Autor: Renate Ruhaltinger-Mader

IBG GF Gerhard Klicka im ZIB Magazin

IBG Geschäftsführer und Arbeitspsychologe Gerhard Klicka im ZIB Magazin-Interview via Zoom zum Thema: „Ist Ralf Rangnick nach seinem Burnout als ÖFB Teamchef geeignet und wird er dem Druck standhalten . . . “

Ralf Rangnick trainiert jetzt das ÖFB-Team. Der Deutsche ist nicht nur Startrainer, der Fußball prägt, sondern jemand der seine Leidenschaft für den Job ins Burnout treibt. Aber kann man nach einem Burnout wieder in diese Art des Berufslebens einsteigen? G.Klicka „Natürlich. Es geht darum, gestärkt zurückzukommen, Ressourcen und Kompetenzen aufzubauen und zu lernen, mit Stress und mit Abgrenzung umzugehen. Und wenn man das gelernt hat, dann ist man besser geeignet als je zuvor…“

Zum Beitrag    Beitrag ab 00.19, ist noch bis 6.5.2022 verfügbar

 

Arbeitnehmer:innenschutz: für einen gesunden und produktiven Betrieb

Wien, 27.04.2022.  Der 28. April ist der Tag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Betriebliche Sicherheit und Gesundheitsschutz sind Bestandteile eines »sozialmoralischen« Wirtschaftsverständnisses. In Österreich liefert der Arbeitnehmer:innenschutz die gesetzliche Grundlage. IBG begleitet bereits seit 1995 Betriebe und Organisationen auf gesunden Wegen zur nachhaltigen Produktivität.

  • Gesundheit braucht gewollte Anstrengung.
  • Aktiver Arbeitsschutz reduziert Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle und damit Fehlzeiten.
  • Mit der Covid-Pandemie hat die Arbeitsmedizin einen neuen Stellenwert erlangt. Sie hat einmal mehr bewiesen, dass sie einen großen Beitrag für den unternehmerischen Erfolg leistet.

Neue Belastungen

Heutzutage geht es kaum mehr um Staublungen. Die »alten« Gefahren wie Hitze, Kälte, Gefahrenstoffe und physische Belastungen treten zunehmend in den Hintergrund. Die aktuellen Herausforderungen liegen im psychomentalen Bereich. Die neue Arbeitswelt kämpft mit Burnout, Stressbewältigung und fehlendem Erholungsmanagement.

Die Arbeit hat sich verändert, die Grenzen zwischen Beschäftigung und Freizeit verschwimmen. Homeoffice wird von der Ausnahme zum Standard, Zeitarbeit und prekäre Beschäftigungen schaffen neue herausfordernde Arbeitsbedingungen.

Die Folge sind neue arbeitsbedingte Beschwerden und Erkrankungen. Arbeitsmediziner: innen sind daher weiterhin ein wichtiges Bindeglied zwischen Beschäftigten und Arbeitgeber:innen.

Als Expert:innen für betriebliche Präventionsarbeit verfügen sie außerdem über Praxiswissen durch ihre Präsenz direkt vor Ort in den Unternehmen.

Erhalten. Beleben. Begeistern

Ausschließlich Anstrengung macht krank, keine Anstrengung auch. Gesundheit braucht aber auch Anstrengung, sonst sinken die eigenen Kapazitäten und selbst kleine Anforderungen werden zu viel.

Entscheidend ist der Wechsel von Anstrengung und Regeneration. Biologisch brauchen wir für die beste Leistung optimale Anforderungen. Maximale Anforderungen schaden hingegen.

Durch die Zusammenarbeit mit IBG profitieren Unternehmen von der strategischen Vernetzung sämtlicher Maßnahmenfelder und Expertisen, um diese Balance zu finden.

Dafür analysieren IBG Berater:innen die subjektive und objektive Mitarbeiter:innenbelastung, optimieren leistungsverträgliche Schicht- und Arbeitspläne oder sichern die Mitarbeiter:innen-Kompetenzen durch entsprechende Maßnahmen zur Reduktion von Belastungen am Arbeitsplatz.

Lange gesund arbeiten

Unsere Gesellschaft steht vor der großen Herausforderung, den demographischen Wandel bei einer gleichzeitig zunehmenden Zahl psychischer Erkrankungen zu bewältigen. Beschäftigte sollen möglichst lange gesund arbeiten. Das wird nur gelingen, wenn die Arbeitsfähigkeit durch vorbeugenden Gesundheitsschutz erhalten bleibt – physisch wie psychisch.

Gesunde Arbeitswelt

Eine bessere, weil gesündere Arbeitswelt zu schaffen, bedeutet, ohne Druck und durch mehr Kompetenz Leistungen zu steigern und so mehr Produktivität zu schaffen. Dabei hilft uns das Modell der humanökologischen Unternehmensführung. Körperlich und seelisch gesunde Mitarbeiter:innen sind produktive Mitarbeiter:innen. Wenn Arbeit menschengerecht und damit auch gesundheitsförderlich gestaltet wird, ist das auch aus wirtschaftlicher Sicht optimal. Gesunde Führung bringt das nachhaltige Leistungsvermögen der Belegschaft in Übereinstimmung mit den Unternehmenszielen.

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit über 200 Mitarbeiter:innen, davon 80 Arbeitsmediziner:innen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagement. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

Ansprechpartnerin: Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 (676) 38 49 022 | presse@ibg.at I office@fabelhaft.biz

Zeitmanagement: Eat the frog!

Die Vorstellung, einen lebendigen Frosch zum Frühstück zu verspeisen, empfinden wohl die meisten von uns als abstoßend und unangenehm. Im Zeitmanagement ist diese Metapher aber eine sinnvolle und motivierende Strategie, um in den Tag zu starten.

Sie besagt ganz einfach, die subjektiv unangenehmste Aufgabe des Tages direkt am Morgen zu erledigen, damit der Tag mit einem Erfolgserlebnis beginnen kann und man das Gefühl hat, dass es „heute wohl nicht mehr schlimmer wird“.

Morgens haben wir meist noch genug Kraft und Disziplin, diese Aufgabe wirklich anzugehen. Am Nachmittag oder am Abend sind knifflige To Do‘s kaum mehr zu schaffen, außer die Deadline ist schon sehr, sehr nahe.

Bei „Eat the frog!“ sind konkret folgende Punkte zu beachten:

  • Überlege dir bereits am Vorabend deinen „Frosch“ für den nächsten Tag.
  • Verschriftliche genau, was genau der Frosch ist und wie viel Zeit du morgens
    für ihn investieren willst.
  • Setze dir einen „realistischen Frosch“ als Ziel.
  • Freue dich auf das Gefühl, nachdem der Frosch weg ist.

Foto von Jeffry Surianto von Pexels

Bewegung am Arbeitsplatz

Computerarbeit ist oft nur statisch. Wir bewegen uns wenig und versinken im Bildschirm. Die Auswirkungen sind meist Verspannungen, Schmerzen und  Konzentrationsschwierigkeiten. Dabei kann mit wenig Aufwand aus der statischen Bildschirmarbeit ein dynamischer Arbeitsplatz werden:

  • Zum Telefonieren aufstehen
  • Die Sitzposition verändern
  • Zwischendurch ein Glas Wasser oder einen Kaffee holen
  • Statt des Aufzugs die Stufen nehmen
  • Zum Drucker gehen
  • Zum Steharbeitsplatz wechseln
  • Besprechungen im Stehen durchführen
  • Bewegungsübungen am Arbeitsplatz durchführen

Einfache Übungen für Ihre Gesundheit

  • Nehmen Sie sich 3x täglich fünf Minuten Zeit für sich!

Becken mobilisieren

Grundstellung: Auf der vorderen Hälfte des Sessels aufrecht sitzen.
ACHTUNG: der Oberkörper bleibt bei allen Übungen möglichst ruhig.

  • Becken nach vorne und hinten rollen
  • Becken kippen: Pobacke links anheben – Wechsel – Pobacke rechts anheben
  • Becken kreisen
  • Ein Knie abwechselnd nach vorne schieben

Schulterrollen und -kreisen

Kreisen Sie mit Ihren Schultern – 10-mal nach vorne, 10-mal nach hinten, 10-mal gegengleich nach vorne, 10-mal gegengleich nach hinten. Lassen Sie die Schultern hängen und ziehen Sie beide weit nach oben – 5 Wiederholungen. Versuchen Sie das volle Bewegungsausmaß auszunutzen.

Bewegen der Nackenmuskulatur

  • Neigen Sie den Kopf auf die Seite und rollen Sie ihn langsam auf die andere Seite – und wieder vorne zurück – das Kinn zeigt immer Richtung Brustbein.
  • Drehen Sie den Kopf zur Seite und nicken Sie 5-mal – Seitenwechsel
  • Schauen Sie gerade aus – ziehen Sie den Kopf gerade nach hinten und wieder weit nach vorne (Doppelkinn)
  • Gerade Kopfhaltung – bewegen Sie Ihre Nasenspitze entlang eines kleinen liegenden Achters – Richtungswechsel

Dehnen der Nackenmuskulatur  

Stehen Sie aufrecht – neigen Sie den Kopf zur Seite bis Sie eine Dehnung spüren, drücken Sie dann mit der gegenüberliegenden Handfläche nach unten und halten die Spannung für 20 Sekunden. Kopf nicht nach vorne neigen!!

Kräftigen der Nackenmuskulatur 

Halten Sie Ihre Wirbelsäule gerade und erzeugen Sie zwischen Ihrer Hand und dem Kopf einen Druck für etwa 10 Sekunden – es findet keine Bewegung statt! Links – Rechts – Vorne und Hinten

 

 

 

HRweb.at

Wie man sein Team auch im Home-Office zusammenhält

In einer vom HRweb.at geladenen Expertinnenrunde erörterten sechs Fachleute,  mit dabei auch Regina Nicham, Leiterin des IBG Fachbereiches Arbeits- und Organisationspsychologie,  wie man als Führungskraft sein Team, das vermehrt im Homeoffice arbeitet,  zusammenhält und stärkt. Die Expert:innen-Tipps dazu können Sie im nachstehenden Beitrag nachlesen.

Expertin: Regina Nicham

Autorin: Eva Selan

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Weltgesundheitstag: Der beste Gesundheitsschutz ist Prävention

Es gibt ihn bereits seit 1954: Der Weltgesundheitstag erinnert jedes Jahr am 7. April an die Gründung der Weltgesundheitsorganisation WHO. Dieses Jahr steht er unter dem Motto Klimawandel und Gesundheitsschutz.

Alles ist miteinander verbunden. Lebensqualität und das Wohlbefinden des Menschen sind ohne Schutz von Gesundheit und Klima undenkbar.

Hitze

Die Folgen des Klimawandels sind in Österreich deutlich spürbar. Die Anzahl der Hitzetage haben sich in den vergangenen drei Jahrzehnten verdoppelt. Vor allem in den Städten sind Gesundheitsprobleme aufgrund langandauernder Hitze bemerkbar. Zwischen 2017 und 2019 weist die Agentur für Gesundheit & Ernährungssicherheit (Ages) für Österreich insgesamt 1.123 Hitzetote aus. Hitze senkt die Konzentration, Leistungsfähigkeit und Produktivität des Einzelnen. Die Qualität der Arbeit lässt nach. Gleichzeitig steigen Fehlerhäufigkeit und Unfallrisiko.

Psyche

Ein weiterer Bereich, der die Auswirkungen des Klimawandels zeigt, ist die mentale Gesundheit. Untersuchungen zeigen, dass extreme Wetterereignisse auch psychische Belastungen mit sich bringen. Zukunftsängste bescheren schlaflose Nächte. Schlafmangel ist leistungsmindernd und macht krank.

Ernährung

Gesunde Ernährung hilft nicht nur dem Körper, sondern auch der Umwelt. Ein höherer Anteil pflanzlicher Kost anstelle weniger tierischer Lebensmittel beugen einer Fehlernährung und Übergewicht vor und senken gleichzeitig die Treibhausemission.

Bewegung

Mobilitätskonzepte, die das Gehen und Radfahren fördern, schützen die Umwelt und fördern die Gesundheit. Bewegung bringt das Gehirn auf Touren und gönnt ihm eine Entspannungspause, unter anderem verbessert körperliches Training die Durchblutung und den Stoffwechsel und wirkt sich somit positiv auf die eigene Leistungsfähigkeit und das körperliche Wohlbefinden aus.

Das Ziel

ist eine humane und wirtschaftliche (Arbeits)welt. Und wir unterstützen Sie und Ihre Belegschaft dabei.

Zecken: Sicher geschützt ist früh geimpft

Sobald uns die ersten Sonnenstrahlen für Sport und Erholung ins Freie locken, werden auch mit Beginn des Frühjahrs die Zecken in hohem Gras und Unterholz, sogar auf Spielplätzen in Städten aktiv.

Die häufigste Zeckenart in Europa und vor allem ganz Österreich auch zunehmend in höheren Lagen ist der „gemeine Holzbock“. Zwei sehr unterschiedliche Krankheiten können durch Zecken übertragen werden:

FSME: Die bekannte Frühsommer-Meningoenzephalitis oft mit Zeichen einer Grippe kann zu einer Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns führen, die durch rechtzeitige Impfung vor Beginn der Zeckensaison im Frühjahr effektiv verhindert werden kann.

Borreliose: Viele Zecken übertragen auch Borreliose, die anhand einer ringförmigen Rötung der Haut früh entdeckt mit Antibiotika behandelt werden kann.

Wie können Sie sich und Ihre Familie optimal vor durch Zecken übertragene Krankheiten schützen?

  • Der beste Schutz vor der in unseren Breiten häufigen FSME ist die Schutzimpfung mit regelmäßiger und rechtzeitiger Auffrischung
  • Tragen Sie beim Wandern in Wald und Wiese bevorzugt helle Kleidung mit langen Ärmeln oder Hosenbeinen und geschlossenen Schuhen
  • Verwenden Sie auch geeignete Insekten oder Zecken abweisende Hautschutzmittel
  • Achten Sie darauf nach Aufenthalt im Freien die Haut von Kopf bis Fuß auf Zecken v.a. an Kniekehlen, Achseln etc. gründlich abzusuchen
  • Sollten Sie eine Zecke auf Haut oder im Kopfhaar entdecken, entfernen Sie diese sofort und schonend mit einer (Zecken-) Pinzette!
  • Bei möglichen Krankheitszeichen wie Kopfschmerzen oder Hautrötung suchen Sie möglichst rasch Ihren Hausarzt auf
  • Bei Fragen zur jährlichen FSME Impfaktion steht Ihnen auch gerne Ihr:e Arbeitsmediziner:in zur Verfügung.

Psyche + Immunsystem

Sei es der berühmte „apple a day“ oder eine kalte Dusche am Morgen – um unser körperliches Immunsystem zu schützen und zu stärken, sind wir bereit, vieles in Kauf zu nehmen. Dabei sind Körper und Geist eng miteinander verbunden: geben wir auf das Eine nicht acht, wirkt sich das auf das Andere aus.

Vor allem in Krisenzeiten ist eine starke Psyche gefragt. Ständige Herausforderungen und Veränderungen können uns in Dauerstress versetzen und sich durch verhältnismäßig starke emotionale Reaktionen bemerkbar machen. Es kommt also zur Ausschüttung von Stresshormonen, die, wenn sie nicht abgebaut werden, sowohl eine Belastung für unsere mentale, aber auch für unsere körperliche Gesundheit darstellen und unser Immunsystem schwächen können.

Was kann man für eine starke Psyche tun und was sollte man beachten?

  • Stress erkennen
    Zunächst ist es wichtig seine eigenen Stresssignale zu (er-)kennen, um darauf reagieren zu können. Sei es auf mentaler (z.B. Gedankenkreisen, Grübeln), auf emotionaler (z.B. Gereiztheit, Unruhe, Lustlosigkeit), auf körperlicher (z.B. Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Verspannungen) oder auf der Verhaltensebene (z.B. Rückzug, ungesünderer Lebensstil, aggressives Verhalten, Schnelligkeit).
  • Fokus auf Positives
    Es geht darum, die Aufmerksamkeit auch auf das Gute, mögliche Chancen einer Situation zu lenken, dabei aktiv das Steuer selbst in die Hand zu nehmen und seine Selbstwirksamkeit zu nutzen. Eine realistische optimistische Lebenseinstellung kann das Immunsystem stärken und so gesundheitsfördernd wirken.
  • Auszeiten und Entspannung
    Achten Sie auf regelmäßige (kurze) Pausen untertags, verbinden Sie diese im Optimalfall mit verschiedenen Entspannungsübungen (z.B.: Progressive Muskelentspannung, Atemübungen, Meditation etc.) und füllen Sie Ihre Kraftquellen immer wieder auf.
  • Soziale Eingebundenheit
     Je besser wir sozial eingebunden sind umso weniger häufig erkranken wir und umso schneller werden wir wieder gesund. Nehmen Sie sich deshalb regelmäßig Zeit für sozialen Austausch und teilen Sie sich anderen mit.
  • Ausreichend Schlaf
    Der Schlaf ist eine der wichtigsten Erholungsphasen für unseren Körper. Versuchen Sie deshalb bewusst auf eine feste Schlafroutine zu achten, vor dem Schlafengehen auf alles zu verzichten, was den Schlaf hemmt und eine Abendroutine mit ausschließlich entspannenden Aktivitäten zu leben.

    Tipp: Lassen Sie vor dem Einschlafen noch einmal den Tag mit seinen schönen Momenten Revue passieren.

Läufer

So tanken Sie mehr Energie

Auch wenn unser Leben heute völlig anders ist als das unserer frühen Vorfahren: Wir alle stecken im Körper eines steinzeitlichen Jägers und Sammlers, und damit ist auch unser Stoffwechsel auf dessen Lebensumstände und Umweltbedingungen angepasst.
Stressreaktionen waren damals notwendig, um zu überleben – etwa, wenn ein Mensch kämpfen oder fliehen musste: Puls und Atmung werden beschleunigt, Blutzucker und Blutfette erhöht. Damit werden wichtige Zusatzenergien frei, die Höchstleistungen ermöglichen.

Werden diese Energien nicht in Bewegung umgewandelt, bleibt die Stressreaktion über eine  längere Periode erhalten. Mögliche Folgen davon sind Diabetes, Blutdruckerhöhung, erhöhter Blutfettspiegel und „Zivilisationskrankheiten“ wie Gefäßverkalkung, Herzinfarkt und Schlaganfall. Bewegung ist also der natürliche Weg um Stress abzubauen und Blutzucker und Druck zu senken.

Viele Vorteile für alle

Regelmäßige Bewegung vermindert, soweit die DEGAM Leitlinie1, das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Gefäßverschlüsse und Osteoporose Außerdem senkt sie Blutdruck, Blutzucker und Gewicht. Weniger Infektionen, körperliches Wohlgefühl und Beweglichkeit, Steigerung der Aktivität, Belastungs- und Leistungsfähigkeit sind weitere positive Folgen.

Und das gilt für jeden und jede, egal welches Alter und welcher Gesundheitszustand. Selbst Personen mit Herzschwäche oder nach einem Herzinfarkt profitieren davon und die Wirkung von Medikamenten und Operationen kann dadurch verbessert werden.


Bewegung soll Freude machen

Am wichtigsten ist, dass sie Spaß an der Bewegung haben und sich dabei wohlfühlen. Die Empfehlung der DEGAM Patienteninformation1: Mindestens 3-mal in der Woche, besser jeden Tag 30 min Sport – und zwar in mäßiger Intensität.

Jede regelmäßige Trainingseinheit, die länger als 10 min dauert, zählt! Ab täglich 15 min oder 90 min/Woche solcher Bewegung oder 10.000 Schritten/Tag ist auch eine Verbesserung der allgemeinen Fitness zu erwarten.

Radfahren

Besonders geeignet sind Ausdauer-Sportarten: Nordic-Walking, Gymnastik, Laufen, Schwimmen, Skilanglauf, Skating  etc. Bei Spiel-Sportarten kann man Spaß in der Gruppe haben.

Für Übergewichtige und bei Problemen mit den Gelenken empfiehlt sich Rad fahren, Schwimmen, schnelles Gehen, Nordic-Walking und Gymnastik.

 

Risiken?  

Gewöhnlicherweise sind die positiven Auswirkungen deutlich größer als die Risiken.
Auf alle Fälle empfehlen sich aber moderates und dosiertes Training und die Anleitung durch kompetente Übungsleiter.


Quelle1: www.degam.patienteninformationen
Bilder: Pexels