu einem statischen Arbeitstag – die Konsequenzen können gravierend sein.“ Acht bis neun Stunden tägliches Sitzen seien heute keine Seltenheit und erhöhen das Risiko für zahlreiche Erkrankungen.

Als wirksamstes Gegenmittel gilt Bewegung – sie wirkt präventiv, reduziert Stress und stärkt die Gesundheit ganzheitlich. IBG empfiehlt daher mehr Dynamik im Arbeitsalltag: regelmäßige Haltungswechsel, kurze Bewegungspausen sowie ergonomische Arbeitsplätze mit höhenverstellbaren Tischen.

Unternehmen sollten gezielt eine Bewegungskultur fördern – etwa durch aktive Pausen, Workshops und die Vorbildwirkung von Führungskräften. Ziel ist es, Gesundheit präventiv zu stärken und Sitzen nicht zur Belastung werden zu lassen.

Experte: Matthias Welkens

Zum Beitrag