Autor: Renate Ruhaltinger-Mader

Gesunde Arbeit

Arbeitsbeginn nach Chronotyp.

In der aktuellen Ausgabe von Gesunde Arbeit erklärt Helmut Stadlbauer von IBG, warum unser Chronotyp Einfluss auf Schlaf, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden hat. Flexible Arbeitszeiten können dabei helfen, den individuellen Rhythmus besser zu berücksichtigen und „sozialen Jetlag“ zu reduzieren.

Ein Chronotyp-Selbsttest im Beitrag zeigt außerdem, ob man eher Lerche, Normaltyp oder Eule ist.

Experte: Helmut Stadlbauer

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Enzymexposition im Griff: Prävention durch Arbeitsmedizinische Vorsorge

Enzyme sind in vielen industriellen Produktionsprozessen unverzichtbar. Sie werden etwa in der Lebensmittelherstellung, Waschmittelproduktion, Biotechnologie sowie in Fermentations- und Veredelungsprozessen eingesetzt. Aufgrund ihrer hohen biologischen Aktivität sind Enzyme jedoch nicht nur nützliche Hilfsstoffe, sondern auch potenzielle Auslöser allergischer Sensibilisierungen.

Arbeitsmedizinische Vorsorge bei Enzymexposition

Für die Arbeitsmedizin ergibt sich daraus die zentrale Aufgabe, exponierte Beschäftigte frühzeitig zu identifizieren, Risiken fundiert zu bewerten und geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten. Ein wesentliches Instrument hierfür ist die, für die Mitarbeiter:innen freiwillige, arbeitsmedizinische Enzymvorsorge. Auch in hochmodernen, geschlossenen Produktionssystemen lässt sich eine Exposition nicht vollständig ausschließen. Bereits kleinste Mengen freigesetzter Enzyme können über die Atemwege, die Haut oder Schleimhäute in den Körper gelangen.

Sensibilisierung als unbemerkte Vorstufe einer Allergie

Das Immunsystem reagiert auf diese Fremdstoffe mit der Bildung spezifischer Antikörper (IgE). Dieser Prozess wird als Sensibilisierung bezeichnet und stellt die Vorstufe einer Allergie dar. In diesem Stadium sind Betroffene häufig noch beschwerdefrei – die gesundheitliche Relevanz wird daher leicht unterschätzt.

Prävention durch Enzymuntersuchungen

Ohne geeignete Präventionsmaßnahmen kann sich aus einer Sensibilisierung jedoch eine manifeste allergische Erkrankung entwickeln, etwa in Form von Atemwegsbeschwerden oder Asthma. Arbeitsmedizinische Enzymuntersuchungen ermöglichen die frühzeitige Identifikation solcher Veränderungen. Bestimmt werden spezifische IgE-Antikörper gegen relevante Enzyme. Die standardisierte Bewertung erlaubt eine klare Einordnung des individuellen Risikos und schafft Transparenz für weitere Maßnahmen.

Strukturierter Ablauf der Untersuchung

Der Ablauf der Untersuchung folgt einem strukturierten Schema:

  • Ärztliche Anamnese als wesentlicher Bestandteil der individuellen Risikobewertung
  • Blutabnahme zur labordiagnostischen Untersuchung in einem spezialisierten Labor
  • Ärztliche Befundbesprechung und Einordnung in den arbeitsplatzbezogenen Kontext
  • Nachvollziehbare Dokumentation

Von der Befundbewertung zu gezielten Schutzmaßnahmen

Diese Prozessstruktur erhöht die Verlässlichkeit der Ergebnisse und minimiert Fehlerquellen. Auffällige Befunde werden ärztlich abgeklärt und können weitere Maßnahmen wie Arbeitsplatzanalysen oder Anpassungen von Schutzmaßnahmen auslösen.

Fazit

Die arbeitsmedizinische Enzymuntersuchung ist ein zentrales Instrument zur Sicherstellung von Gesundheit und Prozessstabilität im industriellen Umfeld. Durch die Kombination aus medizinischer Expertise, strukturierten Abläufen und gezielter Prävention entsteht ein Mehrwert für alle Beteiligten. Sie leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Gesundheit der Mitarbeiter:innen.

Foto: Gerd Altmann, pixabay

 Gesundheitszirkel: Gemeinsam Gesundheit im Unternehmen stärken

Steigende Arbeitsbelastung, zunehmender Fachkräftemangel und höhere psychische Anforderungen stellen Unternehmen heute vor große Herausforderungen. Gleichzeitig gewinnt ein gesundes Arbeitsumfeld immer stärker an Bedeutung – insbesondere in produktionsnahen Bereichen, in denen körperliche und mentale Belastungen oft unmittelbar spürbar sind.

Gemeinsam Belastungen erkennen und Ressourcen stärken

Genau hier bieten Gesundheitszirkel eine besonders wirksame Möglichkeit, Belastungen sichtbar zu machen und gemeinsam nachhaltige Lösungen zu entwickeln, aber auch Ressourcen zu stärken.

Was ist ein Gesundheitszirkel?

Ein Gesundheitszirkel ist ein strukturierter und moderierter Gruppenprozess, in dem Mitarbeiter:innen ihre Erfahrungen und Perspektiven aus dem Arbeitsalltag aktiv einbringen. Die zentrale Idee dahinter: Mitarbeiter:innen sind Expert:innen ihres eigenen Arbeitsbereiches. Gemeinsam werden gesundheitliche Belastungen, Ressourcen und Verbesserungspotenziale analysiert sowie konkrete Maßnahmen erarbeitet. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf Problemen, sondern vor allem auf praktikablen Lösungen, die im Arbeitsalltag umsetzbar sind.

Einblicke, die klassische Befragungen nicht liefern

Besonders wertvoll ist der direkte Einblick in die tatsächlichen Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter:innen. Viele Belastungen werden in Kennzahlen oder klassischen Befragungen nur teilweise sichtbar. Gesundheitszirkel ermöglichen hingegen einen offenen Austausch über Themen wie Arbeitsabläufe, Zusammenarbeit, Kommunikation, Führung oder organisatorische Schnittstellen. Dadurch ergeben sich oft entscheidende Erkenntnisse, die ohne Beteiligung der Mitarbeiter:innen verborgen bleiben würden.

Unternehmen profitieren dabei mehrfach

Belastungen können frühzeitig erkannt und reduziert werden, wodurch langfristig Fehlzeiten und Krankenstände gesenkt werden können. Gleichzeitig verbessert sich die Zusammenarbeit und Mitarbeiter:innen erleben, dass ihre Erfahrungen und Anliegen ernst genommen werden. Zeitgleich entstehen praxisnahe Maßnahmen mit hoher Akzeptanz, da diese direkt von den betroffenen Beschäftigten mitentwickelt werden. Gesundheitszirkel leisten damit nicht nur einen Beitrag zur betrieblichen Gesundheitsförderung, sondern stärken auch Motivation, Identifikation und Unternehmenskultur.

Aus der Praxis: Gesundheitszirkel bei LAT Nitrogen Linz

Wie wirkungsvoll Gesundheitszirkel sein können, zeigt das Beispiel von LAT Nitrogen Linz: »Mit dem durchgeführten Gesundheitszirkel sowie den Fokusgruppen konnten die gesundheitlichen Belastungen unserer Mitarbeiter:innen umfassend analysiert werden. Besonders wertvoll war, dass die Teilnehmer:innen konkrete Maßnahmen vorgeschlagen haben, von denen ein Großteil bereits umgesetzt werden konnte«, erklärt Susanne Riedl, Health & Safety Expert bei LAT Nitrogen Austria.

Gerade dieses Praxisbeispiel zeigt den entscheidenden Mehrwert: Mitarbeiter:innen liefern nicht nur Rückmeldungen, sondern überlegen sich auch konkrete Lösungen für ihren Arbeitsbereich.

Gesundheit gemeinsam gestalten

IBG begleitet Unternehmen professionell bei der Planung, Moderation und Umsetzung von Gesundheitszirkeln. Durch die externe Moderation entsteht ein vertrauensvoller Rahmen, der offenen Austausch ermöglicht und nachhaltige Veränderungsprozesse unterstützt.

Nachhaltiger Mehrwert für Mitarbeiter:innen und Unternehmen

Gesundheitszirkel verbinden Gesundheit, Beteiligung und Organisationsentwicklung – und schaffen damit einen echten Mehrwert für Mitarbeiter:innen und Unternehmen gleichermaßen. Sie unterstützen Unternehmen dabei, Motivation, Arbeitszufriedenheit und Leistungsfähigkeit langfristig zu stärken und gleichzeitig ihre Attraktivität als Arbeitgeber:in zu erhöhen.

Foto: (c) this_is_engineering; pixabay

OÖNachrichten

IBG in den OÖ Nachrichten. Unsere innere Uhr tickt nicht bei allen gleich: Früh-, Normal- und Spättypen haben unterschiedliche Schlaf- und Aktivitätszeiten. Im aktuellen Beitrag der OÖNachrichten Karriere & Bildung erklärt IBG-Arbeitsmediziner Dr. Helmut Stadlbauer, warum flexiblere Arbeitszeiten und spätere Schulbeginnzeiten Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit fördern können.

Arbeits- und Schulzeiten stärker am individuellen Chronotyp auszurichten, kann zu mehr Schlaf, Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit beitragen.

Experte: Helmut Stadlbauer

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TOP News.at

Flexiblere Arbeitsbeginnzeiten für unterschiedliche Chronotypen.

TOP News Österreich berichtet über die IBG-Expertise zu Chronotypen und flexiblen Arbeitszeiten. Ob Früh-, Normal- oder Spättyp: Unsere innere Uhr beeinflusst, wann wir besonders leistungsfähig sind und wann wir Schlaf benötigen. Flexiblere Arbeitsbeginnzeiten können diesen individuellen Unterschieden besser gerecht werden und Wohlbefinden sowie Leistungsfähigkeit fördern.

Experte: Helmut Stadlbauer

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Flexiblere Arbeitsbeginnzeiten für unterschiedliche Chronotypen

Frühtyp, Normaltyp oder Spättyp: Unsere Schlaf- und Aktivzeiten sind genetisch geprägt. Arbeits- und Schulzeiten sollten das stärker berücksichtigen – für mehr Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit.

Es geht um die Tageszeiten, an denen wir am besten schlafen bzw. am aktivsten sind. Diese Zeiten können sich individuell stark unterscheiden. Was kaum jemand weiß: Das ist eine genetische Prägung und somit auch kaum veränderbar. Danach richtet sich die Bezeichnung unseres Chronotyps (Zeittyps).

  • Chronotypen: Frühtypen stehen auch am Wochenende um 6 Uhr auf und gehen gern früh schlafen. Normaltypen gehen gegen Mitternacht zu Bett und wachen ohne Wecker etwa um 8 Uhr auf. Spättypen schlafen nach ihrem inneren Rhythmus bis 10 Uhr oder länger und sind bis in die Nacht aktiv.
  • Sozialer Jetlag: Unsere üblichen Arbeitszeiten bevorzugen Frühtypen, die aber weniger als 10 % der Menschen ausmachen. Bei Normaltypen und mehr noch bei Spättypen führen frühe Arbeitszeiten häufig zu verkürztem Schlaf und Müdigkeit am Tag.
  • Flexiblere Beginnzeiten: Flexiblere Arbeitszeiten sowie spätere Schulbeginnzeiten können dazu beitragen, Schlaf, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit zu verbessern und unterschiedliche Chronotypen besser zu berücksichtigen.

Wenn die Arbeitszeit nicht zum Chronotyp passt

Unsere üblichen Arbeitszeiten bevorzugen Frühtypen, welche aber weniger als 10 % der Menschen ausmachen. Schon bei Normaltypen – gut 50 % – und mehr noch bei Spättypen (bis zu 40 %) führen frühe Arbeitszeiten zu verkürztem Schlaf und Müdigkeit am Tag. Das Phänomen wird als „sozialer Jetlag“ bezeichnet, angelehnt an Beeinträchtigungen, die durch längere Flugreisen entstehen. Der soziale Jetlag reduziert Konzentration, Motivation und Leistung, erhöht die Unfallgefahr und fördert Nikotin- und Alkoholkonsum. Damit beeinträchtigt er auch die Gesundheit und Lebensqualität.

Für Jugendliche beginnt die Schule oft zu früh

Analog zu den Arbeitszeiten sind auch Schulzeiten für viele Kinder zu früh angesetzt. Gerade im jugendlichen Alter verschiebt sich die Schlafenszeit noch um ein bis zwei Stunden nach hinten. Späte Chronotypen müssen dann „mitten in der Nacht“ für die Schule aufstehen und sind entsprechend müde. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass bei späterem Schulbeginn die Leistungen deutlich steigen. Schon eine Stunde späterer Beginn führt zu messbaren Verbesserungen. Dass es auch anders geht, zeigen spätere Beginnzeiten in anderen europäischen Ländern.

Arbeitszeiten stärker an der inneren Uhr ausrichten

Wir können die Stärken unterschiedlicher Chronotypen bewusst nutzen. Flexiblere individuelle Arbeitszeiten, zum Beispiel durch mehr und bessere Möglichkeiten für Gleitzeit und Homeoffice, machen Arbeitende ausgeschlafener, zufriedener und leistungsfähiger. Auch die Arbeitsorganisation könnte insofern angepasst werden, dass notwendige Besprechungen, welche die Anwesenheit möglichst aller Beschäftigten erfordern, in den Mittagsstunden angesetzt werden. Damit entsteht mehr Flexibilität in den Randzeiten, um den individuellen Bedürfnissen nach Schlaf, Erholung bzw. auch Kinderbetreuung entgegenzukommen. Auch für Schichtbetriebe gibt es Möglichkeiten, die Chronotypen der Arbeitenden in die Schichtplanung einzubeziehen.

Späterer Schulbeginn für mehr Wohlbefinden und Leistung

Spätere Schulbeginnzeiten sind für unsere Kinder dringend notwendig. Die Umsetzung erfordert die Flexibilisierung der Arbeitszeiten der Eltern bzw. einen Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Es sind gestaffelte Beginnzeiten in unterschiedlichen Klassen denkbar, die sich nach den Chronotypen der Kinder richten. Für solche „Lerchen- und Eulen-Klassen“ gibt es schon Pilotprojekte. Ein höheres Wohlbefinden unserer Kinder und verbesserte Schulleistungen wären das erfreuliche Ergebnis.

Dr. Helmut Stadlbauer

Arbeitsmediziner
IBG Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement
h.stadlbauer@ibg.at

IBG Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement GmbH, gegründet 1995, ist mit über 200 Mitarbeiter:innen, davon rund 80 Arbeitsmediziner:innen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

Ansprechpartnerin: Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 676 38 49 022 |
presse@ibg.at I office@fabelhaft.biz

Schalten Sie einfach mal ab!

Immer mehr Menschen gelingt es nicht mehr nach der Arbeit so richtig  abzuschalten und den Feierabend zu genießen.

Ein Grund dafür ist die durch moderne Medien und neue Technik (Umgang mit der ständigen Erreichbarkeit) immer häufiger verschwimmende Grenze zwischen Arbeit und Freizeit sowie eine negative Auswirkung auf die Erholungsfähigkeit. Wie kann es gelingen, bewusster zwischen Arbeit und Freizeit zu trennen und „besser“ abzuschalten:

  • Etablieren Sie ein Abschaltritual. Nutzen Sie die letzten fünf Minuten des Arbeitstages, um sich auf die Erfolge des Tages zu fokussieren oder verwenden Sie den Heimweg für Ihre Lieblingsmusik.
  • Kleine Alltagsrituale helfen, die Arbeit innerlich abzuhaken und einen Übergang zur Freizeit zu markieren, z.B. Tisch aufräumen, Auto bewusst absperren, Arbeitstasche abstellen, … und dabei denken „Das war‘s für heute.“
  • Unerledigte Aufgaben erschweren oft das Abschalten und Loslassen: Schreiben Sie alles Unerledigte oder Gedanken auf – damit ist der Kopf freier und entlasteter.
  • Achtsamkeit üben: sich hinsetzen und zur Ruhe kommen, den Atemrhythmus und den Puls beobachten
  • Digital Detox: Wenn möglich, schalten Sie das Diensthandy außerhalb der Arbeitszeit aus bzw. stellen Sie zumindest die Benachrichtigungsfunktion beim Eingang neuer E-Mails ab.
  • Gestalten Sie Ihre Freizeit bewusst und vereinbaren Sie auch Termine mit sich selbstJ
  • Körperliches Training und Verbesserung der eigenen Fitness kann ebenso helfen.

 

Stressfreie Rückkehr in den Arbeitsalltag

Hunderte Emails, die darauf warten bearbeitet zu werden, ein Anruf nach dem anderen und stapelweise Unterlagen, die sich während des Urlaubs auf deinem Schreibtisch angehäuft haben. Kein Stress bei der Rückkehr aus dem Urlaub!?

Aber wie?

  • Nehmen Sie sich ausreichend Zeit zum Ankommen anstatt sich gleich in Arbeit zu stürzen, kommen Sie z.B. schon am Samstag zurück, damit der erste Tag nach der Rückkehr nicht gleichzeitig der erste Arbeitstag ist.
  • Vielleicht gibt es die Möglichkeit des Homeoffice, die Sie am ersten Tag nutzen können. So könnten Sie sich entspannt durch die vielen Emails lesen und sich einen Überblick verschaffen.
  • Hilfreich kann auch sein, sich eine Prioritäten-Liste zu setzen.
  • Kommunizieren Sie eine spätere Rückkehr, v.a. an jene Kund:innen und Kolleg:innen, mit denen Sie nicht unmittelbar zusammenarbeiten.
  • Planen Sie wichtige Termine ab Ende der ersten oder ab der zweiten Arbeitswoche So bewahren Sie sich die neu gewonnene Energie!
  • Es kann auch hilfreich sein, die Gewohnheiten aus dem Urlaubsalltag in den Arbeitsalltag zu integrieren, z.B. Mittagessen beim Griechen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine entspannte Rückkehr!

Zitronenwasser

Hitzetage machen uns zu schaffen. Gerade bei großer Hitze gibt der Körper durch Schwitzen vermehrt Flüssigkeit ab. Es ist daher wichtig, diese durch regelmäßiges Trinken – am besten Wasser – zu ersetzen. Um sich noch mehr zu erfrischen, können Sie dem Wasser Zitronensaft zusetzen. Damit unterstützen Sie auch Ihren Stoffwechsel.

  • Die Zitrone wird seit Jahrhunderten als natürliches Heilmittel eingesetzt.
  • Zitronensaft ist reich an Kalium, Phosphor und Pektin und enthält neben Flavonoiden viel Vitamin C (53 mg/100 g).
  • Vitamin C ist ein Radikalfänger und hat eine antioxidative Wirkung. Damit wird die Immunabwehr gestärkt und der Organismus vor Infektionen geschützt.
  • Ebenso wirkt Vitamin C bei der Kollagenbildung mit und sorgt so für straffe Haut und Bindegewebe. Die antioxidativen Eigenschaften können zudem präventiv gegen Schäden durch UV-Strahlung wirken.
  • Vitamin C ist außerdem ein wichtiger Cofaktor beim Aufbau von Aminosäuren, beim Cholesterinabbau und bei der Serotoninsynthese. Serotonin ist ein Gewebsbotenstoff, der unter anderem für eine ausgeglichene Stimmungslage wichtig ist. Auch die Eisenaufnahme im Dünndarm wird durch Vitamin C begünstigt.
  • Kalium ist wichtig für den Elektrolythaushalt. Es wirkt entwässernd und somit auch entgiftend.
  • Pektin unterstützt eine ausgeglichene Darmflora und verzögert die Zuckeraufnahme, was sich wiederum positiv auf den Zucker- und Cholesterinspiegel auswirkt.
  • Zitronensaft regt den Gallefluss an und unterstützt somit die Fettverdauung.

Im Ayurveda wird empfohlen, morgens ein Glas lauwarmes Wasser (gekocht und abgekühlt) mit dem Saft einer halben Zitrone zu trinken, um Entgiftungsprozesse im Körper zu unterstützen und den Stoffwechsel anzuregen. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird der kühlende Effekt der Zitrone genutzt. In der TCM werden die Organe Lunge, Magen und Leber damit in Verbindung gebracht. Zitronen werden auch bei Husten eingesetzt, da sie schleimlösend wirken.

Die unsichtbare Gefahr: Ultraviolette Strahlung

Man spürt, riecht oder hört sie nicht, sodass alle unsere körpereigenen Warnsysteme versagen: die UV-Strahlung! Als Teil der Sonnenstrahlung, die sich aus sichtbarem Licht, Infrarotstrahlung (Wärmestrahlung) und ultravioletter Strahlung zusammensetzt, wird sie entsprechend der Wellenlänge in UV-A, UV-B und UV-C unterteilt.

Arten der UV-Strahlung und ihre Wirkung

Das langwellige UV-A (315–400 nm) dringt tief in die Hautschichten ein und bewirkt Elastizitätsverlust und Faltenbildung, das sogenannte „Photoaging“. UV-B (280–315 nm) ist dagegen kurzwelliger, wirkt in den oberen Hautschichten und verursacht Entzündungsreaktionen sowie bösartige Krebserkrankungen. UV-C (100–280 nm) ist als energiereichster Anteil für die Zellen sehr schädlich (künstliches UV-C wird daher beispielsweise zur Desinfektion genutzt). In natürlicher Form wird es aber von der Erdatmosphäre fast vollständig abgefangen.

Haut und Augen – besonders gefährdete Körperregionen

UV-Strahlung entfaltet ihre Wirkung auf allen ungeschützten Körperstellen, also sowohl auf der Haut als auch in den Augen. Zu den gefährdeten, exponierten Hautarealen zählen Gesicht, Nacken, Ohren, Unterarme und Handrücken.

Akute und langfristige Gesundheitsschäden

Akute entzündliche Hautreaktionen erkennen wir als Sonnenbrand durch Rötung mit brennenden Schmerzen und möglicher Blasenbildung, während die Augen mit Tränenfluss, Lichtempfindlichkeit und Schmerzen auf eine Photokeratitis („Schneeblindheit“), eine Entzündung der Bindehaut oder der Hornhaut, reagieren. Während die akuten Beschwerden wieder abklingen, können langfristige Auswirkungen der UV-B-Strahlung auf die Haut sein: die Entstehung von aktinischen Keratosen („Sandpapierhaut”), einer Vorform von Hautkrebs, die zu 10 % bösartig entarten, sowie das Auftreten von Plattenepithelkarzinomen und Basalzellkarzinomen bzw. von malignem Melanom, das durch sein invasives Wachstum rasch metastasiert. Daher sind eine Frühdiagnose und operative Entfernung entscheidend für die Heilungschancen! Fehlender Augenschutz kann wiederum langfristig zu Netzhautschäden und Linsentrübung (Katarakt/grauer Star) führen. Die individuelle UV-Empfindlichkeit hängt vom Hauttyp (Fitzpatrick-Skala Typ 1–6) ab. Auch die Strahlungsintensität variiert je nach Jahres- und Tageszeit, Oberflächen oder Höhe.

Wann die UV-Strahlung besonders intensiv ist

Besonders stark ist sie in unseren Breiten von April bis September um die Mittagszeit (11–15 Uhr). In Höhenlagen ab 1000 m nimmt die Intensität um 10–12 % zu. Durch Reflexion von Flächen wie Wasser, Sand, Beton oder Styropor kann sich die Intensität um bis zu 80 % erhöhen. Bewölkung hält die UV-Strahlung nicht ab und auch die Ozonschicht hat Einfluss auf die Stärke der Strahlung.

Wirksamer UV-Schutz für Haut und Augen

Daher ist UV-Schutz zur Vorbeugung von Gesundheitsschäden immer und für alle wichtig. Er kann durch entsprechende Sonnenbrillen und Kleidung mit UV-Schutzfaktor (UVP) bzw. durch Hautschutzprodukte (Schutz gegen UV-B) mit ausreichendem Lichtschutzfaktor (LSF) gewährleistet werden. Dieser gibt an, um welchen Faktor sich die Eigenschutzzeit der Haut verlängert. Ein LSF 50 bedeutet also selbst bei einer minimalen Eigenschutzzeit von 10 Minuten eine Schutzwirkung von über 8 Stunden und bietet einen Schutz von 98 %. Zusätzliche Filter schützen außerdem vor UV-A-Strahlung. In diesem Sinne: Genießen Sie den Sommer gut geschützt!

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Lärm und Leistung

Lärm zählt zu den zentralen Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz, insbesondere in Großraumbüros. Störende Geräusche beeinträchtigen die Konzentration, die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden.

Dadurch steigt die mentale Belastung, die Fehleranfälligkeit und die Erschöpfung. Langfristig erhöht sich auch das Stressrisiko. Dabei ist nicht nur die Lautstärke entscheidend, sondern auch, wie vorhersehbar und kontrollierbar Geräusche wahrgenommen werden.

Gemeinsam mit der Technischen Universität Wien setzte IBG deshalb einen Schwerpunkt zum Thema Lärm am Arbeitsplatz. Im Rahmen eines Aktionstags informierten Expert:innen aus den Bereichen Arbeitsmedizin, Ergonomie und Arbeitspsychologie über die Auswirkungen von Lärm am Arbeitsplatz und wirksame Maßnahmen – von der Raumakustik über organisatorische Lösungen bis hin zu einer achtsamen Kommunikationskultur und individuellen Strategien wie Fokuszeiten oder Mikropausen.

Lärmprävention ist ein wichtiger Faktor für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und erfolgreiche Zusammenarbeit. Sie erfordert mehr als nur technische Maßnahmen: Es braucht auch Bewusstsein, klare Leitlinien für die Zusammenarbeit und Raum für konzentriertes Arbeiten. IBG unterstützt Unternehmen mit maßgeschneiderten Angeboten dabei, nachhaltige Lösungen für mehr Konzentration, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit im Arbeitsalltag zu entwickeln und zu etablieren.

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„Warum Arbeit Gesundheit schafft – Rudolf Karazman im Gespräch bei ORF Burgenland“

Rudolf Karazman im Gespräch über seine Kindheit, seine Motivation und die Frage, warum gesunde Arbeit möglich ist.

Im ORF-Podcast „Mahlzeit Burgenland – Kochen & Tratschen“ war IBG-Gründer Rudolf Karazman zu Gast bei Georg Prenner. Anlass des Gesprächs war ein aktuelles Herzensprojekt: Der Psychiater, Psychotherapeut und Arbeitsmediziner aus Nikitsch hat seine selbst verfassten Gedichtbände über 500 Jahre Geschichte der Volksgruppen vertonen lassen. Passend dazu wurde am Herd Muckalica, ein traditionelles Gericht aus dem südosteuropäischen Raum, zubereitet.

Doch das Gespräch entwickelte sich weit über Kulinarik und Kultur hinaus. Rudolf Karazman sprach über seine Kindheit im Burgenland, den frühen Tod seines Vaters, seine wissenschaftliche Laufbahn und die Frage, die ihn seit Jahrzehnten beschäftigt:

Warum macht Arbeit manche Menschen gesund und stark – und andere krank?

„Wer ist Rudolf Karazman?“

Die Antwort kommt ohne langes Nachdenken.

„Ein neugieriger Mensch.“

Vielleicht beschreibt dieser eine Satz den Gründer von IBG am besten. Denn Neugier zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben – von der burgenländisch-kroatischen Kindheit über das Medizinstudium bis hin zur Entwicklung wissenschaftlicher Modelle, die heute Unternehmen dabei helfen, Gesundheit und Leistungsfähigkeit gemeinsam zu fördern.

Die erste Begegnung mit dem Thema Arbeit

Rudolf Karazman erzählt im ORF-Gespräch sehr persönlich von seiner Kindheit. Seine Eltern arbeiteten als Hilfsarbeiter am Bau beziehungsweise als Bedienerin in Wien. Sein Vater starb früh – wesentlich als Folge der enormen Arbeitsbelastung. Auch viele Onkel, ebenfalls Bauarbeiter, starben früh.

„Wir sind praktisch alle paar Monate auf einem Begräbnis gewesen.“

Für den jungen Rudolf Karazman wurde Arbeit dadurch nicht zuerst zu einem wirtschaftlichen Begriff, sondern zu einer existenziellen Erfahrung. Arbeit konnte Familien ernähren – aber sie konnte Menschen auch krank machen.

Diese Erfahrung ließ ihn nicht mehr los.

„Ins Gymnasium gearbeitet“

Trotz einfachster Verhältnisse hatten seine Eltern eine klare Vorstellung von der Zukunft ihrer Kinder.

Sie sollten ins Gymnasium.

Karazman erzählt mit sichtbarer Dankbarkeit, wie seine Mutter ihn „ins Gymnasium gearbeitet“ hat – ein Ausdruck, den der Moderator sofort aufgreift. Dahinter steckt mehr als Bildungswille. Es war die Überzeugung einer ganzen Generation, dass Bildung der Weg aus körperlich belastender Arbeit sein könnte.

Erst viele Jahre später, während seiner psychotherapeutischen Ausbildung, wurde ihm bewusst, welche Rolle er in seiner Familie übernommen hatte.

Er beschreibt dieses Bild eindrucksvoll: Hinter ihm Dunkelheit und schwere Arbeit, vor ihm das Licht. Seine Aufgabe war es, dieses Licht weiterzutragen.

Warum gerade Psychiatrie?

Die Entscheidung fiel überraschend früh.

Im Philosophieunterricht hörte der Jugendliche zum ersten Mal von Sigmund Freud.

„Das war ein Evidenzmoment.“

Die Vorstellung, dass es ein Unbewusstes gibt und dass Träume Bedeutung haben, faszinierte ihn so sehr, dass sein Berufswunsch feststand.

Ganz geradlinig verlief der Weg allerdings nicht. Erst Mathematik, dann Lehramt, schließlich Psychologie und Medizin – und immer begleitet von Neugier auf den Menschen.

Woran erkennt man gute Arbeit?

Der fachliche Teil des Gesprächs beginnt mit einer einfachen Frage:

Woran merkt man eigentlich, dass man im richtigen Beruf ist?

Karazmans Antwort ist ebenso einfach wie tiefgründig.

Man spürt, dass die Arbeit sinnvoll ist.

Sie interessiert.

Sie erfüllt.

Sie ist wichtig.

Für ihn besitzt Arbeit zwei große Gesundheitspotenziale: Sinn und soziale Einbindung.

Wer beides erlebt, entwickelt sich nicht nur fachlich weiter, sondern wächst auch als Persönlichkeit.

Stress ist nicht der Feind

Eine Aussage überrascht besonders.

„Stress ist etwas Gutes.“

Was zunächst widersprüchlich klingt, erklärt Karazman biologisch. Stress mobilisiert unsere Kräfte, wenn etwas Wichtiges auf dem Spiel steht. Ohne diesen Mechanismus könnten wir nicht überleben.

Problematisch wird Stress erst dann, wenn er kein Ende findet.

Der Mensch braucht Phasen höchster Konzentration – aber ebenso Phasen der Erholung.

Gesundheit entsteht aus diesem Wechsel.

Motivation kann niemand verordnen

Auch beim Thema Motivation widerspricht Rudolf Karazman gängigen Managementmythen.

„Motivation gibt es nicht.“

Gemeint ist: Niemand kann einen anderen Menschen motivieren.

Sinn entsteht im Menschen selbst.

Wenn eine Aufgabe interessiert, wenn sie als wichtig erlebt wird und Gestaltung ermöglicht, entsteht Anziehung und das erleichtert Anstrengung.

Anerkennung ist das Grundnahrungsmittel der Arbeitswelt

Besonders deutlich wird Rudolf Karazman, wenn es um Führung geht.

Viele Führungskräfte glaubten noch immer, zu viel Lob mache Mitarbeitende bequem.

„Das Gegenteil ist der Fall.“

Sein Satz ist inzwischen fast zu einem Markenzeichen geworden:

„Anerkennung ist das Grundnahrungsmittel der Arbeitswelt.“

Wer gesehen wird, entwickelt seine Fähigkeiten weiter.

Wer Anerkennung erlebt, übernimmt Verantwortung.

Wer Wertschätzung erfährt, gibt diese häufig auch an andere weiter.

Deshalb bedeutet gute Führung vor allem eines: Menschen ernst nehmen.

Zuhören statt Anweisen

Im Gespräch beschreibt Karazman auch ein Führungsinstrument, das IBG bereits vor vielen Jahren entwickelt hat.

Im Mitarbeiterentwicklungsgespräch spricht zunächst nicht die Führungskraft.

Sondern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Sie beantworten Fragen wie:

  • Wie möchte ich geführt werden?
  • Was gelingt bereits gut?
  • Was wünsche ich mir künftig?

Die Aufgabe der Führungskraft besteht zunächst darin, zuzuhören.

Erst wenn Führung weiß, was Menschen brauchen, kann sie gute Arbeitsbedingungen gestalten.

Nie aufhören zu wachsen

Zum Schluss wird das Gespräch wieder persönlich.

Nach seinen Zukunftsplänen gefragt, spricht Rudolf Karazman über seine Familie, neue Bücher und Projekte.

Sein Lebensmotto lautet:

„Nie aufhören zu wachsen.“

Wachstum bedeutet für ihn nicht Karriere.

Es bedeutet, neugierig zu bleiben.

Erfahrungen weiterzugeben.

Neue Ideen zu entwickeln.

Und den Menschen weiterhin mit derselben Frage zu begegnen, die ihn seit seiner Kindheit begleitet:

Was macht Arbeit zu einer Kraft, die Gesundheit entstehen lässt?

Diese Frage prägt die Arbeit von IBG seit der Gründung – und sie bleibt aktueller denn je.