Du bist, was du isst.

Bereits zum zweiten Mal fand am Hauptsitz der UniCredit Bank Austria ein Gesundheitstag statt. Er war ein gemeinsames Projekt der Bereiche Arbeitsmedizin, Ergonomie und Arbeitspsychologie. Der Fokus lag auf Darmgesundheit, Ernährung und Stoffwechsel.

In einem fünf Meter langen, begehbaren Darmmodell (siehe Bild) konnten die Besucher, den gesunden Darm und verschiedene Veränderungen wie Divertikel, Darmpolypen, Adenome und Tumore, sehr plastisch,  besichtigen. Anschließend gab es an den einzelnen Stationen individuelle Beratungen zu den Themen Ernährung und Bewegung.

Blutfette und Darmkrebs

Ein erhöhter Spiegel von Blutfetten wie Cholesterin und Triglyceriden steht zunehmend im Verdacht, mit der Entstehung von Darmkrebs in Zusammenhang zu stehen. Hohe Cholesterinwerte, insbesondere von LDL-Cholesterin (»schlechtes« Cholesterin), können Entzündungsprozesse im Körper fördern und oxidativen Stress begünstigen.

Diese Prozesse spielen eine Rolle bei der Schädigung von Darmzellen und können so langfristig die Entstehung von Darmkrebs unterstützen. Auch erhöhte Triglyceridwerte, die oft auf eine fettreiche Ernährung und Bewegungsmangel hinweisen, werden mit einem höheren Risiko für Darmkrebs in Verbindung gebracht.

Daher wurden beim Medi-Check der Arbeitsmedizin Gewicht, Bauchumfang, Blutdruck, Puls, Body-Mass-Index, Körperfett- und Muskelanteil, Cholesterin und Triglyceride bestimmt und ein ärztliches Beratungsgespräch zu Ernährung und Lebensstil sowie weitere Maßnahmen der Gesundheitsförderung durchgeführt.

Ernährung als wichtiger Schlüssel

Der Ernährungsparcours der Arbeitspsychologie wiederum stellte sehr aufschlussreich die Quellen erhöhter Kalorienaufnahme dar, galt es doch, 16 verschiedenen Lebensmitteln wie Toast, Joghurt, Ketchup oder Getränken die entsprechende Anzahl an Würfelzuckern zuzuordnen – mit meist sehr überraschenden Ergebnissen!

Mehr Bewegung

Auch körperliche Aktivität – in einem Bürobetrieb eine besondere Herausforderung – schützt vor chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und Darmkrebs. Wie man sich motivieren und Bewegung im Arbeitsalltag gut einbauen und umsetzen kann, konnte man an weiteren Stationen – dem »Inneren Schweinehund« der Arbeitspsychologinnen und der »Bewegungsuhr « der Ergonomie – erleben, wo die Bewegung im Arbeitsalltag analysiert und individuelle Impulse für mehr körperliche Aktivität gesetzt werden konnten.

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Eine zentrale Rolle im Zusammenhang mit Darmgesundheit spielt auch die Vorsorgeuntersuchung mittels Koloskopie (Darmspiegelung): Sie ist die effektivste Methode, um Darmkrebs frühzeitig zu erkennen oder sogar zu verhindern, da während der Untersuchung Vorstufen wie Polypen sofort entfernt werden können. Für alle Personen ab 45 Jahren und besonders bei Personen mit erhöhten Blutfettwerten oder familiärer Vorbelastung ist eine regelmäßige Koloskopie daher dringend empfehlenswert!