Autor: Renate Ruhaltinger-Mader

Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist längst ein zentraler Wettbewerbsfaktor

MMag. Margit Burger im Gespräch über moderne Arbeitswelten, Führung und nachhaltige Unternehmenskultur

Frau Burger, welchen Stellenwert hat die Vereinbarkeit von Beruf und Familie heute für Unternehmen – auch im Hinblick auf deren Zukunftsfähigkeit?

Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben hat heute einen sehr hohen Stellenwert. Vor allem im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte ist sie ein entscheidender Faktor geworden. Studien zeigen ganz klar, dass flexible Arbeitsbedingungen und eine passende Unternehmenskultur zu den wichtigsten Kriterien bei der Arbeitgeber:innenwahl zählen – oft sogar wichtiger als Gehalt oder Karrierechancen. Gleichzeitig trägt gute Vereinbarkeit wesentlich zur Motivation und Bindung von Mitarbeiter:innen bei. Wer sich gut unterstützt fühlt, bleibt dem Unternehmen eher treu. Und genau das ist für die Zukunftsfähigkeit entscheidend: Know-how im Unternehmen zu halten.

Oft wird Vereinbarkeit stark mit Elternschaft verbunden. Greift das nicht zu kurz?

Absolut. Das ist eine der häufigsten Verkürzungen. Vereinbarkeit betrifft nicht nur Eltern mit kleinen Kindern. Jeder Mensch hat in unterschiedlichen Lebensphasen Vereinbarkeitsthemen – sei es durch Pflege von Angehörigen, persönliche Interessen oder andere Verpflichtungen. Deshalb ist ein moderner, offener Familienbegriff so wichtig. Unternehmen sollten das Thema bewusst breit denken, damit sich alle angesprochen fühlen.

Sie begleiten seit vielen Jahren Organisationen bei der Umsetzung familienfreundlicher Maßnahmen. Was sind aus Ihrer Sicht die größten Hebel?

Ein ganz wesentlicher Hebel sind die Führungskräfte – sie sind die Kulturträger im Unternehmen. Wenn sie das Thema nicht mittragen, funktionieren auch die besten Maßnahmen nicht. Gleichzeitig ist es wichtig, Vereinbarkeit nicht zu eng zu definieren. Maßnahmen wie flexible Arbeitszeiten oder Telearbeit helfen oft vielen, nicht nur bestimmten Zielgruppen. Und ein weiterer zentraler Punkt ist die Kommunikation: Mitarbeiter:innen müssen wissen, welche Möglichkeiten es gibt.

Wie gelingt es Unternehmen, Vereinbarkeit strategisch zu verankern, statt nur einzelne Maßnahmen umzusetzen?

Der Schlüssel liegt in der Integration in die Unternehmensstrategie. Vereinbarkeit darf kein Nebenprojekt sein. Es braucht klare, messbare Ziele, konkrete Maßnahmen und definierte Verantwortlichkeiten. Außerdem ist ein durchgängiger roter Faden wichtig – also ein kontinuierliches Arbeiten am Thema. Und ganz entscheidend: Die Führungskräfte müssen eingebunden sein und das richtige Mindset mitbringen. Sie sind oft die erste Anlaufstelle für Mitarbeiter:innen.

Welche Rolle spielt eine gute Work-Life-Balance für die Attraktivität eines Unternehmens?

Eine sehr große. Wenn man sich aktuelle Studien ansieht, erkennt man deutlich, dass flexible Arbeitsbedingungen und eine passende Unternehmenskultur einen Großteil der Entscheidungsgrundlage bei der Jobsuche ausmachen. Diese Faktoren haben in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen – und sie können sogar Gehalt oder Karriereperspektiven übertrumpfen. Unternehmen haben hier also einen wichtigen Hebel, um sich attraktiv zu positionieren.

Sie sprechen oft von einer Win-win-Situation. Wie zeigt sich diese konkret?

Das lässt sich mittlerweile auch gut mit Zahlen belegen. Familienfreundliche Unternehmen erhalten zum Beispiel deutlich mehr Bewerbungen – teilweise rund ein Viertel mehr. Gleichzeitig sinken Fluktuation und Fehlzeiten. Auch die Rückkehr nach Auszeiten gelingt oft schneller. Das sind klare betriebswirtschaftliche Effekte. Und auf Seiten der Mitarbeiter:innen ist der Nutzen ohnehin offensichtlich: mehr Flexibilität, bessere Vereinbarkeit und höhere Zufriedenheit.

Partizipation gilt als zentraler Erfolgsfaktor. Wie können Unternehmen Mitarbeiter:innen sinnvoll einbinden?

Ganz wichtig ist: Es gibt keine Standardlösung. Jedes Unternehmen hat unterschiedliche Rahmenbedingungen und Bedürfnisse. Deshalb ist es entscheidend, die Mitarbeiter:innen direkt zu fragen – etwa durch Befragungen oder Workshops. Erfolgreich ist eine Kombination aus Top-down und Bottom-up: Das Thema muss von der Führung getragen werden, gleichzeitig müssen die Bedürfnisse aus der Belegschaft kommen.

Welche Fehler beobachten Sie häufig bei der Umsetzung?

Ein klassischer Fehler ist Maßnahmen-Aktionismus – also viele Einzelmaßnahmen ohne strategischen Zusammenhang. Ebenso problematisch ist es, die Führungskräfte nicht einzubinden oder Vereinbarkeit nur auf Eltern zu reduzieren. Auch mangelnde Kommunikation ist ein Thema: Oft gibt es Angebote, aber sie sind nicht bekannt. Und ein weiterer wichtiger Punkt sind Übergänge – etwa nach Karenz oder Pflegezeiten. Wenn diese schlecht gestaltet sind, kann das viel Vertrauen zerstören.

Was bedeutet eine bedürfnisorientierte Umsetzung in der Praxis?

Vor allem zuhören und fragen. Mitarbeiter:innen wissen am besten, was sie brauchen. In der Praxis bedeutet das oft, unterschiedliche Gruppen zusammenzubringen – Führungskräfte, Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen, Altersgruppen oder Lebenssituationen – und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. So entstehen Maßnahmen, die wirklich zum Unternehmen passen.

Wenn Sie Unternehmen einen zentralen Rat mitgeben könnten: Was ist der wichtigste erste Schritt?

Die Haltung. Unternehmen sollten sich ehrlich fragen: Wollen wir Vereinbarkeit wirklich – oder sehen wir es nur als Image-Thema? Wenn die Haltung stimmt und Vereinbarkeit als Führungs- und Unternehmensziel anerkannt wird, ist das die wichtigste Grundlage für alles Weitere. Unternehmenskultur ist letztlich der entscheidende Treiber.

Vielen Dank für das Gespräch!

MMag. Margit Burger

Lizensierte Auditorin

für die Audits berufundfamilie, hochschuleundfamilie

Zertifizierte Diversity and Inclusion Managerin

Foto (c)Wilke

Gönn deinem Gehirn eine Pause – warum Nichtstun produktiver macht, als wir denken

Die Mittagspause wird ausgelassen, das nächste Meeting wartet bereits. Am Abend wird noch schnell durch Social Media gescrollt, statt wirklich abzuschalten. Pausen gelten in unserer Leistungsgesellschaft oft als Luxus oder sogar als Zeichen von Schwäche. Dabei zeigt die Wissenschaft längst: Unser Gehirn braucht regelmäßige Erholungsphasen, um leistungsfähig, kreativ und gesund zu bleiben.

Viele Menschen glauben, möglichst lange und ohne Unterbrechung arbeiten zu müssen, um produktiv zu sein. Tatsächlich ist jedoch das Gegenteil der Fall. Unser Gehirn arbeitet nicht unbegrenzt auf Hochtouren. Spätestens nach etwa 90 Minuten intensiver Konzentration sinken Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit deutlich. Wer dann bewusst eine Pause einlegt, kann anschließend fokussierter, kreativer und effizienter weiterarbeiten.

Warum Pausen für unser Gehirn unverzichtbar sind

Während wir eine Pause machen, passiert im Gehirn weit mehr, als wir vermuten. Es verarbeitet Informationen, verknüpft Wissen und entwickelt neue Lösungsansätze. Besonders das sogenannte Default Mode Network wird aktiv – ein Netzwerk im Gehirn, das bei Ruhephasen wichtige Prozesse wie Kreativität, Selbstreflexion und Problemlösung unterstützt.

Nicht ohne Grund kommen die besten Ideen oft beim Spazierengehen, Duschen oder einfach beim Nichtstun.

Warum fällt uns Pausenmachen so schwer?

Obwohl wir wissen, dass Pausen wichtig sind, überspringen viele sie regelmäßig. Dahinter stecken häufig innere Antreiber wie:

  • „Ich muss produktiv sein.“
  • „Ich darf keine Zeit verschwenden.“
  • „Erst wenn alles erledigt ist, darf ich mich ausruhen.“

Diese Denkmuster führen oft in einen sogenannten Burnout-Loop: Erschöpfung wird ignoriert, Pausen werden ausgelassen und die Leistungsfähigkeit sinkt kontinuierlich.

Dem gegenüber steht der Fitness-Loop: Wer Belastung und Erholung bewusst abwechselt, bleibt langfristig leistungsfähig, gesund und motiviert.

Erholung beginnt im Kleinen

Nicht jede Pause muss lang sein. Bereits kurze Unterbrechungen helfen dem Gehirn, sich zu regenerieren.

Besonders wirksam sind:

  • Mikropausen von wenigen Minuten zwischen konzentrierten Arbeitsphasen
  • Kurzpausen, in denen man aufsteht, sich bewegt oder frische Luft schnappt
  • eine bewusst genutzte Mittagspause ohne Bildschirm
  • regelmäßige Erholungszeiten nach der Arbeit sowie Urlaub, um vollständig abzuschalten

Auch der niederländische Lifestyle-Trend Niksen – die Kunst des bewussten Nichtstuns – zeigt, dass Erholung nicht immer aktiv gestaltet werden muss. Einfach einmal nichts tun, ohne schlechtes Gewissen, kann erstaunlich wirkungsvoll sein.

Pausenkultur ist auch Führungskultur

Nicht nur Einzelpersonen profitieren von regelmäßigen Erholungspausen. Auch Unternehmen können viel dazu beitragen, dass Pausen selbstverständlich werden.

Führungskräfte spielen dabei eine entscheidende Rolle. Wer selbst Pausen vorlebt, Erholungszeiten respektiert und Mitarbeitende dazu ermutigt, diese auch tatsächlich zu nutzen, schafft die Grundlage für eine gesunde Unternehmenskultur. Denn langfristige Leistungsfähigkeit entsteht nicht durch ständige Verfügbarkeit, sondern durch das richtige Zusammenspiel von Belastung und Erholung.

Jetzt reinhören

In dieser Podcast-Folge spricht Karin Brandstetter, Arbeitspsychologin bei IBG in Wien, über die Wissenschaft hinter der Pause und erklärt, warum Erholung kein Luxus, sondern eine Voraussetzung für nachhaltige Leistungsfähigkeit und mentale Gesundheit ist.

In dieser Episode erfahren Sie unter anderem:

  • warum unser Gehirn nach spätestens 90 Minuten eine Pause braucht,
  • was hinter Burnout-Loop und Fitness-Loop steckt,
  • wie das Default Mode Network Kreativität und Problemlösung unterstützt,
  • welche inneren Antreiber uns vom Pausenmachen abhalten,
  • wie Mikropausen, Mittagspause und Urlaub optimal gestaltet werden können,
  • und wie Unternehmen eine gesunde Pausenkultur fördern.

Eine Episode für alle, die wissen, dass Pausen wichtig sind – sie aber im Alltag trotzdem viel zu oft ausfallen lassen. Denn manchmal ist Nichtstun genau das Produktivste, was wir tun können.

Die Macher: Gönn deinem Hirn eine Pause

Gönn deinem Gehirn eine Pause. Pausen sind kein Luxus, sondern essenziell für Konzentration, Kreativität und mentale Gesundheit. In dieser Folge erklärt Arbeitspsychologin Karin Brandstetter (IBG), warum unser Gehirn spätestens nach 90 Minuten Erholung braucht, wie das sogenannte Default Mode Network kreative Lösungen fördert und weshalb bewusstes Nichtstun – etwa beim Trend Niksen – so wertvoll ist. Außerdem geht es um den Burnout-Loop, hilfreiche Pausenstrategien und darum, wie Unternehmen eine gesunde Pausenkultur fördern können.

Expertin: Karin Brandstetter

Redaktion: Melanie Kashofer

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Psychosoziale Kompetenz als Schlüssel für gesunde Organisationen – Universitätslehrgang 2026/27 in Wien

Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel – und mit ihr die Anforderungen an Führungskräfte. Themen wie mentale Gesundheit, hybride Arbeitsmodelle, Generationenvielfalt und „New Work“ prägen den Alltag in Organisationen stärker denn je. Genau hier setzt der Universitätslehrgang „Psychosoziale Kompetenz in Organisationen“ an der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien an.

Von September 2026 bis Mai 2027 bietet dieser berufsbegleitende Lehrgang eine fundierte und praxisnahe Weiterbildung für alle, die Führung neu denken und aktiv gestalten möchten.

Warum psychosoziale Kompetenz heute unverzichtbar ist

Führung bedeutet längst mehr als Zielvorgaben und Leistungskennzahlen. Eine gesunde Führungs- und Unternehmenskultur braucht:

  • Wertschätzung und Sinn in ihrer Arbeit
  • Unterstützung bei psychischen Belastungen
  • Flexibilität und Verständnis für individuelle Lebensrealitäten

Organisationen stehen gleichzeitig vor der Herausforderung, gesetzliche Anforderungen – etwa im Bereich Arbeitnehmerschutz – zu erfüllen und ein gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen.

Ein besonderes Highlight für alle, die sich im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement engagieren: Im November wird IBG Expertin Maga. Regina Nicham, Leitung Arbeits- und Organisationspsychologie im Rahmen des Lehrgangs das Thema Betriebliche Gesundheitsförderung leiten.

Der Lehrgang greift genau diese Schnittstelle auf: Er verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten Werkzeugen für den Führungsalltag.


Inhalte, die relevant sind

Der Lehrgang ist in drei Module aufgebaut und deckt zentrale Themen moderner Führung ab:

  1. Gesundheit am Arbeitsplatz, Kommunikation & Generationenmanagement

Hier geht es um:

  • Psychische Belastungen und deren Auswirkungen
  • Kommunikation in schwierigen Zeiten
  • Betriebliche Gesundheitsförderung und die Praxis der Mitarbeiter:innenbefragung
  • den Wertewandel zwischen den Generationen in der Arbeitswelt

Gerade das Zusammenspiel von Babyboomern, Millennials und Gen Z stellt viele Unternehmen vor neue Herausforderungen – und Chancen.

  1. Psychosoziale Dynamik am Arbeitsplatz: Suchtprävention und Teamentwicklung

Dieses Modul beleuchtet:

  • Suchtprävention am Arbeitsplatz

Gruppendynamiken und Teamprozesse – vom Ich zum WirFührungskräfte lernen, Teams nicht nur zu managen, sondern nachhaltig zu entwickeln.

  1. Resilienz, Führung und Leistungsfähigkeit: Gesundheit und Effizienz in der modernen Arbeitswelt

Im Fokus stehen:

  • langfristige Leistungsfähigkeit und Resilienz
  • arbeitsrechtliche Aspekte bei psychischen Erkrankungen
  • Digitalisierung und Führung
  • Coaching- und Gesprächstechniken

Gerade die Kombination aus psychologischer Kompetenz und rechtlichem Wissen macht dieses Modul besonders praxisrelevant.

Für wen ist der Lehrgang gedacht?

Der Universitätslehrgang richtet sich an:

  • Führungskräfte und angehende Leader
  • HR-Verantwortliche
  • Mitarbeitende mit Entwicklungsambitionen
  • Personen, die sich auf die Anforderungen der „New Work Generation“ vorbereiten wollen

Kurz gesagt: Für alle, die Führung menschlicher, wirksamer und zukunftsfähiger gestalten möchten.

Lernen im praxisnahen Format

  • Dauer: 2 Semester
  • Umfang: 160 Unterrichtseinheiten
  • Format: Präsenzveranstaltungen (Freitag & Samstag) in Wien
  • Abschluss: Zertifikat mit bis zu 8 ECTS

Besonders attraktiv: Die Möglichkeit, einzelne Module zu belegen oder den gesamten Lehrgang mit Projektarbeit abzuschließen.

Mehr als nur Weiterbildung. Was diesen Lehrgang besonders macht, ist die Kombination aus:

  • wissenschaftlicher Fundierung
  • hochkarätigen Vortragenden aus Psychologie, Recht und Praxis
  • unmittelbarer Anwendbarkeit im Berufsalltag

Teilnehmende entwickeln nicht nur Fachwissen, sondern auch ein neues Verständnis von Führung – eines, das Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Fazit: Investition in die Zukunft der Arbeit

Die Anforderungen an Führung werden weiter steigen – insbesondere im psychosozialen Bereich. Wer hier kompetent agiert, stärkt nicht nur das eigene Team, sondern auch sich selbst und damit die gesamte Organisation.

Der Universitätslehrgang „Psychosoziale Kompetenz in Organisationen“ bietet dafür eine fundierte, praxisnahe und zukunftsorientierte Ausbildung.

Oder anders gesagt: Gute Führung beginnt mit dem Verständnis für Menschen.

 

 

DerStandard

32 Grad im Büro: So gelingt der Arbeitstag trotz Hitze. So bleibt man auch bei sommerlichen Temperaturen im Büro leistungsfähig. In dem Beitrag von Natasche Ickert im derSTANDARD gibt Gerhard Klicka, Arbeitspsychologe und Geschäftsführer des Innovativen Betrieblichen Gesundheitsmanagements (IBG), praktische Tipps für heiße Arbeitstage. Dazu zählen ausreichend trinken, leichte Kleidung und Mahlzeiten, konzentrierte Tätigkeiten in die kühleren Vormittagsstunden legen sowie regelmäßige Pausen und gezielte Abkühlung. Klicka betont außerdem, Warnsignale wie Schwindel oder starke Erschöpfung ernst zu nehmen und auf ausreichende Erholung in der Nacht zu achten.

Experte: Gerhard Klicka

Autorin: Natascha Ickert

Sommerhitze im Büro: Was kann ich selbst tun?

Die Sommerhitze kann nicht nur Leistungsfähigkeit und Motivation bei der Arbeit senken, sondern sich auch langfristig negativ auf unsere Gesundheit auswirken. Von der Hitze betroffen können vor allem Büros mit großen oder schlecht isolierten Fenstern sein sowie jene, die starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Außerdem ist Hitze vor allem dort spürbar, wo viele Geräte stehen oder viele Menschen auf engem Raum zusammenarbeiten.

Dennoch können Sie selbst einiges tun, um auch an heißen Sommertagen leistungsfähig und gesund zu bleiben:

  • Bekleidung anpassen: leicht, bequem, luft- und feuchtigkeitsdurchlässig.
  • Schalten Sie nicht benötigte Geräte im Büro ab, einschließlich Beleuchtung.
  • Sonnenschutz verwenden: Abgedunkelt bleibt das Büro eine Weile angenehm kühl.
  • Ernährung anpassen: leichte Kost statt deftiger Speisen, welche den Kreislauf belasten. Bevorzugen Sie, leicht verdauliche und kühlende Speisen wie Wassermelone, Joghurt, Tomaten, Gurken, Zitrusfrüchte, Ananas, Kiwi, Mango, Spinat.
  • Körpersignale beachten: nicht jeder verträgt Hitze gleich gut!
  • Körperpartien kühlen: benetzen Sie Ihre Handgelenke, Schläfen und Nacken mit kaltem Wasser.
  • Mehr trinken: der Körper verliert durchs Schwitzen viel Flüssigkeit. Trinken Sie bei hohen Temperaturen mindestens drei Liter am Tag! Am besten sind ungezuckerte, lauwarme Getränke.
  • Venenpumpe aktivieren: Sie beugt schweren, müden und geschwollenen Beinen vor. Noch im Bett Radfahren in der Luft, im Büro Bewegungsübungen, wie Fußkreisen, Zehenspitzenstand, Fersenstand alternierend, im Sitzen Beine immer wieder hochlagern.

Achten Sie auf sich, es geht um Ihre Gesundheit!

Entspannung der Augen: Heute schon geblinzelt?

Haben Sie schon einmal gezählt wie oft Sie blinzeln? 10-22 Lidschläge pro Minute sollten es schon sein. Durch regelmäßiges Blinzeln wird Ihre Hornhaut mit Flüssigkeit benetzt, befeuchtet und von feinen Partikeln gereinigt. So werden trockene bzw. entzündete Augen vermieden.

Wenn wir lange und konzentriert schauen, vergessen wir oft auf den Lidschlag. Bei Bildschirmarbeit blinzeln wir nur mehr 8 Mal pro Minute, beim Lesen kommen wir durchschnittlich auf 10 Mal pro Minute.

Regelmäßiges Blinzeln ist daher eine ideale Übung für zwischendurch, die Ihren Augen gut tut:

  • Schließen Sie immer wieder kurz und locker die Augen – so wie ein Schmetterling seine Flügel
  • Blinzeln unterbricht das Starren und befeuchtet und reinigt die Augen

topnews.at

topnews.at berichtete anlässlich des österreichweiten Hitzeaktionstags am 9. Juni 2026 über die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels auf die Arbeitswelt. Im Mittelpunkt standen die gesundheitlichen Belastungen durch steigende Temperaturen sowie die wachsende Bedeutung wirksamer Hitzeschutzmaßnahmen am Arbeitsplatz. Als Partnerin des Hitzeaktionstags wurde die IBG als kompetente Unterstützerin von Unternehmen hervorgehoben. Mit ihrer Expertise in der betrieblichen Gesundheitsförderung begleitet sie Betriebe bei der Entwicklung und Umsetzung präventiver Maßnahmen, um die Gesundheit, Sicherheit und Leistungsfähigkeit von Beschäftigten auch unter zunehmender Hitzebelastung zu erhalten.

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Hitzeaktionstag 2026: Warum Hitzeschutz am Arbeitsplatz jetzt wichtiger denn je ist

Am 9. Juni 2026 findet österreichweit der zweite Hitzeaktionstag statt. Unter dem Motto „Coole Lösungen am Arbeitsplatz“ rückt der Aktionstag die gesundheitlichen Auswirkungen zunehmender Hitze auf Arbeitnehmer:innen in den Mittelpunkt. Auch IBG ist als Partnerin des Hitzeaktionstags mit dabei und unterstützt Unternehmen dabei, wirksame Maßnahmen zum Hitzeschutz im Arbeitsalltag umzusetzen.

Hitze zählt mittlerweile zu den größten klimabedingten Gesundheitsrisiken in Österreich. Besonders an Arbeitsplätzen im Freien, in Produktionshallen, Büros ohne ausreichende Kühlung oder im mobilen Außendienst steigen die Belastungen für Beschäftigte deutlich an. Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Kreislaufbeschwerden oder verminderte Leistungsfähigkeit sind dabei nur einige der möglichen Folgen.

Der österreichische Hitzeaktionstag möchte Bewusstsein schaffen, vernetzen und konkrete Lösungen sichtbar machen. Ziel ist es, Unternehmen, Organisationen und Institutionen dabei zu unterstützen, Hitzeschutz nachhaltig in ihre Arbeitswelt zu integrieren.

Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz

Gerade im betrieblichen Kontext gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung. Denn steigende Temperaturen wirken sich nicht nur auf das Wohlbefinden, sondern auch auf Sicherheit, Produktivität und langfristige Gesundheit aus. Der Nationale Hitzeschutzplan Österreich sowie neue gesetzliche Rahmenbedingungen schaffen hierfür wichtige Grundlagen.

Unternehmen stehen dabei vor der Herausforderung, individuelle und praktikable Maßnahmen zu entwickeln. Dazu zählen unter anderem:

  • Anpassung von Arbeitszeiten und Pausenregelungen
  • Sensibilisierung von Führungskräften und Teams
  • ausreichende Trinkmöglichkeiten und Kühlzonen
  • Evaluierung hitzebedingter Gesundheitsrisiken
  • Information und Prävention für besonders gefährdete Beschäftigte

IBG unterstützt Unternehmen beim Hitzeschutz

Als erfahrene Partnerin im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements begleitet IBG Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung wirksamer Hitzeschutzmaßnahmen.

Dabei geht es nicht nur um kurzfristige Lösungen während Hitzewellen, sondern um nachhaltige Strategien für gesunde Arbeitsbedingungen im Zuge des Klimawandels.

Der Hitzeaktionstag zeigt deutlich: Hitzeschutz ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern Teil moderner Unternehmensverantwortung.

Gemeinsam für „coole Lösungen“

Der österreichweite Hitzeaktionstag 2026 steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums und setzt auf Vernetzung und gemeinsames Handeln. Zahlreiche Organisationen, Unternehmen und Institutionen engagieren sich bereits aktiv für mehr Hitzeschutz in Österreich.

Auch IBG setzt ein klares Zeichen für gesunde und sichere Arbeitsbedingungen bei steigenden Temperaturen.

Mehr Informationen zum Hitzeaktionstag 2026 sowie alle Partner:innen finden Sie unter:
Hitzeaktionstag Österreich

Hitze am Arbeitsplatz wird zum Gesundheitsrisiko

Der österreichweite Hitzeaktionstag am 9. Juni 2026 macht auf die steigenden Belastungen durch Hitze aufmerksam. IBG ist Partnerin des Aktionstags und unterstützt Unternehmen dabei, wirksame Hitzeschutzmaßnahmen umzusetzen.

  • Hitze belastet Gesundheit und Leistungsfähigkeit
    Steigende Temperaturen führen zu gesundheitlichen Risiken, Konzentrationsproblemen und höherer Unfallgefahr – besonders an Arbeitsplätzen im Freien oder in schlecht gekühlten Innenräumen.
  • Hitzeschutz braucht klare Maßnahmen
    Wirksam sind unter anderem angepasste Arbeitszeiten, ausreichende Trinkmöglichkeiten, Pausenregelungen und Sensibilisierung von Führungskräften und Teams.
  • Unternehmen stehen zunehmend in der Verantwortung
    Der Klimawandel verändert Arbeitsbedingungen nachhaltig. Betriebe sind gefordert, Hitzeschutz in ihre Gesundheits- und Präventionsstrategien zu integrieren.

Wien, 09.06.2026. | Hohe Temperaturen am Arbeitsplatz werden zunehmend zur Herausforderung für Unternehmen und Beschäftigte. Der österreichweite Hitzeaktionstag am 9. Juni 2026 steht daher unter dem Motto „Coole Lösungen am Arbeitsplatz“ und rückt die gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze im Arbeitsalltag in den Mittelpunkt. IBG beteiligt sich als Partnerin des Hitzeaktionstags und unterstützt Unternehmen mit fachlicher Expertise.

Hitze ist längst nicht mehr nur ein Thema einzelner Sommertage. Steigende Temperaturen führen zu zunehmenden Belastungen und betreffen immer mehr Arbeitsbereiche. Besonders gefährdet sind Beschäftigte im Freien, in Produktionsbetrieben, im mobilen Außendienst oder in schlecht gekühlten Büroumgebungen. Müdigkeit, Kreislaufprobleme, Erschöpfung und sinkende Konzentration können nicht nur die Gesundheit beeinträchtigen, sondern auch das Unfallrisiko erhöhen.

Hitzeschutz braucht konkrete Maßnahmen

Steigende Temperaturen stellen Unternehmen zunehmend vor die Aufgabe, Arbeitsbedingungen entsprechend anzupassen. Hitzeschutz ist daher ein wichtiger Bestandteil moderner betrieblicher Gesundheitsförderung. Im Fokus stehen praktikable und langfristige Lösungen, die sich wirksam in den Arbeitsalltag integrieren lassen.

Dazu zählen unter anderem:

  • Anpassung von Arbeitszeiten und Pausenregelungen
  • ausreichende Trinkmöglichkeiten
  • Kühl- und Rückzugsräume
  • Sensibilisierung von Führungskräften und Teams
  • Evaluierung hitzebedingter Gesundheitsrisiken

IBG  unterstützt Unternehmen beim Umgang mit Hitzebelastung am Arbeitsplatz durch arbeitsmedizinische Beratung, Sensibilisierung und praxisnahe Präventionsansätze.

Klimawandel verändert die Arbeitswelt

Mit zunehmenden Hitzeperioden gewinnt das Thema auch arbeitsschutzrechtlich und organisatorisch an Bedeutung. Der Nationale Hitzeschutzplan Österreich sowie aktuelle Empfehlungen aus Arbeitsmedizin und Prävention schaffen hierfür wichtige Grundlagen.

Frühzeitige Maßnahmen gegen Hitzebelastung am Arbeitsplatz tragen dazu bei, die Gesundheit der Mitarbeiter:innen zu schützen sowie Leistungsfähigkeit und Sicherheit im Betrieb zu stärken.

Der Hitzeaktionstag 2026 bringt Unternehmen, Institutionen und Organisationen zusammen, um Bewusstsein zu schaffen und konkrete Lösungen sichtbar zu machen. Alle Partner:innen und weitere Informationen finden sich unter www.hitzeaktionstag.at.

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit über 200 Mitarbeiter:innen, davon 80 Arbeitsmediziner:innen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

Ansprechpartnerin:
Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 676 38 49 022
E-Mail: presse@ibg.at

 

Die Macher: Too hot to handle

Arbeitspsychologin Ina Lukl spricht im Interview mit DieMacher über die oft unterschätzten Auswirkungen der Wechseljahre auf den Berufsalltag. Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme oder Selbstzweifel betreffen viele Frauen, bleiben in Unternehmen jedoch häufig tabu. Lukl betont, dass die Wechseljahre nicht nur ein individuelles, sondern auch ein wirtschaftliches Thema sind: Wenn erfahrene Mitarbeiterinnen ihre Arbeitszeit reduzieren oder früher aus dem Berufsleben ausscheiden, gehen Unternehmen wertvolles Know-how verloren.

Expertin: Ina Lukl

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Brandgefahr durch Akkus

Die Meinungen zu E-Scootern und E-Bikes gehen zwar auseinander, doch sie sind nach wie vor ein fester Bestandteil des aktuellen Mobilitätsmixes in städtischen Gebieten. Sie haben sich rasch zu einer attraktiven Alternative bzw. Ergänzung zu Autos, Fahrrädern und öffentlichen Verkehrsmitteln entwickelt. Genau wie bei Mobiltelefonen gewinnt das Thema Aufladen zunehmend an Bedeutung. Bei unsachgemäßer Handhabung stellen Lithium-Ionen-Akkus jedoch eine erhebliche Brandgefahr dar und sind im Brandfall sehr schwer oder gar nicht zu löschen.

Selbstverständlich sind Akkus und Batterien bei sorgfältiger Handhabung sicher im Gebrauch. Es gibt jedoch einige Regeln und Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:

  • Informieren Sie sich, ob und wo Akkus in Ihrem Unternehmen aufgeladen und gelagert werden dürfen.
  • Achten Sie auf Qualität. Defekte Produkte bergen ein Gefahrenpotenzial.
  • Setzen Sie Batterien keinen extremen Temperaturen (über +40 Grad oder unter -10 Grad) aus.
  • Nehmen Sie Beschädigungen ernst, denn eine Batterie kann leicht herunterfallen oder eingeklemmt werden. Mechanische Beschädigungen bergen ein erhöhtes Risiko.
  • Wenn Sie Verformungen, Erwärmungen, Verfärbungen oder einen ungewöhnlichen Geruch bemerken, lassen Sie die Batterie überprüfen. Verwenden Sie das Gerät nicht!
  • Verwenden Sie zum Laden nur vom Hersteller zugelassene Ladegeräte und Kabel.
  • Stellen Sie das Gerät beim Laden immer auf eine nicht brennbare Oberfläche.
  • Entladen Sie den Akku nicht vollständig und laden Sie ihn anschließend wieder auf. Laden Sie den Akku stattdessen rechtzeitig wieder auf.
  • Ziehen Sie den Stecker von Ladegeräten und Steckdosenleisten (Kippschalter), wenn Sie diese nicht benutzen. So sparen Sie Strom und verringern die Brandgefahr.
  • Verwenden Sie keine defekten, beschädigten, verformten oder aufgeblähten Akkus.
  • Entfernen Sie brennbare Gegenstände aus der unmittelbaren Umgebung der Ladevorrichtungen.
  • Verhindern Sie einen Hitzestau und sorgen Sie stets für ausreichende Luftzirkulation und Wärmeableitung.

Trotz größter Vorsicht und vorbeugendem Brandschutz kann es leider dennoch zu einem Brand kommen. Zögern Sie in diesem Fall nicht, die Feuerwehr unter der Nummer 122 zu rufen. Handfeuerlöscher und Löschdecken sind ebenfalls nützlich zur Brandbekämpfung. Oberste Priorität hat jedoch immer der Schutz und die Rettung von Menschenleben. Sorgen Sie deshalb stets dafür, dass Sie sich aus dem Bereich eines gefährlichen Brandes entfernen. Materielle Gegenstände können ersetzt werden.

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