Autor: Sabine Litschka

Arbeitsmedizin

Vortrag: Berufsbild ArbeitsmedizinerIn (OÖ)

Arbeitsmedizin – Ein spannendes Aufgabengebiet für Ärztinnen und Ärzte

Warum könnte ich mich für Arbeitsmedizin interessieren? Welche Voraussetzungen sind dafür notwendig? Was erwartet mich bei der Betreuung von Arbeitnehmern in Betrieben?

Auf all diese Fragen soll dieses Seminar Antworten geben. Arbeitsmediziner, die in der tagtäglichen Praxis stehen, sei es als angestellter oder als freiberuflich tätiger Betriebsmediziner stellen das Berufsbild und den breiten Bogen des Tätigkeitsbereiches „Arbeitsmedizin” ausführlich dar. Auch die notwendigen Ausbildungen und deren Inhalte werden ausführlich behandelt. Wenn Sie an diesen Fragen interessiert sind, ist dieses Seminar ein „Muss”.

Vortragende:
Dr. Manfred Lindorfer, Leitung Arbeitsmedizin bei IBG Linz
Dr. Judith Leisch, Arbeitsmedizinerin bei IBG Linz
Dr. Karl Hochgatterer,Facharzt für Arbeitsmedizin, Perg
Dr. Jakob Sobczak, Arzt für Allgemeinmedizin und Arbeitsmedizin, Ansfelden

Zeit
: Montag, 23. März 2021, 18.30 – 20.00 Uhr

Ort
: Ärztekammer für OÖ

Mehr Infos und Anmeldung

Arbeitsmedizin bei IBG

Vortrag: Berufsbild ArbeitsmedizinerIn (Wien)

Die Ärztekammer für Wien lädt zu einem Vortrag zum Thema „Arbeitsmedizin – das Berufsbild des/der Arbeitsmediziners/in – Berichte aus der Praxis“. Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz sind im post-industriellen Wertekanon Europas Bestandteil eines „sozial-moralischen“ Wirtschaftsverständnisses. In Österreich liefert dabei das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz die gesetzliche Grundlage.

Ziel der Arbeitsmedizin ist es, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern. Bei der Umsetzung im Betriebsalltag berücksichtigt sie physische, psychische und soziale Einflüsse im Sinne einer ganzheitlichen Beratung (keine Behandlung) – zum Nutzen für die Belegschaft und das Unternehmen.

Vortragende:
Dr. Margarete Steinlesberger (Leitung Arbeitsmedizin bei IBG Wien) und
Ing. Mag. Dr. Gerhard Klicka (Geschäftsführer bei IBG)

Zeit
: Montag, 12. April 2021, 18.00 – 21.00 Uhr

Ort
: Ärztekammer für Wien, 1010 Wien, Weihburggasse 10-12,
Veranstaltungszentrum, 1.Stock – Saal 3 (Gabriele Possanner)
(Garage nicht geöffnet)

Anmeldung: unbedingt erforderlich, da begrenzte Teilnehmerzahl!
Direkt im Referat für Jungmedizinerinnen, per E-Mail oder Tel.: 01/515 01-1404.
Diese Veranstaltung ist mit drei sonstigen Punkten für das DFP der ÖÄK approbiert.

Allgemeinmedizin (Lenzing)

Wir suchen Allgemeinmediziner (m/w/d) !

Einsatzort
Lenzing, IBG Ambulanz

Beginn
ab sofort

Vertrag
Anstellung

Es erwartet Sie ein Einstiegsgehalt von mindestens EUR 77.000 für Allgemeinmediziner bzw. EUR 84.000 für Arbeitsmediziner (Vollzeit brutto p.a.). Ihre tatsächliche Bezahlung steigt mit Berufserfahrung und zusätzlichen Qualifikationen wesentlich.

Tätigkeitsfeld

  • Allgemeinmedizinische Konsultationen
  • Eignungs- und Kontrolluntersuchungen, Ergometrien
  • Erste Hilfe bei Notfällen
  • Für Arbeitsmediziner: Betreuung von Betrieben im Chemiepark Linz und OÖ Zentralraum

Wir bieten Ihnen

  • Großzügige Fortbildungsmöglichkeiten (in der Arbeitszeit inkl. Fortbildungsbudget)
  • Familiäres Betriebsklima in einem kollegialen Team
  • Moderne Ambulanzräumlichkeiten und Unterstützung durch gut ausgebildetes Fachpersonal
  • Umfangreiche Wissensdatenbank und Dokumentenpool
  • Keine Nacht- und Wochenenddienste

Ihr Anforderungsprofil

  • Allgemeinmediziner oder Arbeitsmediziner
  • Notarztdiplom (kann ggf. nachgeholt werden)
  • Engagierte, verantwortungsvolle und kommunikative Persönlichkeit
  • Soziale Kompetenz und Freude an der Arbeit im Team

Kontakt
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung mit Lebenslauf
an Frau Julia Tomita, personal@ibg.at

Schnuppertag für MedizinerInnen (Feb)

Tag der offenen Tür für MedizinerInnen (Mai 2021)

Wenn Sie Interesse an Präventivmedizin haben, sich gerne mit dem Thema Gesundheitsförderung auseinandersetzen und in spannenden Projekten mitarbeiten möchten, dann sind Sie bei uns richtig! Nutzen Sie die Gelegenheit mehr über die präventive Arbeit in der Praxis und IBG zu erfahren!

Kommen Sie zu unserem Schnuppertag am 07.05.2021!


PROGRAMM

08.00 Uhr: Exkursion IBG Kunde, Arbeitsmedizinische Betreuung und Vorstellung durch Frau Dr. Komarek-Lithoxopoulos. Bitte seien Sie PÜNKTLICH, da es später keine Möglichkeit mehr gibt an der Exkursion teilzunehmen!

09.00 Uhr: Frühstück bei IBG

09.30 Uhr: IBG Zahlen und Fakten (Geschäftsführer Dr. Klicka)

10.00 Uhr: Arbeitsmedizin bei IBG (Ärztliche Leitung Dr. Margarete Steinlesberger)

10.45 Uhr: Vorstellung der Bereiche Arbeitspsychologie, Ergonomie und Arbeitssicherheit

11.30 Uhr: Ende


TREFFPUNKT

IBG Innovatives Betriebliches Gesundheitsmanagement GmbH
1070 Wien, Mariahilfer Straße 50/14 (Eingang Kirchengasse 1) – vor dem Haus
Parkmöglichkeit: Gerngross Garage, Ausfahrtstickets im IBG Office erhältlich

IBG ist eines der größten Service- und Beratungsunternehmen im Bereich betriebliches Gesundheits- und Sicherheitsmanagement. Derzeit sind über 70 ÄrztInnen im Dienste von IBG in drei Arbeitsmedizinischen Zentren und Betriebsambulanzen für mehr als 315 Betriebe in Österreich tätig.

Unser ganzheitliches Betreuungs- und Leistungskonzept umfasst alle Bereiche des betrieblichen Gesundheitsmanagements wie die med. Betreuung, Präventivmedizin, Gesundheitsförderung, Sicherheitstechnik, Ergonomie, Arbeitspsychologie u.v.m. Langjährige Erfahrung, wissenschaftlich fundiertes Know-how und laufende Qualitätssicherung sind die Basis unserer Kompetenz.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, melden Sie sich bitte kostenfrei zur Veranstaltung an.

IBG KONTAKT
Julia Tomita
E: j.tomita@ibg.co.at

Weiterführende Information finden Sie außerdem in unserem Arbeitsmedizin-Folder.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und stehen Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr IBG Team

 

 

Homeoffice | Human Works 2020

Human Works: Zukunft des Homeoffice

Am 01. Dezember 2020 erscheint die neue Ausgabe der Human Works mit dem Titelthema »Die Zukunft des Homeoffice«.

Homeoffice wurde durch Corona zum fixen Bestandteil der neuen Arbeitswelt. Diese Ausgabe beschäftigt sich vor allem mit den unterschiedlichen Facetten des Homeoffice und den damit verbundenen, teils neuen Herausforderungen.

Lesen Sie in der aktuellen Human Works-Ausgabe mehr über die Zukunft des Homeoffice, Führung aus der Distanz, ergonomische Arbeitsplatzgestaltung für zuhause oder auch über das neue Homeoffice-Befragungsmodul sowie Tipps zur besseren Bewältigung der Krise, um möglichst gut durch diese schwere Zeit zu kommen.

Best Practice Beispiele aus Österreich diesmal: Sky Österreich

Mehr zur neuen Human Works-Ausgabe
Human Works Zeitung

 

Terror: Ausnahmezustand in Wien

Psychologische Betreuung hilft

Es ist Tatsache, dass terroristische Anschläge ihre Spuren in unseren Gedanken und Gefühlen hinterlassen und man sich nicht mehr so unbeschwert im öffentlichen Raum bewegen kann, wie das zuvor der Fall war. Mit Gewalt konfrontiert zu werden, kann heftige Gefühle auslösen. Unser Grundbedürfnis nach Sicherheit wird dadurch verletzt und es kann zu Angstzuständen und Gefühlen der Hilflosigkeit kommen. Die Reaktionen darauf sind sehr individuell und unterschiedlich. Auch für nicht direkt Betroffene können diese Ereignisse äußerst belastend sein.

Gerade in dieser schwierigen Zeit ist es wichtig darüber zu sprechen.

Wir stehen alle gerade vor einer sehr herausfordernden, noch nie dagewesenen Situation und versuchen mit diesem einschneidenden Erlebnis umzugehen.

Mitarbeiter*innen und Führungskräfte können sich deshalb bei Sorgen, Ängsten und Problemen im Zusammenhang mit dem Terroranschlag in der Wiener Innenstadt auch an ihre Arbeitsmediziner*innen und Arbeitspsycholog*innen wenden. Wer diesen Weg nicht möchte oder keinen Zugang zu Präventivfachkräften hat, kann die unterschiedlichen Angebote der Stadt nützen. Wenn Sie sich in dieser sehr herausfordernden Situation beraten lassen möchten, finden Sie entsprechende Kontaktadressen am Ende dieses Artikels. Die Expert*innen unterstützen Sie in Form von Gesprächen, um das Erlebte und die damit verbundenen Empfindungen, Gefühle, Ängste zu verarbeiten und Bewältigungsstrategien bis hin zur Stabilisierung gemeinsam zu erarbeiten.

In solchen Zeiten ist es wichtig, bewusst auf die Stärkung des eigenen psychischen Wohlergehens zu achten, um die Situation gut zu bewältigen und für Entlastung zu sorgen.

Symptome wie Schlafstörungen, Bedrohungsgefühle, Angstzustände, Nervosität, (körperliche) Unruhe, Konzentrationsstörungen, Schreckhaftigkeit, erhöhte Muskelanspannung, vermehrtes Schwitzen usw. können in den nächsten Tagen auftreten – all das sind normale Reaktionen von gesunden Menschen auf abnormale Ereignisse!

Was kann bei der Verarbeitung hilfreich sein und worauf sollte man in den nächsten Tagen achten?

    • Das Identifizieren und Benennen unangenehmer, belastender Gefühle verringert die Bedrohung und ermöglicht ihnen eine innere Distanzierung.
    • Über das Erlebte und seine Gefühle sprechen, wenn einem danach ist – Reden hilft. Daher ist es hilfreich, in dieser ersten Zeit, wenn möglich, nicht alleine zu sein. Aber auch deutlich machen, wenn man gerade nicht darüber sprechen möchte.
    • Auch Aufschreiben ihrer Gedanken und Gefühle kann helfen.
    • Die nächsten Tage ruhig verlaufen lassen.
    • Sich allgemein Ruhe gönnen und versuchen entspannende, beruhigende, unaufgeregte, stärkende Dinge tun, z.B. Musik hören oder sich entspannende Bilder vorstellen, ein Bad nehmen, sich mäßig körperlich betätigen.
    • Sich der eigenen Kraftquellen und Ressourcen bewusst werden: Was hat ihnen in der Vergangenheit in schwierigen Situationen geholfen?
    • Was brauchen Sie aktuell, um sich sicher zu fühlen?
    • Sein Leben aktiv gestalten und den Tagesablauf strukturieren
    • Mit Alkohol vorsichtig umgehen (nicht mehr als sonst bzw. wenig bis kaum) und bewusst auf gesunden Lebensstil und Ernährung achten (gerade in stressigen Zeiten)
    • Informationen aus sachlichen und seriösen Quellen. Fakten helfen überschwemmende Gefühle einzudämmen.
    • Medienkonsum bzw. –berichte einschränken oder sogar kurzzeitig meiden bzw. auf das Notwendigste reduzieren – v.a. bei Kindern bewusst auf die Social Medianutzung achten (Videos können teilweise sehr verstörend wirken); so wenige Kommentare wie möglich lesen.
    • Psychologische Unterstützung und Hilfsangebote nutzen (Beratung persönlich, online per Video oder telefonisch möglich!)

 

Nutzen Sie die zahlreichen Angebote der Stadt Wien zur Bewältigung dieser schweren Zeit.
Gemeinsam schaffen wir es!

 

Kostenlose Hotlines

Notfallpsychologischer Dienst Österreich: 0699/188 554 00 (rund um die Uhr)

Telefonseelsorge: Notrufnummer 142 ( 0-24 Uhr)

Rat auf Draht: 147 (0-24 Uhr)

Psychiatrische Soforthilfe für Wien (PSD): 01/31 330 (0-24 Uhr)

Kriseninterventionszentrum (10-17 Uhr): 01/406 95 95

Servicetelefon der Kinder- und Jugendhilfe (Montag bis Freitag, 8 -18 Uhr): 01/4000 8011

Corona-Sorgen-Hotline (8-20 Uhr): 01/4000 53 000

BÖP-Helpline (Montag bis Donnerstag 9-13 Uhr) 01/504 8000

 

IBG unterstützt seine Kund*innen via YouTube

IBG hat ein neues, kostenloses Angebot für seine Kund*innen entwickelt. Es steht Ihnen ab sofort auf dem IBG-YouTube-Kanal eine Auswahl mehrerer Service-Videos zur Verfügung. Gestartet wird mit einer Videoreihe zu arbeitspsychologischen Themen.

Die Kurzvideos brauchen wenig Zeit, sind zwischen vier und zwölf Minuten lang und werden von den IBG Arbeits- und Gesundheitspsycholog*innen angeleitet.

Wir wünschen Ihnen viel Freude mit diesen Übungen, einfach hineinschnuppern und probieren!

Hier geht’s zum IBG YouTube-Kanal

Direkte Links zur Videoreihe Arbeitspsychologie


Barbara Amon-Zsaitsits
Kurzpausen: Einführung, Mentale Übungen, Atemübungen sowie Körperorientierte Übungen Teil 1 und Teil 2


Robert Kamenek

Wie positives Denken fitter macht


Georg Hafner
Diese Übungen versprechen bessere Entspannung und Erholung durch Bewegung


Tobias Glück
So erreichen Sie mehr Achtsamkeit und einen liebevolleren Umgang mit sich selbst sowie Entspannung über das Vegetative Nervensystem 

 

 

COVID19: Psychologische Hilfe in herausfordernden Zeiten

Die jetzige Zeit ist von Sorge und Ungewissheit getragen. Aber wie kann man damit umgehen ohne überzureagieren oder zu verharmlosen und v.a gesund zu bleiben?

Klar ist, es braucht konkrete Verhaltensregeln auf der einen Seite – wie regelmäßiges Händewäschen und eine entsprechende Nies-Etikette – und auf der anderen Seite eine psychische Stütze, um Ruhe zu bewahren und der neuen Situation aktiv zu begegnen.

Folgend finden Sie wissenschaftliche und bewährte Verhaltensmaßnahmen und Anregungen, um sich einerseits sowohl körperlich als auch psychisch gesund zu halten und andererseits, um diese Ausnahmensituation gut zu meistern.
Schauen Sie selbst, was zu Ihnen passt und Ihnen aktuell hilfreich ist und gut tun könnte.


Schutzmaßnahmen treffen
Oft wissen wir, was uns schützen kann, sind jedoch so mit unserer Angst und unseren Sorgen beschäftigt, dass wir das Naheliegende nicht tun können. Konzentrieren Sie sich zunächst bewusst auf sinnvolle Vorsichtsmaßnahmen:

  • Waschen Sie sich häufig die Hände und fassen Sie sich so wenig bis gar nicht ins Gesicht
  • Halten Sie die Husten- und Nies-Etikette ein (in die Armbeuge husten oder in ein Taschentuch)
  • Bei einem Verdacht auf eine COVID19-Erkrankung melden Sie sich telefonisch beim Arzt oder unter der Telefonnummer: 1450
  • Vermeiden Sie den persönlichen Kontakt zu Personen, die nicht im gleichen Haushalt leben

Umgang mit Informationen und Medienkonsum
Plötzlich hört und liest man überall Nachrichten und Meinungen über das Corona-Virus. Halten Sie sich regelmäßig auf dem Laufenden. Fakten geben Orientierung und helfen gegen überschwemmende Emotionen. Versuchen Sie aber ein Zuviel an Informationen zu vermeiden – dies kann unsere Aufmerksamkeit verzerren und dazu führen, dass wir nicht mehr gut „abschalten“ können. Achten Sie außerdem auf die Quelle Ihrer Informationen, es wird viel Fehlinformation verbreitet.

Tagesablauf und Struktur
Versuchen Sie auch jetzt, wenn Sie mehr Zeit zuhause verbringen, eine Tagesstruktur beizubehalten – planen Sie nach Möglichkeit feste Schlaf- und Essenszeiten, Zeit zum Arbeiten und zum Lernen ein. Vor allem auch für Kinder ist diese nun sehr wichtig, um mit der Verunsicherung umzugehen.
Geplantes Handeln und Struktur beugen außerdem Hilflosigkeit und Kontrollverlust vor, geben Sicherheit und stärken uns in Stresssituationen. Passen Sie Ihre Rituale der neuen Tagesstruktur an.

Positive Grundhaltung und Einstellung
Achten Sie auf negative Gedankenmuster. Fokussieren Sie positive Erlebnisse, Herausforderungen, die Sie schon gemeistert haben, Ihre Stärken und Fähigkeiten und lassen Sie auch eine positive Zukunft in Ihren Gedanken entstehen. Zuversicht tut Ihnen und Ihrem Umfeld gut. Behalten Sie sich Ihren Humor und lachen Sie über Scherze.

Gedankenkreisen und Ablenkung
In Krisensituationen ist man häufig in seinen sorgenvollen Gedanken gefangen. Hier kann es helfen seine Gedanken aufzuschreiben oder mit anderen zu teilen, um diese für sich zu ordnen. Wenden Sie sich gegebenenfalls telefonisch an Ihre/n zuständige/n ArbeitspsychologIn von IBG.

Versuchen Sie auch sich mit Aktivitäten zu beschäftigen, die nichts mit dem Corona-Virus zu tun haben. Schauen Sie DVDs oder nutzen Sie Streaming-Anbieter, lesen Sie ein Buch oder machen Sie mal wieder ein Puzzle.

Sozialleben und Kommunikation
Nutzen Sie Telefon, Videochats und weitere soziale Medien, um mit Ihren Liebsten in Kontakt zu bleiben und sich auszutauschen. Erzählen Sie sich auch von Dingen, die Sie heute gefreut haben, die positiv und bereichernd waren. Achten Sie allgemein auch auf Ihre Art der Kommunikation im Zusammenleben und haben Sie etwas Nachsicht – Konflikte können aufgrund der Anspannung leichter entstehen.

Selbstfürsorge
Versuchen Sie sich ganz bewusst etwas Gutes zu tun, z.B. etwas Leckeres zu kochen oder auch neue Kochrezepte auszuprobieren, ein Bad nehmen, bei Sonne die Energie bewusst tanken – wenn es vielleicht auch nicht im Freien möglich ist, dann vielleicht am Fenster oder auf dem Balkon.

Stress und Ängstlichkeit
Dass Ihr Körper Stressreaktionen zeigt, ist in der aktuellen Situation durchaus normal. Versuchen Sie diese durch ein wenig Bewegung und Fitnessübungen zuhause auszugleichen.

Unsicherheit akzeptieren
Es gibt immer wieder unsichere und unwägbare Situationen im Leben. Wenn Sie dies akzeptieren und annehmen, können Sie damit besser umgehen, anstatt Ihre wertvolle Energie in Angstverdrängung oder Widerstand zu investieren.

 

Arbeitsmedizinische Informationen: COVID19

Inzwischen sind in allen Bundesländern Infektionsfälle mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) bestätigt worden. Die aktuellen Fallzahlen für Österreich und weltweit finden Sie auf der Seite des Sozialministeriums unter:
https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Neuartiges-Coronavirus-(2019-nCov).html

Die aktuelle Lage in Österreich und weltweit wird von Expertengremien kontinuierlich erfasst und bewertet. Aufgrund dieser Informationen wird das Risiko für die Bevölkerung in Österreich eingeschätzt. Dies ist eine sehr dynamische und ernst zu nehmende Situation. Die Zahl der Fälle in Österreich und weltweit steigt an, die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nimmt mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu.

Ein erhöhtes Risiko haben Personen, die an folgenden Krankheiten leiden:

  • Atemwegserkrankungen (chronisch)
  • Bluthochdruck
  • Diabetes mellitus
  • Erkrankungen, die das Immunsystem schwächen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Krebserkrankungen

Nachdem die Risikoeinschätzung sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern kann, wird an dieser Stelle von weiteren direkten Informationen abgesehen und auf die entsprechenden Informations-seiten verwiesen.

 

Coronavirus – Informationsseiten

Sozialministerium (allgemeine Informationen)
https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Coronavirus—Aktuelle-Maßnahmen.html

AGES – Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (fachliche Informationen)
https://www.ages.at/themen/krankheitserreger/coronavirus/

ECDC – European Centre for Disease Prevention and Control
https://www.ecdc.europa.eu/en/novel-coronavirus-china

WHO – World Health Organization
https://www.who.int/health-topics/coronavirus


Ihre Arbeitsmedizinerin/Ihr Arbeitsmediziner
steht Ihnen auch weiterhin
für telefonische Beratung und per Email zur Verfügung!

 

Coronavirus – Hotlines

AGES:  0800 555 621
Die AGES beantwortet Fragen rund um das Coronavirus (Allgemeine Informationen zu Übertragung, Symptomen, Vorbeugung) 24 Stunden täglich unter der Telefonnummer 0800 555 621.

Telefonische Gesundheitsberatung: 1450
Nur wenn Sie konkrete Symptome (Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Atembeschwerden) haben, bleiben Sie zu Hause und wählen Sie bitte die Gesundheitsnummer 1450 zur weiteren Vorgehensweise (diagnostische Abklärung).

Hotline des VKI zu reiserechtlichen Fragen: 0800 201  211
Bei rechtlichen Fragen rund um bereits gebuchte Reisen (z.B. ob eine Reise kostenlos storniert werden kann) beraten die Expertinnen und Experten des Verein für Konsumenteninformation (VKI) kostenlos von Montag bis Sonntag in der Zeit von 9 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 0800 201 211.

AK/ÖGB-Hotline zu arbeitsrechtlichen Fragen: 0800 22 12 00 80
Für arbeitsrechtliche Fragen haben Arbeiterkammer und ÖGB die Hotline 0800 22 12 00 80 eingerichtet, die von Montag bis Freitag zwischen 09:00 und 19:00 Uhr erreichbar ist. Die Homepage ist unter https://jobundcorona.at/ verfügbar.

Wirtschaftskammer: 0590900 4352
Die Wirtschaftskammer beantwortet unter der Nummer 0590900 4352 Fragen zu Arbeitsrecht, Entgeltfortzahlungen und internationalen Lieferketten.

 

Last but not least….

Für gesunde, nicht immun-geschwächte Menschen, bei denen kein Verdacht auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus besteht, sind herkömmliche Seife zum Händewaschen und herkömmliche Reinigungsmittel zum Putzen völlig ausreichend. Coronaviren sind sog. behüllte Viren – bei dieser Art von Viren wird die Hülle durch Seife schnell zerstört und das Virus somit inaktiviert. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen ist somit ein wichtiger Beitrag um die Infektionskette zu unterbrechen!

 

Human Works Ausgabe 2-2019, Arbeitszeitverkürzung, Geld oder Leben

Human Works: Geld oder Leben? Arbeitszeitverkürzung

Am 10. Dezember 2019 erscheint die neue Ausgabe der Human Works mit dem Titelthema »Geld oder Leben«.

Vor diese lebenswichtige Frage aus dem Gaunermilieu werden wir im »normalen« Arbeitsleben kaum gestellt. Dennoch wäre es gesund, darüber ein wenig nachzudenken. Oder vernünftig. Oder vielmehr: träumen wird man ja noch dürfen …

Best Practice Beispiele aus Österreich. In dieser Ausgabe wollen wir Ihnen wieder unterschiedlichste Best Practice Beispiele aus Österreich präsentieren, die sich nachhaltig mit Themen aus dem betrieblichen Gesundheitsmanagement beschäftigen.

Mehr zur neuen Human Works-Ausgabe

 

 

Austrian Airlines | IBG Projekt

Austrian Airlines: On healthy grounds

Bodenpersonal im Fokus

Im Mai 2016 startete die Austrian Airlines AG im Auftrag von Klaus Meisterl, Senior Director Ground Operations, das Betriebliche Gesundheitsförderungsprojekt »On HEALTHY GROUNDs« in Zusammenarbeit mit IBG Expertin Ina Lukl, die zum damaligen Zeitpunkt bereits das sehr erfolgreiche und später mehrfach prämierte Projekt »Cabin ready for Health« für das AUA Kabinenpersonal begleitete.

Oberstes Ziel von »On HEALTHY GROUNDs« war die Implementierung eines nachhaltigen betrieblichen Gesundheitsmanagements, um der Fürsorgepflicht der rund 1.000 MitarbeiterInnen des Austrian Ground Operation Teams gerecht werden zu können. Die Vision lautete: »Unsere Führungskräfte sind Vorbild, auch wenn es um Gesundheit geht und kümmern sich um das Wohlergehen ihrer MitarbeiterInnen. Unsere Vitality Agents (Gesundheitsbeauftragten) wissen um die Themen und Maßnahmen des Gesundheitsmanagements und können unsere MitarbeiterInnen individuell beraten. Unsere MitarbeiterInnen fühlen sich im Arbeitsalltag weniger belastet, gut bei ihren Führungskräften aufgehoben und arbeiten deshalb gerne bei Austrian. Unser Kunde spürt die gestiegene Zufriedenheit und Stabilität durch die Qualität der Betreuung im Kontakt mit unseren MitarbeiterInnen.«

Erste Maßnahmen konnten bereits im Sommer 2016 umgesetzt werden. Ebenso wurden die ersten Hürden im Projekt genommen, denn aufgrund schwerer Unwetter und damit verbundener Flugumleitungen bzw. -stornierungen saßen von 12. auf 13. Juli 2016 ca. 3.000 Passagiere am Wiener Flughafen fest. Somit war an eine Kick Off Veranstaltung zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu denken.
Der Start der Online-Befragung, die sowohl die Evaluierung der psychischen Belastungen (Psychosoziales Belastungs-Modul2) als auch Fragen zum Arbeitsvermögen (Human Work Index®) und Anliegen der MitarbeiterInnen hinsichtlich zukünftiger Maßnahmen beinhaltete, wurde daher abseits des Kick Off kommuniziert und die Kick Off Veranstaltung auf August verschoben.


Über 100 Maßnahmen umgesetzt

Auf Basis der Analyse, bestehend aus Online-Befragung und Fokusgruppen mit MitarbeiterInnen aller Bereiche und Standorte, wurden Anfang 2017 weitere kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen unter Berücksichtigung der bereits laufenden Angebote geplant. Bis zur Projektevaluierung im Juni 2018 konnten an die 180 (!) Maßnahmen konzeptioniert bzw. umgesetzt werden, so auch die Ausbildung der Vitality Agents für alle Standorte.

Die Vitality Agents stehen als BeraterInnen und MultiplikatorInnen für alle MitarbeiterInnen zur Verfügung und gewährleisten damit Partizipation und Nachhaltigkeit im Gesundheitsmanagement von Ground Operations.

Die Wirksamkeit der bis dato gesetzten Maßnahmen kann sich sehen lassen: Die Belastungen konnten insgesamt deutlich reduziert werden, wobei sich vor allem das Organisationsklima, und damit auch die Zusammenarbeit mit den Führungskräften, und die Arbeitsabläufe stark verbessert haben. Dies geht einher mit höherer Sinnfindung im Beruf, Einbezogenheit in die Entwicklung von Ground Operations und mehr Erfüllung im Berufsleben.

Ein gutes Indiz für einen klaren Aufwärtstrend, hat doch Sinnerfüllung einen positiven Einfluss auf unser Stresserleben und damit auf unsere Gesundheit.

Digitaler Wandel

Digitaler Wandel braucht flexibleren ArbeitnehmerInnenschutz

Das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz ASchG soll gewährleisten, dass Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unversehrt ihre Arbeit verrichten können. Mit anderen Worten Es muss sichergestellt sein, dass die Belegschaft durch Arbeit keinen körperlichen oder psychischen Schaden nimmt. Da Unversehrtheit die Voraussetzung ist, um überhaupt produktiv arbeiten zu können, liefert das ASchG die Basis für eine win-win-Situation sowohl für ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen.

Beseitigung bürokratischer Hürden

Für Herbst hat das Sozialministerium eine Novelle zum ASchG angekündigt. Als eines der führenden heimischen Unternehmen auf dem Gebiet des betrieblichen Gesundheitsmanagements können wir darüber nur erfreut sein. Das 1995 in Kraft getretene Gesetz strotzt nur so vor Bürokratismen. Die Flexibilisierung etlicher Bestimmungen würde die Wirksamkeit des Gesetzes sprunghaft steigern, ohne zusätzliche Kosten hervorzurufen

Woran es krankt: 

Zeitliche und inhaltliche Flexibilisierung der Präventivzeiten: Präventivzeiten oder Einsatzzeiten definieren jenen im ASchG vorgeschriebenen Zeitaufwand pro Mitarbeiter, der durch Sicherheitsfachkräfte (mind. 40 % der Zeit) und ArbeitsmedizinerInnen (mind. 35 % der Einsatzzeit) für Angelegenheiten des ArbeitnehmerInnenschutzes aufzubieten ist. Das heißt: Die vorgeschriebenen Zeiten, die für den ArbeitnehmerInnenschutz im Unternehmen vorzusehen sind, werden fest aufgeteilt. Und dies erweist sich als Hemmschuh: Aktuell beobachten wir in Brachen wie  in Büro- oder Dienstleistungsbetriebe, dass es nur einen geringen Zeitbedarf im Bereich der Arbeitssicherheit gibt. Dagegen verzeichnen wir gerade in Dienstleistungsbranchen eine steigenden Zuspruch zu  psychologischen oder ergonomischen Präventionsmaßnahmen (Psychische Belsatungen, etc..). Das Problem: Die Arbeitspsychologie als dritte Säule der Präventivfachkräfte ist derzeit im Gesetz nur als eine KANN Bestimmung mit bis zu 25% der Einsatzzeit angeführt, aber nicht verpflichtend vorgesehen.

Daher ist es nur konsequent, dass ein neues ASchG inhaltlich auf psychologische und ergonomische Beratungen erweitert wird. Im Gegenzug ist es vernünftig, die strikte Aufteilung der Präventivzeiten zwischen Sicherheitsfachkräften und arbeitsmedizinischen Belangen zu flexibilisieren und somit eine branchengerechte Anzupassung zu ermöglichen. In Summe bleiben nach unserem Vorschlag die Einsatzzeiten und damit die Kosten gleich.

Impfen auch ohne Gefährdungspotential: Derzeit dürfen laut ASchG nur MitarbeiterInnen in Unternehmen von der Arbeitsmedizin geimpft werden, für die ein Gefährdungspotential besteht (z.B. Zeckengefahr für Gärtner). Gelebte Praxis ist aber, dass diese Impfung auf Wunsch der Unternehmen allen MitarbeiterInnen zur Verfügung gestellt wird. Um auch legal die anderen KollegInnen zu impfen, müsste der Arzt im Unternehmen einen Praxissitz melden und könnte so diese Tätigkeit nicht im Rahmen seiner Anstellung in einem arbeitsmedizinischen Zentrum durchführen. In diesem Punkt sollte die legistische Vorschrift den realen Bedürfnissen angepasst werden.

Anrechenbarkeit der Leistungen von arbeitsmedizinischen AssistentInnen: Auf Grund des ÄrztInnenmangels vor allem im ländlichen Bereich können gesetzlich vorgeschriebene Präventionszeiten häufig nicht mehr abgedeckt werden. Dem ExpertInnenmangel kann gegengesteuert werden, wenn der Einsatz arbeitsmedizinischer AssistentInnen über bisherige Bestimmungen hinaus auch für das Stundenkontingent der Arbeitsmedizin herangezogen werden darf

Anerkennung von Erste Hilfe Kursen für ErstHelferInnen: Nach aktueller Gesetzeslage finden Erste Hilfe Kurse bzw. deren Auffrischung keine Berücksichtigung nach dem ASchG. Sie werden nicht in die Einsatzzeit aufgenommen, obwohl Refresherkurse gesetzlich vorgeschrieben sind. Eine Einrechnung würde eine Aufwertung der Kurse mit sich bringen.

Neue Arbeitswelten
Die Digitalisierung ist dabei, neue Arbeitswelten zu schaffen. Dazu benötigen wir ein ArbeitnehmerInnenschutzgesetz, dass mit den prognostizierten Mehrbelastungen der ArbeitmehmerInnen umgehen kann. Zudem sollte das ASchG den vielen vorbildlichen Betrieben die Möglichkeit bieten, die oftmals sehr hohe jährliche gesetzlich vorgeschriebene Einsatzzeit für umfassendere Aktionen zu nutzen. Das AschG schreibt sich ausschließlich den Erhalt der Unversehrtheit des/der MitarbeiterIn auf die Fahnen (Arbeitsunfälle). Unter den Rahmenbedingungen des digitalen Wandels werden diese engen Ziele nicht mehr ausreichen. Es gilt, diese Kluft zwischen ASCHG und betrieblicher Gesundheitsförderung zu schließen – für gesündere ArbeitnehmerInnen und geringere Fehlzeiten.

Autor
Dr. Gerhard Klicka ist Doktor der Psychologie und Geschäftsführer der IBG, des führenden heimischen Unternehmens auf dem Gebiet des betrieblichen Gesundheitsmanagements (165 Mitarbeiter, 55.000 betreute ArbeitnehmerInnen)