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Arbeitsfreude kennt kein Alter – gesund und leistungsfähig in jeder Lebensphase

Gemeinsam gesund durch eine Arbeitswelt im Wandel

Die Arbeitswelt verändert sich rasant: Neue Technologien, steigende Anforderungen und kontinuierlicher Wandel prägen unseren beruflichen Alltag. Gleichzeitig arbeiten heute mehrere Generationen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Kompetenzen und Bedürfnissen Seite an Seite.

Mit zunehmenden Berufsjahren stellt sich daher die Frage: Wie können Gesundheit, Motivation und Arbeitsfähigkeit langfristig erhalten werden?

Was brauchen Mitarbeiter:innen, um auch in späteren Berufsphasen mit Freude und Gelassenheit am Ball zu bleiben? Und wie gelingt es, die Stärken unterschiedlicher Generationen zu nutzen und wertvolles Erfahrungswissen weiterzugeben?

Bewusstsein schaffen und neue Perspektiven eröffnen

Sensibilisierungsworkshop

Genau hier setzt unser Angebot an. In 1,5 bis 2 Stunden schaffen wir Bewusstsein für das Älterwerden im Arbeitskontext und vermitteln praxisnahe Impulse für eine

  • gesundheitsförderliche Arbeits- und Erholungsgestaltung,
  • generationen-übergreifende Zusammenarbeit und einen
  • gelassenen Umgang mit dem Älterwerden.

Ziele des Workshops

  • Erfahrungen und Kompetenzen älterer Mitarbeiter:innen wertschätzen und nutzen
  • Generationenübergreifende Zusammenarbeit fördern
  • Gesundheit und Arbeitsfähigkeit stärken
  • Arbeitszufriedenheit und Leistungsfähigkeit langfristig sichern

Mehrwert für Mitarbeiter und Unternehmen

Nutzen für ihr Unternehmen

  • Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis zwischen den Generationen stärken
  • Arbeitsfähigkeit und Motivation über unterschiedliche Berufsphasen hinweg fördern
  • Wertvolles Erfahrungswissen im Unternehmen erhalten und weitergeben
  • Einen Beitrag zu langfristiger Mitarbeiter:innenbindung und nachhaltiger Arbeitsfähigkeit leisten

Flexibel, praxisnah und auf Ihr Unternehmen abgestimmt

Dieser Workshop richtet sich an Mitarbeiter:innen und Führungskräfte und kann online oder in Präsenz durchgeführt werden. Gerne erstellen wir für Sie ein unverbindliches und individuelles Angebot. Kontaktieren Sie dazu bitte unser Kundenservice unter kundenservice@ibg.at oder telefonisch unter 01/524 37 51-19.

Gesund und mit Freude in jeder Lebensphase arbeiten

Wir freuen uns, wenn wir Sie und Ihre Mitarbeiter:innen dabei begleiten dürfen, in jeder Lebensphase gesund und mit Freude zu arbeiten.

Erste Hilfe für die Seele

Ein Kollege bricht am Arbeitsplatz zusammen. Ein schwerer Unfall passiert auf dem Weg ins Büro. Oder eine Nachricht verändert von einem Moment auf den anderen alles. Psychische Ausnahmesituationen kommen meist ohne Vorwarnung. Umso wichtiger ist es, in den ersten Minuten und Stunden richtig zu reagieren. Während die Grundlagen der körperlichen Ersten Hilfe vielen Menschen vertraut sind, herrscht bei psychischen Krisen oft Unsicherheit: Was soll ich sagen? Was kann ich tun? Kann ich durch eine falsche Reaktion die Situation sogar verschlimmern?

Psychologische Erste Hilfe bedeutet nicht, Therapeut sein zu müssen.

Es geht zunächst darum, Sicherheit zu vermitteln, Orientierung zu geben und einen Menschen in einer akuten Belastungssituation nicht allein zu lassen. Darüber spricht Barbara Amon-Zsaitsits, zertifizierte Notfallpsychologin und Gesundheits-, Arbeits- und Organisationspsychologin bei IBG, im Podcast „Erste Hilfe für die Seele“ von DIE MACHER.

Wenn der Körper auf Alarm schaltet

In einer außergewöhnlichen Belastungssituation reagiert unser Organismus innerhalb kürzester Zeit. Das Gehirn schaltet auf Alarm, Stresshormone werden ausgeschüttet und der Körper bereitet sich darauf vor, mit der Bedrohung umzugehen. Typische Reaktionen werden häufig mit Fight, Flight oder Freeze beschrieben: kämpfen, flüchten oder erstarren. Betroffene können deshalb sehr unterschiedlich reagieren. Manche werden hektisch und aktiv, andere ziehen sich zurück oder wirken wie eingefroren. Auch Konzentrationsprobleme, Erinnerungslücken oder Schwierigkeiten, klare Entscheidungen zu treffen, können auftreten.

Wichtig ist: Solche Reaktionen sind in einer außergewöhnlichen Situation zunächst normale Reaktionen des menschlichen Organismus.

Psychologische Erste Hilfe: Look, Listen, Link

Eine hilfreiche Gedächtnisstütze für den Ernstfall sind die „3 Ls“: Look, Listen, Link.

  • Look – hinschauen: Was ist passiert? Ist die Situation sicher? Wer braucht unmittelbar Unterstützung? Zunächst geht es darum, sich einen Überblick zu verschaffen und weitere Gefahren möglichst auszuschließen.
  • Listen – zuhören: Betroffenen Aufmerksamkeit schenken, ruhig bleiben und zuhören. Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell Lösungen zu präsentieren oder das Erlebte zu bewerten. Oft ist es bereits eine wichtige Unterstützung, präsent zu sein und dem Gegenüber das Gefühl zu vermitteln: Du bist jetzt nicht allein.
  • Link – verbinden: Welche weitere Unterstützung wird benötigt? Das kann eine vertraute Person sein, aber auch professionelle medizinische, psychologische oder psychosoziale Hilfe. Psychologische Erste Hilfe bedeutet auch, die eigenen Grenzen zu kennen und bei Bedarf weitere Unterstützung zu organisieren.

Was Führungskräfte und KollegInnen tun können

Gerade im Arbeitsumfeld können Führungskräfte und KollegInnen nach belastenden Ereignissen eine wichtige Rolle spielen. Sie müssen dabei keine psychologische Behandlung übernehmen. Gefragt sind vielmehr Ruhe, Klarheit und menschliche Präsenz. Hilfreich ist es, für Sicherheit und Orientierung zu sorgen, verständlich zu kommunizieren und konkrete nächste Schritte anzubieten. Gleichzeitig sollte niemand dazu gedrängt werden, unmittelbar und ausführlich über das Erlebte zu sprechen.

Auch die Helfenden selbst dürfen dabei nicht vergessen werden. Wer andere Menschen in einer Krise unterstützt oder selbst Zeuge eines belastenden Ereignisses wird, kann ebenfalls stark gefordert sein. Selbstfürsorge und professionelle Unterstützung sind deshalb kein Nebenthema, sondern Teil eines verantwortungsvollen Umgangs mit Krisensituationen.

SOS für die Seele

Als einfache Formel für den Ernstfall lässt sich SOS merken:

  • Sicherheit schaffen.
  • Orientierung geben.
  • Stabilisierung ermöglichen.

Psychologische Erste Hilfe muss nicht kompliziert sein. Entscheidend ist, wahrzunehmen, was ein Mensch in diesem Moment braucht, Ruhe zu vermitteln und Unterstützung verfügbar zu machen. Die wichtigste Botschaft: Niemand muss Therapeut sein, um einem Menschen in einer akuten Krise beizustehen. Manchmal beginnt wirksame Hilfe mit etwas sehr Einfachem – da sein und da bleiben.

Mehr zum Thema erzählt Barbara Amon-Zsaitsits im Podcast „Erste Hilfe für die Seele“ von DIE MACHER.

Für mehr Entspannung im Alltag

Unser Leben ist vom ständigen Wechsel aus Anspannung und Entspannung (z.B. Wachzustand–Schlaf) geprägt. Heutzutage werden viele Leiden durch erhöhten Stress verursacht, weshalb es wichtig ist, sich durch (aktive) Entspannung vor Überlastung zu schützen. Bereits kleine Dinge können im Alltag große Wirkung erzielen.

Wo gibt es bei Ihnen die Möglichkeit mehr Entspannung in den Alltag zu bringen?

  • Kurzpausen:

Kurze Pausen entzerren den Alltag und reduzieren die Arbeitsintensität.
Nutzen Sie 2-5 minütige Pausen, um einmal durchzuatmen oder sich zu strecken.

  • Innehalten:

Nutzen Sie „stille Momente“ (z.B. beim Warten auf die U-Bahn), um in sich hineinzuspüren: Was könnten Sie sich jetzt Gutes tun? Welches Bedürfnis haben Sie gerade?
Wie geht es Ihrem Körper? Gibt es einen Bereich, den Sie besonders gut wahrnehmen?

  • Me-Time:

Nehmen Sie sich auch einmal Zeit für sich. Vereinbaren Sie einen Termin mit sich selbst und tragen Sie ihn in den Kalender ein. Überfragt, was Sie da tun sollen? Vielleicht hilft es, wenn Sie daran denken, was Ihnen „früher“ Spaß gemacht hat.

  • Handyfrei/Offline:

Versuchen Sie bewusst auch immer wieder eine Handy- / Tablet- / Laptop-freie Zeit einzubauen (z.B. 10min, 1 Stunde).

  • Schlafhygiene:

Lassen Sie das Schlafen nicht zu kurz kommen und vermeiden Sie dabei störende Einflüsse wie Handy und Fernseher.

  • Wellness@Home:

Greifen Sie auf körperliche Entspannungsmöglichkeiten zuhause zurück, z.B. warmes Bad, Beauty-Anwendungen oder Akkupressurmatten.

  • Aktive Entspannungsübungen:

Probieren Sie auch einmal eine Entspannungsübung aus, z.B. Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training oder Fantasiereisen. Anleitungen lassen sich leicht als Online-Video finden.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen entspannten Tag!

 

Karzman im Interview

Punktgenau: Erfolg = Maßnahme + Präferenz

Gesundheit zu fördern ist ein komplexer Prozess. Das körperlich Richtige kann zum Falschen führen, wenn das Richtige nicht gewollt, nicht verstanden wird. Angebliche oder »objektiv definierte« gesundheitsfördernde Maßnahmen können, müssen aber nicht Gesundheit fördern. Die Einstiegspforte ist die »subjektive Präferenz« der Mitarbeiter:innen. Dies verlangt Information und Bewusstseinsbildung vor Einführung von Maßnahmen.

Gesundheitsgewinn entsteht nur dann, wenn Mitarbeiter:innen von einer wissenschaftlich richtigen Maßnahme auch subjektiv überzeugt sind und sie mittragen wollen. Ein Beispiel: IBG hat vier Banken bei der ergonomischen Umgestaltung lt. ASchG begleitet. Unter anderem wurden ergonomisch affinere, vermeintlich bessere Bürotische, Monitore etc. angeschafft.

Die Auswirkung der Umgestaltung

auf Stress und Befindlichkeit wurde daraufhin von IBG evaluiert. In zwei Banken wurde die neue Einrichtung als Verbesserung und Erleichterung mit weniger Stress und gesundheitsfördernder erlebt. In den beiden anderen Banken wurde die wissenschaftlich »bessere ergonomische« Gestaltung als negativ mit mehr Stressempfinden und Gesundheitsbelastung erlebt. Die Hintergrundanalyse ergab: Bei den Banken mit Gesundheitsgewinn erfolgten Workshops VOR der Umgestaltung, wo die Gründe und Verbesserungspotenziale der Neuanschaffungen dargelegt und diskutiert wurden. Die beiden anderen Banken mit Stress- und Belastungszunahme hatten die Vorinformation lediglich ins Intranet gestellt.

Fazit:

Die Einbeziehung der Betroffenen vermittelte Wertschätzung und führte durch eine bejahende Bewusstseinsbildung zu nachhaltiger und höherer Produktivität.

Sicher arbeiten: Arbeitsunfälle im Visier

Laut der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) gab es 2024 knapp 92.000 Arbeitsunfälle erwerbstätiger Personen, 103 davon waren tödlich. Glücklicherweise sinken die Zahlen in den letzten Jahren immer weiter – 1980 waren es mit knapp 190.000 Arbeitsunfällen noch mehr als doppelt so viele Verletzte. Dennoch: jeder Unfall ist einer zu viel: eine eingehende Analyse der Ursachen zahlt sich aus.

Wenn die Unfallmeldung die einzige Analyse bleibt

Sofern eine Unfallmeldung ausgefüllt werden muss, ist dies leider oft die einzige »Analyse« des Unfalls. Unfälle ohne gesetzliche Meldepflicht fallen zumeist unter den Tisch bzw. verschwinden im Trubel des Alltags unter der Werkbank oder dem Schreibtisch.

Noch weniger Aufmerksamkeit bekommen in vielen Unternehmen Ereignisse, die beinahe zu einem Unfall geführt haben – obwohl hier eigentlich eine Meldepflicht der Mitarbeitenden an die Verantwortlichen besteht.

Fehlerkultur etablieren

»FEHLER« können auch zum »HELFER« werden (bitte einfach die Buchstaben dazu umdrehen). Ein genauer Blick auf Arbeitsunfälle und unsichere Handlungen lohnt sich, denn so können nicht nur die Unfallzahlen und das damit verbundene menschliche Leid reduziert werden, sondern nachhaltig Prozesse verbessert, potenzielle »Stolperfallen « verhindert und Investitionen optimiert werden.

Gelebte Praxis

Ist die Schnittverletzung tatsächlich passiert, weil der Mitarbeitende einfach Pech gehabt hat oder vermeintlich ungeschickt ist? »Da muss er halt besser aufpassen« sind oft häufig beliebte Lösungsstrategien, aber wenig zielführend. Eine detaillierte Betrachtung rechnet sich:

  • Arbeitsmittel
    Wurde das falsche Werkzeug verwendet? Und wenn ja, warum? War das Richtige nicht verfügbar oder ist es für die betroffene Person nicht passend, haben sich eventuell »Workarounds« eingeschlichen? Was sind die Hintergründe dafür? Gibt es bessere (sicherere!) Alternativen?
  • Ursachen
    Was war an diesem Tag anders als sonst? Gab es Zeitdruck?
  • Verhalten
    Wie war die Handhabung, wurde eventuell zum Körper geschnitten oder war die Klinge zu weit ausgefahren oder vielleicht nicht fixiert?
  • Schutzkleidung
    Ist eventuell eine Persönliche Schutzausrüstung notwendig bzw. wurde diese (falls vorgeschrieben) überhaupt getragen? Welche Hintergründe könnte das haben – falsche Größe, unbequem, ungeeignet, fehlende Verfügbarkeit (Lieferkette?!), Unwissenheit,…?
  • Vorgaben
    Sind dem Betroffenen die internen Vorgaben für diesen Arbeitsschritt bekannt? Sind sie in der richtigen Sprache verfügbar? Mit wenigen konkreten und vertiefenden Fragestellungen und gemeinsamen Betrachtungsweisen können hier oft technische, aber auch organisatorische Mängel systematisch erfasst und strategische Gegenmaßnahmen entwickelt werden.

Voraussetzung für sicheres Arbeiten ist eine breite Beteiligung und der ernsthafte Wille, den fortlaufenden Verbesserungsprozess für sichere und gesunde Arbeitsplätze aktiv zu gestalten sowie die Vorbeugemaßnahmen zur Verhütung ähnlicher Ereignisse voranzutreiben.

Foto: Franz26 ai generated; pixabay

Enzymexposition im Griff: Prävention durch Arbeitsmedizinische Vorsorge

Enzyme sind in vielen industriellen Produktionsprozessen unverzichtbar. Sie werden etwa in der Lebensmittelherstellung, Waschmittelproduktion, Biotechnologie sowie in Fermentations- und Veredelungsprozessen eingesetzt. Aufgrund ihrer hohen biologischen Aktivität sind Enzyme jedoch nicht nur nützliche Hilfsstoffe, sondern auch potenzielle Auslöser allergischer Sensibilisierungen.

Arbeitsmedizinische Vorsorge bei Enzymexposition

Für die Arbeitsmedizin ergibt sich daraus die zentrale Aufgabe, exponierte Beschäftigte frühzeitig zu identifizieren, Risiken fundiert zu bewerten und geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten. Ein wesentliches Instrument hierfür ist die, für die Mitarbeiter:innen freiwillige, arbeitsmedizinische Enzymvorsorge. Auch in hochmodernen, geschlossenen Produktionssystemen lässt sich eine Exposition nicht vollständig ausschließen. Bereits kleinste Mengen freigesetzter Enzyme können über die Atemwege, die Haut oder Schleimhäute in den Körper gelangen.

Sensibilisierung als unbemerkte Vorstufe einer Allergie

Das Immunsystem reagiert auf diese Fremdstoffe mit der Bildung spezifischer Antikörper (IgE). Dieser Prozess wird als Sensibilisierung bezeichnet und stellt die Vorstufe einer Allergie dar. In diesem Stadium sind Betroffene häufig noch beschwerdefrei – die gesundheitliche Relevanz wird daher leicht unterschätzt.

Prävention durch Enzymuntersuchungen

Ohne geeignete Präventionsmaßnahmen kann sich aus einer Sensibilisierung jedoch eine manifeste allergische Erkrankung entwickeln, etwa in Form von Atemwegsbeschwerden oder Asthma. Arbeitsmedizinische Enzymuntersuchungen ermöglichen die frühzeitige Identifikation solcher Veränderungen. Bestimmt werden spezifische IgE-Antikörper gegen relevante Enzyme. Die standardisierte Bewertung erlaubt eine klare Einordnung des individuellen Risikos und schafft Transparenz für weitere Maßnahmen.

Strukturierter Ablauf der Untersuchung

Der Ablauf der Untersuchung folgt einem strukturierten Schema:

  • Ärztliche Anamnese als wesentlicher Bestandteil der individuellen Risikobewertung
  • Blutabnahme zur labordiagnostischen Untersuchung in einem spezialisierten Labor
  • Ärztliche Befundbesprechung und Einordnung in den arbeitsplatzbezogenen Kontext
  • Nachvollziehbare Dokumentation

Von der Befundbewertung zu gezielten Schutzmaßnahmen

Diese Prozessstruktur erhöht die Verlässlichkeit der Ergebnisse und minimiert Fehlerquellen. Auffällige Befunde werden ärztlich abgeklärt und können weitere Maßnahmen wie Arbeitsplatzanalysen oder Anpassungen von Schutzmaßnahmen auslösen.

Fazit

Die arbeitsmedizinische Enzymuntersuchung ist ein zentrales Instrument zur Sicherstellung von Gesundheit und Prozessstabilität im industriellen Umfeld. Durch die Kombination aus medizinischer Expertise, strukturierten Abläufen und gezielter Prävention entsteht ein Mehrwert für alle Beteiligten. Sie leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Gesundheit der Mitarbeiter:innen.

Foto: Gerd Altmann, pixabay

 Gesundheitszirkel: Gemeinsam Gesundheit im Unternehmen stärken

Steigende Arbeitsbelastung, zunehmender Fachkräftemangel und höhere psychische Anforderungen stellen Unternehmen heute vor große Herausforderungen. Gleichzeitig gewinnt ein gesundes Arbeitsumfeld immer stärker an Bedeutung – insbesondere in produktionsnahen Bereichen, in denen körperliche und mentale Belastungen oft unmittelbar spürbar sind.

Gemeinsam Belastungen erkennen und Ressourcen stärken

Genau hier bieten Gesundheitszirkel eine besonders wirksame Möglichkeit, Belastungen sichtbar zu machen und gemeinsam nachhaltige Lösungen zu entwickeln, aber auch Ressourcen zu stärken.

Was ist ein Gesundheitszirkel?

Ein Gesundheitszirkel ist ein strukturierter und moderierter Gruppenprozess, in dem Mitarbeiter:innen ihre Erfahrungen und Perspektiven aus dem Arbeitsalltag aktiv einbringen. Die zentrale Idee dahinter: Mitarbeiter:innen sind Expert:innen ihres eigenen Arbeitsbereiches. Gemeinsam werden gesundheitliche Belastungen, Ressourcen und Verbesserungspotenziale analysiert sowie konkrete Maßnahmen erarbeitet. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf Problemen, sondern vor allem auf praktikablen Lösungen, die im Arbeitsalltag umsetzbar sind.

Einblicke, die klassische Befragungen nicht liefern

Besonders wertvoll ist der direkte Einblick in die tatsächlichen Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter:innen. Viele Belastungen werden in Kennzahlen oder klassischen Befragungen nur teilweise sichtbar. Gesundheitszirkel ermöglichen hingegen einen offenen Austausch über Themen wie Arbeitsabläufe, Zusammenarbeit, Kommunikation, Führung oder organisatorische Schnittstellen. Dadurch ergeben sich oft entscheidende Erkenntnisse, die ohne Beteiligung der Mitarbeiter:innen verborgen bleiben würden.

Unternehmen profitieren dabei mehrfach

Belastungen können frühzeitig erkannt und reduziert werden, wodurch langfristig Fehlzeiten und Krankenstände gesenkt werden können. Gleichzeitig verbessert sich die Zusammenarbeit und Mitarbeiter:innen erleben, dass ihre Erfahrungen und Anliegen ernst genommen werden. Zeitgleich entstehen praxisnahe Maßnahmen mit hoher Akzeptanz, da diese direkt von den betroffenen Beschäftigten mitentwickelt werden. Gesundheitszirkel leisten damit nicht nur einen Beitrag zur betrieblichen Gesundheitsförderung, sondern stärken auch Motivation, Identifikation und Unternehmenskultur.

Aus der Praxis: Gesundheitszirkel bei LAT Nitrogen Linz

Wie wirkungsvoll Gesundheitszirkel sein können, zeigt das Beispiel von LAT Nitrogen Linz: »Mit dem durchgeführten Gesundheitszirkel sowie den Fokusgruppen konnten die gesundheitlichen Belastungen unserer Mitarbeiter:innen umfassend analysiert werden. Besonders wertvoll war, dass die Teilnehmer:innen konkrete Maßnahmen vorgeschlagen haben, von denen ein Großteil bereits umgesetzt werden konnte«, erklärt Susanne Riedl, Health & Safety Expert bei LAT Nitrogen Austria.

Gerade dieses Praxisbeispiel zeigt den entscheidenden Mehrwert: Mitarbeiter:innen liefern nicht nur Rückmeldungen, sondern überlegen sich auch konkrete Lösungen für ihren Arbeitsbereich.

Gesundheit gemeinsam gestalten

IBG begleitet Unternehmen professionell bei der Planung, Moderation und Umsetzung von Gesundheitszirkeln. Durch die externe Moderation entsteht ein vertrauensvoller Rahmen, der offenen Austausch ermöglicht und nachhaltige Veränderungsprozesse unterstützt.

Nachhaltiger Mehrwert für Mitarbeiter:innen und Unternehmen

Gesundheitszirkel verbinden Gesundheit, Beteiligung und Organisationsentwicklung – und schaffen damit einen echten Mehrwert für Mitarbeiter:innen und Unternehmen gleichermaßen. Sie unterstützen Unternehmen dabei, Motivation, Arbeitszufriedenheit und Leistungsfähigkeit langfristig zu stärken und gleichzeitig ihre Attraktivität als Arbeitgeber:in zu erhöhen.

Foto: (c) this_is_engineering; pixabay

Schalten Sie einfach mal ab!

Immer mehr Menschen gelingt es nicht mehr nach der Arbeit so richtig  abzuschalten und den Feierabend zu genießen.

Ein Grund dafür ist die durch moderne Medien und neue Technik (Umgang mit der ständigen Erreichbarkeit) immer häufiger verschwimmende Grenze zwischen Arbeit und Freizeit sowie eine negative Auswirkung auf die Erholungsfähigkeit. Wie kann es gelingen, bewusster zwischen Arbeit und Freizeit zu trennen und „besser“ abzuschalten:

  • Etablieren Sie ein Abschaltritual. Nutzen Sie die letzten fünf Minuten des Arbeitstages, um sich auf die Erfolge des Tages zu fokussieren oder verwenden Sie den Heimweg für Ihre Lieblingsmusik.
  • Kleine Alltagsrituale helfen, die Arbeit innerlich abzuhaken und einen Übergang zur Freizeit zu markieren, z.B. Tisch aufräumen, Auto bewusst absperren, Arbeitstasche abstellen, … und dabei denken „Das war‘s für heute.“
  • Unerledigte Aufgaben erschweren oft das Abschalten und Loslassen: Schreiben Sie alles Unerledigte oder Gedanken auf – damit ist der Kopf freier und entlasteter.
  • Achtsamkeit üben: sich hinsetzen und zur Ruhe kommen, den Atemrhythmus und den Puls beobachten
  • Digital Detox: Wenn möglich, schalten Sie das Diensthandy außerhalb der Arbeitszeit aus bzw. stellen Sie zumindest die Benachrichtigungsfunktion beim Eingang neuer E-Mails ab.
  • Gestalten Sie Ihre Freizeit bewusst und vereinbaren Sie auch Termine mit sich selbstJ
  • Körperliches Training und Verbesserung der eigenen Fitness kann ebenso helfen.

 

Stressfreie Rückkehr in den Arbeitsalltag

Hunderte Emails, die darauf warten bearbeitet zu werden, ein Anruf nach dem anderen und stapelweise Unterlagen, die sich während des Urlaubs auf deinem Schreibtisch angehäuft haben. Kein Stress bei der Rückkehr aus dem Urlaub!?

Aber wie?

  • Nehmen Sie sich ausreichend Zeit zum Ankommen anstatt sich gleich in Arbeit zu stürzen, kommen Sie z.B. schon am Samstag zurück, damit der erste Tag nach der Rückkehr nicht gleichzeitig der erste Arbeitstag ist.
  • Vielleicht gibt es die Möglichkeit des Homeoffice, die Sie am ersten Tag nutzen können. So könnten Sie sich entspannt durch die vielen Emails lesen und sich einen Überblick verschaffen.
  • Hilfreich kann auch sein, sich eine Prioritäten-Liste zu setzen.
  • Kommunizieren Sie eine spätere Rückkehr, v.a. an jene Kund:innen und Kolleg:innen, mit denen Sie nicht unmittelbar zusammenarbeiten.
  • Planen Sie wichtige Termine ab Ende der ersten oder ab der zweiten Arbeitswoche So bewahren Sie sich die neu gewonnene Energie!
  • Es kann auch hilfreich sein, die Gewohnheiten aus dem Urlaubsalltag in den Arbeitsalltag zu integrieren, z.B. Mittagessen beim Griechen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine entspannte Rückkehr!

Zitronenwasser

Hitzetage machen uns zu schaffen. Gerade bei großer Hitze gibt der Körper durch Schwitzen vermehrt Flüssigkeit ab. Es ist daher wichtig, diese durch regelmäßiges Trinken – am besten Wasser – zu ersetzen. Um sich noch mehr zu erfrischen, können Sie dem Wasser Zitronensaft zusetzen. Damit unterstützen Sie auch Ihren Stoffwechsel.

  • Die Zitrone wird seit Jahrhunderten als natürliches Heilmittel eingesetzt.
  • Zitronensaft ist reich an Kalium, Phosphor und Pektin und enthält neben Flavonoiden viel Vitamin C (53 mg/100 g).
  • Vitamin C ist ein Radikalfänger und hat eine antioxidative Wirkung. Damit wird die Immunabwehr gestärkt und der Organismus vor Infektionen geschützt.
  • Ebenso wirkt Vitamin C bei der Kollagenbildung mit und sorgt so für straffe Haut und Bindegewebe. Die antioxidativen Eigenschaften können zudem präventiv gegen Schäden durch UV-Strahlung wirken.
  • Vitamin C ist außerdem ein wichtiger Cofaktor beim Aufbau von Aminosäuren, beim Cholesterinabbau und bei der Serotoninsynthese. Serotonin ist ein Gewebsbotenstoff, der unter anderem für eine ausgeglichene Stimmungslage wichtig ist. Auch die Eisenaufnahme im Dünndarm wird durch Vitamin C begünstigt.
  • Kalium ist wichtig für den Elektrolythaushalt. Es wirkt entwässernd und somit auch entgiftend.
  • Pektin unterstützt eine ausgeglichene Darmflora und verzögert die Zuckeraufnahme, was sich wiederum positiv auf den Zucker- und Cholesterinspiegel auswirkt.
  • Zitronensaft regt den Gallefluss an und unterstützt somit die Fettverdauung.

Im Ayurveda wird empfohlen, morgens ein Glas lauwarmes Wasser (gekocht und abgekühlt) mit dem Saft einer halben Zitrone zu trinken, um Entgiftungsprozesse im Körper zu unterstützen und den Stoffwechsel anzuregen. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird der kühlende Effekt der Zitrone genutzt. In der TCM werden die Organe Lunge, Magen und Leber damit in Verbindung gebracht. Zitronen werden auch bei Husten eingesetzt, da sie schleimlösend wirken.

Die unsichtbare Gefahr: Ultraviolette Strahlung

Man spürt, riecht oder hört sie nicht, sodass alle unsere körpereigenen Warnsysteme versagen: die UV-Strahlung! Als Teil der Sonnenstrahlung, die sich aus sichtbarem Licht, Infrarotstrahlung (Wärmestrahlung) und ultravioletter Strahlung zusammensetzt, wird sie entsprechend der Wellenlänge in UV-A, UV-B und UV-C unterteilt.

Arten der UV-Strahlung und ihre Wirkung

Das langwellige UV-A (315–400 nm) dringt tief in die Hautschichten ein und bewirkt Elastizitätsverlust und Faltenbildung, das sogenannte „Photoaging“. UV-B (280–315 nm) ist dagegen kurzwelliger, wirkt in den oberen Hautschichten und verursacht Entzündungsreaktionen sowie bösartige Krebserkrankungen. UV-C (100–280 nm) ist als energiereichster Anteil für die Zellen sehr schädlich (künstliches UV-C wird daher beispielsweise zur Desinfektion genutzt). In natürlicher Form wird es aber von der Erdatmosphäre fast vollständig abgefangen.

Haut und Augen – besonders gefährdete Körperregionen

UV-Strahlung entfaltet ihre Wirkung auf allen ungeschützten Körperstellen, also sowohl auf der Haut als auch in den Augen. Zu den gefährdeten, exponierten Hautarealen zählen Gesicht, Nacken, Ohren, Unterarme und Handrücken.

Akute und langfristige Gesundheitsschäden

Akute entzündliche Hautreaktionen erkennen wir als Sonnenbrand durch Rötung mit brennenden Schmerzen und möglicher Blasenbildung, während die Augen mit Tränenfluss, Lichtempfindlichkeit und Schmerzen auf eine Photokeratitis („Schneeblindheit“), eine Entzündung der Bindehaut oder der Hornhaut, reagieren. Während die akuten Beschwerden wieder abklingen, können langfristige Auswirkungen der UV-B-Strahlung auf die Haut sein: die Entstehung von aktinischen Keratosen („Sandpapierhaut”), einer Vorform von Hautkrebs, die zu 10 % bösartig entarten, sowie das Auftreten von Plattenepithelkarzinomen und Basalzellkarzinomen bzw. von malignem Melanom, das durch sein invasives Wachstum rasch metastasiert. Daher sind eine Frühdiagnose und operative Entfernung entscheidend für die Heilungschancen! Fehlender Augenschutz kann wiederum langfristig zu Netzhautschäden und Linsentrübung (Katarakt/grauer Star) führen. Die individuelle UV-Empfindlichkeit hängt vom Hauttyp (Fitzpatrick-Skala Typ 1–6) ab. Auch die Strahlungsintensität variiert je nach Jahres- und Tageszeit, Oberflächen oder Höhe.

Wann die UV-Strahlung besonders intensiv ist

Besonders stark ist sie in unseren Breiten von April bis September um die Mittagszeit (11–15 Uhr). In Höhenlagen ab 1000 m nimmt die Intensität um 10–12 % zu. Durch Reflexion von Flächen wie Wasser, Sand, Beton oder Styropor kann sich die Intensität um bis zu 80 % erhöhen. Bewölkung hält die UV-Strahlung nicht ab und auch die Ozonschicht hat Einfluss auf die Stärke der Strahlung.

Wirksamer UV-Schutz für Haut und Augen

Daher ist UV-Schutz zur Vorbeugung von Gesundheitsschäden immer und für alle wichtig. Er kann durch entsprechende Sonnenbrillen und Kleidung mit UV-Schutzfaktor (UVP) bzw. durch Hautschutzprodukte (Schutz gegen UV-B) mit ausreichendem Lichtschutzfaktor (LSF) gewährleistet werden. Dieser gibt an, um welchen Faktor sich die Eigenschutzzeit der Haut verlängert. Ein LSF 50 bedeutet also selbst bei einer minimalen Eigenschutzzeit von 10 Minuten eine Schutzwirkung von über 8 Stunden und bietet einen Schutz von 98 %. Zusätzliche Filter schützen außerdem vor UV-A-Strahlung. In diesem Sinne: Genießen Sie den Sommer gut geschützt!

(c) pixabay-geralt

Lärm und Leistung

Lärm zählt zu den zentralen Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz, insbesondere in Großraumbüros. Störende Geräusche beeinträchtigen die Konzentration, die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden.

Dadurch steigt die mentale Belastung, die Fehleranfälligkeit und die Erschöpfung. Langfristig erhöht sich auch das Stressrisiko. Dabei ist nicht nur die Lautstärke entscheidend, sondern auch, wie vorhersehbar und kontrollierbar Geräusche wahrgenommen werden.

Gemeinsam mit der Technischen Universität Wien setzte IBG deshalb einen Schwerpunkt zum Thema Lärm am Arbeitsplatz. Im Rahmen eines Aktionstags informierten Expert:innen aus den Bereichen Arbeitsmedizin, Ergonomie und Arbeitspsychologie über die Auswirkungen von Lärm am Arbeitsplatz und wirksame Maßnahmen – von der Raumakustik über organisatorische Lösungen bis hin zu einer achtsamen Kommunikationskultur und individuellen Strategien wie Fokuszeiten oder Mikropausen.

Lärmprävention ist ein wichtiger Faktor für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und erfolgreiche Zusammenarbeit. Sie erfordert mehr als nur technische Maßnahmen: Es braucht auch Bewusstsein, klare Leitlinien für die Zusammenarbeit und Raum für konzentriertes Arbeiten. IBG unterstützt Unternehmen mit maßgeschneiderten Angeboten dabei, nachhaltige Lösungen für mehr Konzentration, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit im Arbeitsalltag zu entwickeln und zu etablieren.

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